Archiv für 29. August 2011

Nun bin ich wieder zurück aus dem einwöchigem Urlaub in den Alpen und muß mich langsam aber sicher an den Alltag gewöhnen. Für mich waren die Alpen ein Erstversuch und wir hatten zusammen mit unseren Freunden, die bereits des öfteren in den Alpen waren, eine sehr schöne Zeit. Das Wetter spielte bestens mit und wir konnten jeden Tag wandern gehen. Zum Glück habe ich durch mein tägliches Joggen mit dem Hund eine recht gute Kondition. Diese war bei unseren sechs bis achtstündigen Touren, in den wir bis 1000 Höhenmeter hoch und runter überwanden, schon gefragt. Dennoch kam ich häufig auf den steilen Wegen bergauf ganz gut ins Schwitzen. Auf dem Gipfel angekommen, entschädigte der Ausblick dann jedoch für alle Strapazen.

Bergpanorama

Am ersten Tag ging es gleich von unserem Quartier immer bergauf auf einem kleinen steinigen Pfad. Die Luft kam mir sehr dünn vor und ich versuchte langsam, aber beständig mich weiter in die Höhe zu kämpfen. Auf einem Bergsattel machten wir Rast, bevor es auf einem Höhenweg weiterging. Die nächsten Stunden ging es beständig weiter durch Geröllhalden bergauf und ich spürte langsam, aber immer sicherer meine Füße. Dennoch wollte ich unbedingt mit, als es auf den ersten Gipfel ging. Wir mußten ein wenig klettern, d. h ich als unerfahrene „Bergbesteigerin“ mußte ein wenig klettern und ab und zu auch mal alle Viere benutzen. Unser alpin erfahrener Freund sprang hingegen – aus meiner Sicht – wie eine Bergziege von Stein zu Stein. Nur ich folgte noch, da ich auch unbedingt mit ihm auf den Gipfel wollte. Irgendwie hatten wir uns drei Meter von dem angegebenen Kletterpfad entfernt und standen auf einmal zwei Steinböcken gegenüber. Das war ein wunderschönes und überraschendes Erlebnis. Gerne hätte ich diese schönen Tiere fotografiert, aber ich hatte alle Händen voll damit zu tun, mich ordentlich fest zu halten.

Wöster  Gipfel

Wir schafften diesen und in der Woche auch noch drei weitere Gipfel und ich genoss die schönsten Panoramablicke über die Alpen. Schwerer stellte sich für mich das bergab Wandern da, da die anderen und ich auf dem Geröll leicht ins rutschen kamen. Zusätzlich zog mich mein Hund, den ich wegen der Murmeltiere teilweise angeleint hatte. Hundi genoss die Woche ohnehin, denn häufig durfte er frei laufen und sprang die Berge hoch und runter und legte dabei bestimmt die 10 fache Strecke, wie wir sie gingen, zurück. Als Labbi mit Neigung zum Wasser, zog es ihn bei jeder Gelegenheit  zu einem erfrischenden Bad in den Alpenseen. Notfalls  sprang er auch in eine am Wegesrand stehende Kuhtränke, um zu trinken und sich ein wenig abzukühlen.

Spullersee

Zürser See

im Schilf

Da mir kein Foto von den Steinböcken möglich war, möchte ich hier wenigstens ein (wenn auch unscharfes) Murmeltier zeigen. Die Murmeltiere begleiteten uns während der gesamten Wanderungen und stießen schrille Pfiffe aus, wenn wir uns näherten, um dann schnell in einem Erdloch zu verschwinden. Ab und zu blieben sie auch aufrecht stehen, um uns aus sicherem Abstand mit den Köpfen zu verfolgen. Alle Murmeltiere schienen bereits gut gerundet vorbereitet auf den bevorstehenden Winter zu sein.

Murmel

Murmeltier

Eine Wanderung führte uns auf die Göppinger Hütte, wo wir im Sonnenschein nach erfolgtem Aufstieg eine Apfelsaftschorle genießen konnte. Wer danach noch Lust hatte, konnte auf die Hochlichtspitze. Der Weg hinauf ist für geübte Alpinisten sicher keine Schwierigkeit. Für mich war es ein kleines Abenteuer, das ich mehr auf allen Vieren und meinem Hintern – jedoch erfolgreich- absolviert. Dennoch war ich froh, als ich vom Gipfel auch wieder herunter „geklettert“ war und wieder in den Zweibeinstand übergehen konnte.

Göppinger Hütte

Hochlichtspitze

Nun sitze ich in Bonn und denke mit Wehmut an die Hochlichtspitze und würde dort gerne noch einmal hinauf. Wer weiß – vielleicht ergibt es ja mal eine Möglichkeit?!

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und soll auch alle ganz pfiffig von dem Murmeltier grüßen :-).

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