Meine eigenen Wege

Veröffentlicht: 7. August 2014 in Foto und Geschichten, Leonies Leben 2014, LeoniesLeben, Reisen 2014
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Heinz Rudolf Kunze beschreibt in seinem Song „Meine eigenen Wege“ die eigenen Wege, die schwer zu beschreiben sind. Denn – so Kunze – man versteht sie ja erst beim Gehen. So wie in diesem Song kam mir mein Weg in diesem Sommer vor. Und ich hoffe doch sehr, dass ich ihn beim Gehen verstanden habe.

Als ich von Teneriffa nach Deutschland flog, hatte ich einige Pläne und Vorhaben im Gepäck. Ich wusste ziemlich genau, was ich alles erledigen wollte und machte mich gleich am ersten Tag in Deutschland an die Arbeit. Einiges von dem „Vorgenommenen“ gelang. Doch gerade in den großen Dingen kam es dann doch ein wenig anders, als ich mir das ursprünglich so vorgestellt hatte. Meine Projekte nahmen mehr Zeit in Anspruch, als ich für sie eingeplant hatte. Termine wurden verschoben. Unerwartete Ereignisse „überfielen“ mich. Es gab in deren Folge neue Dinge zu erledigen. Daneben im persönlichen Bereich Ärger und einigen unschönen und vor allen Dingen unnötigen Stress. Meine Vergangenheit holte mich ein.
Und so vergingen Stunde um Stunde und Tag um Tag. Ende Mai bis Anfang Juni besuchte ich noch andere Blogs und nahm mir fest vor, endlich einmal ein Lebenszeichen von Lasko und mir in die virtuelle Welt zu senden. Doch auch dieses Vorhaben verschob sich von Woche um Woche. Und nach einiger Zeit Blogabstinenz überfiel mich eine Art Sprach- und Schreiblosigkeit. Auch wenn ich es vorhatte – ich bekam einfach im Blog keinen Neustart hin. Plötzlich fragte ich mich, warum ich überhaupt blogge und ob das Bloggen Sinn macht. Doch anders herum gefragt: was macht für mich schon Sinn, wenn nicht bloggen? Aber anstatt einfach wieder los zu legen, überlegte ich, was ich schreiben könnte. Nichts schien mir geeignet oder gut genug. Und so blieb mir nichts anderes übrig, als die schreiblose Zeit einfach hinzunehmen. Wahrscheinlich gab es für mich wichtigere Dinge zu erledigen. Vielleicht.
Lasko und ich fuhren in diesem Sommer von Bonn nach Freiburg, München, Bremen, in meine alte Heimat nahe Worpswede und an den Limfjord nach Dänemark. Doch in diesem schönen warmen Sommer hatte selbst Lasko keine Zeit (oder war er nur zu faul?) zum Denken. Dann passierte in der Familie ein Trauerfall. Abschied – auch von einem sehr alten Menschen – macht immer wieder sehr traurig und konfrontiert uns mit der eigenen Endlichkeit des Daseins.
So ging ich in diesem Sommer meine eigenen Wege, die mich immer mehr von der virtuellen Welt entfernten. „Finde ich überhaupt einen Weg zurück und will ich das?“ fragte ich mich manchmal. Doch ein Leben ganz  ohne bloggen kann ich mir im Moment jedenfalls auch  nicht vorstellen. Doch je mehr Zeit verging, desto schwerer schien mir der Weg zurück. „Kommen „wir“ der Bloggerwelt abhanden?“ fragte ich mich immer häufiger. Doch heute weiß ich: Nein, das tun wir nicht.
Heute sind wir zurück. Ob ich es schaffen kann, alle Eure Blogs „nachzulesen“? Wohl kaum – doch ich werde mich bemühen.
Und während ich mich durch viele Blogs durcharbeiten werde, hier für Euch ein kleiner virtueller Überblick über unseren warmen Sommer in Deutschland und Dänemark.

