Archiv für die Kategorie ‘Leonies Leben 2012’

 

Schlange stehen nicht nur auf der Straße

Schlange stehen nicht nur auf der Straße

Da Busse auf der Insel Teneriffa Hunde nicht mitnehmen und Frau mit Hund beweglich sein möchte, habe ich mir ein über 20 Jahre altes Auto zugelegt. Der „Oldtimer“ ist in einem guten Zustand, fährt und hat ohne größere Schäden sogar den Sturz in die Brombeerbüsche überstanden. Einmal im Jahr müssen jedoch auch in Spanien alte Fahrzeuge zum TÜV, der hier – zumindest auf Teneriffa – itv heißt.

Ich war richtig froh, als mir jemand erzählte, dass die Anmeldung zum itv recht einfach über das Internet ginge. Und tatsächlich. Itv gesucht, einen Standort in der Nähe gefunden und gleich einen Termin reserviert. Das ging wirklich einfach. Doch würde der Sicherheitscheck des alten Wagens gleichermaßen gut laufen? Ein wenig Sorgen machte ich mir nicht nur allein wegen Alter und Zustand des Gefähts. Würden meine Spanischkenntnisse ausreichen?

Doch alles Sorgen nützte nichts, gestern ging es auf nach Adeje, einer 20 Kilometer entfernten Stadt. Schnell hatte ich den großen Parkplatz vor dem itv gefunden. Doch was war das? In vier langen Reihen standen die Wagen vor der Servicehalle Schlange. „Na, das kann ja dauern“, dachte ich mir. Ich reihte mich gleich mit meinem Fahrzeug in eine Schlange ein. Doch das war mein erster Fehler des Tages. Sofort kam ein Mitarbeiter, der mir mit großen Armbewegungen unmissverständlich bedeutete, dass ich aus dem Gelände herauszufahren hätte und vor dem Oficina parken müsse.

Das tat ich und ging artig, wie der Mitarbeiter mir gesagt hatte, in das Oficina. Mein Termin war um 12.00 Uhr. Es war genau 11.30 Uhr. Im Oficina standen mindestens 50 Personen und drängten sich vor einem Schalter, hinter dem zwei Personen die Fahrzeugpapiere entgegen nahmen. Seufzend stellte ich mich an und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Plötzlich rief der eine Herr hinter dem Schalter: “Ist hier jemand mit Termin?“ Ja, ja, zwei Herren und ich stürmten nach vorne. Anscheinend werden „Termine“ bevorzugt abgefertigt. „Doch nicht so schlecht“, dachte ich und Hoffnung keimte in mir auf, dass ich bald aus dem Oficina wieder herauskommen würde. Nachdem die beiden Herren ihre Papiere überreicht und gezahlt hatte, wollte ich gleiches tun.

„Wann haben Sie Ihren Termin?“ fragte mich der Herr vom itv streng. „Um 12“, erwiderte ich brav. Mit einem Blick auf die Uhr an der Wand schüttelte er den Kopf: „Jetzt ist es 20 vor 12.Können Sie das nicht sehen? Kommen Sie um 12 wieder“. So entlassen trat ich wieder in die Masse zurück und wartete brav weitere 20 Minuten. Um Punkt 12 wollte ich mich gerade wieder zum Schalter aufmachen. Da wurde mir bedeutet, mich hinten anzustellen. Die Zeit für bevorzugte Termine war wohl abgelaufen. So wartete ich Zähne knirschend in einer Schlange bis ich an die Reihe kam. Und als ich dann endlich vor dem Schalter treten durfte, notierte der freundliche Herr, dass ich jetzt anwesend sei. „Hätte er vielleicht auch schon vorhin machen können“, dachte ich grummelnd bei mir.

Er erklärte mir, dass ich nun warten müsse, bis mein Nummernschild aufgerufen würde. Das machte ich und war nach einer weiteren halben Stunde wiederum – dieses Mal aufgerufen – am Schalter. Nun durfte ich alle Papiere zeigen und ich war sehr froh, dass ich alle mir zur Verfügung stehenden spanischen Papiere dabei hatte. Die Wagenpapiere, die Versicherung, die Steuernummer, die Bestätigung der Steuernummer, meine Wohnbescheinigung und und und. Und auf jedem der Papiere steht meine Adresse. Doch die durfte ich zum Abschluss noch einmal persönlich auswendig für die Dame am PC aufsagen. Eine Stunde nach meinem Termin konnte ich zahlen. Dankbar verließ ich mit meinen und einigen neuen Papieren das Oficina.

