Rassenbeschreibung Labrador – einmal anders

Veröffentlicht: 9. April 2015 in Foto und Geschichten, Hund
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Diesen Beitrag habe ich heute bei Facebook entdeckt. Ein Bild mit Text von Uwe Buder, Dortmund. Danke dafür. Habe mich amüsiert und finde die Rassebeschreibung Labrador absolut zutreffend.

Der Labrador liegt immer und überall maximal im Weg und kann dabei deutlich mehr Raum einnehmen, als ihm größenmäßig zusteht.

Er kann bei Bedarf immense Mengen Haar verlieren (auch direkt nach dem Bürsten).

Der Labrador beachtet Fremde draußen nicht – außer man verlässt sich darauf, dass er Fremde nicht beachtet.

Er hat eine immense Begabung dafür, den Augenblick zu finden, in dem man seine Menschen maximal blamieren kann.

Die Pfoten sind rundlich, kräftig und kompakt und können große Dreckabdrücke auf heller Kleidung und frisch geputztem Boden hinterlassen.

Labradors schätzen Ansprache und unsere volle Aufmerksamkeit. Darum stupsen sie einen besonders gern mit der Nase an den Arm, wenn man in der Hand eine volle Kaffeetasse hat.

Den Labrador gibt es in drei Farbschlägen: Schwarz, braun und gelb. Wenn sie richtig dreckig sind, kann man die Farbschläge allerdings kaum auseinander halten.

Alle Labradors bekommen nie genug Futter.

Labradors beherrschen sie die Kunst, mit nur einem Liter Wasser im Napf die gesamte napfumgebung zentimeterhoch unter Wasser zu setzen.

Ein auf einem Tausende von Hektar großen Feld herum tobender Labrador wird mit größter Akkuratesse in den Knien seines Besitzers bremsen und versuchen, ihn so auf dem Boden der Tatsachen zu halten.

Labradors wissen aufgrund ihrer überragenden Intelligenz praktisch alles besser als ihre Menschen und können daher selbst am besten entscheiden, wann es Sinn macht zu gehorchen.

Labradorwelpen finden immer einen Weg unter die Füße ihrer Leute.

Labradors haben einen ausgeprägten Sinn für Humor. Leider.

Der Glaube, dass Labradors mit zunehmendem Alter vernünftiger werden, ist falsch.

Labradors können vorsichtig spielen. Sie ziehen es aber vor, das nicht zu tun.

Der Labrador folgt seinem Alphatier bedingungslos überallhin – es sei denn, irgend jemand anderes isst gerade Kuchen oder sonst etwas Leckeres und geht in die andere Richtung.

Der Labrador verfügt über „will to please“, leidet aber unter temporärer Taubheit, wenn es um die Ausführung von in seinen Augen sinnlosen Befehlen geht. Ansonsten hört der Labrador über größte Distanzen, über mehrere Zimmer und Stockwerke hinweg, wenn z. B. die Tür zur Vorratskammer geöffnet wird, wo seine Leckerlis lagern oder die Keksdose geöffnet wird.

Der Labrador verfügt über eine perfekt arbeitende innere Uhr – an Tagen, an denen seine Menschen ausschlafen können, wird ab halb sechs permanent der Schlafplatz gewechselt, laut geseufzt, Pfoten geleckt und mit der Rute der Teppich geklopft. An Tagen, an denen sein Chef mal früher raus muss, wird so lange auf dem Schlafplatz gepennt, bis sein Mensch fertig angezogen an der Tür steht.

Ein eleganter, klatsch nasser Labrador zieht es grundsätzlich vor, sich an den Beinen seines Menschen zu trocknen.

Labradors haben eine ganz andere Vorstellung von „wohlriechend“ als ihre Menschen.

Labradors können durch hohes juchzendes Jaulen ihrer Begeisterung Ausdruck verleihen: Es gibt unter ihnen recht viele Exemplare, die in ihrer Freude über menschliche und tierische Bekannte zu Sangeskünstlern werden! – Für Uneingeweihte klingt dieses Freudengeheule allerdings eher, als hätten Sie Ihrem Hund massive Schmerzen zugefügt. Vorsicht also vor dem Tierschutzverein!

Labradors haben ein praktisch selbst reinigendes Fell. Diese Tatsache ermächtigt sie im gleichen Zuge dazu, täglich, bei jeder Witterung, in den dreckigsten und schlammigen Tümpeln, Pfützen, Bächen und Seen zu baden. Die selbst reinigende Funktion erweitert sich jedoch nicht auf die unmittelbare Umgebung eines Labradors.

