Lasko denkt – Februar verschlafen ?

Veröffentlicht: 24. Februar 2014 in Hund, Lasko denkt 2014, LeoniesLeben, Tiere
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Lasko denkt

Lasko denkt

...und schläft

…und schläft

Gestern: Ich kann es gar nicht glauben, wie schnell der Februar an uns vorbei gerauscht ist. Nur noch wenige Tage und der März beginnt. Die Tage verflogen wie das wechselnde Wetter – einfach so an mir und Leonie vorbei. Die Zeit zog – zumindest gefühlt (sagt Leonie)  – schneller Richtung März als das wechselvolle Wolken- und Wetterspiel auf unserer Insel. Sonne, Sturm und Schnee – es fehlte uns im Februar  wettermäßig an gar nichts. Habe ich zu viel gearbeitet oder habe ich den Februar verschlafen? Oder wieso ist der nun schon wieder vorbei? Als Hund kann es mir eigentlich egal sein. Doch Leonie scheint sich sehr über die dahin rauschende Zeit aufzuregen. Beängstigt schaut sie ständig auf den Kalender, als wenn sie die Tage festhalten wollte. Ich weiß schon, warum ich mir in diesem Jahr erst gar keinen Kalender angeschafft habe.

Wasser und Wellen

Wasser und Wellen

Was war denn da noch im Februar? Eines morgens sichtete Leonie den Großsegler Alexander von Humboldt in der Bucht von  Los Gigantes. Sie freute sich und wollte ein Foto machen. Doch als sie ihre Kamera geholt hatte, hatte das Schiff bereits die Anker gelichtet und war in Richtung La Palma davon gesegelt. „Wie schade“, meinte Leonie. „Ich hätte doch so gerne ein Foto von dem schönen Schiff gemacht“. Ich habe keine Kamera und mache auch keine Fotos. Ich habe meine Erinnerungen im Kopf. Leonie reicht das nicht. Ich verstehe gar nicht, warum sie sich mit der vielen Fotografiererei noch mehr Arbeit macht. Im Kopf sind die Bilder doch gut aufgehoben. Und wenn sie mal weg sind – na dann können sie auch nicht so wichtig gewesen sein.

Als  wir eine Woche später unseren Morgenlauf machten, war die Alexander von Humboldt wieder in der Bucht. Dieses Mal lief Leonie ganz schnell nach Hause  zurück und holte den Fotoapparat. So, nun muss sie sich nicht mehr erinnern, denn sie hat das Schiff jetzt digital eingefangen.

Alexander von Humboldt vor Los Gigantes

Alexander von Humboldt vor Los Gigantes

Alexander von Humboldt vor Los Gigantes

Alexander von Humboldt vor Los Gigantes

Alexander von Humboldt vor Los Gigantes

Alexander von Humboldt vor Los Gigantes

Was war denn da noch im Februar? Leonie saß viel am Schreibtisch. Für meinen Geschmack viel zu lange. Ich lag zu ihren Füßen und schlief. Vielleicht habe ich deswegen den halben Monat verschlafen. Ich wartete, dass sie aufstehen und mit mir spazieren gehen würde. Das hat sie auch immer brav gemacht. Irgendwann.

Gewandert sind wir auch. Nicht so viel wie im Januar auf La Gomera. Aber wir waren mit unserem Besuch in der Masca Schlucht. Es war ein heißer Tag und so haben die meisten Bergwanderer nach der harten Wanderung erst einmal ein erfrischendes Bad in der Badebucht genommen. Auch wir hatten unser Bad. Der kleine Fels, an dem die Boote anlegen, war bis auf den letzte Platz mit Menschen gefüllt. Als wir dort standen und auf das Boot warteten, kam plötzlich eine Riesenwelle von vorne auf uns zugerauscht. Leonie sagte noch gerade: „Oh, die ist aber groß“. Doch ehe wir irgendwohin flüchten konnten, schwappte eine ganze Menge Wasser einfach über uns hinweg. Ich war erfrischt und Leonie war ein wenig erschrocken und von oben bis unten nass. Ich schüttelte mich. Leonie auch. Das half ihr aber nicht. Gut, dass uns die Riesenwelle nicht ins Meer gezogen hat.

vor der Mascaschlucht

vor der Mascaschlucht

Masca Badefels

Masca Badefels – hier wurden wir ordentlich nass

Gigantische Felsen

Gigantische Felsen

Finger und Felstore

Felstor und „Finger“

Auf der Rückfahrt wurde Leonie von der Sonne ein wenig getrocknet. Wir fuhren an den großen Felsen vorbei und schauten zu dem Felsen, der wir ein Finger aussieht und zu dem großen Felstor empor. Die Gegend kennen wir gut da gehen wir oft spazieren.

