Suche Hundefutter

Veröffentlicht: 17. November 2011 in Hund, Leonies Leben 2011, Reisen 2011
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In einer fremden Umgebung gibt es immer viel Neues zu entdecken. Neue Dinge entdecken heißt auch neue Wege suchen und finden. Das betrifft nicht nur Gänge an den Strand oder zu den Attraktionen der Umgebung. Nein, auch die ganz alltäglichen Wege, um zum Beispiel Nahrung für Mensch und Tier zu besorgen, eine Tankstelle, eine Bank oder auch ein Platz zum Spazieren gehen, müssen erst einmal gefunden. Auf meiner Suche nach Nahrung bin ich in Icod de los Vinos schnell fündig geworden, denn  Lebensmittelhändler gibt es hier genug. Auch Tankstellen sind ausreichend in der Gegend vorhanden, so dass ich den Wagen nach der Ankunft schnell wieder auftanken konnte und somit mobil blieb. Als der Tank wieder voll war, ging es zum nächsten Supermarkt und ich kaufte erst einmal Wasser in ausreichender Menge sowie Lebensmittelvorräte.

Nachdem Wasser im Haus war und ich damit auch einen Kaffee gekocht hatte, war ich zufrieden. Nicht zufrieden war mein Hund. Obwohl mein Labrador ein Vielfraß ist und eigentlich alles frisst, weigerte er sich zum ersten Mal,  sein Trockenfutter zu fressen. Stolz hatte ich den schweren Sack Trockenfutter in den  fünften Stock geschleppt und mich vorher noch an dem schönen Hundebild auf der Verpackung erfreut. Doch als ich dem Hund sein Fressen reichte, schaute er mich nur mit einem Blick an, der so aussah, als wenn er sagen wollte: „Was fällt Dir denn ein, mir nach der langen Reise so einen Fraß vorzusetzen? Willst Du, dass ich verhungere? Hast Du mich nach Spanien geschleppt, um mich verhungern zu lassen?“

Er rührte das Trockenfutter nicht an, legte sich auf seine Decke und warf mir vorwurfsvolle Blicke zu. Das gab mir wahrlich zu denken. Da der Hund gesund ist und noch nie, wirklich niemals das Futter hat stehen lassen, fragte ich mich besorgt, ob er wohl krank sei. Normalerweise bekommt er im Wechsel werthaltiges Trockenfutter, das ich bestelle, und Trockenfutter vom Aldi. Sind wir unterwegs, hat er dänisches, italienisches, französisches oder auch spanisches Trockenfutter gefressen. Auf Fuerteventura gab es kein Problem. Aber Teneriffatrockenfutter mag er anscheinend nicht. Ich war schlichtweg platt. Was ist da bloß in dem Futter enthalten, dass ein Labbi das Zeug nicht frisst?

Mir blieb nichts anderes übrig als den nächsten Lebensmittelhändler in Icod aufzusuchen und einen anderen teuren Sack Futter namens Friskie oder so ähnlich zu kaufen. Weil es nichts anderes gab, fraß Hundi schließlich ein paar Teile von dem Trockenfutter, zerbröselte diese und ließ den Rest liegen. Mein Labbi, der sonst alles restlos vernichtet, zerbröselte gelangweilt sein Futter im Zimmer. Ich war sprachlos.

Anderes Trockenfutter hatte ich nicht gesehen und so suchte ich nach und nach jeden Supermarkt rechts und links des Weges auf, um nach einem anderen Hundefutter zu suchen. Zwanzig Rinderohren habe ich noch als eiserne Reserve aus Deutschland mit dabei. Die werden nun gut eingeteilt.

Eine Dame, die hier im örtlichen Tierheim arbeitet und die ich durch Zufall kennen lernte, freute sich sehr, als ich ihr die beiden großen Beutel Hundefutter für die Tierheimhunde mitgab. Sie meinte, dass diese so gutes Futter  selten bekommen würden. Zu meiner Zufriedenheit ist damit wenigstens das Hundefutter einem guten Zweck zugeführt. Hat mein Labbi ein Wohlstandsproblem? Wo sollte ich gutes Trockenfutter herbekommen? So blieb mir nur mein Essen mit dem Hund zu teilen. Wir aßen gemeinsam spanisches Essen und die Suche nach Hundefutter ging weiter.

