Dunkle Tunnel, Steile Klippen und atemberaubende Ausblicke

Veröffentlicht: 14. März 2016 in Hiking, Hund, Leonies Leben 2016, LeoniesLeben, Spanisches Leben, Sport
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Barranco Santiago

Barranco Santiago

Eine immer wieder aufregende und spannende Wandertour geht unmittelbar vor meiner Haustür los. Ausgangspunkt ist der Küstenort Los Gigantes. Von dort geht es auf dem alten Königsweg (Camino Real) immer bergaufwärts Richtung Tamaimo. Dieser erste Teil der Wanderung auf dem mit alten Feldsteinen bepflasterten Weg ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Er führt durch Bananen- und Obstplantagen an einem Wasserdepot entlang. Danach geht es auf schmalen Wegen immer an der Westseite des Barrancos Santiago bergauf. Dabei bieten sich immer wieder schöne Ausblicke hinauf zu den Orten Ort Tamaimo und El  Modello sowie die umliegenden Berge.  Mit den steigenden Höhenmetern wird der Blick zurück auf die Küste immer besser.

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...aus dem Tunnel heraus :-)

…aus dem Tunnel heraus 🙂

Das Abenteuer beginnt dann auf ca. 400 Höhenmetern. Denn dort geht es durch einen sogenannten Galeriatunnel ca. 1.300 Meter durch den Berg hindurch. Dieser und viele ähnliche Tunnel wurden auf Teneriffa einst in die Berge geschlagen, um Wasser zu gewinnen. Wer mehr darüber wissen möchte, kann in diesem Artikel über die Wassergewinnung auf Teneriffa bei Noticias 7 weitere Informationen finden. Auf alten Gleisen und mit eingezogenen Köpfen verläuft die Wanderung quer unter dem Berg, dem Guama, hindurch. Und auf der anderen Seite des Tunnels erwartet uns der Barranco Seco. Hierher verirren sich nicht so vielen Menschen. Einsamkeit und tolle Ausblicke auf den Risco Blanco,  die umliegenden Felsen und hinunter zur Küste sowie auf  die Nachbarinsel La Gomera runden das Erlebnis ab. Auf dem Barrancogrund treffen wir auf Wasserkanäle und verfallene Ruinenhäuser, die aus der Zeit des Galeriebaus stammen. Im Barrancobett gibt es fast immer ein wenig Wasser und für Lasko in der alten Lore, die mittlerweile tief im Sandbett eingefahren ist, ein ideales Ruhebett.IMG_0914

Lasko in einer alten Lore

Lasko in einer alten Lore

alte Gemäuer im Barranco Seco

alte Gemäuer im Barranco Seco

 

Im Barranco Seco besteht die Möglichkeit auf schmalen Pfaden bis hinunter an den Strand zu laufen. Auch über diese Wanderung habe ich bereits bei Noticias 7 geschrieben. Dabei handelt es sich um eine sehr lange anstrengende Wanderung. Und wer lieber langsam wieder zurück nach Los Gigantes möchte, der wählt einen anderen Tunnel, der in Höhe von 275 Metern zu finden ist. Auch dieser ist ca. 1 Kilometer lang. Eine Taschenlampe und ein Kopflicht ist also unbedingt von Nöten. Dieser zweite Tunnel ist nicht so unheimlich wie der erste Tunnel, da der Wanderer von Anfang an ein kleines Licht am Ende des Tunnels sieht. Dieser Tunnel verläuft dementsprechend gerade und der Weg führt immer entlang an einer offenen Wasserleitung. Am Ausgang des Tunnels bietet sich dann ein unbeschreiblich schönes Bild. Hoch über Los Gigantes und mitten in den hohen Klippen, den Acantilados eröffnen sich unbeschreiblich schöne Ausblicke auf den Atlantik und die Felsenwand der Los Giganten.

