Lasko denkt – wilde Katzen und stachelige Kakteen

Veröffentlicht: 14. April 2013 in Lasko denkt 2013, Leonies Leben 2013, LeoniesLeben, Reisen 2013
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Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – ich saß am Balkongitter und schaute in den Garten. Die Krachmacher – sprich die Papageien – sind immer noch nicht wieder aufgetaucht. Seit dem Sturm sind sie wie vom Wind verweht. Ich halte dennoch Ausschau, denn Leonie ist sich ganz sicher, dass sie eines Tages wiederkommen. Und dann will Leonie sie mit der Kamera (für alle sichtbar) einfangen.

Plötzlich bewegte sich etwas hinter dem Kaktus. Und siehe da, ein kleiner Struwelpeter kam zum Vorschein. Mit einem Kater bin ich aufgewachsen, aber den Kater, den ich gestern im Garten sah, der hatte langes Fell und hatte tatsächlich etwas von einem Siamkater. Ob der ausgewandert oder auch nur irgendwie entlaufen ist? „Dieser Garten scheint ein Paradies für Flüchtlinge zu sein“, meinte Leonie. Vielleicht ja nicht nur der Garten, dachte ich bei mir, und warf dabei einen dezenten Seitenblick auf meine Flugbox, die wir auch auf der Terrasse aufgebaut haben.

Katze

Katze

Katze

Katze

Der Kater mit seinen himmelblauen Augen schien keine Angst vor Hunden zu haben. Er blieb sitzen und schaute mich an. Ich schaute zurück und bellte ein wenig. Das schien ihn nicht weiter zu beeindrucken. Er fing vollkommen gelassen an, weiter im Garten herum zu wühlen. Darf der das? Ich darf doch auch nicht in fremden Gärten herumwühlen – nicht mal im eigenen Garten. Das ist gemein. Dem Struwelpeter Kater war meine Meinung egal. Er wühlte weiter und beachtete mich keines weiteren Blickes. Was sollte ich machen?

„Wenn etwas nicht zu ändern ist Lasko, ärgere Dich nicht, sondern sehe in Erhabenheit darüber weg“, sprach ich zu mir selbst. Ja, da staunt ihr. Ab und zu (ganz selten) sprechen Hunde sogar mit sich selbst. Ich befolgte meinen eigenen Rat und sah mit Erhabenheit über den Gartentiger hinweg. Ich ließ meinen Blick durch die Bäume und über das Meer kreisen und schmiss mich dann zu einem Mittagsnickerchen auf die Terrasse. Nur ganz selten, wirklich nur ab und zu, riskierte ich einen ganz ganz kleinen Blick – denn ich bin überhaupt n i c h t  n e u g i e r i g.

Heute – wir waren spazieren und verflixt. Da habe ich mir doch an einem dicken Kaktus mitten auf die Hundenase einen dicken Stachel eingefangen. Überall gibt es hier Kakteen. Wir sehen sie beim Wandern auf den Bergen, in den Feldern und am Wegesrand. Ja, sogar in jedem Garten sind sie zu finden. Und die Leute finden es anscheinend schön, diese Riesenmonster auch noch zu Hause in Blumentöpfe zu stecken und auf den Balkons, Terrassen und Gehwegen aufzubauen.

Heute morgen gingen wir auf einem schmalen Weg, an dem die Büsche immer sehr lecker nach anderen Hunden und sogar nach Katzen duften. Eine sehr tierbevölkerte Gegend. Hinzu kommt, dass in der Nähe eine Art Jugendhaus ist, zu dem viele Kinder und Jugendliche gehen. Die schmeißen gerne Brot- und Pizzareste in die Büsche. Und auch wenn die Straßen- und Gehwege hier außerordentlich sauber gehalten werden, auf diesem kleinen Weg mit den dicken Büschen, kommen auch die ordentlichen Straßenkehrer nicht immer vorbei. Daher bin ich täglich ganz scharf drauf, dort mit Leonie  entlang zu gehen. Wenn ich schnell bin und Leonie mich nicht rechtzeitig zurückreisst, gelingt mir an diesem so hundefreundlichen Ort unter den Büschen so mancher Extrafang.

Auch heute morgen war ich wieder am Fischen. Doch – aua – plötzlich hatte ich statt dem bereits erschnüffelten Brotstück einen langen Stachel in der Nase. Leonie zog ihn mir heraus und da ich ein ganz hartgesottener Bursche bin, habe ich auch nicht weiter gejammert. Aber zukünftig werde ich mich ein wenig mehr nach Kakteen umsehen, bevor ich auf Brotjagt gehe.

Kaktus

Kaktus

Morgen – Leonie sagt, dass die Sonne laut Wetterbericht auch in Deutschland scheinen soll. Stimmt das auch? Wir wünschen Euch – auf jeden Fall und für jedes Wetter – allen einen wunderschönen Sonntag.

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Kommentare
  1. Oh, oh, ich hatte mal einen Dart-Pfeil im Oberarm. Da war der Schreck aber auch größer als der Schaden. Zum Glück. Gejammert habe ich aber trotzdem, da war ich echt untapferer als Du, lieber Lasko. ;o)

    Sonntag, spätestens am Montag, soll sich der Frühling hier endlich blicken lassen. Es wird Zeit, hm?!

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  2. leonieloewin sagt:

    Dartpfeil hört sich auch ein bisschen schlimmer an als Stachel. Gut, dass auch solche nicht so schönen Dinge vorbei gehen. Denken wir lieber an den Frühling, der nun wohl endlich auch. bei Euch eingetroffen ist. Liebe Grüße von der Insel

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  3. Himmelhoch sagt:

    Lasko, einen Stachel in der Nase, und Tina, einen Dartpfeil im Arm zu haben, stelle ich mir echt unangenehm vor. Aber Lasko, du hast noch Glück gehabt, denn wenn du diese Geschichte liest:
    http://chh150845.wordpress.com/2010/03/23/das-stachlige-kind/
    hättest du noch viel mehr Stacheln abkriegen können. Tina kommt in der Geschichte übrigens auch vor.

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  4. Gabi sagt:

    Ohje, da heißt es in Zukunft aufpassen.
    Von Deutschland kann ich es nicht sagen, aber in Österreich ist nun endlich der Frühling eingekehrt.

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