Lasko denkt im Januar – Wandern, gesegnetes Wasser und viel Wetter

Veröffentlicht: 29. Januar 2014 in Hiking, Hund, Lasko denkt 2014, LeoniesLeben
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Lasko ist zu müde zum Denken

Lasko ist zu müde zum Denken

Gestern: Wie Ihr sicher gemerkt habt, war ich im Januar unheimlich beschäftigt. Ständig sind wir wandern gegangen. Leonie hat ja gestern bereits einige Bilder und Berichte gezeigt. Erst waren wir eine Woche auf La Gomera und dann sind wir auf Teneriffa weiter gelaufen. Nicht dass ich nicht gerne wandern würde, ganz im Gegenteil. Ich bin immer noch ein Outdoorhund. Aber ich muss Euch sagen: Ich bin doch auch einfach nicht mehr der Jüngste. An einigen Abenden nach dem Wandern war ich so fertig, dass ich nur noch schlafen wollte. Gleich nach dem Wandern schlief ich schon im Auto ein und einmal sogar gleich auf der Straße (siehe Bild).

Zum Bloggen hatte ich keine Zeit. Auch keine Zeit zum Nachdenken. Keine Zeit für nichts. Und wenn ich morgens vorsichtig ein Auge aufmachte, wirbelte Leonie bereits  in der Wohnung herum und packte unsere Wandersachen ein. Früher bin ich bei dem kleinsten Anzeichen, dass es nun bald rausgeht, vor Freude fast an die Decke gesprungen. Doch auf La Gomera hatte ich nach dem dritten Tag so genug vom Wandern, dass ich mich unter dem Bett verkrochen haben. „Willst Du heute nicht mitwandern, Lasko?“ rief Leonie fröhlich unters Bett. Dabei wedelte sie mit meinem Geschirr in der Luft herum. Das sollte mich motivieren, aber auf das Geschirr könnte ich sowieso gerne verzichten. Ich bin doch kein Esel.

Ich war nur müde und hätte gut einen Tag Ruhe auf meiner Sonnenliege vertragen können. Aber als Leonie aus der Tür zum Wagen lief, mochte ich sie dann doch nicht allein gehen lassen. Wer weiß, ob es nicht auf La Gomera wilde Tiere gibt. Und wer soll auf Leonie aufpassen, wenn ich das nicht mache? So trottete ich brav hinter ihr zum Wandern her. Und stellt Euch vor. Die Zweibeiner liefen in der Woche über 90 Kilometer. Und ich lief bestimmt 130 Kilometer, da ich doch noch so einige Extrarunden rechts und links des Weges drehte.

Doch die Woche ging vorüber. Auf Teneriffa wanderten wir nur ein bisschen. Leonie musste sich sich um die Elektrik in der Wohnung und um den Wagen, der zum spanischen TÜV musste, kümmern. Da sie ansonsten viel am Schreibtisch saß, wollte ich nachdenken und bloggen. Doch ich war noch so geschafft von dem vielen Wandern, dass mir immer wieder die Augen zu fielen. Ob das auch am Alter liegt? Leonie meinte neulich, dass mein schönes gelb blondes Fell an einigen Stellen langsam weiß und grau würde. „Wir werden beide grau, Lasko“, lachte sie. Mhmm, bei Leonie sehe ich die grauen Haare. Bei mir nicht. Das ist sicher nur mein dänischer Winterpelz, der ein wenig von der Sonne ausgebleicht ist.

San Sebastian Fiesta

San Sebastian Fiesta

Ja, und dann waren wir noch auf der Fiesta de San Sebastian. Viele Menschen waren dort mit ihren Vierbeinern. Ich musste richtig aufpassen, dass ich nicht von einem der vielen Pferde getreten wurde. Die Menschen brachten die Tiere nach Adeje zur Messe, damit sie gesegnet werden sollten. Insbesondere Pferde, aber auch viele Esel, Schafe und Hunde waren dort. Habe mich ein wenig auf spanisch mit den anderen Hunden unterhalten und dann ein Bad genommen. Wenn das sogar noch ein gesegnetes Bad war, umso besser. Leonie meinte jedenfalls, dass so ein Bad im Atlantik ja nicht schaden könne. „Jedenfalls stinkst Du jetzt nicht mehr“, stellte sie gut gelaunt fest.

Sturm denkt die Hotelfassade ab

Sturm deckt die Hotelfassade ab

Und dann gab es hier auf Teneriffa am letzten Freitag noch einen ganz starken Sturm. Ein richtiger Wirkbelsturm mit Windgeschwindigkeiten von über 150 km/h. Es flogen Äste und Dachziegel durch die Luft. Von dem großen Hotel in unserem Ort ging die Fassade ab und riesige Aluminiumplatten segelten durch die Luft. Die ganze Nacht über hörten wir die Geräusche der  Platten, die sich nach und nach lösten. Das war selbst für mich mutigen Hund ein wenig beängstigend. Wir blieben den Tag über im Haus und machten es uns gemütlich. So konnte ich wenigstens endlich ausruhen.

Sturm

Sturm

Heute: Nun bin ich wieder gestärkt und gut ausgeschlafen. Jetzt könnte ich sogar wieder wandern gehen. Doch im Moment hat Leonie anscheinend wenig Zeit dafür. So komme ich endlich zum Nachdenken und Bloggen und kann den Januar noch einmal Revue passieren lassen. Jedenfalls für Euch, denn ich bin ja nur ein Hund, der im Hier und Jetzt lebt :-). Und im Hier und Jetzt hatte ich heute Morgen eine Begegnung mit einem Nachbarkater, der er sich einfach auf unserem Gartenstuhl bequem gemacht hatte. Der dachte gar nicht daran, weg zu laufen, als ich ihn anbellte. Der griff mich an und hätte mir fast seine Krallen durch das Gesicht gezogen. Glück gehabt, dass Leonie mich rechtzeitig zur Seite zog. So konnte auch Leonie mal auf mich aufpassen :-).

