Archiv für die Kategorie ‘Lasko denkt 2014’

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Gestern Nacht konnte ich nicht schlafen und surfte ein wenig durch das  weltweite Hundenetz. Ich muss doch immer mal wieder schauen, was meine Hundekumpel in aller Welt so machen. Plötzlich traf mich fast der Schlag. Da hat doch tatsächlich das Fellmonsterchen mit seinen Hunden mich mit einem Liebsten Blog Award versehen. Schlagartig war ich hellwach. Da konnte ich einfach nicht mehr anders. Ich habe die ganze Nacht durchgearbeitet, um bloß alles richtig zu machen. So eine Nominierung ist gar nicht so einfach. Sooo viele Regeln…wo ich doch eigentlich Regeln überhaupt nicht mag.

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Hier alle Regeln – doch Fellmonsterchen sei vorgewarnt: ein Lasko ist ein König im Umgehen von Regeln

“Liebster Award” wurde von Bloggern für Blogger ins Leben gerufen. Es ist eine Art gegenseitiger Unterstützung im Bloggernetzwerk und explizit für kleine, neuere Blogs, die noch nicht so viel Publikum haben.

Da habe ich als Hund nichts gegen einzuwenden.

Der Ablauf nach Nominierung ist wie folgt:

• Der oder die Nominierte erhält mit seiner Nominierung elf Fragen, die er in einem Blogbeitrag beantworten soll.

Das war eine hündische Nachtarbeit 🙂

• Außerdem liefert er oder sie eine kleine Beschreibung zu dem Blog, von dem er/sie nominiert wurde, inkl. Verlinkung zu dem Blog.

Monstermeute & Zeuchs ist nicht beschreibbar…und schon gar nicht für einen Hund…einfach unbeschreiblich

• Er veröffentlicht seine Antworten und nominiert gleichzeitig fünf bis elf weitere Blogs, die dann das gleiche machen.

Liebes Fellmonster, nicht böse sein, so eine Nachtarbeit will ich meinen Hundefreunden nicht antun

• Das Logo des Awards wird kopiert und in den eigenen Beitrag gesetzt.

Joo

 

Heute: meine Nachtarbeit – 11 Fragen vom Fellmonster und meine Antworten

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  1. Karneval oder XXL-Caipi? Leonie würde wohl Caipi sagen, aber ich liebe Karneval mit vielen Essensresten auf dem Boden. Lecker!
  2. Wie findest Du Afrikanische Riesenschnecken? Würde ich gerne mal probieren.
  3. Puscheligkeit oder Plumpudding? Was für eine Frage – Fressen natürlich…
  4. Weihnachten oder Ostern? Pute oder Osterhase – mag ich beide gern.
  5. Osterhasi oder Nikolausi? Einen Schokomann habe ich Leonie vor Jahren stibitzt. An die blöden Osterhasen bin ich noch nicht herangekommen.
  6. Mario Barth oder Loriot? Schmecken mir beide nicht.
  7. Sollten Raspu und Nelly doch noch einen Adventskalender bekommen? Auf jeden Fall und zwar einen mit viel Fleisch und Extraknochen. Und am Besten gleich eine Jahreskalender, der anständig gefüllt ist, dazu.
  8. Helene Fischer oder Rolling Stones? Musik zum Fressen brauch ich nicht.
  9. Morgen- oder Nachtmensch? Ich bin ein 24 Stundentier, das schläft, frisst und läuft. Ob Sonne oder Mond ist mir egal.
  10. Winkekatzen oder Winkepinscher? Haben die eine essbare Füllung?
  11. Und sonst so? Viele liebe Grüße an Raspu und Nelly und viel Spaß mit dem neuen gefüllten Jahreskalender.

 

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Morgen: ich habe ja schon gesagt, dass ich meine Hundekumpels nicht zu Nachtarbeiten verdonnern will. Dennoch bleiben einige Fragen offen und wer mag, der möge mit den Regeln des Blog Awards das Stöckchen nehmen.

1. Trockenfutter oder ein saftiges Steak

2. Leine oder Freilauf

3. allein oder in der Meute

4. im Körbchen oder im Bett

5. allein zu Haus oder zusammen im Restaurant

6. wandern oder schwimmen

7. Badewanne oder Dreckloch

8. Spielzeug oder einen richtig dicken Ast

9. Teppich oder Sand

10.ruhen oder schlafen

11. fressen oder noch mehr fressen

habe fertig

habe fertig

 

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Lasko denkt – jetzt auch in Buchform

Veröffentlicht: 16. November 2014 in Hund, Lasko denkt 2014
Schlagwörter:, ,
Lasko denkt - gestern, heute, morgen

Lasko denkt – gestern, heute, morgen

Hurra – endlich ist es soweit:

Gestern ist Lasko denkt – gestern, heute, morgen als E-Book erschienen. Lasko freut sich und Leonie freut sich mit :-).

 

Falls jemand Lasko als EBook lesen möchte:

Neobooks

Pdassi

Google Books

Amazon

emcosys

u.w.

 

Viel Spaß und Freude beim Lesen und einen schönen Sonntag.

Lasko denkt

Lasko erschöpft vom vielen Schreiben

 

Lasko denkt...

Lasko denkt…

......stehe ich neben mir?

……stehe ich neben mir?

