Triángula del Café – Berge, Kaffeeplantagen und schlanke Wachspalmen

Veröffentlicht: 6. Dezember 2015 in Kolumbien, Leonies Leben 2015, Reisen 2015
Schlagwörter:, , , , , , , , , , , , , ,
Kaffeeplantage

Kaffeeplantage

Rote Kaffeebohnen

Rote Kaffeebohnen

 

 

 

 

 

 

 

 

Südlich der großen Stadt Medellin mit über 2,3 Millionen Einwohnern liegt Kolumbiens wichtigstes Kaffeeanbaugebiet. Kaffee wird in Kolumbien nicht nur hier angebaut, doch dafür im sogenannten Kaffeedreieck sehr konzentriert. Das Triángula del Café wird aus den drei Städten Armenia, Pereira und Manizales gebildet. Kolumbien ist als ein wichtiger Produzent von Kaffee weltbekannt und die Bedeutung des Kaffees ist für die kolumbianische Nation weder wirtschaftlich noch historisch zu unterschätzen.

Blick über das weite grüne und häufig mit Wolken behangene Land

Blick über das weite grüne und häufig mit Wolken behangene Land

Überall rechts und links der Straße sehen wir bereits bei der Einfahrt in die Kaffeezone große Kaffeeplantagen. Häufig werden zwischen den Kaffeestauden Palmen zur notwendigen Beschattung angepflanzt. So wechseln sich grüne Weiden mit Kaffeeplantagen und Palmen ab. Nun trennt uns nur noch die am dünnsten besiedelte Westandenkordillere von dem Pacifik, den wir allerdings auf dieser Reise nicht zu sehen bekommen werden.

Geier unter den Wolken

Geier unter den Wolken

Blick über das weite grüne und häufig mit Wolken behangene Land

Blick über das weite grüne und häufig mit Wolken behangene Land

Grüne Landschaft überall in der Kaffeezone

Grüne Landschaft überall in der Kaffeezone

Und wir dürfen sogar zwei Nächte auf einer Kaffeefinca wohnen. Mitten im Grünen liegt sie auf einem Hügel und bietet fantastische Ausblicke auf die grünen Andenhänge. Überall auf der großen Plantage gibt es für mich neue Pflanzen, Sträucher und Bäume zu entdecken. Gleich am ersten Abend unternehmen wir die ersten Streifzüge über die Plantage. Am Himmel über uns kreisen Geier.

Abendstimmung Kaffeezone

Abendstimmung Kaffeezone – Finca

Kaffeezone

Kaffeezone – im Grün der Plantage

Grüner Kaffee

Grüne Kaffeebohnen

Blick über den Pool

Blick über den Pool – Kaffeefinca

Solento

Kaffeezone

Hotel in der Kaffeezone

Finca in der Kaffeezone

Geier

Geier

...das war einmal Musik :-)

Kaffeefinca Dekoration…das war einmal Musik 🙂

 

 

Doch bevor wir uns mit dem Kaffee und der Finca intensiv beschäftigen können, geht es am nächsten Tag zunächst  mit dem Bus in das Gebirgsstädtchen Solento. Da in Kolumbien gerade an diesem Montag ein Feiertag ist, nehmen viele Kolumbianer ein langes Wochenende wahr und das Städtchen ist von Ausflüglern und Besuchern regelrecht überlaufen. Tatsächlich treffen wir auf dem Rückweg sogar auf einen langen Verkehrsstau.

Solento (1842 gegründet) und das Valle de Cocora sind nicht nur bei den Touristen, sondern auch bei den Kolumbianern selber, äußerst beliebte Ausflugsziele. Die Häuser sind in Solento bunt bemalt. Es gibt viele bunte Dinge, wie Strickwesten oder auch Hängematten zu kaufen. Die Kinder werden in großen Fahrzeugen herum gefahren und die Eltern essen und trinken in einem der zahlreichen Restaurants. Auch wir essen hier auf dem großen Platz frischen Fisch, der übrigens fantastisch schmeckt.

