El Hierro – kleine grüne Insel im Atlantik – Impressionen

Veröffentlicht: 13. April 2014 in Leonies Leben 2014, LeoniesLeben, Natur, Reisen 2014, Spanisches Leben
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Nun bin ich wieder zurück auf der großen Insel Teneriffa. Eine Woche El Hierro liegt hinter mir. Eine ruhige Woche ein wenig ab von der „Zivilisation“. Eine interessante Woche, aber auch eine anstrengende Woche, denn in der Woche sind wir sieben recht anspruchsvolle Wanderrouten abgegangen.  Selbst Lasko kam dabei an seine Grenzen. Er wollte nicht mehr weiter und legte sich unter einen Busch in den Schatten. Wir mussten stoppen, Lasko ordentlich mit Wasser versorgen  und ein wenig im Schatten ausruhen. Doch dann ging es weiter. Und auch Lasko war wieder fit. Zum Glück konnte er ab und zu ins Meer springen, um sich ein wenig Abzukühlen. Am Ende der Woche hatte ich so viele neue Eindrück gesammelt, dass ich froh war, dass ich auf El Hierro fotografiert hatte und mich so ein bisschen besser orientieren kann (wo war eigentlich noch was?). Jetzt geht es an das Sortieren der Bilder, und der gesammelten Streckeninformationen.  Und wenn dann die neuen Routenbeschreibungen fertig sein werden, werde ich sie auf Noticias oder auf Hiking Tenerife veröffentlichen.

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Wandern über Felsbrücken und über tiefe Löcher – auch Geysire sind auf El Hierro keine Seltenheit

Fels und tiefe Löcher

Felsspalte

Gute Ausschilderungen in den Dörfern

Gute Ausschilderungen in den Dörfern

hübsche Dörfer

Wanderweg zwischen Berg und Meer

viel Grün

viel Grün

Pozo de Las Calcosas

Pozo de Las Calcosas

Bad im Naturpool

Bad im Naturpool

Vorab für Euch ein paar Infos und Fotos von der kleinsten der kanarischen Inseln, die nur  ca. 10.000 Einwohner hat und 270 Quadratkilometer groß ist. El Hierro wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Bioshärenreservat erklärt. Seit Mitte 2013 wird die elektrische Energie der Insel vollständig durch Windenergie erzeugt. Und auch viele andere innovative Projekte machen die kleine Insel zu einem Musterbeispiel für Natur- und Umweltschutz.

Valverde - eine kleine Hauptstadt

Valverde – eine kleine Hauptstadt

Spielerei im Steinen

Spielerei im Steinen

Steilküste

Steilküste

Stadium in Lava

Stadium in die Lava und aus Lava gebaut

Lavamuster

Lavamuster

Restinga - Städtchen im Süden

Restinga – Hafenstädtchen im Süden

Die Inselhauptstadt Valverde, die auf 600 Höhenmetern zu finden ist, erinnert mehr an ein kleines Dorf als an eine große Stadt. 1600 Einwohner, eine wunderschöne Plaza mit Kirche und Rathaus im altkanarischen Stil. Eine lange Hauptstraße mit vielen kleinen Geschäften ist auch im Ort zu finden. In einem dieser  kleinen Lädchen habe ich mir einen kanarischen Wanderstab Art gekauft. Nun fällt das Wandern noch ein wenig leichter :-). In Valverde –  wie überall auf der Insel – gibt es viele nette kleine Bars und Restaurants, in denen die Einkehr lohnt. Das Essen ist lecker und abwechslungsreich und die Preise sind mehr als moderat. Touristen trifft man auf der Insel kaum an. Massentourismus und große Hotels gibt es nicht. Dafür viele individuelle Unterkünfte, wie zum Beispiel die kleine Ziegenfarm Finca La Paz, auf der der Käse täglich frisch aus eigener Produktion hergestellt wird. Doch auch der Individualtourismus ist auf El Hierro ziemlich eingebrochen. Nicht nur die allgemeine Krise hat die Insel erwischt. Hinzu kamen die vulkanischen Aktivitäten der letzten Jahre, die mehr und mehr potentielle Urlauber verschreckten. So ist hier die Arbeitslosigkeit und insbesondere die Jugendarbeitslosikeit erschreckend hoch. Immer mehr Bewohner können sich kaum noch leisten, Lebensmittel einzukaufen und steigen gezwungenermaßen auf Eigenproduktion auf. Die Ziegen liefern Milch und Käse und die im Garten gehaltenen Hühner die Eier.