Jetzt war es mir gestattet, mich endlich in eine Schlange, und zwar in die Schlange mit der Nummer vier einzureihen. Ich passte gut auf, tatsächlich in die richtige Reihe zu fahren. Denn noch einmal wollte ich hier nicht unangenehm auffallen. Wagen für Wagen kam ich so auf der Bahn 4 der Halle näher. Und dann war ich mit der itv Überprüfung dran. Blinken, hupen, lenken und bremsen. In 10 Minuten war ich zu meiner Überraschung schon wieder aus der Halle auf der anderen Seite heraus. Das war der schnellste Part. Das Warten auf die Plakette und die neuen Papiere dauerte dann nur noch 15 Minuten. Dann war es geschafft und mit einer neuen roten Plakette an der Windschutzscheibe konnte ich den itv verlassen. Bis zum nächsten Mal.

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Lasko denkt im Schnee

Lasko denkt im Schnee

Gestern: In der letzten Woche regnete und stürmte es hier und Leonie wollte wissen, was da wohl auf dem Bild zu sehen ist.

Klar - Wasser zwischen zwei Glasscheiben

Landkartenmuster – Wasser zwischen zwei Glasscheiben

Klar, dass Ihr alle das Wasser erkannt habt. Das schöne Muster kam zwischen zwei Glasscheiben zustande. Und ich konnte trotz meiner langen Zunge nicht in den schmalen Ritz zwischen die Platten kommen, um ein wenig zu lecken. Ich lecke nämlich liebend gerne Regenwasser. Letzte Woche gab es davon genut. Auf der Terrasse und selbst in der Wohnung war genügend Wasser. Doch nach Regen folgt Sonne. Und die sorgte dafür, dass schnell alles wieder trocken wurde. Selbst mein Wassernapf, der zum Regenfänger umgebaut worden war, trocknete aus. Schon gegen Ende der Woche konnten sich Einheimische und Touristen wieder am Strand vergnügen.

Strandleben

Strandleben

Leonie hatte allerdings keine Zeit, da sie sich um ihr Elektrikproblem kümmern musste. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch, dass uns vom Energieversorger die Energiekapazität gekürzt wurde. Die Sache mit dem Elektrik Trick. Seitdem kann Leonie nur duschen oder kochen. Alles hübsch nacheinander. Ansonst macht es „dong“ und die Sicherungen fliegen heraus. Mir würde ja eins von beiden Dingen reichen, wobei ich kochen und fressen natürlich dem Duschen vorziehen würde. Warum sollte Hund auch duschen und gleichzeitig kochen wollen? Leonie sieht das anders. Die möchte waschen, Radio hören, den Computer laufen lassen und am besten auch noch Licht brennen lassen. „Leonie, denk doch mal ans Energie sparen!“ Doch Leonie hörte nicht auf mich.

Und so kamen nach 10 Monaten endlich die spanischen Elektriker in unsere Wohnung. Die sind als einzige Elektriker authorisiert, die Elektrik der Wohnung anzusehen und danach ein Zertifikat in Santa Cruz zu besorgen. Sie kamen und wechselten eine Sicherung. Mehr geschah nicht. Dann fuhren sie in die Hauptstadt der Insel nach Santa Cruz und besorgten für Leonie ein Zertifikat. Als sie zurück kamen überreichten sie lächelnd ihre Rechnung. Alles zusammen kostete schlappe 450€. Gut, dass ich das nicht bezahlen brauchte. Das ist eine Menge Hundefutter. Leonie seufzte und zahlte. Wer duschen und kochen zugleich will, der muss eben zahlen.

Nun hält Leonie ein Zertifikat in der Hand,  das besagt, dass die Elektrizität in unserer Wohnung in Ordnung ist. Mit diesem Zertifikat kann Leonie dann zum Elektrizitätsanbieter fahren und einen neuen Vertrag anschließen. Dann wird ein Kontrolleur kommen. Und wenn der die zwischenzeitlich nicht geänderte Elektrizitätsanlage in unserer Wohnung für in Ordnung befinden sollte, könnten wir in ca. einem Monat normale Elektrizität haben. Ist das Menschenlogik? Ich verstehe das jedenfalls nicht. Da würde ich lieber weiter im Dunklen fressen.

