Heilige Drei Könige – Weihnachten und Karneval zugleich

Veröffentlicht: 7. Januar 2012 in Leonies Leben 2012, Reisen 2012
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Auch wenn der 6. Januar nun bereits vergangen ist, möchte ich hier kurz etwas über meine persönlichen Eindrücke zum Tag der Heiligen Drei Könige in Spanien schreiben. Hintergrund ist, dass ich ein wenig von dem hohen Feiertag überrascht wurde und mich hier auf Teneriffa doch sehr über die umfangreichen Festivitäten anlässlich dieses Tages gewundert habe.
Bereits am Abend vor dem 6. Januar sah ich im Fernsehen, dass auf dem spanischen Festland wohl zum Tag der Heiligen Drei Könige riesige Umzüge stattfinden würden. Die gezeigten Großveranstaltungen stellten den Kölner Karneval bei weiten in den Schatten und sahen in meinen Augen fast wie Karneval in Rio aus. Auch wurde von vielen Geschenken für die Kinder berichtet. Das „Weihnachten“ mit Geschenken findet hier in Spanien also am 6. Januar für die Kinder statt. Die Geschenke wurden den Kindern im Fernsehbericht von den Heiligen Drei Königen ausgehändigt.

Auch wenn mein Spanisch immer noch sehr holprig ist, habe ich gut verstanden, dass der 6. Januar anscheinend hier in Spanien ein ganz wichtiger und besonderer Feiertag ist. Es sieht so aus, als wenn für deutsche Verhältnisse Weihnachten, Ostern, Heilige Drei Könige und Karneval auf einmal stattfinden.

In den Berichten erfuhr ich auch, dass die Nacht vom 5. auf den 6. Januar sehr wichtig ist. Auf den Bildern sah man in Madrid und Barcelona tausende von Menschen, die auf den Straßen unterwegs waren und sich irgendwo im Gewühl auf Plätzen oder Straßen langsam vorwärts schoben. Traditionell gehen die Spanier in dieser Nacht aus, erledigen Einkäufe und treffen sich mit Freunden, um in den Straßencafés zu essen und zu trinken, erfuhr ich weiter. Ich frage mich, ob tatsächlich erst in der letzten Nacht die Geschenke für die Kinder gekauft werden oder was wird sonst eingekauft? Gebannt schaute ich auf die Bilder mit den vollen Straßen. Überall spielten Musikgruppen. Es wurde getanzt, gefeiert und gesungen. Und anscheinend gab es auch ganz besonderes traditionelles Essen oder eine spezielle Art von Kuchen.
Dann machte ich den Fernseher aus und bemerkte, dass der Straßenlärm, den ich noch soeben im Fernseher vermutete, weiter ging. Tatsächlich war auch hier in Puerto Santiago auf Teneriffa diese Nacht etwas besonderes. Die Leute flanierten in den Gassen, saßen in den Restaurants und Gaststätten, schmissen mit Konfetti um sich und starteten ab und zu ein Feuerwerk. Diese Nacht wurde ich immer wieder wach, da mein Hund wegen der Feuerwerkraketen ab und zu bellend am Fenster statt. Und am 7. Januar waren hier dann ungewöhnlicher Weise die Gehwege mit „Silvesterschmuck“ übersäht. Der wurde dann aber innerhalb von wenigen Stunden beseitigt. Dennoch war es gestern überall ruhig. Die Geschäfte hatten und viele Restaurants hatten geschlossen. Das Servicepersonal hatte frei und daher gab es auch nur eingeschränktes Internet.

Andere Länder, andere Sitten – was hätten wohl die Drei Heiligen Könige, sofern es diese denn tatsächlich gegeben haben mag, zu so einem Treiben gesagt?
Ich wünsche Euch allen einen abwechslungsreichen und schönen Tag.

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Kommentare
  1. Himmelhoch sagt:

    Die drei hätten geglaubt, sie hätten sich im Land, also im Ziel geirrt, denn um ein Neugeborenes kann doch nicht so viel Lärm gemacht werden.
    LG von CC

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  2. Gabi sagt:

    Interessant diese für uns ungewöhnlichen Traditionen und Sitten kennen zu lernen.
    lg Gabi

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