Welt der Antarktis im Loropark auf Teneriffa

MAI – Welt der Antarktis im Loropark auf Teneriffa und dann Abflug ins zunächst kalte Deutschland

Pfingsten - Kölner Eisenbahnbrücke mit vielen menschen und Schlössern

Pfingsten – Kölner Eisenbahnbrücke mit vielen Menschen und Schlössern – nun ist es auch in Deutschland heiß

JUNI - Schönes Wetter im Rheintal

JUNI – Schönes Wetter im Rheintal

JULI - Lasko ist es in Freiburg zu heiß und er genießt das freie Kinderbett

JULI – Lasko ist es in Freiburg zu heiß und er genießt das freie Kinderbett – leider nicht um zu denken 🙂

JULI - Lasko bei sommerlichen Temperaturen in der Isar

JULI – Lasko bei sommerlichen Temperaturen in der Isar

JULI - Das deutsche Segelschiff Landrath Küster gerät auf dem Weg zur Hansesail in Rostock in Dänemark auf eine Sandbank und muss frei gezogen werden

JULI – Das deutsche Segelschiff Landrath Küster gerät auf dem Weg zur Hansesail in Rostock in Dänemark auf eine Sandbank und muss frei gezogen werden

August - Besuch bei den Bremer Stadtmusikanten

August – Besuch bei den Bremer Stadtmusikanten

August - Besuch in der Heimat - Torfkahn auf der Hamme in Worpswede -

August – Besuch in der Heimat – Torfkahn auf der Hamme in Worpswede –

jeden Tag und noch möglichst lange - Sonnenuntergang Limfjord

Jeden Tag einmal und bitte noch möglichst lange – Sonnenuntergang am Limfjord

Meine eigenen Wege – Songtext Heinz Rudolf Kunze

Kannst Du mir noch folgen?

Kannst Du mich noch sehn?
Ich hab’s tatsächlich riskiert,
Dir den Rücken zuzudrehn.
Doch so wahr ich jetzt hier stehe:
ich bereue keinen Schritt.
Und so wahr ich weitergehe:
Meine Zeit mit Dir kommt mit.Ich geh meine eigenen Wege,
ein Ende ist nicht abzusehn.
Eigene Wege sind schwer zu beschreiben,
sie entstehen ja erst beimGehn.Schau, die große Karawane
zieht vorbei im alten Trott.
Für Kamele gibt’s Gebete,
für die Reiter einen Gott.
Von Oase zu Oase
jede Nacht ein neuer Tanz.
Nie verlassen sie die Wege
des geringsten Widerstands.

Ich geh meine eigenen Wege,
welcome to this One Man Show!
Ich geb mir die Sporen, sonst bin ich verloren,
volles Risiko.

Ich geh meine eigenen Wege,
ein Ende ist nicht abzusehn.
Eigene Wege sind schwer zu beschreiben,
sie entstehen ja erst beim Gehn.

 

Und ein Ende ist noch nicht abzusehen 🙂

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Kommentare
  1. Diva sagt:

    Huhu. Schön wieder etwss von Euch zu lesen. Liebe Grüsse Anja

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  2. Willkommen zurück! Schön, dass Ihr wieder da seid. Und Lasko hat recht, bei so einer Hitze denkt man nicht. 🙂

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  3. minibares sagt:

    Hallo ihr beiden, wie schön, endlich wieder von euch zu lesen.
    Da ist ja viel passiert, auch nicht so Gutes. Doch das menschliche Leben ist nun mal endlich, wenn es auch noch so weh tut.
    Da fällt mir das Lied ein: Wir sind durch Deutschland gefah-aren, vom Meer bis zum Alpensee, wir haben noch Wind in den Haaren, den Wind von den Bergen und Seen.
    Bei dir war es nur umgekehrt, von den Alpen bis ans Meer.
    Euch beiden alles, alles Gute
    wünscht Bärbel

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  4. the funniest dog & cat reading to each other in august..lol

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  5. Frau Tonari sagt:

    Hach, gerade freue ich mich, dass der Feadreader aufblitzt.
    Wie schön, mal wieder ein paar Zeilen zu lesen und Bilder zu betrachten
    Weißt Du, ich glaube, dass jede(r) mal eine Blogkrise und Schreibblockade hat.
    Das ist auch gut so, denn schließlich soll es Freude machen und kein Zwang werden.
    Wenn dann mal das analoge Leben wichtiger ist oder den ganzen Raum fordert ist auch das gut und richtig.

