Archiv für Oktober, 2011

Passend zum Tag habe ich heute meine Kürbisbilder aus Freiburg zusammen gestellt. Als ich letzten Samstag auf dem Freiburger Wochenmarkt unter dem großen Münster bei bestem Sonnenwetter herum schlenderte, stachen mir immer wieder Kürbisse ins Auge. Im Zeichen des heran nahenden Halloween Tages hatten anscheinend fast alle Gemüse- und Obsthändler ihre Kürbisse zum Verkauf bereit gestellt. Ich habe keinen gekauft, aber einige für Euch im Bild festgehalten.











In Bonn bekomme ich von dem Halloween Tag wenig mit, da in der katholischen Gegend, in die wir vor einigen Jahren gezogen sind, dieser „neue“ Brauch sich anscheinend (noch) nicht etabliert hat. Ab und zu sieht man etwas dekorativen Kürbisschmuck in den Fenstern und Vorgärten oder auch in den Regalen der örtlichen Händler. Das ist es. Anders war es in Rostock. Ich erinnere mich gut an die Zeit als unsere Kinder jünger waren und wir in Rostock lebten. Dort mitten in der Stadt war in unserem Stadtviertel am Halloween die Hölle los. Dauernd klingelte es am Halloween ab der einbrechenden Dunkelheit an der Wohnungstür und kleine und große verkleidete Kinder forderten manchmal freundlich, manchmal richtig frech: „Süßes, sonst gibt es Saures“. Auf diese kleinen „Überfälle“ musste man gut vorbereitet sein und so versuchte ich immer ein bisschen „Süßes“ an diesen Tagen im Hause zu haben. Später liefen dann meine Söhne am Halloween selber mit ihren Freunden verkleidet als kleine Monster von Tür zu Tür. Ob ich alle die aus Amerika zu uns herüber geschwappten Gebräuche nun wirklich brauche , ist eine andere Frage. Die Kinder hatten und haben wahrscheinlich anderenorts auch heute noch daran ihren (Halloween Höllen) Spaß.

 

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Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und lasst Euch nicht zu sehr erschrecken.

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Farbtupfer im Oktober

Veröffentlicht: 30. Oktober 2011 in Natur
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Die Zeit schreitet Richtung Winter voran und die Natur entwickelt sich rückwärts (so erscheint es mir zumindest). So habe ich bei einem Spaziergang mit meinem Hund nach einigen Farbtupfern Ausschau gehalten. Und siehe da, es gibt wohl doch noch einige Pflanzen, die (fast) bis zum November blühen. Ich kenne mich nicht besonders gut in der Botanik aus, freue mich jedoch bei jedem Spaziergang über alles was rechts und links des Weges wächst.

blühende Gräser (schwer aus dieser Sicht zu erkennen) – mir gefiel das Muster

noch eine Pusteblume?

verblüht und fast verblüht

Rankelpflanzen

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Ich wünsche allen Lesern einen schönen Sonntag und begebe mich selber wieder auf die Autobahn Richtung Bonn in der Hoffnung, ohne viel Geschrei 🙂 und Stau zu Hause anzukommen.

Heute ohne viel Worte ein paar Herbstbilder. Die bunten Blätter lagen auf unserer „Hundewiese“, auf der ich häufig mit meinem Hund im Gras nach verlorenen Tennisbällen suchen darf. An jenem Tag fand ich jedoch keine Tennisbälle, sondern……

die Laubfärbung beginnt

letzte Pusteblume?

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Allen Lesern einen guten Tag und viele Grüße aus Freiburg.

Angekommen

Veröffentlicht: 28. Oktober 2011 in Leonies Leben 2011
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Gut im Süden angekommen, kann ich ja nun des Rätsels Lösung von gestern verraten:

Auf dem Bild war mein geliebtes Pampasgras zu sehen, das immer noch tolle Puschel hat. Hier ein wenig größeres Bild:

Noch genieße ich ein paar freie Tage im Süden. Zu Hause bleibt die Arbeit liegen – auch mal schön. Nach meiner Rückkehr muss ich in den nächsten Tagen ein wenig im Garten schaffen, um alles winterfest zu machen. Vor dem Pampasgras liegt ein kleiner Teich, der nun „geschlossen“ wird. Dann gibt es auch kein Futter mehr für die Fische, die in den Winterschlaf geschickt werden. So einfach müsste das bei den Menschen auch gehen, oder besser doch nicht?