Heute: Nach Sturm und Regen kam nicht nur die Sonne, sondern auch der Schnee. Ja, tatsächlich im Nationalpark hat es geschneit. Dieses Mal hat nicht nur der Teide ein kleines Zuckerhütchen – nein, es kam so von oben herunter, dass alle Berge um die gesamte Caldera eingezuckert sind. Da konnte auch Leonie nicht länger zu Hause bleiben. Gleich am Wochenende haben wir uns aufgemacht, um eine kleine Schneewanderung am Teide zu unternehmen.

Alter Teide und "Neuer" Teide

Alter Teide und „Neuer“ Teide in Weiß

Sonne, Schnee und blauer Himmel

Sonne, Schnee und blauer Himmel

Schneereste auch auf den die Caldera umgebenden Bergen

Schneereste auf allen Hügeln

Teidegipfel in Weiß

Teidegipfel in Weiß

Doch so einfach ging auch das nicht. Aus allen Richtungen rollten die Autos hoch in den Nationalpark, um den Schnee auf dem Teide und den umliegenden Bergen zu bestaunen. Tausende hatten sich aufgemacht, um in den Schnee zu kommen. Die Spanier wollten endlich Schlitten fahren und Schneemänner bauen. Die meisten Touristen blieben hingegen lieber am Strand, an dem sie ein wenig Sonne tankten. Wir aber saßen tatsächlich im Stau.

Stau am Teide

Stau am Teide

Doch irgendwann fand Leonie einen Parkplatz und wir machten eine lange Wanderung am Rande der Caldera. Nun lag auf dem Guajaragipfel, den wir noch vor zwei Wochen bestiegen hatten, Schnee. Leonie fror ein wenig.

Schneewanderung

Schneewanderung

Doch durch das Laufen wurde sie bald warm. Ich fror nicht.

Guajara im Schnee

Guajara im Schnee

Ich fand den Schnee klasse. Es hat sich  absolut für mich gelohnt, meinen  dänischen Wintermantel aufzuheben. Manchmal weiß Hund im Leben wirklich nicht, wofür Dinge  gut sein können.

Lasko im Schnee

Lasko im Schnee

Morgen: Und während mir auch morgen mein dänischer Wintermantel genügen wird, brauchen  Menschen anscheinend immer wieder und bei jeder Gelegenheit ein neues Fell. Dauernd müssen die Felle gewechsel werden.

Modenschau

Modenschau mit Rotmäntelchen

Und da Ihr anscheinend ab und zu nicht mehr wisst, was für ein Fell Ihr gerade anziehen sollt, lasst Ihr Euch von Modeschauen inspirieren. Jedenfalls hat mir das so ähnlich Leonie erklärt. Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Sie nahm mich jedenfalls am Wochenende abends mit auf den Dorfplatz, auf dem anlässlich eines Festes eine Modenschau stattfand.

und wem es zu kühl wird....

und wem es zu kühl wird….der trägt dänischen Pelz

Ich durfte nicht meinen dänischen Pelz vorführen.Dafür durfte ich diesen weißen Menschenfellmantel bewundern. Wir schauten uns neben 70ger Jahremodellen auch die neuesten Bademoden der Saison an.

Modenschau

Modenschau

Die Mädels stacksten ein wenig auf ihren Highheels, an die sie sich anscheinend noch gewöhnen mussten.

Bademoden für die Damen

Bademoden für die Damen

Ihre männlichen Kollegen, die in Badelatschen über den Dorfplatz schlappten, hatten es da einfacher.

Bademode für den Herren

Bademode für den Herren

Ich brauche zum Glück keine Highheels und auch keine anderen Schuhe. Ich laufe auf sich ständig runderneuerndem Leder. Und das ist gut so.

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Auch wenn ich in diesem Jahr viel weniger zum Bloggen gekommen bin, als ich mir das eigentlich gewünscht hätte, habe und hatte ich meinen Blog immer im Hinterkopf. Es gibt so viele wunderschöne Wandertouren auf der Insel, die ich teilweise auch fotografisch festgehalten habe und über die ich gerne schreiben möchte. Ob die Zeit in 2013 reichen wird? Mit zunehmenden Alter erscheint es mir, dass mir ab und zu die Zeit einfach davon läuft.