Doch dann entdeckte ich in einem ganz kleinen Laden in der Ecke ein Hundefutter, das in  spanischer Sprache anpries, dass der gesamten Inhalt mit Olivenöl und nach einem  mediterranen Rezept zusammengesetzt sei. Ein letzter teurer Versuch. Schließlich hatte der Hund ja schon in den letzten Tagen mit mir Käse in Olivenöl genossen. Bereits als ich die Packung mit dem Trockenfutter in den Wagen stellte, schnüffelte er begeistert und ich merkte ihm an, dass er sie am liebsten sofort samt Inhalt verschlungen hätte. Seitdem ist das Problem gelöst. Mediterran schmeckt Hund und Frauchen. Nur zur Klarstellung: ich esse keine Trockenfutter (auch wenn ich schon mal unfreiwillig Katzenfutter probiert habe).

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag.

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Kommentare
  1. Himmelhoch sagt:

    Hihi – ich denke, dass manches Katzenfutter weitaus besser ist als vieles, was für Menschen aufbereitet wurde – denn Menschen haben nicht so eine feine Nase wie die Tiere.
    Gute Nacht sagt
    Clara

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  2. Diva sagt:

    Schön das du noch ein wohlschmeckendes Futter gefunden hast! In der Beziehung hätte ich mit Diva ein richtig großes Problem. Erstens verträgt sie nicht alles und zweitens ist sie auch noch total verschnuppt und frisst nicht alles.
    L.G. Anja

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  3. M. sagt:

    So ähnlich geht es mir jetzt mit meinem Kater. Ich hatte doch das Testpaket von W.hiskas bekommen. Seitdem mein Kater das gefressen hat, geht er an kein anderes mehr. Da kann ich machen was ich will. Und das Ende vom Lied? Ich musste vom R.ossmannfutter auf W.hiskasfutter umsteigen.

    Dein Hundchen weiß also auch, was besonders gut für ihn ist. Ein Genießerhund. ich empfehle dir nun, schon mal in die Heimat vorab das ein oder andere Päckchen mit Olivenhundefutter zu versenden. Lach.

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    • sucherin sagt:

      Mit den Katzenfutter das kenne ich auch. Unsere Kater waren da immer sehr wählerisch. Und da sie einmal mit Markenfutter angefüttert, nicht mehr zurückstecken wollten, habe ich die ganz teuren Produkte von ihnen fern gehalten :-). Olivenhundefutter in Deutschland? neue Suche? Liebe Grüße zurück

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  4. Blinkfeuer sagt:

    ähm…“ ich esse keine Trockenfutter „…und Knäckebrot? Mahlzeit!

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  5. Astrid sagt:

    Schon erstaunlich wie die unterste Stufe der Bedürfnispyramide unser Leben beeinflusst. Unser Hund Samy war, bevor er im Juni zu uns zog, ein paar Jahre überwiegend Selbstversorger. Bei uns hat er dann auch zunächst ein getreidefreies, teures Futter bekommen. Er war auch sehr dünn und krank. Wir wollten ihm was Gutes tun. Das hat ihm aber eigentlich nicht geschmeckt. Er mag schon gerne das war wir auch essen. Und im Moment tut er alles für selbstgemachte Kekse, die aus Quark, Mehl, Kartoffeln und Leberwurst bestehen. Und ich mache mir fast mehr Gedanken um sein Essen als um unsers 🙂

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  6. Gabi sagt:

    Aber bitte Vorsicht mit Knoblauch und Zwiebeln. Die sind für Hunde giftig. Bei Katzen weiß ich es nicht.
    Eine ganz kleine Menge schadet vielleicht nicht, aber bitte nicht regelmäßig.

    http://www.abc-tierschutz.de/gift_hunde.htm

    lg Gabi

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  7. Janka sagt:

    Tolle Webseite!! Ich habe nämlich auch eine kleine Hundeseite. Es Grüßt ganz lieb eine Tierliebhaberin aus Rostock. 🙂

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