 

Hund mit Hut? Nein, nur eine Durchsicht mit rostiger Glocke. Das kommt davon, wenn ich Sachen über den Winter im Garten vergesse.

 

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und Grüße aus Freiburg.

 

Auf in den Stau

Veröffentlicht: 27. Oktober 2011 in Leonies Leben 2011, Reisen 2011
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Heute geht es für mich wieder einmal auf die Straße mit Kurs Richtung Süden. Während ich noch überlege, was ich mehr fürchte, die rasanten Fahrkünste meines Sohnes oder lange Staus, laufen die Reisevorbereitungen. Auch die Geschenke und kleine Mitbringsel sind eingepackt. Dann kann es ja morgen in der Frühe losgehen. Während ich mich auf der Straße grause, habt Ihr vielleicht Lust zu raten, was es auf diesem Foto zu sehen gibt. Das hat jedenfalls nichts mit Straße und Asphalt zu tun und es handelt sich auch nicht um mein ausrangiertes Federbett. Eigentlich zu einfach, oder?

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und (Donnerstags)vorfreude auf ein erholsames Wochenende.

Heute muss ich an dieser Stelle einfach mal ein bisschen Ärger ablassen. Seit Wochen freue ich mich auf meine Reise in die Sonne von Teneriffa. Da ich im November mit Hund reisen will und es nur wenige Airlines gibt, die große Hunde in begrenzter Anzahl im Frachtraum transportieren, habe ich mich bereits sehr rechtzeitig vor Monaten um einen Flug gekümmert. Viele Flüge von Köln/Bonn auf die kanarischen Inseln starten mitten in der Nacht. So war ich sehr froh, als ich einen Air Berlin Flug fand, der morgens gegen 9.00 Uhr starten sollte. Die Zeit ist für mich perfekt, da es so möglich ist, dass mein Mann mich mit Gepäck, Transportkäfig und natürlich Hund gegen 7.00 Uhr auf dem Flughafen vor seiner Arbeit absetzen kann. Außerdem komme ich gut ausgeschlafen am Flughafen an und der Tag liegt vor mir. So die Planung. Dieser Flug war ein wenig teurer als die Nachtflüge,  passte aber zeitlich perfekt und ich buchte. Entsprechend der angegebenen Flugzeiten buchte ich einen kleinen Mietwagen auf Teneriffa sowie ein Zimmer für mich mit Hund.

Nun zum Ärger: Vor einigen Tagen erhielt ich eine Mail. „Es tut uns äußerst leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass sich die Flugzeiten für den von Ihnen gebuchten Flug verschoben haben. Ihre neue Abflugzeit ist 3.00 Uhr…….Air Berlin “ Oh, bin ich sauer und zwar aus folgenden Gründen:

1. Ich habe extra mehr Geld ausgegeben, um zu der von mir gewünschten Zeit reisen zu können. Nun muss ich sehen, wie ich mitten in der Nacht zum Flughafen komme.

2. Das bedeutet weniger Schlaf für meinen Mann und in der Nacht für mich wahrscheinlich keinen Schlaf.

3. Air Berlin wechselt den Slot von teuer am Morgen auf günstig in der Nacht und spart Geld, obwohl die Kunden  Geld für den teuren Slot bezahlt haben, das nun auch bei Air Berlin verbleiben kann.

4. Ich habe Zusatzkosten für den Mietwagen, der umgebucht werden muss und kann nach einer anstrengenden Nacht noch einige Stunden auf der Straße verbringen, da das Zimmer erst nachmittags bereit gestellt werden kann.

5. Das nennt sich Service für den Kunden – Your Airline.

6. Und das Beste zum Schluss: Genau das gleiche Spiel ist mir im letzten Jahr passiert, als ich mit Air Berlin nach Fuerteventura geflogen bin. Da habe ich noch still gehalten, da ich dachte „shit happens“. Jetzt vermute ich, dass das kein Zufall ist, sondern das System dahinter steckt. Ich kann daraus nur folgern, dass ich künftig gleich die günstigeren Nachtflüge buchen kann.

So, nun habe ich Luft abgelassen und kann hoffentlich demnächst ein bisschen beruhigter in die Luft gehen :-).

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag.

