Lasko denkt – Nebel auf Teneriffa und im Kopf

Veröffentlicht: 21. April 2013 in Lasko denkt 2013, Leonies Leben 2013, LeoniesLeben, Reisen 2013
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Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – So ein Wetter haben wir hier überhaupt noch nicht gesehen. Die Sonne schien und dann sahen wir ganz plötzlich vom Atlantik her Nebel aufziehen. Ein richtiger See Nebel. Er kam in dicken nassen Schwaden auf uns zu. Und bereits nach kurzer Zeit konnten wir nicht einmal mehr das Meer oder die Berge sehen. Es war nicht kalt, denn über dem Nebel schien die Sonne weiter und erreichte uns auch noch durch die dicke Suppe. Aber irgendwie war es ungewohnt und auch ein bisschen unheimlich.

Ich schnupperte mit hoch erhobener Nase durch die Luft. Nun waren wir tatsächlich auf meine Nase angewiesen. Denn Leonie kann eigentlich nicht wirklich gut riechen und schnuppern. Hören tut sie sowieso auf niemanden. Und sehen war bei ihr mmit dem Nebel ganz vorbei. „Gut, dass ich Dich habe, Lasko“, lachte sie, als sie sah, wie ich mit hoch erhobener Nase die Gegend nach möglichen Feinden absuchte. Da – was war das? Ich bellte. Da kam jemand. „Achtung, Leonie Gefahr“, signalisierte ich und lief laut bellend zur Tür. Doch da stand nur ein freundlicher Nachbar, der uns mitteilen wollte, dass der angekündigte Fernsehtechniker, der Leonie eine Antenne zum Empfang spanischer Sender installieren sollte, heute wieder nicht kommen würde.

Leonie nahm es gelassen und fragte nicht einmal manana (?). Irgendwie irritierte mich der Nebel und ich setze mich auf die Terrasse, hielt die Schnauze hoch und begann mein Wolfsgeheul. „Lasko, Du bist doch kein Nebelhorn“, schimpfte Leonie, die sich auf ihr Schreiben konzentrieren wollte. „Irgendwie habe ich heute auch Nebel im Kopf. Meine Gedanken sind ziemlich durcheinander,“ stöhnte sie.

Doch dann riss sie sich wohl doch zusammen, ignorierte den Nebel und schrieb den Artikel über den Barranco Natero zu Ende.  Und stellt Euch vor – dieses Mal hat sie sogar ein Foto von mir in ihre Geschichte eingefügt. WAU – das gefällt mir.

Heute – heute morgen war es beim Morgenlauf immer noch nebelig. Irgendwie ist dieser Nebel sogar nass. Die Gehwege und Wagen waren mit einem dünnen nassen Wasserfilm überzogen. „Na, hoffentlich verzieht sich der Nebel heute wieder“, meinte Leonie. Dann ließ sich mich allein, denn sie wollte zu irgendeinem Kurs zur Hacienda Cristoforo. Das ist eine Finca, auf der Zweibeiner Urlaub machen und Kurse besuchen können. Leonie meint, dass es dort sehr schön sei – eine Oase des Friedens. Damit kann ich als Hund natürlich nicht so recht etwas anfangen. Das ist wohl nur etwas für Zweibeiner. So bleibe ich zu Hause und beobachte, wie sich langsam der Nebel verzieht.

Morgen – Für alle, die mich noch heute Nacht als Gute Nacht Geschichte lesen sollten: Ich wünsche Euch eine gute erholsame Nacht. Und allen zusammen wünsche ich einen wunderschönen Sonntag.

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Kommentare
  1. „als Gute Nacht Geschichte“ hat sich mit dem Nebel etwas relativiert! ;o) Dennoch gebe ich die gleichen Wünsche sehr gern zurück und hoffe, dass sich der Nebel morgen verzogen hat. Das liest sich ja schon unheimlich. Erleben müsste ich das nicht auch noch. Und dann u. U. auch noch ein Stromausfall mit irgendeinem seltsame Knacken direkt unter einem Fenster. Öhm … Ne, dann lieber keinen Nebel! ☺

    Der Artikel über den Barranco Natero ist toll, vor allem die Bilder und Lasko ist wirklich außerordentlich fotogen. Oh ja, das muss ja mal gesagt werden, auch wenn er es natürlich längst weiß! 😉

    Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich Euch auch! ☼

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  2. Himmelhoch sagt:

    Gute Nacht zurück. L&L!

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  3. aquasdemarco sagt:

    Nebel, Kurs, Fernsehmechanikere, Stromfirmen, es bleibt spannend was am Ende gefunden wird.

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  4. Katja sagt:

    Einen schönen Sonntag euch beiden! 🙂

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  5. leonieloewin sagt:

    Dir auch einen schönen Sonntag – mit hoffentlich ein wenig Wärme.

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  6. Gabi sagt:

    Der Nebel war sicher mal eine Abwechslung. Ich hoffe, er hat nicht allzulange angehalten.
    Ein toller Bericht über den Barranco Natero. Finde die Wegbeschreibung mit den kleinen Klettereien und den Ruinen, die es da gibt, sehr interessant. Eigentlich ganz gut, wennn den kaum jemand kennt. Sonst wäre der vielleicht auch noch überlaufen.
    lg Gabi

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    • leonieloewin sagt:

      Ich denke nicht, dass der Natero überlaufen wird, weil Du keine Chance hast (wie in Masca) unten mit dem Boot abgeholt zu werden. Du musst einen recht langen und steilen Weg wieder hoch laufen. 90% der Masca Wanderer wandern jedoch ausschließlich bergab. Vielleicht ist das auch gut so. LG Leonie

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      • Gabi sagt:

        Ja, natürlich, sicher liegt es auch daran, dass diese Schlucht eben „anstrengender“ ist.
        Ich denke da halt auch an mich. Ich würde es vermutlich nicht mehr so gut schaffen, so lange bergauf zu steigen und wäre dann eben vermutlich froh, wenn ich in der Masca Schlucht die Möglichkeit hätte, diese wenigstens bergab zu gehen. Aber viel lieber wäre mir natürlich die andere, ruhigere Schlucht.

        Ich mag ja Schluchten sehr gerne, aber ich hab leider noch zusätzlich das Problem, dass ich es nicht mag zuerst bergab und dann bergauf zu gehen. Denn gehe ich einen Berg hinauf, dann kann ich so weit gehen bis ich merke, jetzt ist Schluß. Der Rückweg bergab ist dann für mich leichter zu schaffen, weil eben bergab. 🙂

        Man muss die Dinge leider so nehmen, wie sie für einen möglich sind. Für mich gilt nun schon das Motto: der Weg ist das Ziel. Ich habe aber lange gebraucht, bis ich das akzeptieren konnte.

        LG Gabi

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        • leonieloewin sagt:

          Das geht mir ähnlich. Auch ich gehe am liebsten zuerst bergauf und schaue, wie weit ich es schaffe, um dann zurück zu kehren. Leider ist das in den richtig schönen ruhigen Barrancos nicht möglich. So gehe ich diese Barrancos wirklich nur an Tagen, wenn ich weiß, dass die Kräfte reichen werden und gehe zurück, wenn ich „Angst bekomme“ nicht mehr hoch zu kommen. LG Leonie

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