Solento

Solento – bunte Häuser

Solento

Solento

Solento

Solento

Solento

Solento – Musiker

Solento - belebter Hauptplatz

Solento – belebter Hauptplatz

Solento

Solento – viele Geschäfte laden zum Einkaufen ein

Solento

Solento – Trubel in allen Gassen

Solento - belebte Straße

Solento – Weg zum Mirador de la Cruz

Solento Vergnügungsgefährt

Solento Vergnügungsfahrt für Kinder

 

Solento Vergnügungsgefährt

Solento Vergnügungsgefährte warten auf Kunden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch Solento bietet nicht nur Stadt, Restaurant und Einkauf. Solento ist umgeben von einer wunderschönen Natur. Im Valle de Cocora wachsen die großen Wachspalmen. Sie stehen dort oft allein oder in Zweier- oder Dreiergruppen und ragen wie hohe Säulen in den Himmel. Die Gruppe wandert mit vielen anderen Touristen das Tal hinauf zum Wasserfall. Wer mag, darf auch reiten. Das lasse ich mir nicht zweimal sagen. Doch heute geht es weniger im Galopp, da es bergauf geht und der schmale Weg voller Touristen ist. Wer ein Pferd mietet, bekommt dazu einen Führer. Doch der ist ohne Pferd. Er wickelt sich den Pferdeschwanz um das Handgelenk und läuft im Schritt, Trab und Galopp hinter dem Pferd her. Mir war das insbesondere im Galopp sehr unangenehm für den armen Mann. Doch er ließ sich nicht überreden, den Pferdeschwanz loszulassen. So musste er wohl oder übel hinter mir herlaufen.

Solento

Solento

Pferde in Solento

Pferde in Solento

Ritt in Solento

Ritt in Solento mit „Läufer“

Reiten in Solento

Reiten in Solento

Reiten in Solento

Reiten in Solento

Wasserfall mit Brücke in Solento

Wasserfall mit Brücke in Solento

Wasserfall Solento

Wasserfall Solento

Wasserfall in Solento - einer badet

Wasserfall in Solento – einer badet

Wasserfall in Solento

Wasserfall in Solento

 

Am Wasserfall war es ein wenig kühl und matschig und nur wenige Menschen nahmen ein kleines Bad zwischen den glitschigen Steinen. Auf dem Rückweg zur Kaffeefinca hatten wir noch einen kleinen Unfall, als uns ein Pkw seitlich rammte  und den Bus auf der gesamten Länge ordentlich schrammte. Der Fahrer floh und unser Busfahrer musste die nächste Polizeistation anfahren, um den Unfall und die Fahrerflucht anzuzeigen.

Truck

Truck

Kaffeezone - Wachspalmen

Kaffeezone – Wachspalmen

Kaffeezone - Wachspalmen

Kaffeezone – Wachspalmen

Mitfahrgelegenheit

Mitfahrgelegenheit

 

Und dann am letzten Tag bekommen wir auch noch eine sehr interessante Führung mit vielen Erläuterungen auf der Kaffee Finca. Mehr als 560.000 Kaffeebauer in Kolumbien produzieren 12% des Kaffees auf der Welt. Angebaut wird hauptsächlich die Sorte Arabica, die in Höhen zwischen 800 und 1200 Metern bei Temperaturen zwischen 15 und 30 Grad wächst. Der nationale Verband der Kaffeebauern wird von dem fiktiven Kaffeebauern Juan Valdez repräsentiert, der ein werbeträchtiges Symbol in ganz Kolumbien ist. Überall treffen wir auf seine Kaffeeniederlassungen. So lassen sich anscheinend auch recht gut die Preise diktieren. Großhändler, die in das Ausland verkaufen werden mit Dollar bezahlt. Bei den örtlichen Fincas bleibt bereits weniger Geld hängen. Und die Arbeiter? Sie werden mit Hungerlöhnen bezahlt. Für ein gepflücktes Kilo Kaffeebohnen erhalten sie umgerechnet ungefähr 20 Cent. Und ein Kilo Kaffeebohnen pflücken dauert seine Zeit. Für Fairtrade scheint hier kein Platz. Wir erfahren, dass Fairtrade nur Einsatz erheblicher privater Initiative und  zudem unter erheblichen Einsatz privater Mittel möglich sein soll. Kann das wirklich sein? Doch so schnell und einfach lassen sich diese Thesen natürlich nicht vor Ort prüfen.