Ja, wir waren im Februar auch auf dem Großen und dem Kleinen Gala und recht häufig auf der Guama Spitze. Das sind alles Berge, die wir von zu Hause aus erreichen können. Unsere Sonntagsspaziergänge.  Doch einen Sonntag sind wir zu dem Vulkan Chinyero über Santiago del Teide gewandert. Das war recht beeindruckend, da der Spaziergang über riesige große dunkle Lavafelder ging. Blauer Himmel, der Teide im Hintergrund und der dunkle Chinyero vor uns. Allerdings meinen Pfoten hat das Vulkangestein nicht so gut gefallen. Das war ziemlich kratzig. Das nächste Mal ziehe ich meine Outdoorschuhe an. Ich fand die Runde um die blühenden Mandelbäume weitaus schöner.

Chinyero

Chinyero

Das Leonie im Februar viel zum Flughafen unterwegs war und im Kreis geritten ist, hatte ich ja schon erzählt. Das Kreis reiten hat sie nicht wiederholt. Ich hatte ihr doch gleich gesagt, dass das überhaupt nichts bringt. Manchmal scheint sie ja sogar auf mich zu hören. Sie war  noch einmal reiten. Und dieses Mal konnte ich mit reiten. Natürlich nicht auf dem Pferd, aber ich konnte raus aus dem Wagen und neben dem Pferd herlaufen. Die Pferde hießen Gomero und Sandokan. Mit Gomero, der von La Gomera stammt, konnte ich mich sogar ein wenig auf Spanisch unterhalten. Leonie übt und lernt auch jeden Tag mehr und mehr Spanisch. Oft meint sie, dass ihr dennoch immer noch alles Spanisch vorkomme. Was soll das heißen? Hat sie nicht genügend Spanisch gelernt? „Nee, leider noch nicht“, meint sie. Aber das Warten auf den Klempner, der die Wasserspülung reparieren soll, zieht sich schon wieder über Wochen hin. „Manana, manana…und wann kommt endlich jemand?“ stöhnt Leonie. Das kommt mir sehr sehr Spanisch vor!

Blick auf den Atlantik

Blick auf den Atlantik

Doch Leonie hat diesen Monat nicht nur Western reiten ausprobiert. Sie ist auch Rennrad gefahren. Mit Freunden aus ihrem Spanischkurs ist sie 50 Kilometer über die Insel gesaust und hat dabei über 1000 Höhenmeter gemacht. „Wie gut, dass ich da nicht mit musste“. Ich habe ein wenig auf dem Sofa gelegen und nachgedacht. Als Leonie zurück kam hat sie mir erzählt, dass sie über die halb fertige Autobahn oben über die Berge gefahren sei. „Dort gibt es keine Autos, aber eine fantastische Aussicht“, meinte sie. „Doch von dem schmalen Rennradsattel spüre ich ganz gut mein Hinterteil.“ Ich spüre mein Hinterteil nicht. Jedenfalls nicht schmerzhaft. Ich hatte auf meinem Sofa auch eine fantastische Aussicht. Ich schaute auf den Kühlschrank, der von Zeit zu Zeit geöffnet wurde. Und darin gibt es zurzeit ganz viel Fleisch. Und das Fleisch ist nicht für Leonie. Nein, das Fleisch ist für mich. Es hat sich in der Nachbarschaft langsam herum gesprochen, dass nun in der Straße neben vielen Katzen ein immer hungriger Labrador wohnt. Und wenn jemand Grillfleisch übrig hat oder andere Fleischreste, die er selber nicht mehr benötigt, bringt er sie zu Leonie. So habe ich fast täglich eine kleine Extraportion. Wie schön, dass es liebe Nachbarn gibt.

