Archiv für 6. Oktober 2011

– Am Sonntag lag morgens noch Nebel über dem Olympiapark als wir mit den Hunden dort spazieren gingen. Nebenbei schauten wir uns die dort ausgestellten BMW Modelle an. Mein Labrador interessierte sich allerdings mehr für den Olympiasee, aus dem ich ihn Bälle apportieren ließ. Nach einer Stunde tauchte der Fernsehturm aus dem Nebel auf und wir liefen zurück, um auf dem Balkon unserer Freunde ein ausgedehntes Frühstück zu genießen. Es war so schön sonnig und gemütlich, dass ich den Tag hätte sitzen bleiben können.

– Nachmittags ging es jedoch weiter in Richtung Rosenheim. Dabei dachte ich an den Film Out of Rosenheim, der mir seinerzeit sehr gut gefallen hat. Wir fuhren bei blauen Himmel weiter durch einen Stau Richtung Samerberg. In einem idyllischen Berggasthof fand dort eine Familienfeier von etwas entfernteren Verwandten meines Mannes statt. Wir haben uns über die Einladung zu diesem Treffen gefreut. Gleich bei unserer Ankunft fielen wir auf, da wir fast die einzigen Teilnehmer waren, die nicht im Dirndl und in Lederhosen erschienen. In einer Lederhose hätte ich aber meinen Sohn selbst unter Androhung von Höchststrafen nicht bringen können. Wir wurden zum Glück auch ohne Lederhosen herzlich begrüßt und es wurde anerkannt, dass wir die weiteste Anreise auf uns genommen hatten, um bei diesem Fest dabei zu sein. So lernten wir im Laufe des Abends noch nie gesehene Verwandte kennen. Reden, feiern und gutes Essen und wieder verging der Abend wie im Flug.

– Während in Bonn das große Fest der deutschen Einheit gefeiert wird und die gesamte Innenstadt gesperrt ist, sind wir in Bayern unterwegs. Nach einer Morgenwanderung mit Hund und einem ausgedehnten Frühstück geht es wieder auf die verstaute Autobahn. Gleich westlich von München der erste lange Stau. Wieder versuchen wir über Landstraße auszuweichen und statten der historischen Altstadt von Nördlingen einen kurzen Besuch ab.

– Und weiter geht es mit Stau, Stau und Stau. Eigentlich verrückt, diese drei freien Tagen  im Stau zu verbringen. Endlich spät am Abend kamen wir wieder in die Nähe von Bonn. Im Radio liefen die Pudys mit „Alt wie ein Baum“. Auch ich fühlte mich ein wenig alt und gerädert. Drei ganz schön intensive Tage mit Stau, Oktoberfest und Familienfeier lagen hinter uns und die vielen Gespräche hallten noch in meinem Kopf wieder. Kater empfing uns gleich an der Haustür und alle waren froh wieder gesund zu Hause gelandet zu sein.

– PS:  Geärgert habe ich mich über die Toilettenpreise auf den Autobahnraststätten, wie zum Beispiel bei Sanifair. Da zahlt man doch tatsächlich 70 Cent für den Toilettengang und erhält einen 50 Cent Gutschein, mit dem man aus einem Warensortiment etwas aussuchen kann. Nur das Warensortiment ist so hochpreisig, dass sämtliche Dinge von vornherein 10 mal mehr kosten als im normalen Supermarkt. Sani mag ja sein. Fair ist hier jedenfalls gar nichts. Ich habe beschlossen, diese Kette und ähnliche Läden in Zukunft konsequent zu boykottieren. Dann warte ich lieber auf einen Parkplatz mit einfachen WC und pinkele unter einen Busch. Sorry, aber das musste mal raus.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und falls es auf die Autobahn gehen sollte: staufreie Fahrt und keine teueren Toilettengänge.

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