 

Gestern: Wir  flogen aus dem deutschen Winter Sommer in den kanarischen Sommer Winter. Ich habe es aufgegeben mein Fellkleid zu wechseln. Rein prophylaktisch lasse ich mein Fell nun rund um das Jahr ordentlich nachwachsen. Das hat den Vorteil, dass ich vollkommen unabhängig von Jahreszeiten und Orten bin. Allerdings lasse ich dementsprechend auch immer genügend Haare fallen. Im Winter Sommer weniger und im Sommer Winter mehr.  Leonie meint, dass  meine Haare bald über ganz Europa verstreut sein werden.  Da übertreibt sie mal wieder maßlos. Statt das Leonie sich freut, dass ich so anpassungsfähig in meiner Fellbekleidung bin, flucht sie oft vor sich hin, wenn sie stundenlang Böden und Sofas von meinem Haar befreien muss.

Und nicht nur die Haare sind es, die Leonie stören. Seit einigen Wochen habe ich eine offene Stelle auf der Nase. Da ist mir im Sommer doch tatsächlich in München eine Zecke hineingekrochen. Freunde von Leonie, Leonie selber und auch ihr Sohn operierten in den folgenden Wochen an mir herum, aber es blieben wohl immer noch kleine Zeckenteile in meiner Nase zurück. Mir ist das eigentlich egal, aber ab und zu juckt meine Nase. Dann scheuere ich die Stelle wieder auf und blute. Und schon haben wir neben den Haaren auch noch ein wenig Lasko Blut an den Decken kleben. Leonie bearbeitet mich jetzt immer mit so einem komischen Stinkmittel, das Zecken abschrecken soll. Das Zeug stinkt höllisch und ich mag es überhaupt nicht.  Wenn Sie mir das Sprühzeug auf den Nacken sprüht, könnte ich aus der Haut fahren. Ich springe und hüpfe und wälze mich. Dann stehe ich wirklich neben mir. Leonie lässt das kalt, sie meint, dass ich da durch muss. Ich möchte mal wissen, was sie sagen würde, wenn ich ihre Haut mit so einem Stickmittel bearbeiten würde.

wieder auf der Sonnenliege

wieder auf der Sonnenliege

Während Leonie die Wohnung aufräumte, Nachbarn begrüßte und zum Einkaufen eilte, erholte ich mich erst einmal von dem Flug und dem schrecklichen Sprühmittel auf der Sonnenliege. Am nächsten Morgen las ich die Hundezeitung von Teneriffa und stellte fest, dass auch hier das Leben nicht stehen geblieben war. Nicht nur Menschen, sondern auch Hunde waren gestorben und andere neu geboren. Meine Doubles auf dem Bild sind nur ein technischer Trick, denn außer wegen diesem Sprühzeug fahre ich so gut wie nie aus der Haut. Ich weiß, dass ihr Zweibeiner diesen Spruch benutzt, wenn Ihr ein bisschen verwirrt seid. Ich bin  grundsätzlich nicht verwirrt, denn meine Nase weist mir immer den richtigen Weg. Und während Leonie mit Freunden an einen wunderschönen weißen Sandstrand ging, an dem natürlich Hunde wieder mal verboten sind, half meine Nase mir in der Wohnung einige leckere Lammkoteletts aufzuspüren. Die hatte Leonie „glücklicherweise“ auf dem Küchenschrank liegen lassen, da sie am Abend Besuch eingeladen hatte. Da musste sie am Abend schnell los rennen und neues Fleisch einkaufen. Doppelt gut für mich: nicht nur leckere Lammkoteletts, sondern auch noch ein netter Extraspaziergang.

Morgenstimmung Hafen

Morgenstimmung Hafen

erstes Sonnenlicht auf den Felsen

erstes Sonnenlicht auf den Felsen

Weißer Sandstrand - Abama Beach

Weißer Sandstrand – Abama Beach

wandern im Tenogebirge

wandern im Tenogebirge

Blick über den Guama nach La Gomera

Blick über den Guama nach La Gomera

Felstor El Burjito und "Finger" über Los Gigantes

Felstor El Burjito und „Finger“ über Los Gigantes

Morgenlicht auf der Felswand

Morgenlicht auf der Felswand

 

Wir waren nicht nur wandern. Am frühen Morgen liebe ich Spaziergänge in den Hafen. Auf Teneriffa ist es zurzeit noch ziemlich warm und so genießen wir den Schatten und die angenehme Kühle am frühen Morgen. Wenn dann die Sonne langsam über die gigantischen Felsen kommt und die sich von blau schwarz nach rot verfärben, wird es Zeit nach Hause zu gehen und an ein gutes  Frühstück zu denken. Mein Appetit ist nämlich immer da. Egal wo ich bin, Lasko ist immer hungrig.

Heute ist erst einmal wieder Schluss mit wandern. Gestern ist Leonie allein mit dem Rad in die Berge gefahren. Als sie zurück kam humpelte sie und blutete stark am linken Bein. Sie fuhr mit einem Polizeiwagen zur Ambulanz und später noch zu einem Arzt. Als sie nach Stunden zurückkam und sich auf dem Sofa ausstreckte, erzählte sie mir die ganze Geschichte. Als sie mit dem Rad den Berg heruntersauste, kamen plötzlich aus einer Finca zwei kleine kläffende Hunde an, die hinter ihr her rannten. Und dann kam noch ein Schäferhund, der sich an der Jagd auf Leonie beteiligte. Leonie hat keine Angst vor Hunden und dachte, dass die Hunde nur hinter ihr herrennen würden. Doch der Schäferhund hatte anderes im Sinn. Er holte sie ein und biss ihr mehrmals ins Bein. Na, wenn ich da gewesen wäre, dem hätte ich aber etwas erzählt. Doch Leonie meint, dass es gut war, dass ich nicht dabei war, denn sonst hätte der mich wahrscheinlich auch noch gebissen.