Gestern mitten in der Nacht gegen 3.00 Uhr wurde ich ziemlich unsanft aus meinen Träumen gerissen. Mein lieber Labrador, der ansonsten gegen Abend müde wird und die ganze Nacht durch schnarcht (er schnarcht tatsächlich), war auf einen Sessel in der Nähe des Fensters gesprungen. Er presste seine Schnauze an die Fensterscheibe und bellte in einer nicht zu überhörenden Lautstärke in die Nacht hinein. Ich schleppte mich aus dem Bett und torkelte schlaftrunken in Richtung Gebelle. „Schluss, hör auf, lass es“, murmelte ich zunächst, um diese Worte deutlich lauter – als keine Reaktion erfolgte – noch einmal zu wiederholen. „Schluss“, schrie ich.

Als Ruhe eingekehrt war, presste ich dann doch neugierig geworden selber meine Nase gegen die Fensterscheibe und starrte ins Dunkle der Nacht. Außer dem Regen, der im matten Licht der Straßenlaternen zu erkennen waren, sah ich nichts. Die Straße war leer und es gab für meine Augen weder Mensch noch Tier zu sehen. Ich schleppte mich wieder ins Bett. Kaum hatte ich mich wieder gemütlich unter die Decke eingekuschelt, ging das Gebelle wieder los. Ich schrie aus dem Bett durch das ganze Haus:“Schluss, lass es“. Keine Reaktion. Knurrend schleppte ich mich wieder auf, um dieses Mal unsanft den Hund von dem Sessel zu ziehen und ihn in seinen Hundekorb zu dirigieren.

Ihr könnte es Euch vielleicht denken. Kaum lag ich wieder im warmen weichen Bett, ging das Gebelle wieder los. Langsam war ich nun richtig wach, sprang auf und zog mir schnell etwas über. Da der Hund tatsächlich „so etwas noch nie gemacht hatte“, musste wohl draußen um das Haus herum irgendetwas sein. So wanderte ich dann nachts um 3.30 Uhr mit Taschenlampe bewaffnet, verkehrt herum angezogenem Pullover und ohne Strümpfe in den Schuhen um unser Haus herum quer durch den Garten. Dem Hund schien die Nachtwanderung zu gefallen. Interessiert schnüffelte er hier und da und war dabei ganz ruhig. Das Bellen hatte er eingestellt.

Um 4.00 Uhr lag ich dann nach erfolgloser/erfolgreicher(?) Mission hellwach im Bett, während Hundi seelenruhig im Hundekorb schnarchte. Den Grund seines nächtlichen Bellens hat er mit in seine Träume genommen. Ich kenne ihn jedenfalls nicht.

Ich wünsche allen Lesern einen guten Tag und eine ruhige Nacht.

– Diese Woche muss ich ganz dringend die letzten Palmen und Pflanzen vom Hof in das Haus holen, denn langsam droht Frostgefahr. Auch die Gartenmöbel gehören nun abgewischt und gut verstaut. Schade, die Zeit am Sonntag im Freien zu frühstücken ist erst einmal vorbei.

– Diese Woche muss ich wirklich daran denken, Entwurmungstabletten für Hund und Kater zu besorgen und eine kleine Wurmkur mit ihnen zu machen. Bei Hund ist das unproblematisch. Er frisst alles – auch gerne Entwurmungstabletten. Bei Kater ist es ein Drama. Und wenn ich die Tabletten zu Staub zerhacke. Er riecht sie im Fressen und lässt lieber die ganze Portion stehen als auch nur einen Krümmel der Tabletten in sich aufzunehmen. Hier muss ich mir noch etwas Geschicktes ausdenken.

– Diese Woche haben die Herbstferien bei uns begonnen und ich habe meinem Sohn versprochen, mit ihm gemeinsam sein ganzes Zimmer einmal gründlich zu entrümpeln und neu zu gestalten. Da muss ich aufpassen, dass ich nicht alleine an dem Projekt arbeite :-).

– Am Ende dieser Woche werde ich noch einmal Richtung Süden fahren, um meinen nächsten Verwandten einen Besuch abzustatten. Vorher sollte ich vielleicht den defekten Auspuff am Wagen reparieren lassen :-).

