Lasko denkt – verirrte Wanderer, Lotterie und Geld stinkt doch

Veröffentlicht: 22. März 2013 in Hiking, Lasko denkt 2013, LeoniesLeben, Reisen 2013
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Lasko denkt.....

Lasko denkt…..

Gestern – wir waren endlich wieder wandern. Es ging in den recht einsamen Barranco Seco. Um dorthin zu gelangen, mussten wir nach einer einstündigen Höhenwanderung  durch einen ein Kilometer langen dunklen Tunnel. Unter der dem Berg durch kann man so in das nächste Tal gelangen. Ich sehe so einen Tunnel völlig emotionslos. Nur merke ich, dass es dort gut riecht. Dunkel oder hell – ich rieche mit meiner guten Nase und höre mit den weichen Schlabberohren. Doch Leonie sind die Tunnel immer wieder doch nocht etwas unheimlich. Nachdem wir im Tunnel mit einer Taschenlampe immer auf alten Gleisen eine Viertelstunde lang gelaufen waren, passierten wir eine Stelle, an der jemand einen Handschuh über eine Stange befestigt hatte.

Eine Geisterhand im dunklen Tunnel. „Puh, wie in der Geisterbahn“, stöhnte Leonie. Nach 22 Minuten hatten wir dann („endlich“ meinte Leonie) das Ende des Tunnels erreicht und sahen wieder Licht. Und nicht nur Licht – tatsächlich standen am Tunnelausgang  zwei deutsche Touristen, die auch eine kleine Abenteuerwanderung durch den Tunnel unternommen hatten. Leonie sprach kurz mit ihnen und erfuhr, dass es sich um Vater und Sohn handelte, die diese Tour zum ersten Mal machten. Sie wussten nicht genau, wie es weiterging und Leonie zeigte ihnen den Weg. Sie beschrieb den weiteren Weg mit Händen und ausladenden Gesten. Merkwürdig, dass sie nichts über die Gerüche und die Geräusche erzählte. Aber vielleicht konnten ja auch diese Zweibeiner nicht so gut riechen und hören wie ich :-).
Eine Stunde später, die wir ganz allein auf unserer Wanderung verbrachten, liefen wir auf einem sehr kleinem Pfad über die Klippen von Los Gigantes. Da bemerkten wir (ich mit meinen Ohren und Leonie mit ihren Augen), dass die beiden Wanderer anscheinend weit hinter uns vom Pfad abgekommen waren. Da in letzter Zeit viele Wanderer in den unwegsamen Felsen verunglückt sind, sah Leonie wohl keine andere Möglichkeit, als zurück zu klettern. Wir mussten auf dem unwegsamen Pfad am Klippenrand zurück. Mir macht das nichts aus, aber um Leonie hatte ich schon ein wenig Angst. Doch die hatte nur Angst um die Wanderer. Und tatsächlich waren Vater und Sohn weit vom Pfad abgekommen und konnten nicht mehr vor und zurück. Leonie, die sich hier in den Felsen mittlerweile fast so gut wie ich auskennt, konnte die beiden langsam, aber sicher auf den Pfad zurück bringen. Sie folgten uns dann bis Los Gigantes und waren froh, dass sie aus den Klippen heil heraus kamen. “ Ich bin auch glücklich, dass wir heil wieder zu Hause sind und jemanden helfen konnten,“ sagte Leonie, bevor wir uns beide hundemüde auf unser gemeinsames rotes Sofa schmissen.

Heute – heute gehen wir wieder zu unserem Lieblings Lotterie Geschäft und kaufen für drei Euro ein Los der spanischen Lotterie. Manchmal sind die drei Euro weg, manchmal gewinnen wir auch drei Euro, von denen wir ein neues Los kaufen. Und ein einziges Mal haben wir auch neun Euro gewonnen. Mir sagt das ja nicht so viel mit dem Geld. Ich weiß nur, dass wenn Leonie ein wenig mehr Geld hat, es ab und zu Lammkoteletts gibt. Von daher habe ich erst einmal grundsätzlich nichts gegen Geld einzuwenden.

Doch Geld schmeckt wirklich nicht. Als Welpe habe ich mal einen 10 € Schein angeknabbert. „Pah, Geld stinkt doch und schmeckt nicht“. Doch Leonie sieht das aus irgendeinem Grunde anders. “ Mensch Lasko, wenn wir mal richtig in der spanischen Lotterie gewinnen würden. Das würde uns retten, “ sagt sie. Ich verstehe das nicht, aber wenn es Leonie glücklich macht, drücke ich mal alle Hundepfoten, dass sie dieses Mal das richtige Los gekauft hat.

Morgen – sind wir um drei Euro ärmer oder sind wir reich? Ich fühle mich auch ohne Lottogewinn reich, denn ich habe ein wunderschönes Leben. Und ehrlich gesagt, wenn ein Zehneuroschein nicht schmeckt, warum sollte dann ein anderer spanischer Zehneuroschein schmecken?

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Kommentare
  1. astrid sagt:

    Ich finde das super, dass du den Wanderern geholfen hast. Ich bin jemand, der sich auch leicht in solche Situationen bringt. Wie bist du die ersten Male gewandert? Hat dich einer, der sich in der Gegend auskennt begleitet?

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    • leonieloewin sagt:

      Nein, die ersten Male hatte ich immer meinen Rother Wanderführer dabei und habe die Touren nur streng nach Buch gemacht. Nach und nach wurde ich dann experimentierfreudiger und bin auch mal neue Wege gegangen.

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  2. Emily sagt:

    Da hast du eine gute Tat vollbracht und den Wanderern auf den Pfad zurück geholfen. Wie gut, dass du da warst! Manche Wanderstrecken kann man nicht bis ins kleinste Detail ausloten und wenn man in knifflige Situationen gerät, ist man überglücklich, wenn man nicht allein ist.

    Habt ein schönes Wochenende, liebe Leonie

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  3. Gabi sagt:

    Ich finde es auch toll, dass Du den Wanderern geholfen hast. Wer weiß, was sonst vielleicht passiert wäre.

    So lange dunklle Tunnel mag ich aber auch nicht gerade sehr. 🙂
    LG Gabi

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