Lasko denkt – Hundebiss – manchmal stehe auch ich neben mir

Veröffentlicht: 27. September 2014 in Hund, Lasko denkt 2014, Leonies Leben 2014, LeoniesLeben
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Lasko denkt...

Lasko denkt…

......stehe ich neben mir?

……stehe ich neben mir?

 

Gestern: Wir  flogen aus dem deutschen Winter Sommer in den kanarischen Sommer Winter. Ich habe es aufgegeben mein Fellkleid zu wechseln. Rein prophylaktisch lasse ich mein Fell nun rund um das Jahr ordentlich nachwachsen. Das hat den Vorteil, dass ich vollkommen unabhängig von Jahreszeiten und Orten bin. Allerdings lasse ich dementsprechend auch immer genügend Haare fallen. Im Winter Sommer weniger und im Sommer Winter mehr.  Leonie meint, dass  meine Haare bald über ganz Europa verstreut sein werden.  Da übertreibt sie mal wieder maßlos. Statt das Leonie sich freut, dass ich so anpassungsfähig in meiner Fellbekleidung bin, flucht sie oft vor sich hin, wenn sie stundenlang Böden und Sofas von meinem Haar befreien muss.

Und nicht nur die Haare sind es, die Leonie stören. Seit einigen Wochen habe ich eine offene Stelle auf der Nase. Da ist mir im Sommer doch tatsächlich in München eine Zecke hineingekrochen. Freunde von Leonie, Leonie selber und auch ihr Sohn operierten in den folgenden Wochen an mir herum, aber es blieben wohl immer noch kleine Zeckenteile in meiner Nase zurück. Mir ist das eigentlich egal, aber ab und zu juckt meine Nase. Dann scheuere ich die Stelle wieder auf und blute. Und schon haben wir neben den Haaren auch noch ein wenig Lasko Blut an den Decken kleben. Leonie bearbeitet mich jetzt immer mit so einem komischen Stinkmittel, das Zecken abschrecken soll. Das Zeug stinkt höllisch und ich mag es überhaupt nicht.  Wenn Sie mir das Sprühzeug auf den Nacken sprüht, könnte ich aus der Haut fahren. Ich springe und hüpfe und wälze mich. Dann stehe ich wirklich neben mir. Leonie lässt das kalt, sie meint, dass ich da durch muss. Ich möchte mal wissen, was sie sagen würde, wenn ich ihre Haut mit so einem Stickmittel bearbeiten würde.

wieder auf der Sonnenliege

wieder auf der Sonnenliege

Während Leonie die Wohnung aufräumte, Nachbarn begrüßte und zum Einkaufen eilte, erholte ich mich erst einmal von dem Flug und dem schrecklichen Sprühmittel auf der Sonnenliege. Am nächsten Morgen las ich die Hundezeitung von Teneriffa und stellte fest, dass auch hier das Leben nicht stehen geblieben war. Nicht nur Menschen, sondern auch Hunde waren gestorben und andere neu geboren. Meine Doubles auf dem Bild sind nur ein technischer Trick, denn außer wegen diesem Sprühzeug fahre ich so gut wie nie aus der Haut. Ich weiß, dass ihr Zweibeiner diesen Spruch benutzt, wenn Ihr ein bisschen verwirrt seid. Ich bin  grundsätzlich nicht verwirrt, denn meine Nase weist mir immer den richtigen Weg. Und während Leonie mit Freunden an einen wunderschönen weißen Sandstrand ging, an dem natürlich Hunde wieder mal verboten sind, half meine Nase mir in der Wohnung einige leckere Lammkoteletts aufzuspüren. Die hatte Leonie „glücklicherweise“ auf dem Küchenschrank liegen lassen, da sie am Abend Besuch eingeladen hatte. Da musste sie am Abend schnell los rennen und neues Fleisch einkaufen. Doppelt gut für mich: nicht nur leckere Lammkoteletts, sondern auch noch ein netter Extraspaziergang.

