Archiv für 3. Dezember 2015

Rio Magdalena

Rio Magdalena

Am frühen Morgen brechen wir im Reisebus in Richtung Süden in das sogenannte Südliche Hochland von Kolumbien auf. Aus dem Bus heraus sehen wir die großen Viertel im ärmlichen Süden von Bogota, in denen Millionen Menschen in einfachsten Verhältnissen leben. Südlich von Bogota geht es dann schnell die Anden bergab und die Landschaft verändert sich zunehmend mit den fallenden Höhenmetern. Wir fahren von 2.600 Höhenmeter herunter auf 1000 und später auf 400 Höhenmeter. Es wird um uns herum grüner und natürlich auch wärmer. Hier auf dem „Land“ ist die Armut – wenn auch sicher vorhanden – nicht so offensichtlich, wie in der großen Stadt. Es geht quer durch das südliche Hochland und die Landschaft um uns herum wird tropisch. Die 380 Kilometer bis zur Tatacoa Wüste ziehen sich. Wir halten in der Stadt Neiva und am Rio Magdalena, dem wir auf unserer Reise noch oft begegnen werden.

Neiva

Neiva

Torten in Neiva

Torten in Neiva

Treffpunkt Toilette :-)

Treffpunkt Toilette 🙂

Solche süßen Auslagen wie in der Bäckerei in Neiva bekommen wir häufig zu sehen. Die Kolumbianer scheinen süßes, aber auch fettiges Essen zu lieben. Mir gefallen hier am kolumbianischen Essen am besten die zahlreichen Früchte. Ansonsten kann ich mich mit dem süßen fettigen Essen hier in Kolumbien nicht so wirklich anfreunden. Zum Frühstück gibt es zumeist neben den Früchten, Eier und süßes Brot. Tagsüber halten wir häufig an kleinen Geschäften und Restaurants, die viele Arten von Kuchen und Brot und Empanadas anbieten. Alles mit weichen, weißen und süßen Teig. Die Empanadas (gefüllte Teigtasche)  im fettigen Teig gefüllt mit Fleisch, Hähnchen oder auch Gemüse. Sind die Empanadas am Anfang noch neu und interessant für mich, habe ich nach einigen Tagen genug davon. Die Arepas (Maisfladen) schmecken mir persönlich weitaus besser. Abends probiere ich ab und zu kolumbianisches Fleisch. Ansonsten wird in den Restaurants viel italienisches oder auch chinesisches Essen angeboten. Aber eine Pizza, Pasta oder Salat nach italienischer Art brauche ich in Kolumbien eigentlich nicht. Doch nach einiger Zeit finden wir auch einige typische kolumbianische Gerichte, die als „Eintöpfe“ sehr lecker schmecken. Die Kolumbianer sind große Fleischesser. Doch an der Karibikküste gibt es später für uns auch Fisch- und Meeresfrüchtegerichte.

Zum Trinken gibt es neben dem notwendigen Wasser, das ich literweise in mich hinein fülle, frische Fruchtsäfte. Die sind jedoch leider  häufig mit viel Zucker und Wasser verdünnt. Besonders gerne trinke ich den Saft der Lulo Frucht. Wein ist sehr teuer und so ist am Abend häufig ein kühles Bier eine willkommene Abwechslung.

Rio Magdalena

Rio Magdalena

Rio Magdalena

Rio Magdalena

Rio Magdalena

Rio Magdalena

Am Spätnachmittag erreichen wir über den kleinen Ort Villa Viaja die Tatacoa Wüste.

der kleine Ort Villaviaja am Rande der Tatacoawüste

der kleine Ort Villaviaja am Rande der Tatacoawüste

"Wüstenhund"

„Wüstenhund“

Schlafen in der Wüste - Bett oder Hängematte?

Schlafen in der Wüste – Bett oder Hängematte?

Die Wüste soll laut unserem Reiseführer  ihren Namen nach den dort zahlreich vorhandenen Klapperschlangen (tatacoas) haben. Anscheinend bezeichnen die Kolumbianer auch „zänkische“ Frauen als tatacoa. Zum Glück begegnen wir jedoch weder einer Klapperschlange noch einer zänkischen Frau :-). Wir sehen nur einige weiße Zebus, die grasend durch die steppenhafte Wüste ziehen. Durch die Nähe des Rio Magdalena ist die Tatacoawüste lediglich eine Halbwüste, die auch viele Pflanzen und Sträucher aufweist. Auf einem Spaziergang erfahren wir recht interessante Details über giftige Tiere und Pflanzen, aber auch über Pflanzen, die Wasservorräte speichern oder essbar sind. Leben und Tod dicht beieinander.

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste - Steinmännchen

Tatacoa Wüste – Steinmännchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Horizont liegen die Berggipfel der Nevado del Huila. Ein Teil der Halbwüste besteht aus gelbgrauen Gestein, während ein anderer Teil in rostroten Felsfarben leuchtet. Überall sollen hier noch Fossilien und Skelette großer Säugetiere und Reptilien herum liegen. Doch ich stoße lediglich auf Steinmännchen, die uns den Weg über die Felsen durch eine Art kleinen Barranco weisen.

einfaches Quartier in der Wüste

einfaches Quartier in der Wüste – Außenwaschstelle

Tatacoa Wüste - Pferdeparkplatz

Tatacoa Wüste – Pferdeparkplatz

Tatacoa Wüste - Zebu mit Kalb

Tatacoa Wüste – Zebu mit Kalb

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste – liegt hinter dem nächsten Busch ein Skelett?

Tatacoa Wüste - Fortbewegungsmöglichkeiten

Tatacoa Wüste – Fortbewegungsmöglichkeiten

Wir leben in einem sehr einfachen Quartier. Doch zum Ausgleich bekommen wir in der Nacht einen wunderschönen Sternenhimmel zu sehen, der sich unendlich über die Wüste auszubreiten scheint. Auch hier überall Hunde, die die einsamen Hütten bewachen. Als Verkehrsmittel stehen Pferde oder Motorräder zur Verfügung.

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste

Tatacoa Wüste - Steinmännchen

Tatacoa Wüste – Steinmännchen

Tatacoa Wüste - Weg

Tatacoa Wüste – Weg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die bislang noch für den Tourismus wenig erschlossene Wüste, ist im Umbruch. Es sollen wohl doch mehr und mehr Touristen hierher gelockt werden. In der Wüste gibt es eine kleine Sternwarte, einige gut ausgeschilderte Rundwanderwege und Hinweisschilder. Auch immer mehr kleine einfache Quartiere entstehen, von denen Touristen Exkursionen in beide Teile der Wüste unternehmen können. An einer Stelle Stelle treffen wir auf Arbeiter, die mitten in der Wüste einen Schwimmingpool ausheben.

Zu Fuß oder zu Pferd eine sehr bizarr anmutende Landschaft, die mich sehr beeindruckt hat.

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