Suche Tennisbälle

Veröffentlicht: 22. Oktober 2011 in Hund, Leonies Leben 2011
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Auf den Bildern könnt Ihr sehen, was ich suche, wenn ich mich auf den örtlichen Wiesen 30 Zentimeter über der Grasnarbe bewege. Aus der Ferne könnte man vielleicht meinen, dass ich Pilze suche oder Blumen pflücke. Weit gefehlt. Ich suche Tennisbälle.

Wie kann es sein, dass ich die Bälle suchen muss und nicht mein Hund?, fragt Ihr Euch vielleicht. Das ist eine gute Frage. Natürlich soll und will eigentlich mein Wuffel suchen. Wir haben nur ein ganz kleines Problem. Er ist so wild auf das Suchen, dass er bereits los sprintet, wenn ich den Ball gerade aus der Hand werfe. Er schaut nicht, wohin der Ball fliegt und so ist Schwund vorprogrammiert. Schlägt der Ball so auf, dass er noch einmal hoch springt, sieht Hundi ihn zumeist und ist in einer irren Geschwindigkeit beim Ball. Ansonsten muss er ihn schnüffelnd suchen. Häufig kommt es vor, dass Hund und Ball sich in vollkommen unterschiedliche Richtungen von mir fort bewegen. Ich schaue nach rechts und links und weiß ab und zu gerade noch, wo der Hund geblieben ist. Aber wo ist der Ball?

Nächster Schritt: Ich rufe: „Such —– such den Ball“ und Hundi rast wie ein wild gewordener Bluthund mit wedelndem Schwanz durch die Gegend, hat die Nase auf dem Boden und leistet intensive Sucharbeit. Er ist dabei sehr ausdauernd, gut ausgelastet und durch Nichts von seiner Suche abzulenken. Wenn er den Ball dann findet, schnappt er ihn und begießt erst einmal triumphierend die nächst beste Pflanze. „Was bin ich doch für ein toller Kerl“, verkündet er durch die neue Duftnote allen Artgenossen, die an dieser neuen Nachricht sicher sehr interessiert sind.

Ab und zu findet er den Ball  nicht und dann? Dann fange ich selber an zu suchen. Da wir bis zum heutigen Tag ungefähr 15 Hundespielzeuge unterschiedlichster Art auf Bäumen zurück lassen mussten oder im Rhein versenkt haben, gibt es in unserem Hause zurzeit nur noch simple Tennisbälle. Doch auch hier ist der Schwund hoch. Denn ab und zu suche auch ich vergeblich. Vielleicht freut sich dann der nächste Hundebesitzer über einen zerkauten Tennisball.

Finde ich den Ball vor dem Hund, habe ich einen Wurf frei und versuche dem kleinen Wilden beizubringen, doch bitte so lange sitzen zu bleiben, bis der Ball gelandet ist und er die Flugbahn verfolgen kann. Sofern ich den Hund nicht mit einer Eisenkette im Boden verankere, habe ich für diese Maßnahme keine Chance. Er ist einfach ein Balljunkie. Und so gibt es weiter natürlichen Schwund – an zerkauten und unzerkauten Tennisbällen.

Wenn alle Bälle verschossen sind und auch zu Hause kein verirrter Ball mehr im Keller aufzutreiben ist, wird es Zeit nach München zu fahren :-). Dort kenne ich im Olympiapark einen tollen Tennisplatz, um den herum sehr viele  verschossene Bälle liegen. Ich weiß nicht wieso und weshalb. Liegt es an der lockeren Tennisspiel Art der Münchener Bevölkerung? Handelt es sich um einen Lehrplatz oder ist einfach im Süden der Überfluss ausgebrochen? Die Begründung kann mir egal sein, denn ich weiß, dass ich bei Spaziergängen im Olympiapark ausnahmsweise mit mehr Tennisbällen (Hund trägt bis zu drei im Maul) zurückkomme als ich vorher bei mir hatte.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und wenn Ihr Tennisbälle (auch gebraucht) übrig habt, immer her damit :-).

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Kommentare
  1. Vallartina sagt:

    Würde etwas aufwändig werden, gebrauchte T-Bälle von Mexiko an Deinen Hund zu schicken. Aber, Deiner Beschreibung nach hat er richtiggehend ungebändigte Lebensfreude!
    Gruss, auch an den Wuffi!