Morgenstimmung Hafen

Morgenstimmung Hafen

erstes Sonnenlicht auf den Felsen

erstes Sonnenlicht auf den Felsen

Weißer Sandstrand - Abama Beach

Weißer Sandstrand – Abama Beach

wandern im Tenogebirge

wandern im Tenogebirge

Blick über den Guama nach La Gomera

Blick über den Guama nach La Gomera

Felstor El Burjito und "Finger" über Los Gigantes

Felstor El Burjito und „Finger“ über Los Gigantes

Morgenlicht auf der Felswand

Morgenlicht auf der Felswand

 

Wir waren nicht nur wandern. Am frühen Morgen liebe ich Spaziergänge in den Hafen. Auf Teneriffa ist es zurzeit noch ziemlich warm und so genießen wir den Schatten und die angenehme Kühle am frühen Morgen. Wenn dann die Sonne langsam über die gigantischen Felsen kommt und die sich von blau schwarz nach rot verfärben, wird es Zeit nach Hause zu gehen und an ein gutes  Frühstück zu denken. Mein Appetit ist nämlich immer da. Egal wo ich bin, Lasko ist immer hungrig.

Heute ist erst einmal wieder Schluss mit wandern. Gestern ist Leonie allein mit dem Rad in die Berge gefahren. Als sie zurück kam humpelte sie und blutete stark am linken Bein. Sie fuhr mit einem Polizeiwagen zur Ambulanz und später noch zu einem Arzt. Als sie nach Stunden zurückkam und sich auf dem Sofa ausstreckte, erzählte sie mir die ganze Geschichte. Als sie mit dem Rad den Berg heruntersauste, kamen plötzlich aus einer Finca zwei kleine kläffende Hunde an, die hinter ihr her rannten. Und dann kam noch ein Schäferhund, der sich an der Jagd auf Leonie beteiligte. Leonie hat keine Angst vor Hunden und dachte, dass die Hunde nur hinter ihr herrennen würden. Doch der Schäferhund hatte anderes im Sinn. Er holte sie ein und biss ihr mehrmals ins Bein. Na, wenn ich da gewesen wäre, dem hätte ich aber etwas erzählt. Doch Leonie meint, dass es gut war, dass ich nicht dabei war, denn sonst hätte der mich wahrscheinlich auch noch gebissen.

Zwei nette italienische Touristen, die mit dem Wagen an Leonie vorbeifuhren, halfen ihr auf die Beine. Die Polizei kam auch und brachte Leonie zur Ambulanz. Vorher rollte sie aber noch blutend auf dem Rad den Berg hinab. Und wie es an solchen Pechtagen manchmal ist, in der Ambulanz war kein Arzt, da der zu einem Notfall gerufen worden war. Im ganzen Ort gab es nicht einmal eine Krankenschwester. Doch plötzlich tauchten die Besitzer des Hundes in der Ambulanz auf. Dort saß Leonie blutend und verzweifelt und  wusste nicht, was sie machen sollte.  Sie entschuldigten sich und brachten Leonie zu einem Arzt in einem Nachbarort. Sie zahlten den Arzt und die Medikamente. Doch sie baten ganz dringend darum, bitte nicht die Polizei einzuschalten. Der Hund habe nämlich keine Papiere. Was bedeutet das nun wieder? Ist der Hund nicht versichert oder versteuert? Leonie war das  eigentlich in dem Moment  egal. Sie hatte ziemliche Schmerzen. Als ihre Wunde  versorgt  war,  kam sie humpelnd wieder zu Hause an. Leider tut so ein ordentlicher Schäferhundbiss wohl auch ganz gut weh.  Gut ist, dass Leonie nun nicht mehr allein in die Berge fährt. Schlecht ist, dass sie auch nicht mit mir wandern kann. So liegen wir auf dem Sofa und hoffen auf Besserung.

Morgen passen die Besitzer hoffentlich ein bisschen besser auf ihren bissigen Schäferhund auf und legen ihn an die Leine. Und wenn Leonies Bein wieder zugeheilt sein wird und sie nicht mehr humpeln muss, geht es auch ganz sicher wieder mit mir zusammen in die Berge.

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Kommentare
  1. Texthase Online sagt:

    Alles Gute für Euch auf Teneriffa!

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  2. inschweden sagt:

    Oje. Dein armes Frauchen! Maya und Frauli drücken die Daumen dass die Wunde schnell wieder verheilt und ihr wieder wandern gehen könnt! Liebe Grüße aus dem Herbst Winter Land. 😀

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  3. Oh, schöne Gegend, schöne Bilder !

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  4. Kein so schönes Erlebnis für dich, Leonie – aber Laskos Geschichten gefallen mir sehr. ^^ Ihm einen schönen Gruß und dir gute Besserung und schnelle Heilung der Bisswunden!