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  6. Gabi sagt:

    Ich freue mich sehr, wieder was von Euch zwei zu lesen.
    Das mit dem Trauerfall tut mir sehr leid. Kann ich mir vorstellen, dass man da auch nicht gerade „einen Kopf“ fürs bloggen hat.
    Ansonsten glaube ich, dass wir uns alle immer wieder mal fragen, ob es Sinn macht zu bloggen, ob man es braucht, ob man überhaupt will usw. Und ich denke, dass jeder auch mal eine Auszeit davon braucht. Vielleicht wegen Schreibblockade oder weil es einfach die Zeit und die Umstände so mit sich bringen. Eine Pause so ab und an mal schadet ja nicht, auch wenn man danach oft wieder ein Weilchen braucht, um wieder „rein zu kommen“. Und ja, den Anfang hast Du ja nun gemacht. Und alles nachlesen, das wird sicher zu viel.
    Ach ja, und auch Lasko hat sich mal eine Denkpause verdient. 🙂
    Und ich wünsche Dir alles Gute und dass in nächster Zeit wieder alles besser läuft.

    LG Gabi

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  7. Schade, jetzt wollte ich mal den neuen Kopfhörer probieren, aber bei mir sagt das Video, dass es in Deutschland nicht zur Verfügung steht.
    Dein Weg wird sich jetzt oder später als richtig erweisen. Vielleicht musst du ihn an manchen Stellen korrigieren, ein wenig vielleicht nur, aber du wirst ihn gehen, da bin ich mir ganz sicher.

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  8. Elvira sagt:

    Ich habe ab und an Deine, fotografisch festgehaltenen, Wege auf Flickr verfolgt. Eben habe ich mir die gescannten Fotos angesehen. Und ich dachte daran, wie ich vor vier Jahren, nach dem Tod meiner Mutter, die alten Fotos eingescannt habe. Ich dachte an diesen Gefühlsmix aus Trauer, Liebe, Fassungslosigkeit und an das Lachen mitunter bei manchen Bildern. Wie sie sich ähneln, die Familienfotos dieser Generation. Und doch ist jedes Leben, jede Beziehung, einzigartig.
    Heute las ich einen Artikel, den ich Dir sehr ans Herz legen möchte:
    http://annaschmidt-berlin.com/2014/08/07/generationswechsel/
    Ich schicke Dir ganz herzliche Grüße!
    Elvira

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  9. Isabella sagt:

    Es freut mich sehr, wieder von euch zu lesen … nach oder auch noch während einer Auszeit vom Bloggen. Ich glaube, jeder von uns kennt solche Lebensphasen in denen man Sinn / Möglichkeiten / Ausrichtungen hinterfragt und neu bewertet.
    Ich wünsche Dir für die kommende Zeit alles Gute und bin gespannt, wie es hier weiter geht.

    Liebe Grüße,
    Isabella

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  10. Follygirl sagt:

    Freut mich wirklich das es Euch gut geht.. da war ja einiges los.
    Bloggen.. ja ich könnte es auch nicht aufgeben… zumindest nicht jetzt…. man sollte natürlich Spaß daran haben.. dann läuft es fast ganz von allein. 🙂
    LG, Petra

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  11. Katja sagt:

    Liebe Leonie, schön, dass du wieder da bist! 🙂
    Liebe Grüße an dich und kraul Lasko bitte von mir hinterm Ohr.

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  12. Emily sagt:

    Ganz liebe Grüße zu dir, liebe Leonie 🙂 Und zu Lasko natürlich!

