Lasko denkt – fliegende Teppiche und Flugzeuglärm in der Luft

Veröffentlicht: 7. September 2014 in Lasko denkt 2014
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Lasko denkt

Lasko denkt und bleibt auf dem Teppich

 Gestern: Der Sommer verfliegt und ich döse auf meinem Teppich und schaue zu. Manchmal denke ich, dass ich einen fliegenden Teppich bräuchte. Dann könnte ich vielleicht mit der verfliegenden  Zeit mithalten. Doch will ich das wirklich? Ich werde nämlich ganz langsam ein wenig älter und gelassener. Und wie sich das für einen „alten Herren“ gehört,  nehme ich die Dinge ganz allmählich  auch ein wenig ruhiger und gelassener. Nur wenn es um das Fressen oder um  „Raus gehen“ geht. Da gibt es noch immer für mich kein Halten mehr. Impulskontrolle? Null! Da ist die Grenze meiner Gelassenheit erreicht. Aber Hund kann ja nicht nur gelassen sein, oder?

Diesen Sommer war ich in Bonn, Freiburg, München und Dänemark. Überall neue und andere Gerüche. Und selbst wenn ich die Orte langsam alle kenne, immer wieder alles neu und aufregend. In München und Dänemark war so schönes Wetter, dass ich im See und im Fjord baden konnte. In Bonn kam das Wasser in diesem Sommer eher von oben. Da wurde ich jeden Morgen bereits bei unserem Morgenlauf nass und Leonie fluchte vor sich hin, da ich nicht nur nass, sondern auch richtig schön voll Schlamm war.

Einmal hat mich Leonie für eine Weile in Dänemark allein gelassen. Da dachte ich schon, dass es nun wieder so geht, wie im letzten Jahr. Leonie schaut sich die Welt an und ich muss mich mit dänischen Poelsern begnügen. Nee, das war ein Scherz. Dänische Poelser schmecken gar nicht so übel. Und Leonie fuhr auch nicht nach Vietnam, sondern nur nach Bremen. Nach wenigen Tagen war sie wieder da und zeigte mir Bilder von den Bremer Stadtmusikanten. Ein tolles Märchen. Das würde mir auch gefallen, laut zu bellen, Räuber zu verjagen und ein Haus zu besetzen. Na ja, was nicht ist, kann ja noch werden.

Und gestern ist Leonie tatsächlich in die Luft gegangen. Sie regt sich ja ab und zu ein wenig auf. Zugegebenermaßen kann das auch schon mal über mich sein. Zum Beispiel als ich in München an der Isar einem Mann sein Grillfleisch vom Grill weggeschnappt habe. Ehrlich gesagt, schämt Leonie sich dafür mehr als ich. Doch vergessen wir die dunkle Vergangenheit.

Gestern waren wir in Dierdorf auf einem Flughafenfest. Ich fand das Fest nicht besonders witzig. Es war dort nur und überall laut.  Hoch über uns dröhnten Flugzeuge. Motorsegler, Oldtimer und ganz viele laute kleine und große Modellflugzeuge. Was ist daran bitte Fest? Erst dachte ich, dass ich den kleinen Modellflugzeugen hinterher laufen könnte. Die sehen nicht so stabil aus. Ich stellte mir vor, wenn ich die schnappen würde. Ein Biss….und Ruhe ist. War nicht. Leonie nahm mich an die Leine als wir uns den Modellen näherten. Hatte ich doch gerade so schön auf der Wiese gespielt und Mäusegänge ausgegraben. „Spielverderberin!“ Doch es kam noch schlimmer. Leonie wollte unbedingt mitfliegen. Eine Stunde lang verschwand sie vor meinen Augen im Himmel. Zum Glück erwischte sie nicht so ein Flugzeug, dass – wie die Kunstflieger – einen Looping drehte. Mir wurde ganz schlecht. Da konnte ich nicht mehr hinsehen. Ihr könnt Euch ja die Diashow am Ende ansehen. Ich brauche das wirklich nicht. Viel Lärm um nichts.