Es gibt so viele Menschen, mit denen ich mich noch intensiver austauschen und mit denen ich Kontakt halten möchte.

Es gibt so viele Projekte, die ich noch angehen möchte.

Es gibt so viel, das ich noch lernen möchte.

Es gibt so viel, das ich noch sehen möchte.

Es gibt so so viel auf dieser Welt…über das ich schreiben, das ich fotografieren, das ich erleben möchte. Geht es Euch auch so?

Ich wünsche mir für 2013, dass ich die Ruhe und Gelassenheit finde, die Dinge, die wirklich wichtig sind, zu erkennen. Und ich wünsche mir die Energie diese Dinge auch umzusetzen und damit anderen Menschen und mir eine Freude machen zu können.

Zum Jahresabschluss einige Fotos aus dem Dezember. Ich wünsche Euch einen guten Rutsch und ein gutes Neues Jahr 2013.

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Ich wünsche Euch für den morgigen Tag genau so ein fröhliches (vielleicht nicht ganz so feuchtes :-)) Eintauchen in das Neue Jahr.

Ich wünsche Euch allen  ein friedliches, gesundes und glückliches Jahr 2013.

Feliz Navidad

Veröffentlicht: 23. Dezember 2012 in Leonies Leben 2012
Schlagwörter:, ,

Ich wünsche allen Blogbesuchern ein frohes Weihnachtsfest.

HikingWeihnachtsstern

Diashow

Veröffentlicht: 20. Dezember 2012 in Leonies Leben 2012
Schlagwörter:,

Da ich einige Zeit nicht mehr „hier“ war und sich auch beim Bloggen auf WordPress einige Dinge verändert haben, weiß ich im Moment nicht, wie ich eine kleine Diashow an den Ende des Beitrags setzen kann. Kann mir jemand helfen?

Während mich heute die Wellen schaukelnd über den Limfjord tragen, fällt mir ein Gedicht von Joachim Ringelnatz ein, das mir immer schon sehr gefallen hat.

Segelschiffe

Joachim Ringelnatz

Sie haben das mächtige Meer unterm Bauch
Und über sich Wolken und Sterne.
Sie lassen sich fahren vom himmlischen Hauch
mit Herrenblick in die Ferne.

Sie schaukeln kokett in des Schicksals Hand
Wie trunkene Schmetterlinge.
Aber sie tragen von Land zu Land
Fürsorglich wertvolle Dinge.

Wie das im Wind liegt und sich wiegt,
Tauwebüberspannt durch die Wogen,
Da ist eine Kunst, die friedlich siegt,
Und ihr Fleiß ist nicht verlogen.

Es rauscht wie Freiheit. Es riecht wie Welt. –
Natur gewordene Planken
Sind Segelschiffe. – Ihr Anblick erhellt
Und weitet unsre Gedanken.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag und weite Gedanken.

Anleitung zum Glücklichsein

Veröffentlicht: 13. August 2012 in Leonies Leben 2012
Schlagwörter:, , , , ,

Heute Morgen habe ich diese Anleitung zum Glücklichsein gelesen. Da der Verfasser (www.lebeblog.de) ausdrücklich um Weitergabe und Verbreitung gebeten hat und sie sooooo schön ist, hier für Euch:

Lächle.

Sei ehrlich.

Treibe Sport.

Entspanne Dich.

Ernähre Dich gesund.

Setze Dir Ziele und glaube an Dich.

Schließe mit Deiner Vergangenheit ab.

Sei wachsam, achtsam und behutsam.

Nehme die Energie der Sonnenstrahlen.

Rede und denke weniger. Handle mehr.

Sei dankbar, für das, was Du hast und bist.

Lerne vom Leben, immer und zu jeder Zeit.

Denke nur das, was auch Realität werden soll.

Bilde und entwickle Dich weiter, Dein Leben lang.

Tue nur Dinge, die für Dich sinnvoll und stärkend sind.

Akzeptiere und liebe Dich selbst, wie auch Dein Leben.

Nutze Deine Lebensenergie für Deine Selbstverwirklichung.