Ausblick auf den Hafen von Los Gigantes

Ausblick auf den Hafen von Los Gigantes

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Mitten durch die Steilwand geht es  immer eng am Abgrund entlang zurück nach Los Gigantes. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind für diese Wanderung ein unbedingtes Muß. Doch wer sich traut, wird durch fantastische Ausblicke aus der Höhe entschädigt. Die genaue Tourenbeschreibung ist hier zu finden.
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Bis zum nächsten Mal und habt eine schöne Woche.
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Kommentare
  1. Liebe Leonie, mein Bericht über diese tolle Wanderung steht noch aus, aber als ich deine Bilder gesehen habe, hat sich alles wie gestern angefühlt ;). War toll, dich auf diesem Wege kennen gelernt zu haben :)! LG

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  2. Wie immer ein toller Bericht mit schönen Fotos!
    Aber das letzte Foto mit Lasko und dir vor dem schneebedeckten Teide ist atemberaubend!
    Liebe Grüße
    Volker

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  3. Das ist schon eine wunderschöne Gegend! Danke für die herrlichen Fotos von unterwegs!
    (Ganz schön lang, dieser Galeria-Tunnel!)

    LG Michèle

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  4. Dein sehr schöner Bericht untermalt mit herrlichen Fotos haben ein bisschen Fernweh in mir geweckt.

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  5. gsharald sagt:

    Hallo Leonie,

    das hört sich ja ganz toll an und die Bilder zeigen es. Bist Du eigentlich alleine unterwegs? Ich freue mich, dass ich Deine Seite gefunden habe.

    Liebe Grüße
    Harald

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  6. Clara HH sagt:

    Liebe Leonie, jedes Mal, wenn du Fotos von deiner Winterheimat zeigst, bin ich der Meinung, dass du dir das richtige Fleckchen Erde ausgesucht hast.
    Mit lieben Grüßen von mir

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  7. monisertel sagt:

    Liebe Leonie,
    Danke, dass Du uns auf diese wunderbare Wanderung mitgenommen hast. Echt herrliche Landschaftsfotos, man fühlt sich richtig mitten drin!
    Lieben Gruß
    moni

    Gefällt 1 Person

  8. Pit sagt:

    Hochinteressant, liebe Leonie, vor Allem mit dem Zusatzartikel in Noticias. Danke fuer den Link.
    Hab’s fein,
    Pit

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  9. kowkla123 sagt:

    guten Start in die zweite Wochenhälfte

    Gefällt 1 Person

  10. Anna-Lena sagt:

    Trotz des Tourismus auf den Kanaren haben sich die Inseln sehr viel von der Ursprünglichkeit bewahrt, teilweise sicher auch durch die Landschaftsform, denn es lassen sich nicht überall Ferienhäuser und Hotels hinbauen. Ich hoffe, das die Ursprünglichkeit immer erhalten bleiben wird – wahre Naturparadiese als geografisches Erbe.

    Liebe Grüße und pass immer gut auf dich auf, liebe Leonie 🙂 ,
    Anna-Lena

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    • leonieloewin sagt:

      Für das Aufpassen habe ich ja Lasko :-). Ich finde es auch immer faszinierend heraus aus den „Touristenburgen“ zu kommen und bereits nach wenigen Minuten umgeben von einem Naturparadies in der absoluten Einsamkeit zu sein. Liebe Grüße Leonie

      Gefällt mir

      • Anna-Lena sagt:

        Kann ich sehr gut verstehn. Ich bin zwar wenig gewandert (so wie du), aber ich kenne viele Gegenden, in die du uns immer mitnimmst.

        Im Krater des Teide habe ich mal an einem Heiligabend gestanden, umgeben von Schwefeldämpfen, bei strahlend blauem Himmel, mit Blick auf alle anderen Inseln und bei gefühlten 20 Grad minus. Das Gefühl habe ich nie vergessen, es war einfach überwältigend.

        Gefällt 1 Person

  11. Corinna sagt:

    Das sind ja wirklich unheimlich faszinierende Ausblicke! Eine traumhafte Landschaft. Ich kann verstehen, dass Du da gern wanderst.

    Gefällt 1 Person

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