Blick auf Las Playas aus der Höhe

Blick auf Las Playas aus der Höhe

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fertig vom Wandern

fertig vom Wandern

Abendwolken

Abendwolken

El Golfo - Blick vom Malpaso

El Golfo – Blick vom Malpaso

Malpaso - der Gipfel

Malpaso – der Gipfel

Die Besucher, die in dem kleinen Fährhafen im Norden anlanden, sind daher zur Zeit überschaubar. Die Menschen auf El Hierro sind freundlich und Besucher sind überall willkommen. Für Touristen werden gerne Informationen bereit gestellt. Die Wanderwege sind gut ausgezeichnet. Am Wegesrand befinden sich für interessierte Leser häufig Informationen auf großen Holztafeln. Sehr angenehm auch, dass es an vielen Punkten der Insel freies W-Lan gibt. Dadurch war ich ab und zu doch mal am Netz :-).

grünes Hochland

grünes Hochland

Abkühlung für Lasko

Abkühlung für Lasko

über den Wolken

über den Wolken

Mirador de la Pena

Mirador de la Pena

Blick auf La Palma

Blick auf La Palma

Grünes Hochland

Grünes Hochland

Die kleine Insel ist sehr grün, was natürlich auch bedeutet, dass es hier sehr häufig regnet. Wir hatten in der letzten Woche großes Glück. Kein Regen, sondern nur ab und zu ein paar durchziehende Wolkenfelder. Selbst auf dem höchsten Berg der Insel, dem Malpaso (1501 Höhenmeter) herrschte klares Wetter und Sonnenschein und eine fantastische Fernsicht.

Mirador de Jinama

Mirador de Jinama

Wolken an der Abbruchkante

Wolken an der Abbruchkante zu El Golfo

Grünland und Wolken

Grünland und Wolken

Tierfütterung auf der Finca La Paz

Tierfütterung auf der Finca La Paz

hausgemachter Käse

hausgemachter Käse

Mirador de la Pena

Mirador de la Pena

Richtige Strände gibt es auf El Hierro nur wenige, wie im Westen den Playa del Verodal. Dafür allerdings viele Stellen, an denen Naturpools in die Felsen gebaut sind. Bei starker Brandung und hohen Wellen ist es im Küstenbereich oft ein wenig unheimlich. Große schwarze Felstore, tiefe Löcher und dunkles Vulkangestein bestimmen den Küstenbereich. Auch Geysire gibt es hier. Ein einsames kleines Hotel hoch über den Felsen, bei dem die Wellen häufig bis vor die Hoteltür schlagen.

Interessant auch die Ansiedlung Pozo de Las Calcosas. Sie liegt im Norden der Insel. Man erreicht sie über eine steile Felstreppe, die quer durch den Hang zur Küste herunter läuft. Der ganz Ort wirkt wie eine Geisterstadt, denn nur im Sommer sind die Häuser bewohnt. Im restlichen Jahr ist der Besucher allein und hat auch die großen Naturbecken für sich allein. Auch Felshöhlen, wie Charco Azul sind sehenswert. Wunderschön auch am Westende an der Punta la Dehesa eine kleine verlassene Hütte, in der „Kunst“ ausgestellt ist. Aus Strandgut sind Figuren und Muster und lustiges Mobiles geformt. Darüber werde ich noch gesondert berichten.

Las Puntas

Las Puntas

El Hierro Punta Grande_22_540x360 El Hierro Punta Grande_15_540x360

Strand von Mocanal

Strand von Mocanal

Steilküste im Süden

Steilküste im Süden

der Hafen

der Hafen

Ganz anders sieht El Hierro in der Höhe aus. Es gibt eine Region mit Nebelwald, in dem alles grün und mit Farnen überzogen ist. Darüber befindet sich die Region mit ausgeprägtem großen Kiefernwald. Und zwischen diesen Zonen auf dem Hochland befinden sich endlos grüne Weiden, die mit Natursteinen eingezäunt sind. So stelle ich mir Irland oder das schottische Hochland vor. Hier ziehen häufig Wolken durch. Auf den Wiesen sieht der Wanderer Pferde, Kühe, Schafe und viele Ziegen. Und bei stundenlangen Wanderungen trifft man so gut wie niemanden. Eine andere Welt.