Zwei nette italienische Touristen, die mit dem Wagen an Leonie vorbeifuhren, halfen ihr auf die Beine. Die Polizei kam auch und brachte Leonie zur Ambulanz. Vorher rollte sie aber noch blutend auf dem Rad den Berg hinab. Und wie es an solchen Pechtagen manchmal ist, in der Ambulanz war kein Arzt, da der zu einem Notfall gerufen worden war. Im ganzen Ort gab es nicht einmal eine Krankenschwester. Doch plötzlich tauchten die Besitzer des Hundes in der Ambulanz auf. Dort saß Leonie blutend und verzweifelt und  wusste nicht, was sie machen sollte.  Sie entschuldigten sich und brachten Leonie zu einem Arzt in einem Nachbarort. Sie zahlten den Arzt und die Medikamente. Doch sie baten ganz dringend darum, bitte nicht die Polizei einzuschalten. Der Hund habe nämlich keine Papiere. Was bedeutet das nun wieder? Ist der Hund nicht versichert oder versteuert? Leonie war das  eigentlich in dem Moment  egal. Sie hatte ziemliche Schmerzen. Als ihre Wunde  versorgt  war,  kam sie humpelnd wieder zu Hause an. Leider tut so ein ordentlicher Schäferhundbiss wohl auch ganz gut weh.  Gut ist, dass Leonie nun nicht mehr allein in die Berge fährt. Schlecht ist, dass sie auch nicht mit mir wandern kann. So liegen wir auf dem Sofa und hoffen auf Besserung.

Morgen passen die Besitzer hoffentlich ein bisschen besser auf ihren bissigen Schäferhund auf und legen ihn an die Leine. Und wenn Leonies Bein wieder zugeheilt sein wird und sie nicht mehr humpeln muss, geht es auch ganz sicher wieder mit mir zusammen in die Berge.

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Lasko denkt

Lasko denkt und bleibt auf dem Teppich

 Gestern: Der Sommer verfliegt und ich döse auf meinem Teppich und schaue zu. Manchmal denke ich, dass ich einen fliegenden Teppich bräuchte. Dann könnte ich vielleicht mit der verfliegenden  Zeit mithalten. Doch will ich das wirklich? Ich werde nämlich ganz langsam ein wenig älter und gelassener. Und wie sich das für einen „alten Herren“ gehört,  nehme ich die Dinge ganz allmählich  auch ein wenig ruhiger und gelassener. Nur wenn es um das Fressen oder um  „Raus gehen“ geht. Da gibt es noch immer für mich kein Halten mehr. Impulskontrolle? Null! Da ist die Grenze meiner Gelassenheit erreicht. Aber Hund kann ja nicht nur gelassen sein, oder?

Diesen Sommer war ich in Bonn, Freiburg, München und Dänemark. Überall neue und andere Gerüche. Und selbst wenn ich die Orte langsam alle kenne, immer wieder alles neu und aufregend. In München und Dänemark war so schönes Wetter, dass ich im See und im Fjord baden konnte. In Bonn kam das Wasser in diesem Sommer eher von oben. Da wurde ich jeden Morgen bereits bei unserem Morgenlauf nass und Leonie fluchte vor sich hin, da ich nicht nur nass, sondern auch richtig schön voll Schlamm war.

Einmal hat mich Leonie für eine Weile in Dänemark allein gelassen. Da dachte ich schon, dass es nun wieder so geht, wie im letzten Jahr. Leonie schaut sich die Welt an und ich muss mich mit dänischen Poelsern begnügen. Nee, das war ein Scherz. Dänische Poelser schmecken gar nicht so übel. Und Leonie fuhr auch nicht nach Vietnam, sondern nur nach Bremen. Nach wenigen Tagen war sie wieder da und zeigte mir Bilder von den Bremer Stadtmusikanten. Ein tolles Märchen. Das würde mir auch gefallen, laut zu bellen, Räuber zu verjagen und ein Haus zu besetzen. Na ja, was nicht ist, kann ja noch werden.

Und gestern ist Leonie tatsächlich in die Luft gegangen. Sie regt sich ja ab und zu ein wenig auf. Zugegebenermaßen kann das auch schon mal über mich sein. Zum Beispiel als ich in München an der Isar einem Mann sein Grillfleisch vom Grill weggeschnappt habe. Ehrlich gesagt, schämt Leonie sich dafür mehr als ich. Doch vergessen wir die dunkle Vergangenheit.

Gestern waren wir in Dierdorf auf einem Flughafenfest. Ich fand das Fest nicht besonders witzig. Es war dort nur und überall laut.  Hoch über uns dröhnten Flugzeuge. Motorsegler, Oldtimer und ganz viele laute kleine und große Modellflugzeuge. Was ist daran bitte Fest? Erst dachte ich, dass ich den kleinen Modellflugzeugen hinterher laufen könnte. Die sehen nicht so stabil aus. Ich stellte mir vor, wenn ich die schnappen würde. Ein Biss….und Ruhe ist. War nicht. Leonie nahm mich an die Leine als wir uns den Modellen näherten. Hatte ich doch gerade so schön auf der Wiese gespielt und Mäusegänge ausgegraben. „Spielverderberin!“ Doch es kam noch schlimmer. Leonie wollte unbedingt mitfliegen. Eine Stunde lang verschwand sie vor meinen Augen im Himmel. Zum Glück erwischte sie nicht so ein Flugzeug, dass – wie die Kunstflieger – einen Looping drehte. Mir wurde ganz schlecht. Da konnte ich nicht mehr hinsehen. Ihr könnt Euch ja die Diashow am Ende ansehen. Ich brauche das wirklich nicht. Viel Lärm um nichts.