Doch ganz zum Schluss wurde es doch noch ein richtiges Fest. Während Leonie und ihre Freunde am Tisch saßen und eine Bratwurst verspeisten, konnte ich unter dem Tisch abräumen. Da lagen Wurstreste, Pommes und dank meiner guten Nase fand ich sogar ein dickbelegtes Brötchen. So war ich am Ende doch noch ein wenig mit dem Krach in der Luft  versöhnt. Und noch eine neue Erkenntnis hat mir der Tag gebracht. Ich weiß, dass ich ganz bestimmt  keinen fliegenden Teppich brauche.

 

Modell mit Modellfliegern

Die Modellfliegern passen gut auf ihre Flieger  auf – schade.

Fl awa

Abflug für Leonie

in luftiger Höhe

Looping ohne uns

Heute: Heute waren wir auf einem Flohmarkt. Zum Glück gab es neben alten Sachen auch noch genügend neues Essen. Ich hatte schon Angst, dass die vielen Speisereste, die ich überall unter den Ständen entdeckte, auch antik waren. Waren sie dann aber zu meiner Beruhigung nicht. Leonie schaute sich alte Spiegel an. Und wir spiegelten uns ein wenig. Ich schaute in die Spiegel um vielleicht noch weitere Speisereste sozusagen im Rückspiegel zu entdecken. Doch dann sah ich tatsächlich einen Labrador im Spiegel. Der Bursche sah fast so gut wie ich aus. Die Betonung liegt auf fast.

..noch ein Spiegel

ein Spiegel ohne Lasko

Lasko im Spiegel

ein Labrador im Spiegel

Leonie  fotografierte nur auf dem Flohmarkt und kaufte nichts. „Die Wohnung ist voll genug“, meinte sie. Schade, so einen antiken Knochen hätte ich schon ganz gerne mitgenommen. Nur zum Anschauen versteht sich.

Der Sommer ist vorbei und nicht nur in der Werbung heißt es „Hallo Herbst“.

Hallo Herbst

Hallo Herbst

Morgen: Hallo Herbst – habt Ihr es auf dem Plakat gelesen? Doch nicht für mich. Ich fliege in einer Woche in die Sonne. Nicht auf dem fliegenden Teppich. Auch nicht in so einem kleinen Krachdingsda. Nee, nee…ganz zivil in meiner Transportbox, erste Klasse Frachtraum. So erzähle ich das jedenfalls meinen Hundekumpels in Bonn. Das es da unten im Frachtraum nur eine Klasse gibt, verrate ich wirklich nur Euch.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

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Kommentare
  1. Maya sagt:

    Lieber Lasko! Es ist soooo schön dass du wieder bloggst und Frauli und ich haben uns sehr über deinen Bericht amüsiert. Wir freuen uns, dass du wieder bist.
    Ganz liebe Grüße, Maya & Frauli

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  2. Grillfleisch klauen –> Das erinnert mich daran, wie Ronny (Vorvorgänger von Raspu) mal meinem Bruder eine Karbonade aus der brutzelnden Pfanne geklaut hat. Er kam nach einem 10-Stunden-Arbeitstag oder so extrem hungrig nach Hause, Karbonade in die Pfanne, für einige Minuten auf Toilette, wiedergekommen — keine Spur mehr über von dem leckeren Fleisch. Da war aber was los! Ich hab mir Ronny geschnappt und mich in meinem Zimmer eingeschlossen, ich hatte echt Angst, dass er Ronny nimmt und zurück ins Tierheim bringt…
    Wir schicken Lasko viele Knuddeleinheiten und Stupser

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  3. minibares sagt:

    Lasko im Spiegel, herrlich. Aber Fleisch klauen vom Grill, oha!
    Und die Leonie fliegt gen Himmel, und erwischt sogar einen Regenbogen, sauber, sauber.
    Das Cockpit ist beeindruckend, nur könnte ich nix mit anfangen.