wandern an der Küste - Las Puntas

wandern an der Küste – Las Puntas

La Dehesa - Sandwege an der Westküste

La Dehesa – Sandwege an der Westküste

Arco de la Tosca - das größte Felstor auf der Insel

Arco de la Tosca – das größte Felstor auf der Insel

einsames Hotel

einsames Hotel auf den Klippen

und auch Katzen gibt es auf der Insel

und auch Katzen gibt es auf der Insel

Lasko vor einem kleinen öffentlichen Museum

Lasko vor einer Galerie

Playa del Verodal

Playa del Verodal – Lasko allein am Strand

Felsen und Brandung

Felsen und Brandung

Charco Azul - die Felshöhle

Charco Azul – die Felshöhle

ausruhen am Strand

ausruhen am Strand

Wanderweg zur Küste

Wanderweg zur Küste

Fischer an der Westküste

Fischer an der Westküste

Soweit die ersten Eindrücke von El Hierro – eine kleine Insel, die wirklich eine Reise wert ist.

 

Sonnenuntergang - las Puntas

Sonnenuntergang – las Puntas

 

 

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Kommentare
  1. minibares sagt:

    Da wart ihr ja arg hoch, dass die Wolken bei euch waren. Lava, die schaut interessant aus.
    Dieser Weg zum Strand mit der geländerartigen Befestigung ist genial.
    Lasko hatte es nicht leicht mit euch da oben, lach.
    Die Berge können aber auch steil sein.
    Ein toller Bericht.
    Liebe Grüße
    Bärbel

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  2. inschweden sagt:

    Liebe Leoni!
    Durch Deine Erzählungen haben wir richtig Sehnsucht nach einer Wanderwoche auf den kanarischen Inseln bekommen. Heuer zwar sicher nicht mehr aber schauen wir mal wie es nächstes Jahr aussieht. Seufz… 🙂
    Liebe Grüße aus dem Norden, claudia

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  3. Nicht nur der leckere Käse macht Appetit auf mehr.

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  4. Elvira sagt:

    Mir gefällt am besten das Grün, die Blumen, die Ruhe. Nun sind es schon drei Dinge, die mich an dieser zauberhaften Insel reizen. Und diesen hausfabrizierten Käse würde sogar ich probieren. Danke für diese ersten Eindrücke!
    Liebe Grüße von Elvira

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    • leonieloewin sagt:

      Liebe Elvira, freut mich, wenn Dir die ersten Eindrücke gefallen. Die kleine Insel ist wirklich sehenswert. Allerdings gibt es tatsächlich nur Natur, Natur und Natur. Mir gefällt das. liebe Grüße nach Berlin Leonie

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  5. Diva sagt:

    Ich würde zu gerne mitwandern! 🙂 Liebe Grüsse Anja

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  6. Katja sagt:

    Danke für’s Mitnehmen, liebe Leonie! Das sind tolle Bilder und Eindrücke, die du uns mitgebracht hast. 🙂

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  7. Vielen Dank, dass Du auf meiner Seite warst…..Nun habe auch ich Deine Seite besucht….Du machst sehr schöne Fotos! Ich wünsche Dir ein Frohes und sonniges Osterfest, Kerstin

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  8. Emily sagt:

    Der Wanderweg zur Küste ist traumhaft schön! Ich hoffe, du hattest schöne Ostern, liebe Leonie!
    Herzliche Grüße, Emily

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  9. Emily sagt:

    PS. Wenn ich deine Bilder sehe, denke ich auch, dass diese Insel eine Reise wert ist!

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  10. Michael sagt:

    Vielen Dank für den Bericht und die tollen Bilder … ich träume schon so lange von einem Besuch dieser schönen Insel …

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  11. […] Mit der Gelben Eule geht es wieder nach Island (3. Teil) und Leonie entführt uns nach El Hierro. […]

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  12. sl4lifestyle sagt:

    Danke, Leonie, fürs Folgen meines/unseres Blogs.
    LG
    Sabine mit Gaston (Gaston, der Vizsla!!)

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  13. Gabi sagt:

    Ich hab den Beitrag schon vor längerer Zeit geliked. Wollte noch was dazu schreiben und seitdem irgendwie nicht dazu gekommen. 🙂
    Die Bilder sind einfach herrlich. Da möchte man auf der Stelle seinen Koffer packen und hinfliegen.
    Diese Insel dürfte wirklich eine Reise wert sein.
    LG Gabi

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  14. Pit sagt:

    Danke fuer diesen hochinteressanten Bericht,
    Pit

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