Doch ganz zum Schluss wurde es doch noch ein richtiges Fest. Während Leonie und ihre Freunde am Tisch saßen und eine Bratwurst verspeisten, konnte ich unter dem Tisch abräumen. Da lagen Wurstreste, Pommes und dank meiner guten Nase fand ich sogar ein dickbelegtes Brötchen. So war ich am Ende doch noch ein wenig mit dem Krach in der Luft  versöhnt. Und noch eine neue Erkenntnis hat mir der Tag gebracht. Ich weiß, dass ich ganz bestimmt  keinen fliegenden Teppich brauche.

 

Modell mit Modellfliegern

Die Modellfliegern passen gut auf ihre Flieger  auf – schade.

Fl awa

Abflug für Leonie

in luftiger Höhe

Looping ohne uns

Heute: Heute waren wir auf einem Flohmarkt. Zum Glück gab es neben alten Sachen auch noch genügend neues Essen. Ich hatte schon Angst, dass die vielen Speisereste, die ich überall unter den Ständen entdeckte, auch antik waren. Waren sie dann aber zu meiner Beruhigung nicht. Leonie schaute sich alte Spiegel an. Und wir spiegelten uns ein wenig. Ich schaute in die Spiegel um vielleicht noch weitere Speisereste sozusagen im Rückspiegel zu entdecken. Doch dann sah ich tatsächlich einen Labrador im Spiegel. Der Bursche sah fast so gut wie ich aus. Die Betonung liegt auf fast.

..noch ein Spiegel

ein Spiegel ohne Lasko

Lasko im Spiegel

ein Labrador im Spiegel

Leonie  fotografierte nur auf dem Flohmarkt und kaufte nichts. „Die Wohnung ist voll genug“, meinte sie. Schade, so einen antiken Knochen hätte ich schon ganz gerne mitgenommen. Nur zum Anschauen versteht sich.

Der Sommer ist vorbei und nicht nur in der Werbung heißt es „Hallo Herbst“.

Hallo Herbst

Hallo Herbst

Morgen: Hallo Herbst – habt Ihr es auf dem Plakat gelesen? Doch nicht für mich. Ich fliege in einer Woche in die Sonne. Nicht auf dem fliegenden Teppich. Auch nicht in so einem kleinen Krachdingsda. Nee, nee…ganz zivil in meiner Transportbox, erste Klasse Frachtraum. So erzähle ich das jedenfalls meinen Hundekumpels in Bonn. Das es da unten im Frachtraum nur eine Klasse gibt, verrate ich wirklich nur Euch.

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....bei Sonnenschein und blauen Himmeln wandern wir los

….bei Sonnenschein und blauen Himmeln wandern wir los

Das Wetter kommt mir im Moment eher herbstlich als sommerlich vor. 20 Grad zeigt das Thermometer nur in der Mittagssonne. Viele graue Wolken ziehen von Westen über Bonn  und bringen einige ergiebige Regengüsse. Zwischendurch zeigt sich zum Glück auch immer mal wieder die Sonne. So konnte am Sonntag der geplante Spaziergang stattfinden. Eine kleine Sonntagswanderung führte uns südlich von Bad Godesberg unter dunklen Wolkenfeldern hindurch, vorbei an fast reifen Brombeeren (lecker), Stoppelfeldern und Wäldern mit Sturmschäden.

dunkle Wolken - Regen oder Sonne?

dunkle Wolken – Regen oder Sonne?

die Kühe ignorieren uns und zeigen ihre Rückseite

die Kühe ignorieren uns und zeigen ihre Rückseite

...doch eine ist neugierig

…eine ist dann doch neugierig

Stoppelfelder, ein kalter Wind...Herbst?

Stoppelfelder, ein kalter Wind…Herbst?

Brombeeren - mag ich immer noch, auch wenn ich im letzten Jahr unfreiwillig mit meinem Wagen darin landete :-)

Brombeeren – mag ich immer noch, auch wenn ich im letzten Jahr unfreiwillig mit meinem Wagen darin landete 🙂

einige Regentropfen fallen und wir verziehen uns in den Wald

einige Regentropfen fallen und wir verziehen uns in den Wald

aufgestapeltes Holz vom letzten Sturm

aufgestapeltes Holz vom letzten Sturm

überall große Stöckchen für Lasko :-)

überall große Stöckchen für Lasko 🙂

einige Äste hängen noch ein wenig in der Luft

einige Äste hängen noch ein wenig in der Luft

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Movistar 001

Manchmal wachsen die kleinsten einfachsten Alltäglichkeiten zu komplizierten Monstern heran. Und ganz ab und zu verspricht auch die Werbung mehr als sie halten kann. Irgendwann trifft es jeden von uns. Das passiert nicht nur in Deutschland, sondern kann auch – wie der folgende „Ausnahmefall“ zeigt – schon mal auf einen kleinen sonnigen Insel mitten im Atlantik passieren.

Mich erwischte es im April. Eines Morgens lag ein Brief von Movistar in meinem Briefkasten. Movistar ist mein Provider für Internet und Festnetz. Warum ich Festnetz habe? Ich brauche es nicht. Aber hier auf Teneriffa ist Internet nur in Kombination mit Festnetz buchbar. So habe ich Festnetz und zahle monatlich  mehr als den doppelten Betrag, den diese Leistung in Bonn kostet. Doch in dem Brief kündigte Movistar nun an, dass die Gesellschaft ab Juni die Preise noch einmal um ca. 5 Euro im Monat erhöhen würden. Das veranlasste mich dann doch, mich in mein Auto zu setzen und zur übernächsten kleinen Stadt zu fahren. Dort befindet sich die nächste Movistar Filiale. Ich fragte mich, ob es nicht irgendwelche Alternativen zu meinem Vertrag geben könnte. Diese Frage wollte ich klären.