    LG Michèle

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  5. Ach Geburtstagsschwesterchen, was hast du denn in deinem Urlaub für ein Pech. Ich hoffe sehr für dich, dass sich da nicht noch was Schlimmeres aus dem Hundebiss entwickelt. – Hat es denn die Polizei eh nicht schon mitbekommen, weil sie dich ja dort aufgelesen hat. Toitoitoi!!!
    Die Technikspielerei mit dem doppelten und dreifachen Lasko ist ja herrlich.
    Und dann finde ich es lustig, dass wir mehr oder weniger parallel über Haare schreiben und uns über sie beklagen, weil sie überall rumliegen.
    Mach es gut, ich drücke dir die Daumen.

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    • leonieloewin sagt:

      Die Polizei hat es mitbekommen, macht hier aber weiter nichts.Ich müsste Anzeige erstatten. Ein Dilemma, möchte den Personen nicht unbedingt Schwierigkeiten machen. Auf der anderen Seite möchte ich aber auf jeden Fall verhindern, dass andere Wanderer und Radfahrer angegriffen werde. Und so ein Schäferhundbiss tut ganz gut weh. Das weiß ich nun aus eigener Anschauung. Abgesehen von dem Schock, wenn so ein Tier Dich anfällt. lg Leonie

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  6. Ach Mensch! Ich hoffe, du erholst dich ganz schnell wieder. Ich wurde auch schon mal von einem Hund gebissen und fühle nun mit dir!!! Gute Besserung!

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    • leonieloewin sagt:

      Hat er Dich auch am Bein erwischt? Die Schmerzen sind das eine, doch nicht wandern, laufen oder Rad fahren zu können. Das ist für mich wirklich nicht so schön. Wie lange hat es gedauert, bis die Wunde bei Dir verheilte? Danke für die guten Wünsche.

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      • Am Oberschenkel, auf Hüfthöhe. Der Hund wurde aber rechtzeitig weggezerrt, so dass die Wunde nicht so verheerend war. Hat dann 2 Tage lang ziemlich gepocht(hab Schmerzmittel genommen und gekühlt), danach ging es besser, habe aber bis heute eine Narbe. Ich hoffe, deine Bisswunde ist nicht sehr tief? Ich drücke die Daumen, dass du bald schmerzfrei bist und wieder sporteln kannst!

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  7. Elvira sagt:

    Hast Du Dich erkundigt, ob der Hund gegen Tollwut geimpft war????
    Gute Besserung und einen weiteren weniger blutigen Aufenthalt in Deiner zweiten Heimat wünscht Dir
    Elvira

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  8. Follygirl sagt:

    oh das ist ja echt zu blöd.. hoffentlich heilt es gut und Du hast nicht zu große Schmerzen!!!
    LG, Petra

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  9. Emily sagt:

    Au weia. Wie geht es dir jetzt? Was für ein Schrecken mit Schmerzen, du Arme!
    Viele liebe Besserungswünsche, Emily

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  10. … och menno; „bessere“ dich.

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  11. Katja sagt:

    Ach du meine Güte! Gute Besserung, liebe Leonie! Und euch beiden alles Gute und viel Freude im Sommer Winter. 🙂

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  12. Franka sagt:

    Gute Besserung und liebe Grüße.

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  13. Gabi sagt:

    Ohje, das ist aber wirklich Pech. Sicher sehr schmerzhaft und auch sehr ärgerlich. Ich denke mir bei solchen Vorfällen immer, dass der Besitzer doch seine Hunde kennen muss und wie sie reagieren. Warum kann man dann denn nicht dafür sorgen, dass die Hunde nicht einfach raus laufen können. Sowas ärgert mich immer.
    Geht es Dir in der Zwischenzeit schon besser?
    LG Gabi

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    • leonieloewin sagt:

      Mittlerweile hat der Schmerz nachgelassen, aber die Wunde ist noch offen. So ein Schäferhundebiss dauert halt seine Zeit. Ich finde es auch nicht gut, wenn jemand Hunde hält und selber nicht mit ihnen herausgeht und auch nicht einmal genügend Auslauf hat. Wozu haben die Leute dann einen Hund? Ein Schäferhund braucht Bewegung und Beschäftigung und nicht nur ein warmes Sofa. Du merkst, dass ich selber auch ziemlich sauer bin. Ich hoffe sehr, dass sich die Familie zukünftig etwas für ihre Hunde überlegt. liebe Grüße Leonie

