Archiv für 19. November 2011

Um dem ganzen Regen hier im Norden der Insel auch einmal etwas Gutes abzugewinnen, fange ich heute mit einem Regenbogenbild an. Ich war nicht begeistert, als ich an einem Tag, an dem es eigentlich aufklaren sollte, die dunklen schweren Wolken über den Atlantik heran nahen sah. Doch dann sah ich nach meinem Morgenspaziergang mit dem Hund von meinem Balkon diesen riesigen wunderschönen Regenbogen. Er spannte sich quer über den ganzen Ort. Schade, dass ich nicht so gut fotografieren kann, um ihn in der ganzen Pracht festzuhalten. Denn in echt sah er noch viel viel schöner und farbiger aus.

Selbst Hund richtete sich am Balkon auf, um zu sehen was es dort eigentlich zu sehen gab. Ihn interessiert allerdings der Regenbogen weniger, dafür die Nachbarhunde umso mehr. Da gutes Wetter für diesen Tag angesagt war, hatte ich einen Reitausflug in den Wäldern unterhalb des Teide eingeplant. Ich wollte mich nicht vom Wetter davon abhalten lassen und fuhr mit dicken Stiefeln und Regenjacke hoch in die Berge. Langsam gewöhne ich mich sogar an die steilen Straßen. Sie kommen mir jeden Tag normaler vor und ich sehe den Tag schon kommen, an dem ich es langweilig finden werde, wenn es nicht mindestens 87 Grad hinauf oder hinunter geht :-).


Als ich auf dem Hof der Finca ankam, lag der Teide im Nebel der Wolken verborgen und auch der Atlantik war nicht mehr zu sehen. Nur überall graue Regenwolken. Da es jedoch immer noch 17 Grad hatte und zunächst nur nieselte, beschlossen wir den Ausritt zu machen und die Hunde mit zu nehmen. Am letzten Sonntag hatte ich bereits Gelegenheit gehabt, mich auf dem kleinen Reitplatz der Finca mit den Pferden und dem Western Reitstil vertraut zu machen. Ich durfte mir Max satteln. In den großen Satteltaschen war viel Platz. Ich nahm mir jedoch nur ein bisschen Wasser und meine Regenjacke mit.

Hund musste sich erst an die anderen Hunde und die großen Hunde, die sie Pferde nennen, gewöhnen. Erst wollte er immer mit auf den großen Hund. Als er dann aber verstanden hatte, dass das nicht ging, genoss er seine Freiheit am Boden und lief drei Stunden frei neben mir durch den Wald. Schnell hatte er auch verstanden, dass er beim Galopp besser ein bisschen Abstand von den Hufen der großen Hunde halten musste.

Außerdem hatte er einen neuen Freund. Genau so ein „junger“ Rüpelhund, mit dem er zusammen neben den Pferden im Wald rumtollte. Ein Sprachproblem hatten die beiden nicht.

Und auch die anderen beiden Hofhunde liefen im Rudel mit. Meine Kamera hatte ich bei dem Ausflug selber nicht dabei, da ich mir nicht so sicher war, ob der Kamera so ein wilder Galopp wirklich gut tut.

Der Ausritt war trotz Nieselregen wunderschön. Auch wenn es an Fernsicht fehlte, sah ich viel von der schönen Landschaft mit den dichten Kiefernwäldern. Doch dann fing es irgendwann so stark an zu regnen, dass ich bis auf die Haut durchnässte. So durchnässt und mit Schlamm bespritzt kam ich glücklich und zufrieden vom Berg. Hatte ich Euch irgendwann einmal erzählt, dass ich in die Sonne fahre?

Ich wünsche Euch einen guten Tag und bei Bedarf einen guten Regenschutz.

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