Hundeleben – Hasen im Visier

Veröffentlicht: 26. September 2015 in Foto und Geschichten, Hiking, Hund, Leonies Leben 2015, LeoniesLeben, Reisen 2015, Spanisches Leben, Tiere
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Jäger und Jagdhunde auf dem Guama

Jäger und Jagdhunde auf dem Guama

Bis Ende Oktober ist hier auf Teneriffa noch Jagdsaison. So streifen ab dem ersten Morgengrauen die Jäger mit ihren Hunden über die Berghänge. Auch im Südwesten der Insel begegne ich ihnen häufig auf meine Wanderungen. Die Jäger haben mir erzählt, dass sie Hasen jagen. Ich selber habe allerdings noch keinen Hasen oder wilde Kaninchen gesehen. Doch es muss sie wohl geben, denn ansonsten würden die Jäger sich nicht so zahlreich zur Hasenjagd aufmachen. Ihre Hunde sind so abgerichtet, dass sie systematisch, sehr ruhig und gehorsam die Berghänge abstreifen. Die Jäger stehen zumeist ein wenig erhöht auf Felsen oder Bergkämmen. Von dort haben sie das Geschehen im Überblick und dirigieren die Hunde mit lauten Pfiffen. Die Hunde selber sind sehr gehorsam, ruhig und devot. Auch bei Begegnungen mit Lasko gibt es keinerlei Gebell.

magere Hunde

magere Hunde

Die Jagdhunde müssen bei den Jägern in der Jagdsaison hart arbeiten, werden oft angeschrien und sind zumeist so dünn, dass ich bezweifle, dass sie viel zum Fressen bekommen. Wenn sie nicht arbeiten, sind sie zumeist in alten Boxen, Kästen oder auch nur im Freien an der Kette angebunden. Ein trostloses Hundeleben. Sind sie alt und für die Arbeit nicht mehr zu gebrauchen, werden sie im besten Fall ausgesetzt oder auch gleich getötet. Für die Jäger sind die Hunde in vielen Fällen nur Gebrauchsgegenstände. Und so werden sie auch behandelt. Gut ist, dass es Organisationen auf der Insel gibt, die herrenlose Hunde suchen (wenn sie ausgesetzt worden sind), einfangen und nach einem neuen Zuhause für die zumeist sehr verschreckten Wesen Ausschau halten.

Blick auf den Risco Blanco

Tenogebirge mit Risco Blanco – auch hier wird gejagt

Secret Service auf dem Guama

Lasko riecht Hundespuren – ein Hase zeigt sich nicht

Blick Richtung Teide

Blick vom Guama Richtung Teide

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Kommentare
  1. leonieloewin sagt:

    Das kann ich mir gut vorstellen. Auch ich habe einmal einen Bericht über spanische Jäger gesehen, in dem gezeigt wurde, wie sie die „unbrauchbaren“ Hunde in Bäumen aufhängten (um keine Munition zu verschwenden) – schlimm. Gut, dass es viele Menschen gibt, die sich in Hundehilfsorganisationen engagieren. Liebe Grüße und einen schönen Sonntag, Leonie

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  2. Elvira sagt:

    Ich habe mal einen Bericht gesehen, in dem gezeigt wurde, wie Jäger ihre „unbrauchbaren“ Hunde einfach über die Klippen geworfen haben. Lebend! Eine Tochter meiner Cousine ist in einer Hundehilfsorganisation auf Ibiza tätig. Was sie so erzählt, ist genauso schlimm.

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  3. leonieloewin sagt:

    Da kann ich Dir leider nur zustimmen. Liebe Grüße nach Hamburg

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  4. Mich erstaunt immer, dass diese Hundebesitzer offenbar überhaupt keine gefühlsmäßige Beziehung zu ihren Tieren aufbauen. Die sind wirklich nur Nutzgegenstand, der nicht geschätzt und gepflegt (ausreichend gefüttert) wird, sondern den man ausmistet, sobald er nicht mehr „anständig“ taugt. Sehr traurig.

    LG Michèle

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  5. leonieloewin sagt:

    Vielen lieben Dank. Dir auch ein schönes Wochenende

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  6. Mademoiselle Carlin (und Franny!) sagt:

    Ja, ganz kann ich auch (noch? ) nicht drauf verzichten, das muss ich zugebem. Wir essen allerdings nur noch 1-2 mal die Woche Fleisch und dann nur noch wirklich Fleisch vom Metzger bzw. Demeterhof wo wir auch unsere Gemüsekiste ordern (war früher auch nicht so ) Das kostet zwar ordentlich aber ich hab da einfach ein besseres Gefühl bei! Das stimmt, den meisten fehlt leider der Respekt den Tieren gegenüber 😦 ich wünsche dir noch einen schönen Abend 🙂

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  7. leonieloewin sagt:

    Ja, das ist ein großes Thema. Vegetarier oder besser nicht? Der eine liebt den Hasen gebraten, der andere schafft es ganz auf Fleisch zu verzichten. Ab und zu wünschte ich, dass ich zur zweiten Sorte gehören würde. Ich reduziere Fleisch, aber ganz ohne schaffe ich es selber noch? nicht. Doch wie ich mit Tieren umgehe, ist eine zweite Sache. Und auch da gibt es noch viel Veränderungsbedarf auf der Welt. Liebe Grüße

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  8. Mademoiselle Carlin (und Franny!) sagt:

    Mir tun beide leid – Hunde und Hasen. Ich liebe Hasen und Kaninchen…allerdings nicht als Braten! Hab es einmal probiert, das reicht 😉 naja, jedem das seine 🙂 aber die Hunde sehen auch sehr schlimm aus, finde ich. Arme Tiere! LG Nathalie

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  9. leonieloewin sagt:

    Ja Pit, so geht es mir bei den Begegnungen und wenn ich sie in ihren Pappkästen liegen sehe, auch. Dir auch ein schönes Wochenende, Leonie

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  10. leonieloewin sagt:

    Stimmt, Karnickel gilt hier als Delikatesse. Na, dann sind die Jäger wohl ab und zu erfolgreich :-). Und Dir einen schönen Urlaub in der Sonne 🙂

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  11. Pit sagt:

    Hallo Leonie,
    diese armen Hunde tun mir echt leid!
    Hab‘ ein feines Wochenende,
    Pit

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  12. Frau Tonari sagt:

    Werden die Hasen gejagt, weil sie sonst überhand nehmen oder dienen sie ausschließlich dem Kochtopf? (Conejo en salmorejo und dazu papas arrugadas. Hm. Sehe, sehr lecker.)
    Hach, noch zwei Wochen. Dann urlaube ich auch mal wieder auf einer Kanare 😉

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  13. leonieloewin sagt:

    Dünn sind diese Hunde bereits von der Rasse her – das stimmt. Doch ab und zu sind sie wirklich nur Haut und Knochen. Liebe Grüße Leonie

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  14. minibares sagt:

    Solche Hunde sind meist dünn.
    Sie sind trainiert ohne Ende.
    Tja, Hasen oder Karnickel, ob sie welche erlegen können?
    Spannend.
    deine Bärbel

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  15. leonieloewin sagt:

    Bei jeder Begegnung überlege ich, wie sich da helfen lässt. Doch alle mitnehmen, geht leider auch nicht. Liebe Grüße

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  16. nurbanales sagt:

    Die Hunde sind ja wirklich extrem dünn. Da bekomme ich echt Mitleid mit ihnen.
    LG

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