Gib einen Teil Deines Glückes weiter und tue Gutes für andere.

Überwinde Deinen inneren Schweinehund, so oft es nur geht.

Umgebe Dich nur mit Menschen, die Dir gut tun. Sei auch mal allein.

Löse Dich von Zufall und Schicksal. Du hast Dein Glück selbst in der Hand.

Ersetze laute und störende Gedanken durch schöne oder lerne zu meditieren.

Sorge für eine tiefe Verbindung zu einigen Familienmitgliedern und Freunden.

Genieße das Jetzt und mach Dein Glück nicht von einem Punkt in der Zukunft abhängig.

Versuche mit daran zu halten – wer ist dabei?

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Die eigentliche Gussform des Glücks liegt für jeden Menschen  in der eigenen Hand.

Fracis Bacon

Was für ein Gefühl! Nach sechs Wochen bin ich meinen Gips los. Ich kann wieder mit Messer und Gabel essen und mit zehn Fingern schreiben (wenn auch noch ein wenig verklemmt). Und ich bin wieder mobil. Auto und Rad fahren und auch ….Ach so viele kleine alltägliche Kleinigkeiten, die nun wieder möglich sind. Rundherum Freude!  Ich hätte nie gedacht, dass mich schreiben mit allen zehn Fingern je so glücklich machen könnte. Auch schwimmen und in die Sauna gehen ist wieder möglich. Wasser ich komme! Heute bin ich einfach e n t f e s s e l t und meine heutige Gussform des Glücks liegt wahrlich in der eigenen Hand.

Ich wünsche Euch einen schönen Abend.

Vor gefühlter unendlicher Zeit hatte ich genau an dieser Stelle über meinen Ärger mit meiner „geliebten“ Airline Air Berlin berichtet. Wie die Auseinandersetzung weiter ging, ist hier zu lesen. Nun sind seitdem fast acht Monate vergangen und ich bin seitdem bereits wieder mit dieser meiner „geliebten“ Airline, die leider als einzige Fluggesellschaft von Köln/Bonn Hunde transportiert, geflogen. Mittlerweile habe ich auch festgestellt, dass kurzzeitige Flugverlegungen bei Air Berlin leider nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel sind.

Damals kam mir die Verlegung meines Fluges nach Teneriffa, den ich extra am späten Morgen gebucht hatte und den ich dann mitten in der Nacht antreten durfte, sehr ungelegen. Es gab Schwierigkeiten mit der nächtlichen Anfahrt und erhöhte Mietwagenkosten. Da dies persönlich bereits für mich der zweite Fall mit viel Ärger und Air Berlin war, entschloss ich mich, mich zu beschweren. Ich scheiterte – wie ihr nachlesen konntet – an den Tücken des raffinierten Online Beschwerdesystems von Air Berlin.

Viel Wasser lief den Rhein herunter und mein gesamter Ärger ist wohl längst auf dem Atlantik angekommen. Bis ich heute einen Brief aus dem Briefkasten zog. Air Berlin antwortete doch tatsächlich schriftlich nach fast acht Monaten persönlich durch Frau Krups (Name geändert). Diese teilte mir mit, dass Ihr der Vorfall im November 2011  sehr leid tue. NUN wolle man sich mit meiner Beschwerde befassen. Wow…. ich war beeindruckt. Aufgeregt las ich weiter. Würde Air Berlin mir nun einen Freiflug in die Karibik oder zu Vallartina nach Mexiko sponsern? Frau Krups forderte mich jedoch stattdessen leider nur schriftlich auf, sämtliche Quittungen und Belege aus dem November 2011 einzureichen, damit sie meinen Schaden prüfen könne.

Ja, damit hatte ich nun gar nicht mehr gerechnet. Die gesamten Belege sind leider zwischenzeitlich restlos im Müll gelandert und schlummern seit Monaten im Altpapiercontainer. Hat Air Berlin auch damit gerechnet und sich deshalb so lange Zeit gelassen? Ganz schön clever diese Airline :-). So muss die Karibik noch ein wenig auf Leonie warten.

Mit einer immer noch eingegipsten und leicht faulig riechenden linken Hand hätte die Karibik ohnehin keinen Spaß gemacht. Da fahre ich doch lieber demnächst nach Hamburg zum Lehrgang.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Abend.