Und dann gab es im Februar noch ganz viele Geburtstagskinder. „Die sind alle unter dem Sternzeichen Fisch geboren“, sagt Leonie. Gibt es für Hunde auch Sternzeichen? Bin ich vielleicht ein Widderhund? Ich glaube nicht. Sternzeichen sind etwas für Menschen. Menschen scheinen etwas zu brauchen, mit dem sie sich über ihre Person hinaus identifizieren können. Über diesen Satz habe ich lange auf meinem Sofa nachgedacht .-). Hunde nicht. Hunde brauchen Fressen, einen warmen Lagerplatz, Auslauf und ein liebes Rudel. So genügsam sind wir. Dennoch noch einmal an alle Februargeburtstagskinder: HERZLICHE GLÜCKWÜNSCHE VON LASKO UND LEONIE

Heute: Ich habe auf der Terrasse geschlafen und dabei mit einem Auge die Papageien beobachtet, die krächzend auf der Palme saßen und anscheinend auf mein Futter aus waren. „He Jungs, das ist mein Fleisch. Riskiert ja keinen Sturzflug auf den Balkon“, habe ich ihnen zugebellt. Ich hoffe, dass sie sich daran halten. Ansonsten belle ich nicht. Ich bin ein recht ruhiger Hund. Ganz anders unsere beiden Nachbarhunde. Die regen sich den ganzen langen Tag über jede Bewegung im Garten auf. Sie kläffen und bellen und machen viel Radau. Die sind fast so laut wie die Bagger  und Lastwagen auf der Großbaustelle im Ort. Dort wird ein neuer Supermarkt gebaut. Der wird nun schon fast zwei Jahre lang gebaut. Ob der auch mal irgendwann fertig wird? Dann könnte Leonie mein Hundefutter gleich vor Ort kaufen und müßte dafür nicht immer 25 Kilometer weit fahren.

Baustelle im Ort

Baustelle im Ort

Morgen: Nun dauert es nicht mehr lange und wir bekommen wieder Besuch. Ob ich wohl einen Knochen bekomme?

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Kommentare
  1. minibares sagt:

    Mal wieder ein lebendiger Bericht.
    Mit Wasserwelle über alle, Wasserspülung kaputt.
    Lavawandern und pennen.
    Tollen Fotos, ach ja Reiten und mitlaufen.
    Alles da, so unwichtig war der Februar nun doch wohl nicht, lach.

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  2. Katja sagt:

    Tolle Fotos wieder mal. Ich hab so richtig Fern- und Meerweh bekommen. Aber am besten gefällt mir der dösende Lasko in der Sonne. 🙂

    Los Gigantes müssen ja wirklich gigantisch sein, wenn die AvH davor klein wie eine Nussschale wirkt.

    Liebe Grüße an euch beide!

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    • leonieloewin sagt:

      Ich denke, dass auch Lasko das Dösen in der Sonne am Besten gefällt :-). Die Giganten sind wirklich gigantisch. Die Guanchen, die Ureinwohner von Teneriffa, glaubten wohl seinerzeit, dass hier vor den Giganten die Welt zuende sei. Liebe Grüße von der Insel Leonie

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  3. Emily sagt:

    Der Februar ist ohnehin ein ganz kurzer Monat 😉
    Herrliche Bilder, liebe Leonie! Hab einen schönen Abend, Emily

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  4. Lasko ist ganz schön schlau und süß. 🙂

    Liebe Grüße,
    Martina

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  5. Follygirl sagt:

    Was für ein schönes Schiff, das ist sicher ein Erlebnis.
    Ja, auch hier war der Monat einfach so „weg“… weiß gar nicht wo er geblieben ist.. 😉
    LG, Petra

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  6. Gabi sagt:

    Lieber Lasko. Mir verfliegt die Zeit auch immer viel zu rasch. War eine gute Idee von Dir, dass Du Dir keinen Kalender angeschafft hast. 🙂
    Also faul wart Ihr auf keinen Fall. Ihr habt doch wieder ganz schön viel unternommen, was man auch an den schönen Bildern sieht.

    Zwei Jahre für einen Supermarkt? – Das kommt mir aber auch sehr spanisch vor. 🙂
    Und was lese ich da? Es wird eine Autobahn über die Berge geben?

    LG Gabi

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    • leonieloewin sagt:

      Die Autobahn 3/4 um die Insel herum gibt es schon eine recht lange Zeit. An dem restlichen 1/4 wird bereits sehr lange gebaut. Ein Teilstück soll noch in diesem Jahr eingeweiht werden. Allerdings fehlt anscheinend für weitere Arbeiten (Tunnelbau und Bergquerungen) das nötige Geld. Lasko stört das nicht so sehr :-). Und der lange Bau eines Supermarktes soll laut Aussagen von Einheimischen auch eher in die Rubrik normal gehören. Liebe Grüße Leonie

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