Hundegebell in der Nacht

Veröffentlicht: 25. Oktober 2011 in Hund, Leonies Leben 2011
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Gestern mitten in der Nacht gegen 3.00 Uhr wurde ich ziemlich unsanft aus meinen Träumen gerissen. Mein lieber Labrador, der ansonsten gegen Abend müde wird und die ganze Nacht durch schnarcht (er schnarcht tatsächlich), war auf einen Sessel in der Nähe des Fensters gesprungen. Er presste seine Schnauze an die Fensterscheibe und bellte in einer nicht zu überhörenden Lautstärke in die Nacht hinein. Ich schleppte mich aus dem Bett und torkelte schlaftrunken in Richtung Gebelle. „Schluss, hör auf, lass es“, murmelte ich zunächst, um diese Worte deutlich lauter – als keine Reaktion erfolgte – noch einmal zu wiederholen. „Schluss“, schrie ich.

Als Ruhe eingekehrt war, presste ich dann doch neugierig geworden selber meine Nase gegen die Fensterscheibe und starrte ins Dunkle der Nacht. Außer dem Regen, der im matten Licht der Straßenlaternen zu erkennen waren, sah ich nichts. Die Straße war leer und es gab für meine Augen weder Mensch noch Tier zu sehen. Ich schleppte mich wieder ins Bett. Kaum hatte ich mich wieder gemütlich unter die Decke eingekuschelt, ging das Gebelle wieder los. Ich schrie aus dem Bett durch das ganze Haus:“Schluss, lass es“. Keine Reaktion. Knurrend schleppte ich mich wieder auf, um dieses Mal unsanft den Hund von dem Sessel zu ziehen und ihn in seinen Hundekorb zu dirigieren.

Ihr könnte es Euch vielleicht denken. Kaum lag ich wieder im warmen weichen Bett, ging das Gebelle wieder los. Langsam war ich nun richtig wach, sprang auf und zog mir schnell etwas über. Da der Hund tatsächlich „so etwas noch nie gemacht hatte“, musste wohl draußen um das Haus herum irgendetwas sein. So wanderte ich dann nachts um 3.30 Uhr mit Taschenlampe bewaffnet, verkehrt herum angezogenem Pullover und ohne Strümpfe in den Schuhen um unser Haus herum quer durch den Garten. Dem Hund schien die Nachtwanderung zu gefallen. Interessiert schnüffelte er hier und da und war dabei ganz ruhig. Das Bellen hatte er eingestellt.

Um 4.00 Uhr lag ich dann nach erfolgloser/erfolgreicher(?) Mission hellwach im Bett, während Hundi seelenruhig im Hundekorb schnarchte. Den Grund seines nächtlichen Bellens hat er mit in seine Träume genommen. Ich kenne ihn jedenfalls nicht.

Ich wünsche allen Lesern einen guten Tag und eine ruhige Nacht.

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Kommentare
  1. Himmelhoch sagt:

    Mutig bist du ja, so mutterseelenallein in die Nacht zu gehen, denn irgend einen Grund wird dein Hund ja gehabt haben.
    Und weil Menschen so schlechte Augen und Nasen haben, wissen wir alle jetzt den Grund seines Bellens nicht – eigentlich schade *grins*

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  2. Huppi sagt:

    Schnarchen in der Nacht haben wir auch häufig, allerdings noch nie Gebelle. Wer weiß schon was er da gesehen oder gehört hat. Die kleinen Tierchen haben ja viel bessere Sinne als wir. Ich wünsch dir zukünftig „Bell-lose Nächte“

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  3. kreadiv sagt:

    Unser Labi bellt auch gelegentlich in der Nacht, dann hat er wohl draußen im Garten etwas gehört bzw. die Gartenlaterne hat sich eingeschaltet über Bewegungsmelder, weil eine Katze o.ä. durchgelaufen ist.
    Normalerweise hört er aber bald wieder auf zu bellen, außer bei einem Igel, da ist er außer Rand und Band, von anderen Hunden ganz zu schweigen, aber die spazieren ja eher selten in der Nacht durch unseren Garten 😉

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  4. Elvira sagt:

    Also mit meinem Hund würde ich nachts nicht in solch einer Situation rausgehen. Ich glaube nämlich, dass er ein ganz schöner Hosenschisser ist 😉

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  5. M. sagt:

    Oh weh, mich hätten keine zehn Pferde auf die Straße bekommen. Niemals nicht. Du bist verdammt mutig, dass muss man dir lassen.
    Was deinen Labbi betrifft, so denke ich auch, dass er einen Igel oder ähnliches gehört hat. Die sind jetzt überall unterwegs. Vielleicht hat er ja aber auch von einer Hundedame geträumt und wollte diese suchen gehen 😉

    Egal wie, ich lasse dir herzliche Grüße da. PS: Wie geht es mit dem Kater und der Wurmkur voran?

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    • sucherin sagt:

      Die Erklärung mit den Träumen von der Hundedame gefällt mir. Obwohl er ist kastriert und die Damenwelt lässt ihn relativ kalt. Aber wer weiß schon, was ein Hund so alles träumt.
      Kater und Wurmkur steht morgen auf dem Programm. Liebe Grüße zurück

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  6. NixZen sagt:

    ein Igel im Garten.-)

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  7. Barbara sagt:

    Nun musste ich aber doch herzhaft lachen, denn ich bin froh nicht die einzige zu sein die von ihren Vierbeinern geweckt wird. Bei mir ist es die kleine katze, die fast blind ist und dann immer unter meine Bettdecke will. Aber mit welchen lauten Lauten, das kann sich kaum einer vorstellen 😉 Und schnarchen, ja, beide Katzen und mein Mann. Ich? ich doch nicht, ich schlafe doch. Liebe Grüße an dich Barbara

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  8. Vallartina sagt:

    War aber schon mutig (eventuell sogar leichtsinnig?) in dieser Situation das Haus zu verlassen. Schätze, ich hätte noch nicht mal den Hund rausgelassen.

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  9. sucherin sagt:

    Ich bin in der Nähe des Hauses geblieben und es ist zum Glück auch nichts passiert.Wie ich ein anderes Mal geschrieben habe, habe ich ja jetzt auch keine Angst mehr vor der Dunkelheit 🙂 https://searchforluck.wordpress.com/2011/09/24/angst-in-der-dunkelheit/

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