– Diese Woche kann ich endlich meinen neuen Personalausweis abholen, den ich brauche, wenn ich im November in den Süden starten will. Es wird mich ein Gesicht aus dem Dokument anschauen, das wieder um eine Dekade gealtert ist. Egal, Hauptsache ich kann nun reisen.

– Diese Woche sieht das Wetter so aus, als wenn die Hundespaziergänge bei kaltem Wetter stattfinden werden. Da freut sich doch der Labrador. Und ich zittere und freue mich an der Laubfärbung.

– Diese Woche werde ich mir Zeit für Spanisch lernen und schreiben reservieren. Nachts um 23.00 Uhr? 🙂

– Diese Woche — nein, mehr werde ich nicht machen.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und eine gute Woche.

Es ist wieder soweit. Abgemähte Stoppelfelder laden zum Drachen steigen  lassen ein. Bei meinen letzten Hundespaziergängen habe ich einige begeisterte Kinder und auch einige jung gebliebene ältere Semester gesehen, die sich fröhlich mit ihren Drachen beschäftigten. Leider hatte ich in diesen Momenten immer keine Kamera dabei. Wenn ich steigende Drachen sehe, denke ich sofort an meine Kindheit. In Norddeutschland  bastelten wir die ersten kleinen Drachen bereits im Kindergarten. Dass diese nicht so ganz flugtauglich waren, hinderte uns nicht, es dennoch mit ersten Flugversuchen zu probieren. So erinnere ich mich daran, dass ich einmal einen Drachen vom Dach eines Gartenschuppens im direkten Gleitflug in die Regentonne  stürzen ließ. Leider konnte der Drachen nicht nur nicht fliegen, sondern zu meiner Überraschung auch nicht schwimmen.

Im Grundschulalter hatten wir dann unsere Fertigkeiten im Drachenbau ein wenig verbessert und ab und zu kamen bei unseren Bastelversuchen auch fliegende Drachen heraus. Nur noch ganz ganz selten war  elterliche oder großelterliche Unterstützung notwendig. Sobald die Felder abgemäht waren, ließen wir die selbstgebauten Drachen steigen. Und wenn sie dann wider erwarten doch nicht fliegen konnten, wurde weiter gebastelt. Welcher Drachen steigt am höchsten? Welcher Drachen ist der größte, schönste oder bunteste? Drachen waren in unserer Kinderwelt unheimlich wichtig. Wir liebten sie gerade zu.

Häufig verwickelten sich die Schnüre ineinander und ab und zu blieb auch mal ein Drachen in einer Leitung hängen. Herbstzeit und Drachen waren untrennbar miteinander verbunden.

Lasko und der Drachen

Als meine eigenen Kinder klein waren, hatten wir das große Glück an der Ostsee zu wohnen, wo es immer herrlichen Wind im Herbst gab. Für die ersten kleinen Kinderdrachen war es fast zu viel Wind. So ist uns auch schon mal ab und zu ein Drachen im Wind an dem langen Warnemünder Strand zerfetzt. Dann wurden unsere Jungs größer und begannen Lenkdrachen fliegen zu lassen. Die waren nicht mehr selbst gebaut, sondern aus besten Kunststoffen und biegsamen Stangen zusammengesteckt.

Nun dauerte es nicht lange, bis meine Kinder mir zeigten, wie ich den Drachen zu steuern hatte. Ich habe es jeden Herbst in Rostock und auch noch  im letzten Jahr im Dänemarkurlaub probiert. Zur Sicherheit der am Strand wandelnden Bevölkerung habe ich nach einigen fast erfolgreichen Flugübungen jedoch beschlossen, mich aufs zuschauen zu beschränken. Meine Männer entwickelten derweil ungeahnte Fähigkeiten, indem sie aus unseren Lenkdrachen die größten Loopings und Flugschleifen herausholten. Wenn ein Drachen dann doch einmal (zwangsläufig) herunter kam, war Hund als erster da und sicherte ihn vor allen Angriffen (welcher Art auch immer).

Drachen

Diesen Drachen habe ich vor einigen Jahren auf einem Spaziergang südlich von Bonn gesehen. Seitdem habe ich keinen Drachen mehr vor die Linse bekommen, denn meine Jungs haben im jetzigen Lebensabschnitt das Drachen steigen lassen vergessen.  Falls sie jemals Väter werden sollten, fällt es ihnen vielleicht wieder ein. Solange ruhen die Lenkdrachen nun auf unseren Kellerregalen und träumen vielleicht davon, eines Tages sich wieder in die Lüfte zu erheben……wo auch immer.

