Ein Hundebiss und seine Folgen – Teil 1: Verfolgt von einem Schäferhund

Veröffentlicht: 5. November 2014 in Leonies Leben 2014, LeoniesLeben, Spanisches Leben
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Vielleicht ist Euch aufgefallen, dass ich kaum noch zum Bloggen komme. Grund ist, dass ich von einem Hund gebissen wurde und bis heute mit den Folgen des Bisses kämpfe. So hatte ich mir meine Zeit hier auf Teneriffa eigentlich nicht vorgestellt. Geplant waren ausgiebige Radtouren, Wanderungen und die Entdeckung neuer Wanderwege. Ich wollte schreiben und viel fotografieren. Doch mit dem 26. September kam alles anders.
Der Tag fing gut und freundlich an. Nachdem ich mit Lasko meine Morgenstrecke gewandert war, beschloss ich ein wenig Rad zu fahren. Der September ist sehr warm hier und so war der Tag ideal zum Radfahren, denn der Himmel war am frühen Morgen noch bewölkt. Mein Ziel war am Ende der Saison in den Teide Nationalpark über 2000 Höhenmeter hoch zu fahren. So musste ich ein wenig trainieren. Ich fuhr an diesem Morgen von Los Gigantes ungefähr 400 Höhenmeter hoch in Richtung Tamaimo. Als ich das geschafft hatte, war ich zufrieden mit mir und wollte mich entspannt an die Küste zurückrollen lassen. In meinen Gedanken freute ich mich schon auf Dusche und Frühstück.
Da es bergab ging, hatte ich ein wenig Geschwindigkeit drauf. Hinter einer Kurve registrierte ich im Vorbeifahren drei Hunde, die dort ohne Besitzer frei am Straßenrand herum liefen. Zwei kleine kläffende „Wuschelhunde“ und einen Schäferhund. Auch Sie hatten mich entdeckt und kläfften und schienen mir kläffend zu folgen. Ich habe keine Angst vor Hunden. Dennoch war mir in der Situation etwas mulmig. Denn ich war mit meinen Klickies in den Pedalen fixiert und hatte Angst, dass mir die Hunde in mein Rad laufen könnten oder mich zu Fall bringen könnten. So trat ich in die Pedale, um schnell von dieser Stelle fortzukommen.
Ich bemerkte, dass die beiden kleinen Kläffer hinter mir her liefen. Was ich nicht bemerkte, dass der Schäferhund mich zu jagen begann. Hätte ich das gewusst, wäre ich vielleicht stehen geblieben. Doch so war ich höchst wahrscheinlich eine gute und leichte Beute für ihn. Ob die erste Beute weiß ich bis heute noch nicht. Plötzlich spürte ich einen starken Schmerz oberhalb der linken Ferse und schaute zu meinem Fuß herunter. Ich sah, dass der Hund sich in mir verbissen hatte. Ich war so überrascht und geschockt, dass ich einige Minuten Gedächtnisverlust habe. Ich weiß nicht mehr, wie ich vom Rad kam und ich weiß auch nicht mehr, wie ich aus den Klickies kam. Doch die Hunde liefen weg und ich sah noch, wie sie in ein großes Anwesen, das gelb angestrichen war, verschwanden.
Doch nach einigen Minuten kamen sie wieder. Dieses Mal nahm ich das Rennrad hoch und hielt es zwischen mich und die Hunde und schrie sie an. Das machte mich groß und sollte auf die Tiere Angst einflößend wirken. Meine Idee schien zu funktionieren und sie liefen weg. Wieder verschwanden sie im Garten des großzügigen Anwesens, das direkt an der Hauptstraße lag und die Hausnummer 106 hatte.
Geschockt und stark blutend stand ich allein am Straßenrand und zitterte. Ein Auto mit zwei jungen italienischen Touristen fuhr an mir vorbei und hielt an. Zwei junge Männer sprangen heraus, weil sie dachten, dass ich gestürzt sei. Sie fragten, ob sie mir helfen könnten. Sie stellten mein Rad ab, halfen mir mich hinzusetzen und riefen die Polizei. Durch Zufall fuhr ein Ambulanzwagen vorbei, dessen Sanitäter mir einen ersten kleinen Notverband verpasste.
Dann kam die Polizei mit drei Personen. Sie schauten kurz auf meine Wunde und sprachen mit den italienischen Touristen, die auch noch die Hunde in dem Anwesen hatten verschwinden sehen. Die Polizisten machten sich Notizen. Die Touristen und der Ambulanzwagen fuhren weiter. Dann meinte einer der Polizisten zu mir, dass sie mich in die Ambulanz bringen würden. Doch zunächst müsse ich wohl selber mit dem Rennrad nach Hause rollen, denn das passe nicht in den Polizeiwagen. Mein notdürftiger Verband war rot vor Blut. Aber mir blieb nichts anderes übrig, als noch einmal auf mein Rennrad zu steigen und den Berg hinab zu rollen. Zum Glück musste ich dabei den Fuß nicht bewegen.
Nach sieben Kilometern war ich zu Hause. Nun begann die Wunde mehr und mehr zu schmerzen und zu bluten. Ich zog mich notdürftig um. Dann erschien ein Streifenwagen der Polizei, der mich mit zwei Beamten zur Ambulanz bringen sollte.

