Lasko denkt – Fliegende Blumentöpfe und Haarentfernung

Veröffentlicht: 18. März 2013 in Lasko denkt 2013, Leonies Leben 2013, LeoniesLeben, Reisen 2013
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Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – wir liefen durch die Stadt und machten unseren Abendspaziergang. Plötzlich hörten wir aus einem Haus lautes Geschrei, Geschimpfe und wieder Schreie. Es war ein solcher Lärm, dass ich mir am liebsten die Ohren zugehalten hätte, denn als Hund höre ich ja alles noch viel lauter. Und dieses menschliche Geschrei war tatsächlich weitaus lauter als mein Bellen. Einige Passanten und auch Leonie blieben vor dem Haus, aus dem die Schreie kamen, erstaunt stehen. Sie schauten nach oben in den ersten Stock, wo ein Fenster weit offen stand, aus dem der Lärm auf die Straße drang. „Oh, da ist aber jemand böse“, meinte Leonie.
Ich wunderte mich nur, wie laut einige Zweibeiner schreien können. Leonie schreit nie so laut. Jedenfalls fast nie :-). Achselzuckend ging Leonie weiter. Doch nachdem sie gerade zwei Schritte gemacht hatte, landete auf einmal ohne Vorwarnung ein riesiger großer blauer Blumentopf samt Pflanze unmittelbar vor unseren Füßen. Er zerbrach in viele Stücke, was auch nicht vollkommen lautlos vor sich ging. Leonie und ich sprangen beide erschrocken zur Seite. Das Geschrei war weiterhin aus dem Fenster zu hören, aus dem auch der blaue Blumentopf geflogen war. Die Scherben, die Pflanze und viel schwarze Erde lagen nun verstreut auf dem Fußweg. Leonie zog mich schnell an der Leine weiter. „Wer weiß, was die noch alles aus dem Fenster schmeißen“, meinte sie erschrocken. Da haben wir beide ja noch mal Glück gehabt, denn wenn der Topf nur einen Meter weiter gelandet wäre, dann….nee….daran wollen wir nicht denken. „Gut, dass uns nicht der Himmel auf den Kopf gefallen ist“, flüsterte Leonie mir ins Ohr, um mich zu beruhigen (?). „Danke an den menschlichen und den hündischen Schutzengel“.
Heute – Leonie musste einen Mietwagen, den wir einige Zeit benötigten, zurückbringen. Vorher musste der allerdings gesäubert werden. So fuhren wir zu einer Tankstelle und Leonie wusch und saugte und saugte und wusch. Ich musste in der Zeit aussteigen und lag im Schatten hinter dem großen Staubsauger, mit dem Leonie wieder und wieder die Polster bearbeitete. „Millionen von Deinen Haaren“, klagte sie. Ja, was denn sonst? Wenn ich Leonie im Wagen begleiten soll – natürlich sind da Haare. Leonie, nun tu nicht so, als wenn Du nicht wüsstest, dass ich ab und zu mal einige Haare fallen lasse.
Leonie lief immer wieder zum Tankwart und kaufte eine Münze nach der anderen für den großen Staubsauger, der fast ohne Unterbrechung eine gute Stunde lief. Dann kamen Leonies mitgebrachte Fusselrollen zum Einsatz. Sie verbrauchte drei ganze Rollen. Danach stöhnte sie, dass immer noch überall meine Haare seien. „Was gut ist, bleibt“, dachte ich mir und schlummerte weiter. Da Leonie kein weiteres Geld mehr für den Staubsauger hatte, war sie auf Handarbeit umgestiegen, so dass ich besser träumen konnte. Als ich nach einer weiteren Stunde aufwachte, war Leonie fertig. „Du kommst mir nicht mehr in den Wagen“, sagte sie bestimmt. „Dich bringe ich zu Fuß nach Hause und hole dann den Wagen“. Na prima, so kam ich heute zu einem weiteren sehr langen Spaziergang. Die Tankstelle war nämlich im nächsten Ort und ungefähr 5 Kilometer von unserer Wohnung entfernt.
Morgen – für Morgen hat Leonie mir eine Überraschung versprochen. Doch obwohl ich sie ganz lieb angeschaut und mich sogar ein wenig an sie geschmiegt habe, sie will mir einfach nicht verraten, um was es geht. Ich kann nur hoffen, dass es sich um eine richtige hündische Überraschung handelt.

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Kommentare
  1. Und Leonie hat keine Schimpftirade in Richtung der blumentopfschleudernden Streithansel losgelassen? Bewundernswert. Ich hätte die aufs Übelste beschimpft. So was rücksichtsloses!

    „Was gut ist, bleibt.“ Raspu und Molly sagen, dass Du das gut erkannt hättest und haben mir diese Weisheit auch ans Herz gelegt, wohl für das nächste Mal, wenn ich einen vollen Staubsauger mit 90 % Hundehaaranteil leeren darf. 😀

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  2. Cora sagt:

    TinaFrau hat auch so ein Haarproblem. Es gab ja schon viele Hunde in ihrem Auto. Und es ist egal ob kurzhaarig, weich, hartes Haar, Tannennadelmäßiges – IMMER verewigt es sich enorm und da kannst du saugen und waschen, wie du willst. TinaFrau hat es sogar schon mit Paketklebeband versucht….kicher. Ich find das immer toll, wenn sie den ganzen Sitz zuklebt 😉

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  3. Thala sagt:

    Besonders jetzt, um diese Jahreszeit ist das Fellproblem riesengroß. Durch die tägliche Menge des Haarverlustes müsste meine Hundedame theoretisch total nackig sein 😉

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  4. Gabi sagt:

    Ja, Eure Haare geben uns ganz schön was auf. 🙂 Aber was soll man machen.Ganz kriegt man die wohl eh nicht weg.
    Mit dem Blumebropf hattet iIhr aber ordentlich Glück.
    LG Gabi

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