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      • Gabi sagt:

        Das kann ich verstehen, dass Du sauer bist.
        Die Leute, die sich nicht mit ihren Hunden beschäftigen, gibt es ja hier leider auch. Und mir ist aufgefallen, dass das gerade oft im ländlichen Bereich ist. Die Hunde sind oft nur in Garten oder Höfen eingesperrt und keiner geht mit ihnen mal spazieren.
        Klar, wenn man in der Stadt in einer Wohnung wohnt, muss man so und so mit Hund raus. Aber trotzdem möchte doch auch ein Hund am Land mehr Auslauf und Abwechslung.
        LG Gabi

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        • leonieloewin sagt:

          Hier gibt es im Wesentlichen zwei Arten von Hundehaltern. Die Jäger- und Hofhundehalter, die im Allgemeinen die Tiere sehr schlecht und nur als Gebrauchsgegenstände behandeln. Wenn sie sie nicht mehr brauchen, schmeißen sie sie weg. Die anderen halten sich kleine Hunde für die Handtasche, die häufig al „Schmuck“ mißbraucht werden.
          In meinem Fall ist es noch etwas anders. Das Paar Mitte 50 ist krank und ziemlich „dick“ und kann daher mit seinen drei Hunden nicht ausgehen. Die dürfen den ganzen Tag auf dem Sofa verbringen, was einem Schäferhund nicht reicht. Zum Gassi gehen werden sie rausgelassen – und zufällig kam ich vor 10 Tagen vorbei. Das freute den Schäferhund, da er etwas zum Jagen hatte. Dem Tier kann man nicht mal einen Vorwurf machen. LG Leonie

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          • Gabi sagt:

            Dem Hund kann man eh keinen Vorwurf machen. Es kommt natürlich auf die Krankheit der Besitzer an, aber ansonsten hätte es wohl auch ihnen nicht geschadet, spazieren zu gehen.
            Und die Jäger, die sonntags mit ihren Pickups und den Käfigen mit den Hunden drinnen rauf in die Wälder fahren, haben wir leider gesehen. Ich weiß auch, dass die Hunde, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, einfach entsorgt werden. Und dabei haben sie noch Glück, wenn sie „nur“ ausgesetzt werden und nicht irgendwo mit einer engen Schlinge um den Hals angebunden werden. Wir haben auch streunende Hunde gesehen, die so abgemagerr waren, sodass man gar nicht glauben konnte, dass sie noch leben. Wir haben auf einem Parkplatz oben in den Canadas gesehen, als sich ein Paar dem Papierkorb näherte, dass da plötzlich ein total verängstigter und abgemagerter Hunde raussprang. Wir haben von Autos unerfahrene Hunde gesehen und auch wie sie gehalten werden. Oft oben auf den Flachdächern, angebunden, ohne irgend was.
            Ich kriege immer einen riesen Zorn auf diese Menschen, wenn ich nur daran denke. Und es tut mir weh. Und ich nehme an, Dir geht es genauso.
            Und bei diesen Handtaschenhunden geht es mir auch so. Aber die haben es wenigstens einen Tick besser.

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  14. Oh je, da kann man wirklich nur hoffen, dass sie ihren Hund in Zukunft besser im Griff haben.
    Ich wünsche dir gute Besserung, liebe Leonie. ❤

    Liebe Grüße,
    Martina

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  15. Zoé sagt:

    Ich hoffe die Wunde ist inzwischen verheilt …

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  16. sl4lifestyle sagt:

    Oh Lasko, dann sag mal der Leonie, sie muss unbedingt auf sich aufpassen. Ansonsten genießt das Leben. Bin da schon ein wenig neidisch. Würde mit Dir und Gaston in die Berge wandern gehen. Aber noch müssen wir hierbleiben. Liebe Grüße an Dich und Frauchen.
    Sabine mit Gaston.

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  17. Oh jeee…
    Kürzlich wurde meine Freundin beim Joggen von einem Rottweiler, der nicht angeleint war, in den Po gebissen. Es hat ziemlich lange gedauert, bis alles verheilt war. Jetzt ist sie dabei, sich eine neue Jogging-Strecke zu suchen, die hoffentlich. „hundefrei“ ist.
    LG von Rosie

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