Bücher und druckfrische Sendungen

Veröffentlicht: 5. Mai 2011 in Leonies Leben 2011, Musik
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Seit jeher lese ich sehr viel. Dabei kann ich gar nicht genau sagen, was ich alles so lese. Über Jahre habe ich die örtlichen Tageszeitungen studiert, nun lese ich unter der Woche auch gerne die online news. Geschichten, Romane, Novellen, Reiseliteratur, Krimis, Fachbücher und und und und. Ich habe einige Lieblingsautoren, bei denen ich immer darauf warte, dass ein neues Buch erscheint und dann schlage ich ziemlich schnell zu. Gerne lese ich auch englische Bücher, um ein wenig in der englischen Sprache trainiert zu bleiben. Mein Spanisch ist leider noch nicht so gut, dass ich außer in meinem Lehrbuch, dicke Wälzer lesen könnte. Dennoch werde ich demnächst versuchen ein wenig Harry Potter auf spanisch zu lesen. Harry Potter deshalb, weil ich das früher meinen Jungs oft vorgelesen habe und den Inhalt ganz gut kenne. Später habe ich es dann zu Übungszwecken selber in Englisch gelesen und daher glaube ich, dass ich so ein Buch, dessen Inhalt ich weitgehend kenne, am ehesten auf Spanisch lesen kann. Ich habe es bestellt und warte nun seit einer Woche auf das Päckchen.

Dann habe ich im Haus noch viele alte Bücher (wie die auf dem Bild), die aus alten Familienbeständen übrig geblieben sind und die eigentlich keiner mehr liest. Diese bringe ich nach und nach in die öffentlichen Bücherschränke, die hier in Bonn an einigen Stellen aufgestellt sind und in denen man Bücher abstellen und wieder andere mitnehmen kann. Eine ganz tolle Sache finde ich.

www.guntherkrauss.de/bilder/bonn/oeffentlicher-buecherschrank.html

Fernsehen schaue ich nicht so oft. Allerdings gibt es einige Sendungen, die ich ungern verpasse und dazu gehört die Sendung „Druckfrisch“. Alle paar Wochen stellt Denis Scheck am Sonntagabend gegen 23.30 Uhr Bücher vor und interviewt auf eine für mich kaum zu beschreibende erfrischende Art die Autoren. Dabei wählt er die unglaublichsten Umgebungen für die Interviews. Er sitzt mit den Autoren auf einer Baustelle, unter einer Brücke, im Dschungel – einfach genial. Ich bin so begeistert von der Sendung, dass ich mir Teile auch als podcast herunter lade. Hinzu kommt noch die sehr abwechslungsreiche und in meinen Ohren immer gut klingende Hintergrundmusik. Ich bin einfach begeistert und kann die nächste Sendung kaum abwarten.

Höhepunkt der Sendung ist die Auseinandersetzung des Autors mit der aktuellen Spiegelbestsellerliste (die Top 10). Diese Bücher samt Autoren lobt er bei Gefallen durchaus mit überschwenglichen Worten. Bei Nichtgefallen findet er sehr klare Worte und Sätze, während die Bücher auf einem Fließband in den sinnbildlichen Abgrund wandern.

Bei Interesse hier noch der Link und mehr zu Sendung:

http://www.daserste.de/druckfrisch/

Dies waren die Bücher aus der Sendung vom 1. Mai:

„Michel Houellebecq: „Karte und Gebiet“
Das Rendezvous zweier Ichs als Selbstbespiegelung eines Künstlers

Der junge Jed Martin wird unerwartet berühmt durch Fotos von Michelin-Karten und großformatig gemalten Bildern beruflicher Alltagsszenen. Erfolg und Einkommen wachsen spektakulär, ohne ihn zu beeindrucken. Als er den Schriftsteller Houellebecq engagiert, das Vorwort für den Katalog seiner nächsten Ausstellung zu schreiben, endet dieser Auftrag in einer Katastrophe.

Friedrich Ani: „Süden“
Ein Krimi vom Verschwinden, Suchen, Wiederkehren und Neuanfangen

Nach sieben Kölner Jahren kehrt Ex-Kommissar Tabor Süden, nun als Detektiv, nach München zurück. Er ist auf der Suche nach seinem verschwundenen Vater und nach einem vermissten Kneipenwirt. Die Recherchen führen ihn auf die Prominenteninsel Sylt. Wieder einmal gelingt es Friedrich Ani, seinen allzumenschlichen Protagonisten Leben einzuhauchen und ihre Sorgen, Beweg- und Abgründe in Literatur zu fassen.

Denis Scheck empfiehlt:
„Lass die Toten ruhen“ von Malla Nunn

Stellen Sie sich vor, Sie werden eines morgens wach, und Sie sind nicht mehr derjenige, als der Sie eingeschlafen sind, sondern Sie sehen sich beim Zähneputzen als ihre schlimmste Angst in Gestalt. So ergeht es Malla Nunns Serienheld Emmanuel Cooper: Er schläft als Weißer ein und wird als Gemischtrassiger wach. Im Rassistenstaat Südafrika ein Alptraum. Ein Unterhaltungsroman, ein Schmöker und obendrein noch ein Krimi.

Die Auszeichnung „Druckfrisch“-Musiker des Monats geht diesmal natürlich an die deutsch-amerikanische Band „13 & God“, die gerade mit „Own Your Ghost“
ihr zweites Album veröffentlicht haben.

Einmalig das Konzept der Band, die musikalischen Interessen einer amerikanischen Hip-Hop und einer deutschen Indie-Band (Themselves & The Notwist) transkulturatlantisch aufeinander prallen und miteinander spielen zu lassen.

„13 & God“ beschließen die Sendung mit ihrem wunderbar altersweisen „Old Age“. Verdient hätten die Auszeichnung natürlich auch der bayerische Blueser Schorsch Hampel, der mit Friedrich Ani den Blues zum Buch „Süden“ live und unplugged für „Druckfrisch“ eingespielt hat. Aber Schorsch hatte bereits vor zwei Monaten die Ehre und für Robert Wyatt, der mit „Free Will And Testament“ so genial Michel Houellebecqs Glücksrezept ansingt („What kind of spider understands arachnophobia?“), müssten wir eher die Kategorie „Druckfrisch-Musiker des Lebens“ erfinden.

Titel: If I Had a Heart
Interpret: Fever Ray

Titel: Tabor Süden
Interpret: Schorsch Hampel & Friedrich Ani

Titel: The Roller
Interpret: Beady Eye

Titel: Free Will and Testament
Interpret: Robert Wyatt

Titel: Old Age
Interpret: 13 & God“

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und viel Spaß beim Hören:

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Kommentare
  1. Gabi sagt:

    Ich hab eigentlich auch immer gerne gelesen. Aber ich muss zugeben, dass, seit ich mich doch recht viel mit dem Internet und dem Computer beschäftige, ich einfach nicht mehr dazukomme. Leider.
    lg Gabi

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