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  13. Hey schön, dass ihr zurück seid! Ich habe immer wieder geguckt, ob es was Neues gibt und habe gehofft, dass du das bloggen nicht aufgegeben hast :)! Freut mich, dass es nicht so ist!

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  14. So ist das manchmal. Man nimmt sich ein ambitioniertes Programm vor und muss bald erkennen, dass zunächst unbekannte Parameter eine Rolle in dem Spiel haben und den eigenen Weg erschweren oder verzögern. Und schon ist der Zeitenplan im Verzug. Da hilft wohl nur den Weg trotzdem weitergehen.

    Ob bloggen Sinn macht? Eigentlich nicht. Man tut es, weil man Zeit und Ideen hat. Hat man eine Schaffenspause erreicht, gewollt oder ungewollt, wartet man, bis die Ideen wieder sprudeln. Wie oft erlebe ich es, dass mir tagsüber die tollsten Ideen in den Sinn kommen, abends daheim am PC fällt mir mitunter partout nicht mehr ein, was mich morgens oder mittags bewegte.
    Beim Bloggen kan man wirklich sagen, der Weg ist das Ziel. Egal, wie viele Windungen der Weg hat.
    Einen Königsweg gibt es allerdings auch nicht.

    Liebe Grüße, Charles

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  15. Ich freue mich sehr, wieder von dir (euch) zu lesen – auch wenn die Lage für dich vielleicht immer noch ungeklärt ist und sich auch die Art und Weise des weiteren Bloggens erst mit der Zeit ergibt. Glaub mir, das ist keine vertane Zeit! Das mit sich Ringen, Überlegungen wälzen, Zweifel haben, im Kopf leer sein, Änderungen planen, Dinge in Frage stellen (ganz allgemein und auch auf das Bloggen bezogen) ist Teil des Werdens neuer „Sachen“. SInd Entwicklungen. Sind Teil der eigenen Wege, die man geht. Es gibt eben nicht nur die geraden Autobahnen, es gibt auch die kurvenreichen Bergstrecken und nicht selten Sackgassen. Für manchen heißt es dann halten oder wenden, andere wechseln einfach die Fortbewegungsart (das Fahrzeug) und kommen so weiter.

    LG Michèle

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  16. sl4lifestyle sagt:

    Es ist immer gut, mal zu reflektieren, was man will und was nicht. Die Auszeit hat Dir/Euch sicher gut getan. Schön, dass Ihr nun zurück seid!
    LG
    Sabine

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  17. Traveller sagt:

    seltsam, auch ich habe mir in den letzten Wochen (Monaten?) die Frage gestellt, ob ich weiter bloggen werde, habe ein Stück weit Abstinenz geübt und mit dem Neustart „gekämpft“

    vielleicht brauchen wir das ab und zu, diesen Abstand, dieses Überdenken
    und schön, dass du jetzt wieder da bist

    lieben Gruß
    Uta

    P.S.: ich war vor zwei oder drei Jahren in Worpswede und habe es sofort geliebt

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    • leonieloewin sagt:

      Da ist was dran. Mal sehen, ob ich da bleibe oder wohin die Wege führen. Worpswede finde ich auch immer wieder schön. Auch dort gibt es viele „Wege“ ins Moor oder über den Weyerberg. liebe Grüße Leonie

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  18. Ich glaube, das ist einerseits das Schöne im Leben. Dass es nicht stillsteht. Dass es uns immer wieder Möglichkeiten und Chancen aufzeigt. Und das es dann an uns liegt, diese zu ergreifen oder auch nicht. Chaos im Kopf ist eine fantastische Möglichkeit, einmal etwas völlig Neues ins Auge zu fassen und alles vorhandene neu zu sortieren. Das sage ich jetzt aus Erfahrung.
    Denn ob etwas gut oder schlecht war, weiß man sowieso erst hinterher. So ist es bei allem, was im Leben passiert und wofür man sich entscheidet.
    Und Planungen sind sowieso nur für das Ungefähre. Denn man weiß nie, was kommt. Denn ( siehe oben) das Leben steht nie still.
    LG von Rosie

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