Mojosauce und Knochen

Veröffentlicht: 11. Januar 2012 in Leonies Leben 2012, Reisen 2012
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Ich habe hier im Blog  in der letzten Zeit bereits darüber erzählt, dass mein Mann und ich und mittlerweile wieder Hund und ich allein, äußerst gerne ab und zu zum Spanier hier bei mir um die Ecke gehen. Das kleine Restaurant in Puerto Santiago heißt San Francisco. Wieso ein Restaurant auf Teneriffa San Francisco heißt, weiß ich nicht. Allerdings gibt es ja in Berlin oder Bremen auch genügend Restaurants, die Kreta oder Rhodos heißen.


Jeden Abend stehen so etwas wie Animateure oder „Einlader“ vor den Türen der Restaurants. Sie haben wohl die Aufgabe, möglichst viele von den  wenigen Touristen gerade in  ihr Restaurant „zu verladen“. Am Anfang traute sich an mich mit dem Hund niemand heran. Sie wollten anscheinend auf unsere Euros verzichten. Mittlerweile kennen und lieben den Hund „Straßensteher“ in der Straße. Und Hund liebt alle, die nach Kellner oder Gastwirt aussehen. Denn mit diesen netten Menschen verbindet er riesengroße Knochen.

Leider hatte ich nie den Fotoapparat dabei, als der Chef persönlich kam und ganz Lammbeine, halbe Enten oder am Weihnachten die Reste des Chateaubriand vorbei brachte. Vielleicht reiche ich bei Gelegenheit ein Bild nach. Hier kann ich Euch heute nur mein Essen mit kanarischen Kartoffeln und Mojosauce zeigen.

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich jemals ohne Mojosauce ausgekommen bin. Die esse ich nun auch zu Hause bei jeder Gelegenheit und Ungelegenheit. Es gibt sie in unzähligen Variationen. Am liebsten mag ich die besonders scharfe rote Sauce.

Während der Chef persönlich zum Eintreten animiert, wartet Hund geduldig unter dem Tisch auf die Raubtierfütterung.

Er plaziert sich so geschickt an der Tür, dass die meisten Eintretenden nicht umhin können, ihm ein paar Streicheleinheiten zu geben. Zum Glück versteht er zwischenzeitlich perfekt Englisch und Spanisch, was er von seinem Frauchen nur bedingt behaupten kann.

Lauschig wird es, wenn die Lichter draußen angehen und die Palme vor der Tür beleuchten, ein leichter Wind vom Atlantik weht und der Chef zum Abschluss noch süße Likörflaschen auf den Tisch stellt. Wo sind die guten Vorsätze zur gesunden Ernährung im Jahr 2012 geblieben? Hund hat so etwas vorsorglich gar nicht gefasst.

Es wird Zeit ins Bett zu gehen. Ich wünsche Euch eine gute Nacht und einen wunderschönen Tag.

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Kommentare
  1. fudelchen sagt:

    Man sieht das lecker aus und diese Soße mit den Kartoffeln ist mir auch noch bestens bekannt, haben wir damals dann zu hause sehr oft gegessen…total lecker.

    GLG Marianne 🙂

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  2. Himmelhoch sagt:

    Manchmal möchte ich einfach nur Hund sein – da müsste ich mir um Wohnung und Essen keinen Kopf machen, wenn ich so ein gutes Frauchen wie dich hätte *grins*
    LG von CC

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  3. Katja sagt:

    Hach, Papas Arrugadas con Mojo. Das weckt Urlaubssehnsucht. 🙂 Lass es dir sehr gut schmecken!

    Speziell die rote Mojosoße liebe ich auch sehr, die mache ich während der Grillsaison immer selber.

    Gehört San Francisco nicht auch zu den amerikanischen Städtenamen, die spanischen Ursprungs sind? Vielleicht bezieht sich der Name gar nicht auf die amerikanische Stadt?

    [Es gibt zB in den USA und Südamerika ja auch unheimlich viele Städte namens Santa Fe, die alle nach dem spanischen Santa Fe, nahe Granada benamst sein dürften. Dort hatten damals die katholischen Könige die ‚Kapitulation von Santa Fe‘ unterzeichnet, die letztendlich Kolumbus Fahrt ermöglichte und zu seiner Entdeckung Amerikas führte.]

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  4. Anna-Lena sagt:

    *sabber, sabber*
    Papas Arrugadas con Mojo, Tapas in allen Variationen, Pulpo, das kommt mir alles so bekannt vor. Ein Genuss, wenn man so etwas in typisch kanarischen Lokalen ohne großen Touristenrummel genießen kann.

    Genieße, liebe Sucherin, so lange du noch da bist.
    LG Anna-Lena

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  5. Elvira sagt:

    Einfach nur Lecker!!!!!!

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  6. Gabi sagt:

    Vielleicht ist das Restaurant auch nach dem „Heiligen Franziskus ( Franz von Assisi)“ benannt. 🙂 Und auch der Name der amerikanischen Stadt ist ja spanischen Ursprungs, wie eigentlich alle spanisch lautenden Namen dort (und auch in Mexico). Spanien gibts ja um einiges länger als Amerika im heutigen Sinne. 🙂
    Kenne ein Beistpiel von der Stadt „Durango“. Die gleichnamige Stadt in Colorado und der ebenfalls gleichnamige Bundesstaat in Mexico snd nach der spanischen Stadt Durango benannt worden.
    lg Gabi

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  7. Ich kriege echt Hunger bei den leckerren Fotos.

    Aber auch ich habe Resume gezogen und alles schon erledigt. Du schaffst das auch!

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  8. Vallartina sagt:

    Die papas mojas sind einfach genial! Mir wurde mal gesagt, dass diese kleinen Kartöffelchen ausschliesslich auf den Canaren wachsen. Und die beiden Sossen dazu machen so richtig feuriges Urlaubsfeeling (für mich jedenfalls)
    Hach, ich bin ja mal direkt wieder neidisch!

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  9. sucherin sagt:

    Gibt es so etwas oder etwas Ähnliches denn bei Euch nicht? Sicher gibt es viele leckere Sachen, auf die ich auch neidisch sein könnte 🙂 liebe Grüße

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    • Vallartina sagt:

      Wir haben schon so kleine Kartöffelchen, die backe ich im Ofen auf viel, sehr viel Salz. Dann werden sie von den Salzresten befreit und man kann sie, wie die kanarischen, mit der Schale essen. Vielleicht glaube ich ja nur in meiner guten Erinnerung an meine spanische Zeit, dass die papas dort in meiner liebsten Tapas-Bar besser schmeckten. Nostalgie? Wer weiss. Allerdings habe ich die salsa roja nie so hin bekommen wie dort!
      Leckerchens gibt es hier viele! Schon mal Gambas in tortillas mit salsa valentina probiert? Die bekomme ich heute abend und eine süss-saure Meeresfrüchte-Suppe bei meiner liebsten Tortilla-Bar! (Sollte den Chef vielleicht mal um sein Rezept für diese Suppe fragen, sie ist der Hammer!
      GLG und schöne Tage!

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  10. […] ein paar Lammknochen für mich über. Und ich bin mir absolut sicher, dass unser Besuch unseren Lieblingsspanier auch mögen wird. Mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen. Schlafen, fressen, wandern […]

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