Lasko denkt – Johannesnacht auf der Sandbank

Veröffentlicht: 25. Juni 2013 in Lasko denkt 2013, Leonies Leben 2013, LeoniesLeben, Reisen 2013
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Lasko denkt in Dänemark

Lasko denkt in Dänemark

Gestern – Wir sind mit dem Schiff rausgefahren, um einem anderen Schiff, das auf einer Sandbank im Limfjord aufgelaufen war, zu helfen. Der Limfjord ist an vielen Stellen sehr seicht, so dass es häufig vorkommt, dass sich Schiffe auf einer Sandbank festfahren. Erst vor einigen Tagen erwischte es  das Missionarschiff Jesus. Nun war es ein anderes Schiff. Das Schiff saß so fest auf einer Sandbank fest, dass es mehr als zwei Stunden dauerte, um es zu befreien. Shinouk und ich hatten zum Glück die Lage zu jeder Zeit voll im Überblick und im Griff. Als der Segler endlich frei war und weiter segeln konnte, freute sich die Besatzung sehr. Die Johannesnacht wollten sie nämlich nicht gerne auf der Sandbank verbringen.

Denn die Johannesnacht wird hier in Dänemark überall recht groß gefeiert. An vielen Orten wurden in der letzten Zeit große Holzberge aufgeschichtet. Schade, ich hätte lieber mit den vielen Hölzchen gespielt, aber nirgendwo war in der Umgebung von Aalborg noch ein Stöckchen aufzutreiben. Alle befanden sich aufgeschichtet  auf den großen Scheiterhaufen.

Wikipedia schreibt: Zu den Bräuchen zählte in der Johannisnacht der Tanz um das Johannisfeuer. Das Johannis- oder Würzfeuer steht in einem Zusammenhang mit der Symbolik von Feuer und Sonne wie auch der Sonnenwende. Deshalb wird das Feuer selbst ebenso als Sonnenfeuer bzw. Sonnwendfeuer bezeichnet. Es ist ein seit dem 12. Jahrhundert erstmals, seit dem 14. Jahrhundert dann häufig belegter Brauch. Das Feuer wird in der Nacht vor dem Johannistag angezündet. Dem Volksglauben nach sollte das Johannisfeuer böse Dämonen abwehren, die Krankheiten hervorrufen oder Viehschaden und misswüchsige Kinder bewirken. Darauf deuten auch die Strohpuppen hin, die man in manchen Gegenden ins Feuer wirft (Hanslverbrennen).  Diese Wirkungen des Johannisfeuers liegen vermutlich in der hohen Popularität des Heiligen begründet, dem auch sonst starke Kräfte zuerkannt wurden; man vergleiche die im Mittelalter außergewöhnlich stark verbreiteten Namen Hans, Johannes, Jan oder Jean. Mittelalterliche Namensgebung bedeutete vielfach, dass dem Kind der entsprechende Heilige als Schutzpatron zugeeignet wurde.

Leonie und ich  kannten den Brauch mit dem Johannesfeuer nicht und waren erstaunt, wie groß diese Nacht in Dänemark überall gefeiert wurde. Da es hier am Limfjord zurzeit erst um 23 Uhr dunkel wird, wurden die Johannesfeuer noch bei Tageslicht angezündet. Als wir von der Sandbank langsam über den Limfjord zurücktuckerten, sahen wir an verschiedenen Stellen am Ufer, dass sich viele Menschen um diese riesigen Scheiterhaufen versammelt hatten. Oben auf dem Holzstoss befanden sich symbolische Puppen oder Hexen, die verbrannt werden sollten. Wir waren froh, dass wir ein wenig Abstand zum Treiben hatten und alles aus der Ferne vom Schiff aus beobachten konnten. Ob Leonie Angst hatte, auf dem Scheiterhaufen zu landen?

Lasko beobachtet Johannesfeuer

Lasko beobachtet Johannesfeuer

alles unter Kontrolle

alles unter Kontrolle

Segler auf dem Limfjord

Segler auf dem Limfjord

Johannesfeuer

Johannesfeuer

Heute – In der Nacht sind überall die großen Feuer abgebrannt und heute ist ein ganz normaler Montag. Da ich keine Butter mehr stibitzt habe – (auch wenn Milchprodukte nach Aquamarcos überbewertet sein sollen :-)) – sind wir heute nach Aarhus gefahren. Ich bin den ganzen Tag durch die Stadt gelaufen und daher Hunde müde. Über Aarhus erzähle ich Euch ein anderes Mal.

Morgen – Ich werde mich ausruhen und das Schiff nur zum Hundezeitungslesen und für das dringenste Buisiness verlassen.

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Kommentare
  1. Gut, das Lasko ziemlich groß ist, da kann er sich wenigstens alles genau ansehen.
    So ein Riesenfeuer muss schon ein tolles Erlebnis sein.
    Ein richtiges Nachtfoto von so einem großen Feuer hätte mir bestimmt gefallen.

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  2. inschweden sagt:

    Hihi… wenn Lasko da so zweibeinig steht sieht er fast aus wie Maya. Die ist auch immer so neugierig. 😉

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  3. Mit dieser ausgesprochen bemerkenswerten Körperhaltung könnte Lasko ein echt guter Tänzer sein. Habt Ihr darüber schonmal nachgedacht?! ;o))

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  4. Gabi sagt:

    Ich verstehe nicht, warum mein Abo von Dir weg war. Ich lese nun schon so lange bei Dir mir und nun warst Du nicht mehr in meinem Reader. Mir ist es aber jetzt erst aufgefallen, da ich in letzter Zeit nicht so zum lesen gekommen bin. Aber nun hab ich Dich halt neu abonniert. – Komisch irgendwie.
    Auch bei uns gibt es Sonnwendfeuer, obwohl ich selbst noch nie bei sowas dabei war.
    Sehr bekannt sind diese Feuer und Feiern in der Wachau. Da fahren dann alle Ausflugsschiffe auf der Donau und auf den Bergen werden die Feuer angezündet. Sieht sicher sehr schön aus.
    http://www.sonnenwende.at/sonnenwende/default.asp

    LG Gabi

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  5. leonieloewin sagt:

    Schön, dass Du mich wieder gefunden hast. Sind das bei Euch dann Feuer zur Sonnenwende oder zum Johannestag? liebe Grüsse Leonie

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