 

Kaffeefarm mit Guide

Kaffeefarm mit Guide

Kaffeesträucher

..überall Sträuder um uns herum

Kaffeeplantage - Plexiglasinstallationen

Kaffeeplantage – Plexiglasinstallationen

Kaffeeplantage

Kaffeeplantage

Kaffeeplantage

Kaffeeplantage – Besucherplätze

Ruhezonen auf der Plantage

Ruhezonen auf der Plantage

Plantagenarbeiter

Plantagenarbeiter

Kaffeekörbchen und Tasse

Kaffeekörbchen und Tasse

Kaffee

Kaffee

Kaffeezone - bunte Kaffeetassen entstehen

Kaffeezone – bunte Kaffeetassen entstehen

Kaffee grün und rot

Kaffee grün und rot

eine Tasse Kaffee

eine Tasse Kaffee – gute Qualität?

Pflanzen auf der Kaffeeplantage

Pflanzen auf der Kaffeeplantage – durch Kolibris wird die notwendige „Süße“ auf die Kaffepflanzen gebracht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir erfahren, dass die Pflege der Kaffeesträucher viel Arbeit erfordert. Die Sträucher müssen in bestimmten Jahresrhythmen beschnitten oder sogar neu gepflanzt werden. Zusatzanpflanzungen, wie die Palmen für die Beschattung und Bananenbäume wegen ihres hohen Potasiumgehaltes sind genauso notwenig wie Plantagenblumen. Die Blumen dienen als „süße Zugabe“ für den Kaffee und werden durch die Kolibris übertragen von den Blumen auf die Kaffeesträucher übertragen.  Auch verschiedene Arten von Pilzbefall müssen ständig an den Kaffeepflanzen bekämpft werden. Nach 20 Jahren müssen die Sträucher bis zu den Wurzeln aus dem Boden.

Wir können die Landschaft durch Plexiglasinstallationen in allen Farben bewundern und auch einem Korbflechter bei der Arbeit „Anfertigung von Kaffeekörbchen“ zuschauen. Wir dürfen ein Körbchen als Andenken mitnehmen und schließlich noch eine eigene Kaffeetasse bemalen. Und natürlich darf auch eine Kaffeeprobe nicht fehlen. Wie unterschiedlich die verschiedenen Sorten schmecken können und wie Kaffee verköstigt wird, erfahren wir hier. Die gute Qualität geht in den Export und die mindere Qualität bleibt im Land. Das konnten wir bereits beim Frühstückskaffee selber feststellen.

Persönlich habe ich noch am Abend ein schönes Erlebnis. Eine kleine Eule fliegt auf meine Stuhllehne und lässt sich zu meiner Verwunderung nicht nur streicheln, sondern auch in die Hand nehmen.

Eule

Eule

Eule in der Hand :-)

Eule in der Hand 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dann heißt es Abschied nehmen von der Kaffeezone. Wir fahren nach Peireira und fliegen von dort nach Cartagena. Auf dem Flughafen müssen wir uns von unserem nun so vertrauten und zuverlässigen Busfahren Luis verabschieden. Er kehrt mit dem Bus nach Bogota zurück, während auf uns die Karibik wartet.

 

 

 

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Advertisements
Kommentare
  1. kormoranflug sagt:

    Wunderbar und guter Kaffe kann süchtig machen.

