Notizen über ein langes Sonnenwochenende – Samstag

Veröffentlicht: 5. Oktober 2011 in Leonies Leben 2011, Reisen 2011
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– Am Samstag bin ich mit meinem Sohn Richtung München gefahren. Er hat erst einige Wochen seinen Führerschein und das begleitete Fahren soll ihm nun ein wenig Praxis bringen. Er fährt für einen Anfänger meines Erachtens bereits recht gut. Dennoch ist meine Präsens gefragt und meine Nerven müssen ab und zu ein wenig leiden. Zum Glück haben wir auf der Beifahrerseite die Schutzbleche verstärkt, damit ich gut mitbremsen kann :-).

–  Der erste Stau ließ nicht lange auf sich warten. Und das war in den drei Tagen nicht der Letzte. Am Samstag haben wir dann am Nachmittag die Autobahn verlassen, da wegen einer Sperrung und endlosen Staus nichts mehr auf der Straße voran ging. Dafür konnten wir die wunderschöne bayrische Landschaft von der Bundesstraße aus genießen.

– Bei strahlend blauem Himmel kamen wir am Nachmittag endlich in München an, wo unsere Freunde und mein Mann bereits auf uns warteten. Es war noch warm genug für einen ausgiebigen Spaziergang  mit dem Hund durch den Olympiapark. Danach genossen wir ein Weißbier in einem wunderschönen Biergarten. Sonne, Biergarten und endlich angekommen. Die Welt ist in Ordnung.

– Abends ging es auf das Oktoberfest. Zunächst sah ich nur Menschenmassen und wir fanden keine Möglichkeit, überhaupt in die Nähe eines Bierzeltes zu kommen. Das kannte ich aus den 80ger Jahren noch ganz anders. Damals gingen wir einfach auf die Wiese und in ein Zelt hinein. Unsere Freunde erzählten uns, dass das schon lange nicht mehr so sei. Menschenmassen wohin wir schauten. Mir fällt auf, dass die meisten Leute tatsächlich heute in Trachten unterwegs sind. Das hatten wir bereits auf dem Hinweg in der S-Bahn registriert. Die Jugend scheint sich auch auf die Trachten zurück zu besinnen oder ist das nur ein kurzzeitiger Modegeck, der in ein paar Jahren wieder vorbei ist? Es gibt auf jeden Fall viel zu sehen. Und letztlich erhalten wir doch noch Einlass in einem Zelt auf der Oide Wiesn. Hier kostet es zwar Eintritt, ist jedoch vom Flair her recht angenehm und sogar historisch. Im Zelt ist es dennoch  irrsinnig laut. Es wird getanzt, getrunken und geschlemmt. Auch wir genießen eine Mass, einen Obatzten und Brezeln. Zum Abschluss fährt die Jugend Looping Achterbahn und ich genieße die Fahrt in einem Kettenkarussell, das uns ca. 50 Meter hochfährt und dort über den Lichtern des Festes kreisen lässt. Ein wunderschöner Ausblick – leider viel zu kurz. Ich hätte noch länger dort oben im Abendwind meine Kreise drehen können. Nach dem großen Bier war dann genügend Bettschwere da und ich schlief wie ein Murmeltier.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag.

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Kommentare
  1. Himmelhoch sagt:

    Über die Bescheibung der Autofahrt habe ich mich amüsiert wie Bolle. – Ich habe mit meinem 38jährigen am meisten gelitten, als er bei mir saß und ich ihm im Dunklen zu langsam fuhr. – Er spielte mit der Gefahr, von mir ausgesetzt zu werden.
    Das Oktoberfest wäre ein 10fach Graus für mich, schon wegen der Lautstärke.
    Schönen Tag!

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  2. sucherin sagt:

    Auf der Rückfahrt war mein Mann dabei, der auch nicht viel bessere Nerven bewies und tatsächlich auch schon kurz davor war, unseren Sohn mitten im fränkischen Land auf einem Parkplatz auszusetzen. Durch „Mediation“ konnte ich das noch gerade verhindern :-).
    Das Oktoberfest ist wirklich laut, aber auch sehr imposant anzusehen – einmal in zehn Jahren.

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  3. Inch sagt:

    Oh je, das kann ich mir vorstellen, dass das Nerven kostet, mit dem Fahranfängersohn zu fahren. Ich kenn’s nur umgedreht, Mit meinem Vater. Fahranfänger war ich da schon lange nicht mehr. Trotzdem fragte mich mein Bruder, der im Fond saß, hinterher bewundernd, wie ICH das ausgehalten hätte…

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  4. Vallartina sagt:

    Mein Sohn fährt besser als ich: bessere Nerven, schnellere Reaktion und viel Praxis in „Chaos-Ländern“, sprich Ländern, in denen bei Durchsetzung der deutschen STVO kaum noch jemand im Besitz eines Führerscheins wäre (so er denn überhaupt je einen hatte!)

    Der O’Batzde weckte alte Erinnerungen! Ich hab öfter mal versucht, ihn selbst zu machen, aber nirgends schmeckt er so wie im Bierzelt!
    LG

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  5. Gabi sagt:

    Das klingt ja nach einem unterhaltsamen Abend.

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