Archiv für 10. Dezember 2011

Gleich werdet Ihr ziemlich farbintensive Bilder von unserem Teideaufstieg sehen. Es ist kaum zu glauben, aber es war wirklich so ein blauer Himmel. Wir fotografierten viel und staunten bereits beim Fotografieren, was für einen blauen Himmel wir auf dem Display zu sehen bekamen.

Von Icod ging es am Morgen mit dem Mietwagen an Puerto de la Cruz vorbei Richtung Teide. Wir fuhren endlose Serpentinenstraßen hoch und hatten immer wieder fantastische Ausblicke auf den Teide vor uns und die Küste hinter uns. Nachdem die Baumgrenze bei ungefähr 2000 Meter überwunden war, ging es noch eine kleine Weile durch eher karge Kraterlandschaft bis wir an der Bodenstation der Seilbahn ankamen. Leider durfte Hundi nicht mit in die Seilbahn und auf den Gipfel und musste daher im Auto sitzen bleiben. Da es wenig Schatten gab, ließ ich alle Wagenfenster auf und deckte die Scheiben des Wagens noch zusätzlich mit einem Badehandtuch ab. Da ein ziemlich kalter Wind unmittelbar durch die offenen Scheiben in das Fahrzeug hinein blies, konnte ich den Hund im Wagen beruhigt  zurück lassen.

Mit der Seilbahn, bei der wir gar nicht lange anstehen mussten, nachdem wir 25 € an der Kasse bezahlt hatten, ging es in wenigen Minuten hoch zum Gipfel. Wir hatten eine fantastische Aussicht und wirklich den richtigen Tag für den Gipfel gewählt. Gerne wären wir diese Tour auch zu Fuß gegangen. Da jedoch eine Genehmigung für die letzten 150 Meter des Gipfels erforderlich ist, die uns auf den Zeitraum zwischen 13.00 und 15.00 Uhr festlegte, hätten wir bereits sehr früh von unserem Quartier los müssen, um die ganze Tour zu Fuß zu wandern. Wir waren uns zudem auch nicht sicher, ob wir um 15.00 Uhr noch den Abstieg rechtzeitig vor der einsetzenden Dunkelheit schaffen würden. So zogen wir für diese Tour die Seilbahn vor.

Dann kamen wir oben an der Seilbahnstation an und durften an einer Kontrollstelle unsere Genehmigungen vorlegen. Zwei Kontrolleure inspizierten sehr genau unsere Genehmigung. Die Erlaubnis hatte ich vor zwei Wochen hier auf Teneriffa im Internet beantragt und nach einem Tag erhalten. Meine Freundin hatte sie in München ausgedruckt und mitgebracht. Mit solchen Genehmigungen soll der Gipfelansturm kanalisiert werden. Diese Genehmigungen sind jeweils auf zwei Stunden beschränkt und kosten nichts extra. Allerdings war das letzte Stück auf den Gipfel, das für uns noch einmal eine halbe Stunde dauerte, richtig gut anstrengend. Es ging steil nach oben. Es war um die Null Grad und oben pfiff ein ordentlicher Wind. Auch die Sonneneinstrahlung war recht intensiv. Keuchend kamen wir Schritt für Schritt dem Gipfel näher. Am Rand des schmalen Aufstiegweges stiegen uns schwefelige Dämpfe in die Nase und ab und zu fasste ich beim Aufstieg an richtig heißes Gestein. So ein Aufstieg auf einen Vulkan, der zudem noch der höchste Berg Europas sein soll, ist doch etwas anderes als meine bisherigen Alpenwanderungen.

Dann hatten wir es geschafft und teilten uns mit zwei spanischen Frauen, die kurz vor uns aufgestiegen waren, den Gipfel. Da eine Wolkenschicht unter uns lag, konnten wir nicht die anderen kanarischen Inseln und auch nicht die Küste sehen. Wir sahen Wolken und riesige Wälder und auch den Krater und sehr viel Geröll. Was für ein Ausblick. Die Mühe hatte sich gelohnt. Wir machten viele Fotos, die jedoch allesamt nicht den herrlichen Gesamteindruck und die Größe und Schönheit der Natur wieder geben können.

Dann ging es Schritt für Schritt wieder bergab. Nun kamen uns bereits vier weitere Gipfelstürmer entgegen, die jedoch ein wenig langsamer unterwegs waren und sich keuchend bei uns erkundigten, wie weit es denn wohl noch zum Gipfel sei. Zurück an der Seilbahnstation gingen wir noch eine Extrarunde um die Station, um die Berg- und Vulkanwelt auch noch einmal aus dieser Höhe aus jedem Blickwinkel begutachten zu können. So viel Geröll in groß und klein und dermaßen intensive Farben hatte ich lange nicht mehr gesehen.

 

Dann fuhren wir mit der Seilbahn wieder bergab und befreiten Hundi aus dem Wagen. Damit auch er noch etwas von dieser Teidetour hatte, fuhren wir zwei Kilometer von der Seilbahnstation auf einen kleinen Parkplatz und machten eine zweistündige Wanderung am Fuß des Berggipfels. Hier fangen die sogenannten weißen Berge an und teilweise sah die Landschaft richtig wüstenmäßig aus.

Auch von dort hatten wir einige schöne Ausblicke auf den Gipfel.  Nach zwei Stunden hatten wir genug gewandert und konnten noch vor der beginnenden Dunkelheit weitere schöne Ausblicke bei der Heimfahrt Richtung Icod genießen.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und einen guten Weg.

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