Mit dem Fahrrad zum Großen Buddha

Veröffentlicht: 3. Oktober 2013 in LeoniesLeben, Reisen 2013, Vietnam
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mit dem Fahrrad unterwegs

mit dem Fahrrad unterwegs

An unserem zweiten Tag in Nha Trang wollten wir ein wenig weiter die Umgebung erkunden. Wir  überlegten zunächst, uns wieder einen Scooter zu mieten, wie wir das bereits  in Sapa für einige Stunden getan hatten. Jetzt durften wir feststellen, dass Vietnam auch bei der Rollervermietung sehr wiedersprüchlich ist. Überall im ganzen Land werden Roller und Motorräder zu günstigsten Preisen für Touristen angeboten. Häufig wird noch nicht einmal der nationale, geschweige denn der internationale Führerschein verlangt. Doch in Nha Trang erfuhren wir im Hotel, dass Ausländer in Vietnam tatsächlich legal nur fahren dürfen, wenn sie den vietnamesischen Führerschein haben. Den zu erwerben dürfte jedoch den meisten Touristen recht schwer fallen. So bleibt dem Reisenden nur, das Verbot zu ignorieren und trotzdem zu fahren, wie es anscheinend sehr viele Touristen machen. Sollte die Polizei einen dabei anhalten, kämen laut Aussage einiger Motorradverleiher ungefähr 100 $ Strafkosten auf den Fahrer zu. Alternativ gibt es die Möglichkeit  sich den Roller oder das Motorrad gleich samt Fahrer zu mieten. Das haben wir für kleinere Strecken hier auch einige Male ausprobiert. Es ist im Allgemeinen recht günstig und bietet neben der reinen Fahrt gleich einen Führer inklusive. Seriöse Unternehmen, wie die in Verbänden zusammengeschlossenen Free Easy Rider oder die Easy Rider oder ähnliche Gruppen nehmen jedoch auch ihren Preis.

Nachem wir nun Flugzeug, Bahn, Bus, Auto, Rikscha und Motorrad ausprobiert hatten, wagten wir gestern einen Trip mit dem Rad. Für zusammen 3 € am Tag konnten wir zwei alte Fahrräder leihen. Beide waren mehr als alt und klapprig, aber sie fuhren. So stürzten wir uns dann in das belebte Straßentreiben. Ich schaute möglichst nur vorwärts und fuhr und fuhr und fuhr ohne anzuhalten. Rechts und links von mir kurvten andere Fahrradfahrer, Autos und tausende von Scootern. Aber mittlerweile bin ich ein wenig an den Verkehr gewöhnt und alles  lief prima. Immer wieder interessant sind auch die vielen bunten Motorradhelme, die in allen Formen und Farben und häufig passend zum Outfit getragen werden. Für Frauen mit Pferdeschwanz gibt es ein Sondermodell mit einem Loch im Helm, aus dem der Pferdeschwanz herausfallen kann.

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Buddha in der Pagode

Buddha in der Pagode

junger Mönche

junger Mönche

Unser erstes Ziel war der vier Kilometer entfernte Große Buddha. Am Fuße der riesigen Statue ist eine Pagode, die sich wirklich zu besichtigen lohnt. Wunderschöne Bild- und Holzarbeiten zieren die Wände, Decken und Fußböden. Von einem beflissenen selbsternannten Guide erfuhren wir, dass der dem Kloster vorstehende Mönch vor einigen Tage verstorben sei. Sein Bild hängt  in einem großen Saal und zu seinen Ehren werden bis zu seiner Einäscherung viele Zeremonien abgehalten.

Bild des verstorbenen Mönches

Bild des verstorbenen Mönches

Rund um die Pagode sind Tafeln mit religiösen Sprüchen in vietnamesischer und englischer Sprache aufgehängt.

Schrifttafel an der Pagode

Schrifttafel an der Pagode

Dann besichtigten wir den liegenden Buddha, der eine Kopie des großen thailändischen schlafenden Buddhas sein soll. Er wurde erst 2004 angefertigt. Die Füße sind riesig. Die überall auf den Figuren anzufindenden Kreuze haben nichts mit dem Dritten Reich zu tun, sondern bedeuten Sonne und Glück und sind weitaus älter als aus dem letzten Jahrhundert. Von hoch oben auf der Anlage, dort wo sich der große weiße Buddha befindet, bietet sich ein fantastischer Ausblick auf die Reisfelder und Berge um Nha Trang. Im weißen Buddha selber ist ein kleiner Tempel, an dessen Eingang sich Yin und Yang, dargestellt als guter und als böser Mensch befinden. Auch hier zündeten wir Räucherstäbchen an. Vom Glück und guten Wünschen gibt es nie genug.

am Fuße des schlafenden Buddha

am Fuße des schlafenden Buddha

Füße des schlafenden Buddhas mit Sonnenzeichen

Füße des schlafenden Buddhas mit Sonnenzeichen

Buddha mit Räucherstäbchen

Buddha mit Räucherstäbchen

Yin Und Yang

Yin Und Yang

Gräber bzw. Urnenkästen

Gräber bzw. Urnenkästen

Nachdem wir den Friedhof bzw. die kleinen Kästen, in denen die Asche von Verstorbenen aufbewahrt wird, besichtigt hatten, ging es wieder abwärts. Unterhalb des weißen Buddha befindet sich eine riesige Glocke. Ein Mönch forderte uns auf, uns unter die Glocke zu setzen, während er diese von außen mit einem riesigen Holzpfahl anschlug. Ob das auch ein Glücksritual ist, habe ich nicht herausbekommen, aber es war überhaupt nicht laut, sondern nur sehr angenehm dort unter der Glocke zu sitzen.

Große Glocke

Große Glocke

Landschaft um Nha Trang

Landschaft um Nha Trang

Wir verließen die ruhige Pagode und stürzten uns in den lauten Straßenverkehr, um quer durch die Stadt und dann immer parallel zum Strand zu fahren. Südlich von Nha Trank ist quer über das Meer eine große Seilbahn zu einer Insel errichtet worden. Wer mag, kann für 500000 Dong oder 25 $ über das Meer schweben. Wir mochten nicht.

Seilbahn über das Meer

Seilbahn über das Meer

Wir wollten lieber in einer der kleinen Garküchen etwas essen und danach noch einen Stopp an einem Früchtestand einlegen.  Die Frau vom Fruchtstand mixte uns einen erfrischenden Mangodrink, der neue Kraft für die Weiterfahrt gab. In der Mittagshitze ging es zurück in die Stadt. Obwohl ich zu Hause viel und gerne Fahrrad fahre, war ich heute doch recht froh, dass die Tour beendet war, denn auf dem unkonfortablen Rad zwickte nicht nur die Rückseite. Dennoch hat sich der Ausflug auf dem Zweirad, der neben interessanten Ausflugszielen vor allen Dingen eine andere Perspektive bot, auf jeden Fall gelohnt.

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Kommentare
  1. Nein, diese Seilbahn würde ich keinesfalls nutzen. So weit würde mein Vertrauen nicht reichen.
    Das asiatische Kloster ist sicher interessant zu besichtigen. Die Ruhe und Ausgeglichenheit von Buddha würde einen bestimmt anstecken.

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  2. Vallartina sagt:

    Was für eine Reise! Die Eindrücke müssen überwältigend sein! Weiterhin happy trip!

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  3. Mir scheint, jede Stunde steckt wieder voller Neuigkeiten und mitunter Überraschungen, hm?! Sehr schön! Ich lese Deine Berichte sehr gern!

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