Archiv für 3. August 2011

Ab und zu arbeite ich gerne mit Speckstein. Nicht das ich glaube, dass ich dabei große Kunstwerke produziere. Mir macht es einfach Freude an so einem Stein zu arbeiten. Am Anfang suche ich einen Stein aus, der mich in seinem Urzustand einfach anspricht. Und dann geht es los. Ich weiß nie vorher was nach der Bearbeitung herauskommt. Ich nehme mir nicht vor, dass ich jetzt eine Figur anfertigen werde, die „so“ ausschauen wird. Ich fange einfach an, den Stein zu bearbeiten. Dabei stelle ich Unebenheiten fest und spüre dass das Material an einigen Stellen weich und an anderen Stellen hart ist. Alles weitere ergibt sich  von allein. An einem Tag arbeite ich an einer  Seite, am anderen an der anderen. Jeden Tag, an dem der Stein wieder zur Bearbeitung vor mir liegt, habe ich eine neue Vorstellung davon, was ich an dem Tag machen werde. So arbeite ich mich in den Stein hinein und bin am Ende des Tages zumeist sehr erstaunt, was dabei heraus gekommen ist. Der Weg ist das Ziel.

Irgendwann weiß ich dann, dass der Stein jetzt für mich fertig ist. Es reicht. Es ist genug. Wir haben genug miteinander gearbeitet. Er wird fein geschliffen und poliert und ist für mich fertig. Zu jedem Stein kann ich mir Gedanken machen oder es auch lassen. Tatsächlich habe ich jedoch nach jedem Stein so einige für mich recht lehrreiche Erkenntnisse. Falls jemand Lust bekommen hat, kann ich nur dazu ermuntern, es einfach mal auszuprobieren. Falls es beim ersten Mal nicht so ganz gelingen sollte, ist möglicherweise (wie ab und zu jedenfalls bei mir) ein neuer Briefbeschwerer entstanden :-).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und viel Freude bei allen Versuchen.

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