 

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Kommentare
  1. Der Emil sagt:

    Labradore schauen ihren Menschen bei jeglicher Tätigkeit gerne von ferne zu; und wenn die Menschen bei diesen Tätigkeiten unbeobachtet sein wollen, so setzen sich Labradore hilfreich und genauestens überwachend so nah an ihren Menschen so hin, daß niemand an ihnen vorbeischauen kann (besinders in Bade- und Schlafzimmern).

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  2. Pit sagt:

    Ganz fantastisch, liebe Leonie! *ganz breit grins*
    LG,
    Pit

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  3. Anna-Lena sagt:

    Ich liebe Labradore, Freunde von uns haben eine pechschwarze, fast dreijährige Hündin. Sie ist so lieb, aber nichts ist vor ihr sicher. Unsere Dackeldame bekommt fast immer einen Herzinfarkt, wenn Paula bei uns um die Ecke schießt und sich gleichzeitig über Fressnapf, Spielzeug und Kuschelecke hermacht.
    Und – kein Gewässer ist vor ihr sicher :mrgreen: 😆 .

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  4. Das ist ja wo etwas von herrlich, köstlich und wonnig. Das mit der stupsenden Nase und der Kaffeetasse kann ich mir ganz lebhaft vorstellen. – Einzig und allein denke ich, dass nicht nur Labradore das alles gepachtet haben. Ich kenne einen Hund, einen Lieblingshund, auf dem trifft mindestens 90 % auch zu!
    Liebe Grüße und gute Nacht!

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  5. Elvira sagt:

    Labradore sind ausdauernd, wenn es darum geht herauszubekommen, wie die Kühlschranktür sich öffnen lässt 😉

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  6. Paula sagt:

    Ich glaube,man kann in diesem wunderschönen Beitrag bedenkenlos das Wort „Labradors“ gegen „Bassets“ ersetzen.
    Ich hab mich beim beim Lesen köstlich amüsiert.
    Auch wenn Bassets meist wasserscheu sind,so überwinden sie diese Scheu regelmäßig wenn das Gewässer nur schlammig und dreckig genug ist.
    Liebe Grüße Uwe mit Bassetdame Paula

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  7. deutschtrailer sagt:

    Vielen dank und ein schönes Wochenende Leonie Loewin….💗💗💗

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  8. absolutpia sagt:

    Ach, wie gerne hätte ich einen Hund!! Sobald ich auf eigenen Beinen stehe schaffe ich mir bestimmt einen an 🙂
    Sehr lustiger Beitrag, musste öfters schmunzeln. LG aus Wien

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  9. Ich habe beim Lesen sehr gelacht, liebe Leonie. 🙂
    Klasse. 🙂 Eine wunderbare Beschreibung.

    Liebe Grüße,
    Martina

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  10. sl4lifestyle sagt:

    Ich kann mich durchaus auch mit einigen Labrador-Attributen identifizieren.
    Hat Spaß gemacht, zu schmökern.
    Euer Gaston.

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  11. Gabi sagt:

    Sehr witzig und amüsant diese Beschreibung! 😊
    Da gibts aber so einiges, was auch auf Kira zutrifft. Nie genug Futter, das absolute Gehör, wenn die Kastentüre mit den Leckerlis aufgemacht wird, das in die Knie rennen bis zum anrempeln, wenn sie an einem vorbei geht und noch so manches andere.
    Ganz besonders auch die Überflutung beim Wasser trinken. 😊
    Kira hat ihren Fress – und Trinknapf in so einem niederen Gestell hängen und das steht in der Küche. Erstens verschiebt sie das Gestell beim fressen, weil der Napf ja lange und sehr ausgiebig ausgeschleckt wird, auch wenn nichts mehr drinnen ist, und dadurch schwappt in Napf daneben schon mal Wasser über. Und beim Trinken landet die nächste Hälfte auch wieder am Boden. Natürlich steig ich dann beim zurucksteigen ins Nasse oder falle fast über das Ganze drüber. 😊
    LG Gabi

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    • leonieloewin sagt:

      Das mit dem Schlabbern und Fluten der Küche kann Lasko auch ohne Gestell :-). liebe Grüße Leonie

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      • Gabi sagt:

        Das Gestell ist ja eh nicht das Ausschlaggebende. Ich wollte damit nur andeuten, dass somit ihr Fress- und Wassernapf somit miteinander „verbubden“ sind. Und wenn sie wie wild in ihrem Fressnapf herum rührt, schüttet sie schon mal einen Teil Wasser aus, weil das Ganze dann ja herumwackelt. Das restliche Wasser verteilt sie dann beim trinken. 😁

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