…….Fortsetzung folgt und ich verspreche, dass es spannend wird………

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Kommentare
  1. Zoé sagt:

    Ich bleibe gespannt …

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  2. Hallo Leonie,

    das klingt ja grausig. Ich bin ja jetzt schon gespannt, was da noch nachkommt, denn es ist ja viel Zeit seit dem vergangen. Trotz aller Spannung hoffe ich, dass jetzt alles wieder gut ist…
    Den Adrenalinstoß kann ich sehr gut nachvollziehen. Heike und ich hatten vor einigen Wochen in Thailand eine vergleichbare Situation, da waren es allerdings wilde Hunde (da gibt es dort sehr viele von) diesich an uns störten, als wir wohl versehentlich in ihr Revier eingedrungen waren (wir sprechen von einem öffentlichen Weg…). Die waren auch schon einen halben Meter an meiner Wade dran. Es waren circa 20 bis 30 Hunde, die da teils kläffend, teils beeindruckend bellend, hinter und herkamen. Am Ende ließen sie uns aber ziehen, Puls war auf 220…

    Alles Gute,
    Carsten

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  3. Pit sagt:

    Hallo Leonie,
    bisher bin ich, Gott sei Dank, von solch unliebsamen Vorkommnissen verschont geblieben, obwohl in meinem „heimischen“ Texas es durchaus des Öfteren vorgekommen ist, dass ich beim Radeln von Hunden verfolgt worden bin. Aber bisher ware ich (fast) immer schneller, oder die Hunde haben zwar gebellt und mich auch verfolgt, aber nicht gebissen. Für solche Zwecke habe ich zwar auch ein Pfefferspray dabei, aber das ist so in meiner Satteltasche vergraben, dass ich es nie rechtzeitig genug erreichen konnte. Also: immer Glück gehabt.
    Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und wünsche Dir weiterhin gute Besserung, denn es scheint ja, als ob das noch nicht überstanden waere.
    Liebe Grüße und, wie ich immer sage, „safe bicycling“,
    Pit

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  4. sweetkoffie sagt:

    Das ist ja unglaublich !!!
    Nun bin ich aber gespannt …

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  5. Diva sagt:

    Es ist schon spannend !
    Schlimm so ein Erlebnis , trotz aller Hundeliebe für sowas hab ich kein Verständnis ! Verantwortungsloser Hundehalter !
    Liebe Grüsse Anja

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  6. Ach du Arme! Das klingt gar nicht gut. Gute Besserung und bin gespannt wie’s weitergeht.

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  7. minibares sagt:

    Autsch, ja Schäferhunde sind oft unberechenbar.
    Komisch, dass dich der Ambulanzwagen nicht mitgenommen hat, es war doch schon einiges an Zeit vergangen.
    die Wunde hätte doch so schnell wie möglich fachgerecht desinfiziert, gereinigt und versorgt werden sollen.
    Gute Besserung weiterhin, ganz liebe Grüße Bärbel

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  8. Elvira sagt:

    Gefällt kann ich hier nicht klicken! Schön, dass es Dir wieder soweit gut geht, dass Du uns die Geschichte jetzt, hoffentlich schmerzfreier als zu Beginn, erzählen kannst.
    Liebe Grüße von
    Elvira

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  9. Das gesamte gefällt mir nicht. Dein offenes geschriebene habe da angeklickt. Wünsche baldige Genesung. LG. Wolfgang
    Hoffe der Besitzer bekommt eine gewaltige Abreibung.

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  10. Oh je, dieses Erlebnis würde mir schon reichen … aber es scheint ja noch lange nicht genug zu sein. Meine Güte, ich merke gerade, wie meine Fantasie beginnt zu arbeiten …

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  11. aquasdemarco sagt:

    oh, alles Gute dir. Ich hatte eine Schäferhündin, die war sehr lieb.-)

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    • leonieloewin sagt:

      Ich glaube, dass diese Schäferhündin auch lieb sein kann. Aber wenn sie den ganzen Tag eingesperrt ist und nur für ihr „Geschäft“ auf die Straße gelassen wird. Wer kann ihr da ein wenig Spiel und Sport verdenken? Schuld sind allein die Besitzer.

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  12. Vallartina sagt:

    uff! Das schockt mich, meine Liebe! (Ganz besonders, weil ich nun auch einen kleinen Schäfer (3 Monate alt) habe!!! Leider liest es sich so, als ob das dicke Ende erst noch kommt!? Hoffe, dass die Bisswunde trotz dieser unverständlichen Verzögerung bestens versorgt wurde. Alles Gute, liebe Grüsse!

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  13. Frau Tonari sagt:

    Ich klicke jetzt nicht auf „Gefällt mir!“
    Das ist echt eine gruselige Story. Ich bin ein Schisser, was Hunde betrifft. Egal ob Schoß- oder Kampfhund, geheuer sind sie mir alle nicht. Leider habe ich auch keine Ahnung, wie man sich richtig verhält. Da warst Du echt im Vorteil. Aber gegen den Jagdtrieb scheint kein Kraut gewachsen.

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  14. Gabi sagt:

    Wir haben uns darüber ja schon mal an anderer Stelle ausgetauscht. Aber so wie Du das hier beschreibst, klingt das ja noch viel schlimmer. Auch wenn dann „Hilfe“ kam, warst Du ja doch ziemlich auf Dich alleine gestellt. Mit einer schmerzenden und stark blutenden Wunde noch am Fahrrad nach Hause zu fahren, stelle ich mir sehr ungut vor. Mir wird direkt etwas übel, wenn ich daran denke.
    LG Gabi

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  15. Emily sagt:

    Aufgrund deiner Abwesenheit hier, habe ich mir soetwas schon gedacht. Oder befürchtet…

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