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  4. Lasko, das mit den Bremer Stadtmusikanten solltest du dir nochmals gut überlegen – das waren nämlich alles arbeits- und futterlose Tiere, die zu Hause rausgeflogen sind und sich ihr Fressen selbst verdienen mussten. – Das ist garantiert keine Karriere!
    Viel Spaß in der Sonne!

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  5. Elvira sagt:

    Wie gut, dass Du den Flohmarkt nicht wortwörtlich genommen hast. Kratzen muss man sich nämlich auch 1.Klasse Frachtraum. Ich wünsche euch einen guten Flug und freue mich auf eure Überwinterungsgeschichten.
    Ganz liebe Grüße schickt euch
    Elvira

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  6. Diva sagt:

    Schön mal wieder etwas von dir zu hören . Ich wünsche dir viel Spass wo auch immer du hin fliegst . L.g. Diva

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  7. Follygirl sagt:

    Dann wünsche ich Euch eine gute Reise in die Sonne und einen tollen Winter!… Ich wundere mich, daß Ihr überhaupt noch durchblickt WO ihre gerade seid.. so ein hin und her.. da bin ich echt froh das ich nur zu Hause bin.
    LG, Petra

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  8. sl4lifestyle sagt:

    Hallo Lasko, hier ist Gaston! Ach, Du bellst mir aus der Seele. Manchmal sind die Zweibeiner schon komisch. Ich komme auch gerade aus München zurück. Frauchen hat dort einen Workshop gemacht und ich war im Begleitprogramm unterwegs: Englischer Garten mit Meditation am Kleinhesseloher See (Entchen gucken!), Biergarten, ein kleines Schlückchen Hofbräu (mal was anderes als das ewige Quellwasser!) und die charmante Begegnung mit Mia, einer Labradorhündin.
    Ja, Lasko, wir werden älter und die Gelassenheit nimmt zu. Dir geht es da bestimmt auch so? Ich bin acht Jahre und Du?
    Also, Dir und Deinem Frauchen Leonie noch viele schöne Reisen und Erlebnisse.
    Dein Gaston.

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    • leonieloewin sagt:

      Lieber Gaston, ich bin 6 und ein halbes Menschenjahr. In Hundejahren ist das bei einem Labrador umgerechnet auf Menschenjahre wohl ein wenig über 50. Aber interessiert uns Hunde das wirklich?
      Ich und Leonie lieben München. Leonie hat dort mal einige Jahre gewohnt und seitdem muss einmal im Jahr dorthin zurückkehren. München ist die hundefreundlichste Stadt, die wir je zusammen besucht haben. Kaum Leinenzwang und im englischen Garten gibt es sogar einen eigenen Biergarten für Hunde. Da schau her. Liebe Grüße von einem am Wochenende ausgepowerten Lasko

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  9. deutschtrailer sagt:

    Sehr schöne Bilder, vielen dank…❤❤❤

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  10. Gabi sagt:

    Schön dass Du Dich wieder zurück gemeldet hast und dass Du nun wieder die Sonne auf der Insel genießen kannst.
    Hab Kira vom gestohlenen Grillfleisch erzählt. Sie grinste hämisch, meinte „super“ und wollte „Daumen hoch“ zeigen, aber das funktionierte mit der Kralle nicht wirklich.
    Vom „ewig hungrig sein“ könnte Dir Kira auch ein Lied singen. Und mir scheint, das wird mit dem Alter immer schlimmer. Stimmt, man wird auch gelassener. Aber trotzdem gibt es Dinge, die einen auch noch genauso aufregen wie in jungen Hundejahren. Man ist ja schließlich noch kein Greis. 🙂
    Ansonsten wünsche ich Euch eine schöne Zeit auf der Insel.
    Liebe Grüße und ein herzliches Wuff von Kira!

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