In der kleinen Filiale angekommen, reihte ich mich in eine lange Schlange wartender Leute ein, die von einer einzigen Verkäuferin bedient wurden. In solchen Momenten lerne ich Spanisch, um mir die Zeit beim Warten ein wenig zu vertreiben. Als ich nach einer Stunde an der Reihe war, erklärte mir die nette Verkäuferin tatsächlich Alternativen zu meinem jetzigen Vertrag. Sehr schnell erfuhr ich, dass ich zum gleichen Preis, den ich jetzt bezahle, auch noch einen Handyvertrag mit Freiminuten und sogar für 20€ ein neues Handy erhalten könne. Macht das Sinn? Ein Vertragswechsel soll billiger sein und mehr Leistung bieten als mein jetziger Vertrag? Ich verstand es nicht und verstehe es immer noch nicht. Ich habe auch niemanden gefunden, der mir das erklären kann. Doch ich willigte nur zu gerne in den Deal ein. Doch das allein reichte leider nicht aus.

Ich verbrachte geschlagene weitere 2 Stunden in dem Geschäft, wobei die Schlange hinter mir länger und länger wurde. Denn nun musste die Verkäuferin  drei neue Verträge anfertigen. Einen für das Internet, einen für das Festnetz und einen für das Handy. Dabei musste sie mit drei verschiedenen Abteilungen sprechen, die alle immer und immer wieder dasselbe wissen wollte. Name, Adresse, Steuernummer…

Doch nach zwei Stunden waren die Verträge gemacht. Ich wurde entlassen. Nicht das damit der Wechsel vollzogen wäre. Die nette Verkäuferin teilte mir mit, dass ich in den nächsten Tagen eine SMS erhalten würde, dass der Vertrag dann gewechselt sei. Danach könne ich in das Geschäft kommen und die Handykarte abholen. Soweit und so gut. Ich erhielt tatsächlich nach zwei Tagen die entsprechende SMS. Ich fuhr erneut in das Städtchen und stellte mich dieses Mal nur eine halbe Stunde in einer kleinen Schlange an. Die Verkäuferin erklärte mir, dass sie nun meine sämtlichen Steuerunterlagen, Aufenthaltsunterlagen und den Pass zu sehen wünsche. Hier könnte das vorläufige Ende des Telefonvertrages gewesen sein. Doch da ich die spanische Bürokratie mittlerweile kenne, hatte ich einen ganzen Aktenordner an Unterlagen dabei. Ich wollte zwar kein Haus, sondern nur eine kleine Simkarte kaufen, aber das machte  anscheinend nicht wirklich einen Unterschied. Stolz zog ich meinen Aktenordner aus dem Rucksack.

Die Verkäuferin freute sich. Sie teilte mir mit einem strahlenden Lächeln mit, dass es gut sei, dass ich alles dabei hätte. „Doch leider leider“, fügte sie hinzu, “ die Umstellung Ihres Vertrages ist noch nicht erfolgt“. So könne sie mir auch heute auch noch keine Karte aushändigen. Ich solle mal morgen oder vielleicht übermorgen oder in einer Woche wiederkommen. Bis Ende Juni sei die Karte sicher da. Und dann sagte sie:“Die Handys für 20€ sind leider auch ausgegangen. Wir haben keines hier, aber mindestens hundert Vorbestellungen dafür. Bis Sie an der Reihe sind, kann es  Winter werden.“ Als sie mein enttäuschtes Gesicht sah, fügte sie in einem aufmunternden Ton hinzu:“ Ich kann mir vorstellen, dass die Filiale in Madrid noch einige dieser Handys hat.“ Als ich den Laden verließ schrie sie hinter mir her:“Sie kommen nicht zufällig in nächster Zeit aufs Festland?“

So geht der April zu Ende. Und ich fahre bald ohne neuen Handyvertrag – dafür aber mit einem uralten Handy – nach La Palma. Hätte ich das gewusst, wäre ich wahrscheinlich nach Madrid gefahren.

Lasko denkt - sind Namen Schall und Rauch?

Lasko denkt – sind Namen Schall und Rauch?

Gestern: Als Hund lebe ich in einer Geruchswelt. Diese Welt der Düfte und Gerüche unterscheidet sich ein wenig von Eurer „Menschenwahrnehmungswelt“. Was für ein Wort! Ihr seht Dinge in erster Linie mit Euren Augen. Was Ihr nicht seht, gibt es für Euch nicht. Und nur einige Wenige von Euch, folgen ab und zu kurzfristig ihrer Nase. Das geschieht zumeist, wenn Euch aus einem Restaurant ein leckerer Duft entgegenströmt. Dem Gehirn wird – auch ohne Augen – ESSEN signalisiert. Hier liegt unsere kleine Gemeinsamkeit. Auch wenn wir Hunde nach Eurer Vorstellung fressen. Das müsste allerdings noch einmal überprüft werden. Wer hier wirklich frisst.

