Wanderung durch die Maska Schlucht – Teil 2 – Felsen, Wasser und ganz viele Steine

Veröffentlicht: 19. Januar 2012 in Reisen 2012, Tiere
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Wie ich Euch bereits erzählt habe, stand ich bei meiner Masca Wandertour auf einmal vor einem Bach. Ich fand es schön, dass mich Wasser in Form von Bächen und Wasserlöchern den ganzen Weg herunter von dem Dorf Masca an den Atlantik begleitete. Hund fand es noch besser. Er genoss alle halbe Stunde eine Abkühlung und hatte immer frisches Trinkwasser. Eine ideale Tour für Hundebesitzer und ihre Hunde. Doch nun zweifelte ich vor dem Bach doch ein wenig an meinem ansonsten recht guten Orientierungssinn. „War das ernst gemeint“, überlegte ich. „Sollte ich jetzt schwimmen?“Ich kam zu dem Entschluss, dass das wohl doch nicht der richtige Weg war, denn von „Schwimmen“ hatte auch nichts auf dem Warnschild gestanden :-).

Es half nichts. Ich musste mich durch drei Meter hohes Schilf zurück über Felsen den Berg hoch kämpfen. Dann sah ich den richtigen Weg.

Ich hätte nur über einen Felsen klettern müssen anstatt dem Trampelpfad zum Bach zu folgen.

Also kletterte ich und hatte an dem spannenden Weg in der immer enger werdenden Schlucht viel Freude. Ab und zu trank von meinem mitgebrachten Wasser, mit dem ich nun auch nicht weiter haushalten musste. Ich hatte genügend für mich dabei und für Hund sorgte die Natur.

Ich wunderte mich nur, warum hier außer mir keine Menschen in Sicht waren.

….auch hier musste ich durchkriechen….

Doch auf einmal hörte ich hinter mir Stimmen. Zwei Italiener aus Südtirol kamen sehr zügig den Berg hinunter. Ab da hatte ich Gesellschaft. Sie erzählten mir, dass sie eine Radtour rund um Teneriffa machten und in Masca einen Tag Pause machten, um die Schlucht hoch und runter zu gehen. Sie waren trotz ihres hohen Alters gut durchtrainiert. Ab da ging es wirklich zügig den Berg hinunter und nach zwei und einer halben Stunde waren wir unten. Die Italiener vermissten ein Kiosk, an dem sie nur zu gerne ein Bier getrunken hätten. Da es ein solches nicht gab, machten sie sich schleunigst wieder auf den Rückweg.

Und ich stand fast allein (eine Frau im grünen T-Shirt war auch noch dort) in einer Bucht am Meer und keine Menschenseele war zu sehen. Selbst die Frau, die hier noch auf dem Foto zu sehen ist, war auf einmal verschwunden.

Ich musste nun irgendwie nach Puerto Santiago zurück. Darüber, wie ich  zurück kam und diesen Zeilen aufschreiben konnte, gibt es noch einen dritten Teil über meine Masca Wanderung.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag, wo immer Ihr gestrandet seid.









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Kommentare
  1. OMG ich find dich toll, schön das du deine Träume lebst. Toller Blog und Fotos !
    So fast alleine unterwegs , das würde ich mich nicht trauen, bin wohl doch ein Angsthase^^ , meine Bewunderung hast du auf jeden Fall. Immer wieder schön hier zu lesen, also wenn ich mal Fernweh habe komme ich immer auf deinen Blog und stöbere in deinem Archiv 🙂

    GLG TB

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  2. Anna-Lena sagt:

    So ganz allein – trotz Hund – , da gehört schon eine Menge Mut zu.
    Hut ab – das hätte ich mich nicht getraut. Aber nur so wächst man an sich.

    Danke für deinen Bericht und die herrlichen Fotos.

    LG Anna-Lena

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  3. Gabi sagt:

    Diese Wanderung wäre so ganz nach meinem Geschmack – enge Schlucheten, über Felsen herumkraxeln usw. 🙂 Es tut mir jetzt richtig leid, dass ich mich damals nicht getraut hatte, diese Wanderung zu machen. Ich hatte zwar irgendwo gelesen, dass es eine Möglichkeit gibt, sich mit einem Boot unten abholen zu lassen, jedoch wusste ich nicht genau, wie man das organisieren könnte und wie man dann wieder z.B. zum Auto, das ja dann in Masca gestanden wäre, gekommen wäre. Außerdem hatte ich Bedenken, ob das dann auch klappen würde und tatsächlich ein Boot da sein würde. Und hinunter und hinauf hätte ich wahrscheinlich auch damals nicht mehr geschafft.

    Aber schön, dass ich es jetzt mit Dir hier miterleben darf. 🙂

    lg Gabi

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  4. M. sagt:

    Meine Güte, das hast du alles ganz alleine bewältigt? Ich könnte das nie. Also meinen Respekt haste ganz sicher. Hast du wenigstens ein Handy dabei, wo du immer Hilfe holen kannst?

    Hab einen schönen und hoffentlich sonnigen Tag. Bei uns regnet es leider sehr. LG von Mandy

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  5. Himmelhoch sagt:

    Habe nur ich die Assoziation, dass mich auf dem vierten Foto links eine in Stein gehauene „Katze“ anlacht. Ich habe das Bild vergrößert, ich habe es mir in der Diashow angesehen – die Katze bleibt. – Schöne Fotos – aber nach wie vor würde ich solch eine Wanderung auch mit Hund nicht mehr allein machen. Mutig mutig!
    LG von Clara

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  6. sucherin sagt:

    Ich kann die Katze leider nicht finden. Wenn ich dort noch einmal vorbei kommen sollte, schau ich nach 🙂 GLG

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