Lasko denkt – Wasser und Knochen

Veröffentlicht: 19. März 2013 in Lasko denkt 2013, Leonies Leben 2013, LeoniesLeben, Reisen 2013
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Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – endlich waren wir wieder wandern. Wir sind von Puerto de Santiago nach Tamaimo und von dort auf den Guama, der ca. 900 Meter hoch liegt. Zwei Stunden waren wir vom Meer bis auf dem Gipfel unterwegs und Leonie schleppte einige Liter Wasser mit. Der schmale Pfad ging steil hoch und Leonie trank und trank. „Ich brauche  das Trinken, wenn ich so steil hoch steige“, sagte sie. „Du solltest auch ein bisschen Wasser trinken, denn Du hechelst ziemlich stark“. So hielt Leonie an einer Bananenplantage unmittelbar vor einem kleinen Wasserbecken an und füllte mir Wasser in einem kleinen Behälter. Irgendwie roch es rund um das Becken sehr interessant. So schnüffelte ich lieber den fremden Geruch, als Wasser zu trinken. Leonie hockte vor mir und versuchte nach und nach alle möglichen Tricks, um mich zum Trinken zu motivieren. „Lass es. Ich will schnüffeln“, dachte ich und ignorierte Leonie. Mit einem Seufzer goss Leonie schließlich das Wasser weg.

Eine halbe Stunde später überquerten wir einen Wasserkanal. Leonie ließ mich schnüffeln und hoffte, dass ich trinken würde. Hier gab es unzählige frische Kräuter. Die fraß ich – eins nach dem anderen. Leonie wurde ungeduldig und zog mich mit der Leine in das Wasser. Nun stand ich im Wasser, genoss das Fußbad und fraß frische Kräuter. Irgendwie war mir nicht nach trinken. Ein wenig genervt zog Leonie mich weiter. Als wir fast den Gipfel erreicht hatten, gab es ein großes Naturfels-Schwimmbad, in dem noch das frische Regenwasser der letzten Tage stand. Geduldig wartete Leonie, dass ich trinken würde. Aber hier waren so viele kleine Eidechsen in der Nähe, die überall lang huschten und die ich verfolgen musste. Sorry, aber ich hatte wirklich keine Zeit zu trinken.

Auf dem Gipfel machte Leonie Rast und aß ihr mitgebrachtes Picknick, von dem ich sogar etwas ab bekam. Man, hatte ich auf einmal einen Durst. Die Zunge hing mir aus dem Hals. „Leonie, gib mir mal was von Deiner Wasserflasche ab. Wozu hast Du so viele Liter Wasser hier hoch geschlepp?“ Grummelnd füllte Leonie mir die letzten zwei Liter Frischwasser in eine Plastiktüte und ich trank diese mit wenigen Schlucken aus. Ich war ja so durstig.

Heute – Heute morgen musste einer unserer Nachbarn, ein Mann, der eine Katze hat, aus seinem Apartment ausziehen. Nicht dass ich die Katze groß vermissen würde. Aber der Mann musste ausziehen, weil Number 18 sich über ihn beschwert hatten. „Eine Katze hat in dieser Anlage nichts zu suchen“, hatte Frau Number 18 verlauten lassen. Da sie sich mit ihrem Hundeverbot bei den vielen Hundebesitzern nicht durchsetzen konnte, hat sie jetzt erst einmal dafür gesorgt, dass der Mann mit der Katze ausziehen muss.

Leonie fragte ihn, ob es sehr schlimm für ihn sei. Aber er hat ihr versichert, dass er eine viel schönere und billigere Wohnung in der Altstadt gefunden hat. „Und außerdem mag die Vermieterin dort Katzen“, sagte er noch lachend, als er seinen letzten Koffer im Wagen verstaute. „Machen Sie sich keine Gedanken um mich. Der Umzug kommt mir gerade recht“. So fügen sich manchmal die Dinge für Mensch und Tier. Und auch unser Umzug rückt langsam näher. Ob es mir in der neuen Wohnung gefallen wird?

Morgen – Leonie hatte mir doch für heute eine Überraschung versprochen. Und das hat sie gehalten. Sie hatte einen riesigen Lammknochen aufgetrieben. Und damit mir nicht wieder übel wird, wenn ich zu viel Knochen auf einmal in mich hinein schlinge, hat sie ihn geteilt. So habe ich morgen den zweiten Teil von meinem Überraschungsknochen.

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Kommentare
  1. Emily sagt:

    Lieber Lasko, ich habe den Eindruck, dass du es bei der Leonie ganz schön gut hast! Was für ein Glück, dass sie so gut vorgesorgt hatte. So konntest du dich an den Wasserstellen tun und lassen was du wolltest *g

    Liebe Grüße zu euch, Emily

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  2. Gabi sagt:

    War wohl eine tolle Wanderung.

    Und schön, dass der Herr mit seiner Katze nun eine schönere Bleibe gefunden hat – ohne diese grantigen Nr. 18 Leute.
    LG Gabi

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