Euer leichtes Schnüffeln ist jedoch nichts gegen unseren fantastischen Hundegeruchssinn. Meilenweit rieche ich, wenn es irgendwo auf einem Grill leckeres Lammfleisch gibt. Ich rieche, was die Menschen in den Einkaufstüten haben. Und ich rieche, wenn Nachbarskatze nachts wieder auf unserer Fussmatte vor der Tür gesessen hat. Selbst wenn Menschen, Tiere und Gegenstände bereits einen Tag lang nicht mehr vor Ort sind. Ihr könnt nur vermuten. Wir Hunde können plastisch geruchsmäßig „sehen“.

Ich habe auch keine Berührungsängste und stecke meine große dicke Nase in alle Dinge. Leonie meint, dass es für Menschen manchmal besser sei, die Nase nicht überall reinzustecken. Das versteh ich nicht. Leonie hat eine so große Nase. Warum benutzt sie sie kaum? Aus Hundesicht die reine“Ressourcenverschwendung“. Ich verfolge Fährten auf dem Boden schnüffelnd oder die Nase hoch in die Luft haltend. Und wie prima ist es, die Hundeneuigkeiten aus der Hundezeitung an jeder Häuserwand zu lesen. Uns kann keiner ein Gerücht  für einen Geruch vormachen.

Kein Wunder, dass Ihr Menschen mit Eurem schlechten Geruchssinn es da eher mit Gerüchten habt. Letzte Woche musste Leonie kräftig lachen. Warum? Ein Gerücht! Es hat sich allmählich überall in der Nachbarschaft herumgesprochen, dass eine deutsche Frau mit einem Hund in die mittlere Wohnung am Hang eingezogen ist. Eine Deutsche und ein Hund. Man vermutete und redete und das nicht immer mit uns. Neulich traute sich dann ein Nachbar zu fragen: „Leonie, Sie sind eine so freundliche Frau. Nur eines verstehe ich nicht,“ hob er vorsichtig an. „Mhmm, was wohl jetzt kommt?“ Leonie ging in Gedanken jegliches unserer gemeinsamen Fehlverhalten der letzten Monate durch. „Wer hat eigentlich diesem Hund seinen Namen gegeben?“ fragte der Nachbar mit ein wenig belegter Stimme weiter. „Na ich natürlich!“ rief Leonie strahlend. Unser Nachbar zog die Stirn in Falten. Irgendwie schien ihm diese Antwort ganz und gar nicht zu gefallen. Schließlich gab er seinem Herzen einen Stoß und brachte stammelnd hervor:“Warum heißt der Hund denn eigentlich Adolfo? Was bedeutet das“? „Adolfo?!?“ schrie Leonie. Ich hatte nur mit einem halben Ohr hingehört und eher auf des Nachbars Katze, die sich in sicherem Abstand von mir unter einen Busch verzogen hatte, geschielt. Nun wurde ich aufmerksam. Adolfo?Wer will denn schon Adolfo heißen? Ich jedenfalls nicht. Hättet ihr Menschen eine anständige Zeitung – wie wir – würde manchmal weniger Unsinn in Eurer Welt verzapft werden.

LASKO

LASKO

Leonie sagte:“Wer hat Ihnen denn das erzählt?“ Sie zog den Nachbarn am Arm zu mir herunter und zeigte ihm, dass Metallschild um meinem Hals. „Lasko. Der heißt Lasko!“ Jawohl, Lasko bellte ich. Der Nachbar schaute auf die Metallmarke an meinem Halsband. Dann schaute er auf Leonie und dann wieder auf mich. Dann fing er schallend an zu lachen. Leonie lachte mit. Doch wie aus Lasko ein Adolfo werden kann. Das weiß wohl nur die Menschengerüchteküche.

Heute: HÜTET EUCH VOR FALSCHEN SCHLUSSFOLGERUNGEN. PRÜFT BEHAUPTUNGEN.  FRAGT NACH UND BLEIBT NEUGIERIG.  UND STECKT  EURE NASE (nur ab und zu) AUCH MAL IN FREMDE DINGE:-).

Morgen: Wir wünschen allen Lesern viele gute Gerüche und sich in Luft auflösende Gerüchte.

 

 

Lasko ist es warm

Lasko sinniert

Gestern:  Der April brachte uns warme Temperaturen. Nein, der April brachte uns teilweise richtige Hitze. Nicht nur zu Ostern schien die Sonne über der Küste und erfreute die Touristen, die sich am Strand sonnten und in den Wellen badeten. Ist es im Winter manchmal in unseren Räumen ein wenig kühl, genießen wir nun die schützende Kühle der inneren Räume. Jedenfalls ich tue das. Und ich habe das Gefühl, dass sogar Leonie sich über ihren „coolen“ Schreibplatz freut.

Doch am frühen Morgen und am Abend zieht es mich auf die Terrasse. Dann döse ich auf meinem Sonnenbett und beobachte die Nachbarkatzen, die durch die Büsche schleichen. Nur die Papageien, die auf der großen Agave hinter dem Haus sitzen, die stören mich ab und zu mit ihrem Gekreische. Wenn Leonie nicht in der Nähe wäre, würde ich dieses gefiederte Volk ordentlich verbellen. Aber ich wohne hier nun mal mit Leonie und Leonie mag es überhaupt nicht, wenn ich auf dem Balkon belle. Also lasse ich es, denn ich will ja heute Abend auch wieder etwas Knochen vom Lammkotelett abbekommen.

Wenn es dunkel wird, beobachten wir den Sternenhimmel mit den vielen glitzernen Sternen über uns. Von der Terrasse sehen wir die Lichter von La Gomera und bei klarer Witterung auch die Lichter von La Palma. In  der Nacht ist es angenehm kühl und ab und zu schlafen wir auf der Terrasse ein.