Morgen: Im Februar und März werden wir viel Besuch bekommen. Darauf freut sich Leonie sehr. Und ich freue mich noch mehr. Denn wenn Besuch kommt gibt es immer leckere Lammkoteletts oder andere Leckereien. Ab und zu gehen wir dann auch in unser Lieblingsrestaurant. Und auch da werde ich gut versorgt werden. Mhmmm, mir läuft schon jetzt vor Vorfreude das Wasser im Mund zusammen.

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Kommentare
  1. minibares sagt:

    Huhu Lasko, ich hatte dich schon vermißt.
    Prima, dass du endlich mal Zeit hast für uns hier im Bloggerland.
    Prima, dass du so schön viel gewandert bist, wenn du auch keine Lust hattest. Aber gut war es dann wohl nicht, nicht wahr?
    Von Leonie’s Ärger und Erfolg mit der Elektrik und dem Auto weiß ich inzwischen Bescheid.
    Das läuft ja alles bestens, hat deine Leonie gut gemacht.
    Und sie hat dich sogar vor dem Kater gewahrt.
    Gut, dass ihr beide euch habt.

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  2. Emily sagt:

    Im Hier&Jetzt-Moment ist es einfach am schönsten!
    Ich drücke euch die Daumen, dass der Sturm nicht zurück kehrt und ihr jetzt eine angenehme Zeit habt.
    Alles Liebe, Emily

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  3. „Aber als Leonie aus der Tür zum Wagen lief, mochte ich sie dann doch nicht allein gehen lassen. Wer weiß, ob es nicht auf La Gomera wilde Tiere gibt. Und wer soll auf Leonie aufpassen, wenn ich das nicht mache? So trottete ich brav hinter ihr zum Wandern her.“ – Lasko, das ist die edelste Einstellung, die ich je von einem Hund gelesen habe. 🙂 Ich bin beruhigt, dass du nicht nur an Lammkoteletts und so denkst.
    Bei der einen Bildunterschrift ist ein süßes Tippfehlerchen: „Sturm denkt Hotelfassade ab“ – ich wusste doch, dass Gedanken großes leisten können. 🙂

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  4. Vallartina sagt:

    Was ein Hundeleben! 😉 Frag doch bitte mal Lasko, ob er nicht mit mir tauschen möchte?

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  5. Gabi sagt:

    Ja, lieber Lasko. Das mit dem älter werden, da kann Dir Kira schon ein wenig ein Liedchen davon singen. Das was Du schaffst, würde sie nicht mehr so schaffen. Das heißt, wahrscheinlich schon, aber danach geht es ihr leider nicht mehr so gut. Das Alter, aber mehr die Probleme mit dem Bewegungsapparat machen ihr zu schaffen. Und nach längeren Spaziergängen mit laufen und so schläft sie auch schon sehr viel mehr und zeitweise braucht sie leider schon Schmerzmittel. Ich weiß ja nicht, wie alt Du bist. Kira wäre eigentlich noch gar nicht so alt. Im April wird sie 9.
    So ist das leider. Ich wünsche Dir aber noch viele schöne Wanderungen, aber auch immer genügend Zeit, um Dich ausruhen zu können. 🙂
    LG Gabi

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    • leonieloewin sagt:

      Lasko wird nächsten Monat 6 Jahre alt und man merkt ihm doch langsam das Älter werden an. Laut einer Umrechnungstabelle müsste er so um die 55 Jahre sein. Er überholt mich :-). Liebe Grüße und gute Wünsche auch für Kira Leonie

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      • Gabi sagt:

        Da ist leider so bei größeren Hunden. Sie werden ja viel schneller alt, als die Kleinen. Und von der Größe her sind unsere Zwei ja ziemlich ähnlich. Hab gerade nachgeschaut. 6 Jahre sind ca. 51 Jahre. Kira wird mit ihren 9 Jahren somit schon 69! Traurig ist das irgendwie. Und ja, so ab 6, 7 Jahren merkt man es ihnen tatsächlich schon langsam an. Und bei Kira mit ihren Gelenksproblemen hat sich da im letzten Jahr überhaupt einiges getan.
        Ist Lasko Dein erster Hund?

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        • leonieloewin sagt:

          Lasko ist mein erster Hund. Ich habe mir mein ganzes Leben einen Hund gewünscht, aber es passte nie, da immer mit Beruf und Familie so viel zu tun war. Kurz vor meinem 50. habe ich mir dann doch diesen Wunsch erfüllt und habe es keine Sekunde bereut. Wenn es so etwas wie einen Seelenhund geben sollte, von dem man nur einem im Leben begegnet, dann ist Lasko mein Seelenhund.

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          • Gabi sagt:

            Das glaub ich Dir aufs Wort.
            Und die Leute, die so etwas nicht verstehen können, die tun mir eigentlich leid. Sie wissen gar nicht, was sie da versäumen.
            Kira ist in meiner jetzigen Familie der zweite Hund. Aber ich bin mit Hunden aufgewachsen und es hatten sowieso immer mehrere Leute in meiner Familie und Bekanntenkreis Hunde. Sie gehören zu meinem Leben einfach dazu.
            LG Gabi

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  6. Lasko hat recht. Nach einer anstrengenden Wanderung ruht man am Besten aus,

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  7. Follygirl sagt:

    Ihr seid ja wirklich viel unterwegs… stelle ich mir doch auch anstregend vor.
    LG, Petra

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