Siem Reap 1 – Angkor Wat

Veröffentlicht: 14. Oktober 2013 in LeoniesLeben, Reisen 2013, Vietnam
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Land unter Wasser - Kambodia

Land unter Wasser – Kambodia

Wir starteten mit dem Bus sehr früh aus Phnom Pengh. Obwohl uns der Ticketverkäufer in Vietnam einen guten Bus mit bequemen Sitzen versprochen hatte, stellten wir bereits auf dem Weg nach Phnom Penh fest, dass der Ticketverkäufer ein wenig übertrieben hatte. Die Busse von Saigon bis Siem Reap sahen aus, als wenn sie nur noch durch den Rost zusammengehalten würden. Wenn der Bus durch große Schlaglöcher oder kniehohes Wasser fuhr, musste das Buspersonal kleiner Reparaturstopps einzulegen. Für uns als Passagiere, die in dem Bus lauten Videofilmen, dem ständigen Hupen und Begleitung von Kindergeschrei und dem weltbekannten Nokiaton ausgeliefert waren, eine neue Herausforderung, sich in Gelassenheit zu üben :-).

Am frühen Nachmittag kamen wir dann doch heil und ein wenig müde  in Siem Reap an. Dort wurden wir gleich von Heerscharren von Tuk Tuk Fahrern umzingelt, die uns in die Stadt und einem Gästehaus ihrer Wahl bringen wollten. Wir erwischten einen freundlichen englisch sprechenden jungen Mann, der uns das Busticket für den Rückweg rückbestätigte und uns zu einem sehr hübsch  ausschauenden Gästehaus in der Stadt brachte. Dort bezogen wir ein helles  Zimmer. Das Haus war weitläufig und hell mit einer guten Atmosphäre. Überall saßen  Gäste, zumeist junge Leute, die es sich im Garten oder einem der schönen großen Balkons auf alten Kolonialstühlen bequem gemacht hatten.

Siem Reap - Fluss

Siem Reap – Fluss

Siem Reap selber ist weitaus schöner, als ich mir die Stadt vorgestellt hatte. An einem kleinen Fluss gelegen,  mit vielen Gästehäusern und Restaurants und einem großen Marktviertel, lädt das Städtchen zum Bummeln und Einkaufen ein. Touristen aus aller Welt sind hier anzutreffen, die für einen Tag bis zu einer Woche nach Siem Reap kommen, um die weltbekannten Monumente zu bewundern. Doch neben den historischen Bauwerken gibt es große Prachtstraßen, eine Universität, ein Nationalmuseum und etwas außerhalb gelegen auch ein sehr interessantes Militärmuseum. Im Eintrittspreis ist eine Führung mit einem englischsprachigen ehemaligen Soldaten enthalten, der sehr persönlich durch die Geschichte- und Militärgeschichte des Landes führt. Einer der größten Wats des Landes lädt gleichfalls zum Besuch ein.

Tempel Siem Reap

Tempel Siem Reap

Doch für mich  sind die großen Khmertempel und insbesondere Angkor Wat der Höhepunkt von Siem Reap, von Kambodia, wenn nicht von der gesamten Reise. Tempeltouren können in den verschiedensten Varianten überall in der Stadt gebucht werden. Wir entschieden uns einen Tuk Tuk Fahrer samt Gefährt für einen Tag zu mieten. Der fuhr uns morgens aus der Stadt heraus zum Ticketschalter, an dem schon morgens um 8.00 Uhr viel Betrieb war. Für 20 $ am Tag kann man von morgens um 9 bis abends um 17.30 Uhr jeden Tempel der Umgebung besuchen. Doch das ist wegen der Vielzahl der Bauwerke und deren Lage kaum möglich, so dass eine Auswahl getroffen werden muss.  Ein Wochenticket gibt es für 60 $. Wir kauften unser Ticket für einen Tag und erhielten einen Lichtbildausweis.

Silhouette Angkor Wat

Silhouette Angkor Wat – im gleißenden Morgenlicht

Dann konnte es los gehen.   Als erstes stand die von einem sehr breiten Wassergraben umgebene Anlage Angkor Wat auf dem Programm. Sie ist tatsächlich so beeindruckend, wie ich das nach dem Besuch einer Ausstellung zu Angkor Wat in Bonn vor einigen Jahren vermutet hatte. Ich habe einige Filme und viele Fotos von und über Angkor Wat gesehen. Doch persönlich in diesen großen Mauern zu stehen, ist doch noch einmal etwas vollkommen anderes.

