Wenn etwas schief geht…….

Veröffentlicht: 9. Juli 2011 in Hund, Leonies Leben 2011
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Laut Wikipedia heißt Murphys Gesetz in der bekannten Form:

„Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“ („Whatever can go wrong, will go wrong.“ )

Und so ähnlich ging es mir gestern morgen. Der Tag fing bereits damit an, dass ich mit Kopfschmerzen aufwachte. Nicht das ich am Abend vorher zu viel Wein genossen hatte, sondern das Wetter hatte sich über Nacht so rasant geändert und hatte wahrscheinlich bei mir dadurch ziemliche Kopfschmerzen verursacht. Ich stolperte in das Badezimmer und suchte nach einer Tablette, denn ohne eine solche schien ich nicht in der Lage zu sein mit dem Hund raus zu gehen. Ich fingerte mit schmerzenden Kopf im Badezimmerschrank herum. Dabei muß ich mich wohl so ungeschickt angestellt  haben, dass mir gleich der Inhalt eines ganzen Regals entgegen kam. Endlich hatte ich die Tablette gefunden und schluckte sie mit etwas Wasser schnell hinunter.  Das Regal wollte ich später reparieren.

Durch die Kopfschmerzen war ich bereits recht spät dran und lief eilig zu meinem Fahrrad, um die Hunderunde mit dem Rad zu drehen. Dabei übersah ich den im Wege stehenden Fahrzeuggepäckträger und stieß mit dem Kopf gegen das Gestänge. Das tat dem Kopf nicht gut und half auch nicht gegen die noch immer nicht nachlassenden Kopfschmerzen.

Ich stieg  immer noch halb benebelt auf mein Fahrrad und fuhr über einen Feldweg und der Hund lief unangeleint neben mir her. Da tauchten vor mir auf einmal zwei Spaziergänger mit ihren angeleinten Hunden auf. Ich hatte keine Chance mehr zu reagieren als ich erkannte, dass das auch noch gerade die „Lieblingsfreunde“ meines Hundes waren. Alles in der Hundeschule Gelernte, wie Ablenkung, anleinen usw. ging nicht mehr. Mein Hund starrte auf die Hunde und rannte los. Keine Chance auf Abruf und ich mußte da durch. Ich nahm all meinen Mut zusammen und fuhr freundlich grüßend weiter und an den Leuten vorbei, während mein Hund Radau machte und sich auch nicht von mir vorbei treiben ließ. Erst als ich ihn mit dem Rad ein wenig bedrängte, schlug er die Vorwärtsrichtung ein, während die beiden anderen Hundebesitzer mich böse anstarrten.

Wir fuhren weiter. Da kam uns doch tatsächlich auf diesen ansonsten so ruhigen Feldweg auch noch ein Reiter entgegen. Pferde ignoriert mein Hund zum Glück normalerweise. Normalerweise ja – gestern nicht. Wild bellend stürzte er sich in Richtung Pferd und Reiter. Hier konnte ich ihn zum Glück noch zurückrufen, aber auch der Reiter schaute mich nicht gerade freundlich an. Was für ein Morgen. Es gibt Tage, da habe ich morgens draußen ein schönes Erlebnis nach dem anderen und komme voll ausgepowert und glücklich nach Hause. Gestern fiel es mir sehr schwer, mich auf die schöne Umgebung zu konzentrieren und angenehme Gefühle zu entwickeln.

Um mein Glück an diesem Morgen perfekt zu machen, kreuzte auch noch ein Hase unseren Weg und hoppelte so witzig vor uns herum, dass es geradezu wie eine Aufforderung an meinen Hund erschien. Diese Aufforderung zu einer kleinen Verfolgungsjagd nahm er gerne an und verschwand in großen Sprüngen hinter dem Hasen herlaufend durch eine Hecke auf ein unbekanntes Hausgrundstück. Mir blieb nichts anderes übrig, als das Fahrrad abzustellen und meinen Hund auf dem Grundstück zu suchen. Ich irrte mit Kopfschmerzen auf einem fremden Garten herum und fragte mich, womit ich diesen schönen Morgen verdient hatte.

Hundi saß freudig mit dem Schwanz wedelnd auf der fremden Terrasse und schaute in die Küche des Hauses hinein. Vielleicht hoffte er als immer hungriger Labrador auf ein gutes Frühstück. Stattdessen wurde er nun angeleint und durfte per Fuß am Fahrrad weiter laufen. Schuld bewußt schaute er mich an, denn er wusste ganz genau, weshalb er jetzt am Fahrrad an der Leine laufen musste. Nun konnte – jedenfalls aus meiner „beschränkten Sicht“ – nichts mehr schief gehen.

Kaum hatte ich das gedacht, entluden sich die dunklen Wolken über uns. Es regnete wie es lange nicht mehr geregnet hatte. Das Wasser schoß wie aus Kübeln vom Himmel. Eigentlich wunderte mich auch das nicht mehr wirklich. Die Kopfschmerzen waren weg und ich war nach kurzer Zeit bis auf die Haut nass. Ich wollte nur noch nach Hause und unter eine warme Dusche. Aber wenn etwas schief geht, dann…….Ich hatte tatsächlich an diesem Morgen meinen Hausschlüssel vergessen. Auch der versteckte Ersatzschlüssel war nicht auffindbar, aber ich fand ein geöffnetes Fenster im ersten Stock über das ich mit einer Leiter in unser Haus „einbrach“. Das nachlässig offen gelassene Fenster meiner Söhne war nun meine Rettung geworden. Auch wenn es dort hinein geregnet hatte und ich drinnen erst einmal in eine große Pfütze trat, konnte mich das nicht mehr groß erschrecken.

Nun fehlte nur noch, dass ich nass und vor Kälte zitternd kein warmes Wasser unter der Dusche vorfinden würde. Aber nein welches Wunder – das Wasser lief warm aus dem Hahn. Ich duschte und genoss das warme Wasser über meinen Rücken laufen zu lassen. War Murphys Gesetz durchbrochen?

So ganz traute ich dem Frieden nicht und verhielt mich den ganzen Tag ruhig und unauffällig. Murphy kehrte nicht zurück und mein restlicher Tag verlief – zumindest einigermaßen – gerade.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und keine große Schieflage.

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Kommentare
  1. der_emil sagt:

    Ach Gottchen.

    Der Engländer sagt in solch einem Fall wohl „shit happens“ …

    (Hätest DU den Hund mit einem fliegenden Teppich ausgeführt, wär das wohl anders abgelaufen …)

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  2. sucherin sagt:

    Da hast Du recht, aber den hatte ich ja nun mal liegen lassen, da er schon da lag .-).

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  3. Gabi sagt:

    Wohl wieder mal so ein Tag, den keiner braucht. Es ist manchmal wirklich wie verhext. Gott sei Dand ist dann ja der restliche Tag noch ganz gut verlaufen.

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  4. Gabi sagt:

    Sollte natürlich heißen „Dank“ und nicht „Dand“. 🙂

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