Ich werde jedenfalls aufpassen, ob es mir noch gelingt, einen Drachen 2011 abzulichten. Habt Ihr eigentlich aktuelle Drachenbilder? Ich würde mich sehr darüber freuen.

Ich wünsche einen guten Tag und gute Winde.

Auf den Bildern könnt Ihr sehen, was ich suche, wenn ich mich auf den örtlichen Wiesen 30 Zentimeter über der Grasnarbe bewege. Aus der Ferne könnte man vielleicht meinen, dass ich Pilze suche oder Blumen pflücke. Weit gefehlt. Ich suche Tennisbälle.

Wie kann es sein, dass ich die Bälle suchen muss und nicht mein Hund?, fragt Ihr Euch vielleicht. Das ist eine gute Frage. Natürlich soll und will eigentlich mein Wuffel suchen. Wir haben nur ein ganz kleines Problem. Er ist so wild auf das Suchen, dass er bereits los sprintet, wenn ich den Ball gerade aus der Hand werfe. Er schaut nicht, wohin der Ball fliegt und so ist Schwund vorprogrammiert. Schlägt der Ball so auf, dass er noch einmal hoch springt, sieht Hundi ihn zumeist und ist in einer irren Geschwindigkeit beim Ball. Ansonsten muss er ihn schnüffelnd suchen. Häufig kommt es vor, dass Hund und Ball sich in vollkommen unterschiedliche Richtungen von mir fort bewegen. Ich schaue nach rechts und links und weiß ab und zu gerade noch, wo der Hund geblieben ist. Aber wo ist der Ball?

Nächster Schritt: Ich rufe: „Such —– such den Ball“ und Hundi rast wie ein wild gewordener Bluthund mit wedelndem Schwanz durch die Gegend, hat die Nase auf dem Boden und leistet intensive Sucharbeit. Er ist dabei sehr ausdauernd, gut ausgelastet und durch Nichts von seiner Suche abzulenken. Wenn er den Ball dann findet, schnappt er ihn und begießt erst einmal triumphierend die nächst beste Pflanze. „Was bin ich doch für ein toller Kerl“, verkündet er durch die neue Duftnote allen Artgenossen, die an dieser neuen Nachricht sicher sehr interessiert sind.

Ab und zu findet er den Ball  nicht und dann? Dann fange ich selber an zu suchen. Da wir bis zum heutigen Tag ungefähr 15 Hundespielzeuge unterschiedlichster Art auf Bäumen zurück lassen mussten oder im Rhein versenkt haben, gibt es in unserem Hause zurzeit nur noch simple Tennisbälle. Doch auch hier ist der Schwund hoch. Denn ab und zu suche auch ich vergeblich. Vielleicht freut sich dann der nächste Hundebesitzer über einen zerkauten Tennisball.

Finde ich den Ball vor dem Hund, habe ich einen Wurf frei und versuche dem kleinen Wilden beizubringen, doch bitte so lange sitzen zu bleiben, bis der Ball gelandet ist und er die Flugbahn verfolgen kann. Sofern ich den Hund nicht mit einer Eisenkette im Boden verankere, habe ich für diese Maßnahme keine Chance. Er ist einfach ein Balljunkie. Und so gibt es weiter natürlichen Schwund – an zerkauten und unzerkauten Tennisbällen.

Wenn alle Bälle verschossen sind und auch zu Hause kein verirrter Ball mehr im Keller aufzutreiben ist, wird es Zeit nach München zu fahren :-). Dort kenne ich im Olympiapark einen tollen Tennisplatz, um den herum sehr viele  verschossene Bälle liegen. Ich weiß nicht wieso und weshalb. Liegt es an der lockeren Tennisspiel Art der Münchener Bevölkerung? Handelt es sich um einen Lehrplatz oder ist einfach im Süden der Überfluss ausgebrochen? Die Begründung kann mir egal sein, denn ich weiß, dass ich bei Spaziergängen im Olympiapark ausnahmsweise mit mehr Tennisbällen (Hund trägt bis zu drei im Maul) zurückkomme als ich vorher bei mir hatte.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und wenn Ihr Tennisbälle (auch gebraucht) übrig habt, immer her damit :-).