Weg nach Angkor Wat

Weg nach Angkor Wat

Angkor Wat wurde in der Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut. Bereits von weitem ist es an der aus drei massiven lotusartigen Pyramiden bestehenden Form zu erkennen. Ein breiter langer Damm führt in das Innere der Anlage. Die Außenmauer ist ca. 1,5 x 1,5 Kilometer lang. Gänge mit großen Reliefs zieren die gewaltigen Mauern. Wenn das  erste Außencarre  abgeschritten ist, kann der Besucher eine weitere “ Schicht“ nach innen wandern. Wieder Gänge mit Reliefs. So kam auch ich immer weiter in das Innere der Anlage. Das Kernstück des Tempels ist heilig und darf nur in angemessener Kleidung betreten werden. Auf sehr steilen Treppen geht es heute ( ehemals waren es Steinstufen) hoch in die drei Türme. Von oben bietet sich ein beeindruckender Ausblick über die gesamte Anlage. Stairway to heaven – der Aufstieg in den Himmel soll ein wenig anstrengend sein.

Angkor Wat - Treppe zum Heiligtum

Angkor Wat – Treppe zum Heiligtum

Wer hier ins Detail gehen möchte, kann durchaus einen ganzen Tag in Angkor Wat zubringen. Große Touristengruppen werden schnell  durch die weitläufigen Gänge und Parkanlagn geschleust. Wir können uns die Zeit nehmen, die wir haben möchten. Wir laufen in Angkor Wat mehrere  Kilometer ab. Ich bin fasziniert und erfreue mich an den riesigen Mauern, Türmen und Reliefs und der Natur um die gewaltige Anlage.

Angkor Wat

Angkor Wat

Relief - Angkor Wat

Relief – Angkor Wat

Hier nun einige Fotos, die ich auch mit Euren Tipps retten konnte. Dafür großen Dank. Ein Stick in Saigon hat mir geholfen. Nun kann ich Bilder auslagern. Diese Bilder sind mehr oder minder für mich Erinnerungen und können sicher nicht den atemraubenden Eindruck wiedergeben. Doch sie werden mich immer an diesen wunderbaren Morgen in Anghor Wat erinnern.

Angkor Wat

Angkor Wat

Angkor Wat

Angkor Wat

Angkor Wat

Angkor Wat

Angkor Wat - Relief

Angkor Wat – Relief

Gruppe koreanischer Touristen

Gruppe koreanischer Touristen

traditionelle Kostüme

traditionelle Kostüme

Angkor Wat

Angkor Wat

Relief

Relief

Angkor Wat

Angkor Wat

See - Angkor Wat

See – Angkor Wat

Angkor Wat

Angkor Wat

Pferd in Angkor Wat

Pferd in Angkor Wat

Relief - Angkor Wat

Relief – Angkor Wat

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Kommentare
  1. tonari sagt:

    Hach, mir hat es dort auich sehr gut gefallen. Leider hetzte uns unser Reiseführer – wir waren in einer Grupe unterwegs – viel zu sehr durch die Gegend. Insofern in ich wild entschlossen, noch einmal zurück zu kehren. Zumal wir ja nun ein kambodschanisches Patenkind haben und besuche möglich sind.
    Ta Prohm fand ich wegen der Würgefeiden und der tollen Motive beeindruckend. Und auch am Bayon Tempel konnte ich mich kaum satt sehen.
    Danke für die schönen Erinnerungen.

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    • leonieloewin sagt:

      Ja, ich war sehr froh, dass wir viel Zeit hatten. An anderen Orten habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass die Reiseleiter einen engen Zeitraum setzen und ich nicht genügend sehen konnte. In Angkor War haben wir zum Glück die richtige Entscheidung getroffen. Liebe Grüße und eine schöne Woche Leonie

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  2. wieder einmal sehr sehr beeindruckend und interessant, liebe Leonie. Toll, wie du bei allen Erlebnissen dort noch die Zeit findest, intensiv zu bloggen und uns die fantastischen Fotos zu zeigen!
    Ganz liebe Grüße, Suse

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  3. Gleich werde ich mir deine Fotos noch einmal in Ruhe ansehen. Aber zuerst will ich dir einen Link schicken, den du dir aber erst zu Haus ansehen kannst, wenn du wieder vernünftige Internetleistung hast, denn durch seine großen Fotos würde das sonst sicher Tage in Anspruch nehmen. Er hat auch eine Vietnamreise gemacht, ähnlich privat wie du – aber offenbar noch mehr unter Vietnamesen in deren Wohnungen.
    http://www.stilpirat.de/saigon-ho-chi-minh-city-stadt-der-gegensatze/
    Das ist der Anfang seiner Reisebeschreibung – aer du kannst ja selbst sehen, was dich interessiert.