    Gefällt 3 Personen

  2. Anna-Lena sagt:

    Als leidenschaftliche Kaffeetrinkerin am Morgen bin ich beschämt zu lesen, dass die Menschen dort nur Hungerlöhne verdienen. Aber mit den Textilien in Asien ist es ja nicht anders und die Beispiele lassen sich beliebig erweitern.
    Die roten Kaffeebohnen haben mich gleich an Smarties erinnert.
    Danke auch für diesen interessanten Bericht, liebe Leonie.

    Liebe Grüße und einen schönen 2. Advent,
    Anna-Lena

    Gefällt 1 Person

  3. kowkla123 sagt:

    danke für den Bericht, ich wünsche dir einen guten 2. Advent

    Gefällt 1 Person

  4. Ganz schön aufwendig der Kaffeeanbau. Wenn ich all die „Begleitpflanzen“ und sonstigen Punkte bedenke, die beachtet werden müssen .. Wieder ein sehr interessanter Bericht!
    Goldig ist ja die Eule, die sich mit dir angefreundet hat, Leonie! ^^ Was für ein schönes Erlebnis zum Abschluss eines Tages (und überhaupt).

    Liebe Grüße
    Michèle

    Gefällt 1 Person

  5. Toller Bericht, schöne Fotos und süße Eule 🙂

    Gefällt 1 Person

  6. minibares sagt:

    Liebe Leonie,
    wieder ein Ausflug – mit Ritt. Aber eigenartig, der Ritt.
    Tolle Fotos. Soviel Kaffee, und der Schlechte für die Einheimischen. Ich trinke keinen Kaffee mehr.
    War mir immer nur eine Pflicht.
    An so einem Feiertag ist halt viel los…
    Danke fürs Mitnehmen
    deine Bärbel

    Gefällt mir

    • leonieloewin sagt:

      Liebe Bärbel, wie Du an den Kommentaren siehst, auch am Kaffee scheiden sich die Geister. Einige sind süchtig…und ich kenne auch genügend Leute, die keinen Kaffee teinken. Ich wünsche Dir einen guten Start in die Woche, Leonie

      Gefällt mir

  7. Pit sagt:

    Hallo Leonie,
    ein interessanter Bericht für mich „alte Kaffeenase“. Kolumbianischen habe ich manchmal hier auch. Von der Cousine meiner Frau bekomme ich [als Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk] jeweils ein sechsmonatiges Kaffeeabonnement [1 Pfund, jeweils verschiedene Sorten, pro Monat]. Und von einem Besuch auf einer Kaffeeplantage in Costa Rica hat mir meine Frau ein Kaffeesortiment geschickt [http://tinyurl.com/zwts5ps]. Habe ich sehr genossen. 🙂
    Mit Anna-Lena kann ich nur sagen, ich bedaure auch, dass so wenig von dem Geld bei den Arbeitern ankommt. Ich würde gerne mehr für meinen Kaffee zahlen, wenn ich nur sicher sein könnte, dass es auch bei den Arbeitern ankommt.
    Hab‘ eine feine Woche,
    Pit
    P.S.: mir gefallen die buntbemalten Häuser außerordentlich.

    Gefällt 1 Person

  8. Pit sagt:

    P.S.: Geier gibt’s hier auch [http://tinyurl.com/huahu5o]. Wenn ich die beim Radeln so über mir kreisen sehe, denke ich immer, dass, sollte ich einmal einen Unfall haben, ich wenigstens nicht lange liegen bleibe. 😉

    Gefällt 1 Person

  9. Heartafire sagt:

    Outstanding and beautiful post, amazing photography!

    Gefällt 1 Person

  10. Maxima sagt:

    Wishing you a Happy New Year with the hope that you will have many blessings in the year to come!!!With love Maxima

    Gefällt 1 Person

Freue mich über jeden Kommentar von Euch

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s