Anfang April waren wir eine Woche auf El Hierro zum Wandern. Erst habe ich mich gefreut, dass ich mal wieder ordentlich rauskomme. Aber dann sind wir fast täglich 20 Kilometer gelaufen. So viel „Gassi gehen“ war selbst für mich zu viel. Ehrlich gesagt, war ich froh, als wir wieder auf Teneriffa waren und Leonie sich auf ihre Artikel stürzte. So konnte ich mich über Ostern erst einmal gut ausruhen.

Auf der noch nicht frei gegebenen Autobahn zum Gipfel.

Auf der noch nicht frei gegebenen Autobahn zum Gipfel.

Leonie wollte Ostern etwas Neues ausprobieren. Mit Freunden aus ihrem Spanischkurs wollte sie auf ein Rennrad steigen. Manchmal verstehe ich die Menschen nicht. Reicht es nicht, dass Ihr einen Wagen und Füße habt?  Nein, für Leonie reicht es nicht. Ab und zu steigt sie auf ein Pferd, um damit durch die Gegend zu reiten. Und nun stieg sie über Ostern auch noch auf einen Drahtesel. Ein Rennrad, mit dem sie über 1000 Höhenmeter bewältigen wollte. „Warum die Plackerei? Warum machst Du Dir das Leben so schwer?“ wuffte ich. Doch Leonie hörte mir nicht einmal zu. „Das ist doch mal eine ganz neue Erfahrung mit einem Rennrad zu fahren, Lasko“. Na meinetwegen, solange ich nicht auf dem Rennrad mitfahren muss. So fuhr Leonie am Ostersonntag also einen steilen Berg mit Freunden aus dem Spanischkurs hoch und ich suchte allein Ostereier. Nee, das war ein Scherz. Ich suchte natürlich keine Ostereier, sondern Lammkoteletts. Und die waren sicher verschlossen im Kühlschrank, den ich immer noch nicht öffnen kann.

Aber ich kann die Haustür öffnen. Und als unsere Nachbarin kam und Leonie besuchen wollte, öffnete ich – höflich wie ich bin – die Tür. Die Nachbarin staunte nicht schlecht, dass ich allein zu Hause war. Und Leonie, die gerade von ihrer Radtour kam staunte noch mehr, dass ich ihren Besuch bereits hinein gelassen hatte.

Heute: Es wird warm und wärmer. Gegen 12.00 Uhr war es so warm, dass Leonies I-Pad überhitzte und nicht mehr arbeitete. Sie legte es zum Abkühlen in den Kühlschrank. Das ich bei der Gelegenheit einen Knochen erbettelte, versteht sich von selbst :-). Betteln ist eine Aktivität, der ich trotz Hitze noch gerade nachgehen kann. Der Rest? Bewegung? Sport und Wandern? Nein danke – ohne mich. Ich genieße die erfrischende Kühle der Fliesen oder döse auf meiner Decke und träume von Knochen und Fleisch, das mir in den Rachen fliegt.

Morgen: Leonie hat sechs kanarische Inseln besucht. Reicht das? Mir ja. Leonie nicht. Und so heißt es auf zu neuen Ufern. In 10 Tagen brechen Leonie und ich nach La Palma auf. Dort soll es unendlich viele Wanderrouten geben. Ich hoffe nur, dass es auf dieser Insel auch ein wenig kühler ist. Leonie meint, dass es auf La Palma viel regnen würde und häufig bewölkt sei. Daher sei es dort auch so grün. Na, da bin ich ja mal gespannt. Aber 10 Tage sind eine lange Zeit. Bis dahin habe ich noch viel Zeit zum Relaxen und Träumen.

Lasko denkt heute nicht….

Veröffentlicht: 25. März 2014 in Hund, Lasko denkt 2014, Leonies Leben 2014, Tiere
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LSeco_31

 

…….denn er feiert Geburtstag. Lasko wird 6 Jahre oder (von Mensch auf Hund umgerechnet) 54 Jahre alt. Lasko beeindruckt weder die 6 noch die 54…….solange die Knochen stimmen:-).

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allein oder im Rudel?

Lasko denkt – allein oder im Rudel?

Gestern: Die letzten Wochen hatten wir immer wieder neuen Besuch. Leute, die nur kurz vorbei schauten. Ehemalige Kollegen von Leonie, die mit uns einen ganzen Tag verbrachten. Freunde, die mit uns wandern gingen. Ich liebe das. Hund ist gerne im Rudel. Und Leonie scheint sich auch jedes Mal zu freuen, wenn Freunde oder nette Leute bei uns vorbei schauen. Ich freue mich, wenn einige gaaanz liebe Besucher mir Knochen mitbringen. Dann revangiere ich mich, indem ich beim Wandern gut aufpasse, dass auch wirklich keiner der Zweibeiner verloren geht.

Blick aus der Höhe auf den Atlantik und Los Gigantes

Blick aus der Höhe auf den Atlantik und Los Gigantes

Galeria im Barranco Seco

Galeria im Barranco Seco

Ihr lacht? Nee, das ist echte Hundearbeit. Ständig laufe ich zwischen dem ersten Wanderer und dem letzten Wanderer hin und her. Das würden Leonie oder andere Zweibeiner nicht machen. Die sind froh, wenn sie auf die Berge herauf oder herunter kommen. Ich laufe durch meine Hütearbeit mindestens die doppelte Strecke. „So verdienst Du Dir halt Deine Knochen“, lacht Leonie. Stimmt, ich hoffe nur, dass Leonie das wirklich zu schätzen weiß, was ihr treuer Outdoorhund da leistet.