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    • leonieloewin sagt:

      Danke Clara, das werde ich mir in Bonn bestimmt in Ruhe ansehen. Überall im Land werden hier die günstigen Homestays geboten, wie ich das im Artikel über Sapa beschrieben habe. Eine gute Möglichkeit Land und Leute aus der Nähe kennen zu lernen.

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  4. Leonie, das vorhin war ein Link, wo er schon einige Zeit in Vietnam war. Der Anfang ist hier:
    http://www.stilpirat.de/auf-nach-vietnam/
    Leider ist keine Kalendersuchfunktion in dem Blog und jeder Tag ist ein neuer Post, da er so viele, groß(artig)e Fotos zeigt.

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  5. Sich für eine geringere als die volle Anzahl von Tempeln und weiteren Anlagen entscheiden zu müssen, ist sicher hart. Gerade weil doch jede Sehenswürdigkeit bestimmt ihren ganz eigenen Reiz hat. Klar wiederholt sich das Eine oder Andere und doch hätte ich vermutlich immer das Gefühl, irgendwas Wunderschönes zu verpassen. Toll, dass Du so viele Impressionen zeigst und es so sehr genießen kannst! Das lese ich aus jedem Deiner Worte.

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    • leonieloewin sagt:

      Ja, die Entscheidung viel schwer, war aber in irgendeiner Weise bereits vorgegeben. Nach Angkor War und dem großen Gebiet von Angkor Thom bleibt nicht mehr genügend Zeit, um weitere Tempel, für die man nochmals 20 Kilometer fahren muss, zu besuchen. So haben wir einfach alle kleineren Tempel in der Umgebung mitgenommen. Danach war dann auch gut :-).

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  6. Egal, in welche Kultur man Einblick nimmt, Prachtbauten zu errichten, war immer das Ziel der Menschen in der jeweiligen Kultur. Das erstaunt mich einerseits, andererseits zeigt es mir, dass die Menschen sich ähnlich verhalten.

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  7. Gabi sagt:

    Interessant und sehr beeindruckend auch die Fotos. Bin froh, dass Du nun wieder Platz hast und fotografieren kannst. Es wäre schade um diese Bilder gewesen.
    LG Gabi

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    • leonieloewin sagt:

      Danke liebe Gabi, aber so richtig Platz ist mit einem 8 GB Stick bei RAW Dateien noch nicht:-). Suche weiter nach Lösungen. liebe Grüße Leonie

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      • Gabi sagt:

        Da hast Du natürlich recht. Das ist nicht sehr viel.
        Hattest Du noch keine Gelegenheit um zu besserem Internet zu kommen?
        Und der Speicher von Deinem Laptop ist schon ganz voll?
        Womit fotografierst Du denn? Mit Handy oder einer „normalen“ Digikamera?
        Falls Du die Möglichkeit hast, Fotos in Google+ (Google-Konto) hochzuladen, dann bitte nicht vergessen bei den Einstellungen das Häkchen auf „in voller Auflösung hochladen“ zu setzen. Sonst werden die Fotos auf 2000 irgendwas verkleinert.
        Du hast irgendwo geschrieben, dass Du nicht weißt, wie Du Fotos in diese oder eine andere Cloud bekommst. Die Bilder müssen ja in irgendeinem Ordner abgelegt sein und von hier aus holst Du sie in die Cloud.
        Falls Du aber nur Apple Sachen hast – da kenne ich mich leider nicht aus.
        Du hast ja auch geschrieben, dass iPhoto nicht mehr geht. Brauchst Du das unbedingt?

        Ansonsten bleibt fast nur noch ein Stick, eine Festplatte, Fotos auf DVD brennen lassen oder eine neue Speicherkarte für die Kamera kaufen. Oder nicht mehr in RAW zu fotografieren.

        Wie lange bist Du denn noch unterwegs?

        LG Gabi

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        • leonieloewin sagt:

          Ich fotografiere mit einer Spiegelreflex und habe im Moment bereits von RAW auf Jpg umgestellt, so dass einige Fotos auf die Speicherkarte der Kamera passen dürften. Im Moment bin ich auf einer imsel und hier gibt es -soweit ich sehe- keine Speicherkarte o.ä.. Mein Notebook war zu schwer zum Mitnehmen, so dass ich wirklich nur Apple bei mir habe. Da das Internet auch sehr langsam ist, kann ich nur alles so lassen, wie es ist, wenig fotografieren und die restlichem Bilder erst zu Hause auf das Notebook bringen.
          Danke für all Deine Tipps. liebe Grüße Leonie

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  8. Vallartina sagt:

    Kannst Du Dir vorstellen, wie ich Dich nach all diesen Superberichten beneide ? !!!!

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