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  2. Huppi sagt:

    Herrlich… da erkenn ich meinen Stinket gleich wieder. Der einzige Unterschied ist, das ich dutzendweise Moosgummibälle und Dummys im Gebüsch und auf Wiesen versenkt hab.

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  3. M. sagt:

    Ich suche keine Tennisbälle, dafür kleine Schaumgummibälle. Weiß der Geier, wo die mein Kater hinschleppt!

    Auch dir wünsche ich ein wundervolles Wochenende.

    Eine überglückliche Mandy winkt!

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  4. Diva sagt:

    Wie gut das meine Hunde draussen gar nicht mit Bällen spielen wollen! Das Problem hatte ich mit meiner früheren Hündin, das lag aber eher an mir. Ich hatte diese Gummibälle mit Schnur dran. Hunderte hängen in den Bäumen unserer Wälder als ganzjährige Weihnachtsdekoration. Nur weil Frauchen zu blöd zum werfen ist! 🙂
    L.G. und schönes Wochenende wünscht
    Anja

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  5. Elvira sagt:

    Unser Hund findet zwar alles perfekt, nur leider ist es uns nie gelungen, ihm das Apportieren beizubringen. (Dummies hat er ruckzuck selbst geöffnet). Wir haben einen Trick entwickelt: Von allen Bällen/Frisbees haben wir 2 Exemplare. Ein Ball wird geworfen, den anderen heben wir in der Hand. Hund hat schnell kapiert, dass der zweite Ball erst dann losfliegt, wenn der erste (fast) vor unseren Füßen liegt. Dann setzt er sich und bellt ungeduldig, bis das Flugobjekt endlich startet. Manchmal rennt er aber auch zu früh los und verpeilt die Richtung.
    Wir benutzen eigentlich nur noch Bälle an Kordeln, die sind ein wenig besser zu finden, wenns denn mal sein muss.

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    • sucherin sagt:

      Mit dem Tauschgeschäft mache ich das genauso. Ein zweites Exemplar ist immer bei mir und motiviert den ersten Ball zurück zu bringen. Es gibt jedoch erfreulicherweise auch schon Zeiten, in denen er ganz freiwillig Einzelgegenstände abgibt (vielleicht in der Hoffnung Futter zu bekommen). Bälle mit Kordeln sind immer besser, aber ich habe einfach davon bereits zu viele in der Gegend versenkt, denn ich kann nun mal nicht besonders gut werfen. Mein Mann meint: „Alles eine Frage der Technik“. Die fehlt mir anscheinend :-). LG

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  6. Himmelhoch sagt:

    Mann, was habe ich gerade gelacht bei dieser Geschichte, ich kann sie mir so lebhaft vorstellen, wie du machtlos gegen deinen schon vorschnell losspurtenden Hund bist.
    Aber mal eine generelle Frage: Hat dein Blog und dein Avatar nach deinen vielen Suchobjekten den Namen bekommen oder suchst du jetzt vermehrt, weil du so heißt?
    Mit lieben Grüßen aus der Wohnung von Clara, wo es auch allerhand Vermisstes gibt.

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    • sucherin sagt:

      Es ist in der Tat so, dass ich seitdem ich Sucherin bin, immer mehr auf Dinge stoße, die von mir tagtäglich gesucht werden. Das hat vielleicht etwas mit dem selektiven Blick zu tun. Früher war mir das gar nicht so bewusst, was ich eigentlich alles suche: und sei es nur die Lesebrille, ein passendes Geschenk für eine Freundin, ein paar freie Minuten, Tennisbälle mit dem Hund und und und. Mein Leben eine Suche? Ich hoffe nicht nur :-). LG

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  7. Gabi sagt:

    Ach ja, das kenn ich, mit den verschossenen und in den Bäumen hängengebliebenen Hundespielzeug. 🙂 Aber wir haben auch schon „Fremdspielzeuge“ gefunden, so wie wahrscheinlich auch andere schon „unser“ Spielzeug gefunden haben. 🙂

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  8. Martin sagt:

    Heyho,
    habe 110 Tennisbälle übrig. Sind aussortierte Bälle, nicht kaputt, aber fürs Spielen nicht mehr geeignet. Für 25 € + Versand kannst du die gerne haben 🙂

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