Nebel und viel Grün

Nebel und viel Grün

In der letzten Zeit waren wir wieder einige Tage im nördlichen Tenogebirge unterwegs. Da oben im Norden ist es viel kühler als im Süden. Mir macht das mit meinem Labradorpelz nicht so viel aus. Obwohl ich gebe zu, mein Fell ist ein wenig irritiert. Ist nun Sommer oder Winter? Kaum habe ich alle Haare in Leonies Wohnung abgeschüttelt, gehen wir in die Kälte. So schnell, wie wir in die Kälte kommen, kann mein Fell gar nicht wieder wachsen. Doch ich gebe mir Mühe. Aber kaum ist es ein bisschen dicker, sind wir wieder in der Sonne. „Wir leben halt auf einer Insel mit vielen Klimazonen“, sagt Leonie. Und da hat sie mal ausnahmsweise Recht.

Haus bei Erjos

Haus bei Erjos

Leonie war jedenfalls ganz gut am Bibbern, als wir im Barranco de Cuevas Negras durch den Nebelwald gingen. Das war vielleicht eine interessante Gegend. Überall an den Berghängen sahen wir schwarze Höhlen, in denen vor vielen Jahrtausenden bereits die Guanchen, die Ureinwohner der Insel lebten. Später entstand dann an dem Camino Real (Königsweg=Rudelführerweg) ein Dorf, das nach den schwarzen Höhlen benannt wurde. Dieses Dorf war wohl richtig groß. Es hatte eigene Einkaufsläden und sogar eine Schule. „Und jedes Haus hatte einen eigenen Dreschplatz. Wie merkwürdig, konnten die nicht zusammen einen Dreschplatz benutzen?“ fragte sich Leonie. Ich wußte weder die Antwort, noch stellte ich mir solche Fragen. Ich fand die vielen Dreschplätze mit den vom Moos überwucherten Pflastersteinen einfach herrlich. Überall konnte ich markieren. Und da auf den Dreschplätzen wenig Hunde vorbei kommen, war ich – wenigstens dort in der Wildnis – einmal der Perro Real (Königshund).

Nebel im Gespensterwald

Nebel im Gespensterwald

Wasserleitungen - alt und neu

Wasserleitungen – alt und neu

Höhlen - Cuevas Negras

Höhlen – Cuevas Negras

Ruinen von Cuevas Negras

Ruinen von Cuevas Negras

Später wurde das Dorf Cuevas Negras von seinen Einwohnern verlassen. In den 70ger Jahren des letzten Jahrhunderts wohnten Hippies in den Höhlen und in den Ruinen. Leonie und ihre Besucher versuchten sich vorzustellen, wie das wohl ausgesehen hatte. Ich fragte mich, ob die Guanchen oder die Hippies abends vor den Hütten gegrillt haben. Ob wohl Hunde bei Ihnen lebten? Den ging es sicher nicht so schlecht. Doch plötzlich bewegte sich in einer Hütte etwas. Alle zuckten zusammen. Wir staunten nicht schlecht. Da kam doch tatsächlich ein Mann aus der Tür eines Ruinenhauses heraus. Er fragte freundlich, ob wir einen Kaffee haben wollten. Wir waren völlig verblüfft, weil einen Mann hatte keiner hier erwartet. Doch in Cuevas Negras mitten in der Wildnis ohne Elektrizität und weit ab vom nächsten Dorf wohnt tatsächlich jemand. Beim Kaffee trinken und Wasser schlabbern erzählte uns Juan, der Einsiedler, ein wenig über sein Leben und das Dorf Cuevas Negras. Leonie sollte noch etwas in sein Gästebuch schreiben und er versprach uns mal zu besuchen, wenn er bei uns in der Gegend vorbei käme. „Oh, ich könnte nicht allein hier oben in der Kälte leben“, meinte Leonie später zu ihrem Besuch. Nee, ich auch nicht. Ein Hund ist einfach ein Rudeltier und kein Einsiedler.

Wilder Drachenbaum

Wilder Drachenbaum

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Leonie meint, dass sie ab und zu gerne allein leben mag und das auch genießen würde. „Ich genieße Zweisamkeit und das Zusammensein mit Freunden, aber ab und zu finde ich es auch sehr entspannend, einfach nur allein zu sein,“meint sie. Dabei vergisst sie natürlich, dass sie gar nicht ganz allein ist, denn ich bin ja bei ihr. Vielleicht ist Leonie auch ein Rudeltier. Sie weiß es nur nicht. Was meint Ihr, lebt Ihr lieber mit anderen Lebewesen zusammen oder allein?

Heute: Leonie ist es zum ersten Mal gelungen bei einem Walewhatching einen ganzen Delfin zu fotografieren. Die sind so schnell. Das ist wirklich gar nicht so leicht. Übrigens Delfine leben genau wie die Wale in der Herde. Die wissen die Vorteile des „Rudels“ zu schätzen.

Delfin

Delfin

Morgen: Wir werden mit unserem Besuch noch einmal durch die Mascaschlucht wandern. „Das wird wieder ein Rudelauflauf“, stöhnt Leonie. Sie weiß, dass in Masca täglich riesige Gruppen von Menschen durch den Barranco wandern oder gewandert werden. „Solche Menschenmassen mag ich gar nicht“, meint Leonie. Da hat sie doch glatt noch einmal Recht. Denn, wenn so viele Wanderer unterwegs sind, ist es laut und ich darf nicht von der Leine. Es geht nur langsam voran und ständig werde ich von den vielen Wanderern gestreichelt. Nee, manchmal reicht selbst mir ein kleines Rudel.

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