Archiv für die Kategorie ‘Reisen 2012’

Der Westen

An der Westküste im Norden von Dänemark findet man unendlich lange und breite Sandstrände vor. Für die Hunde, die hier frei laufen können, genauso für den Mensch, der die frische Luft und die Weite liebt, ein Paradies. Auch Wagen sind erlaubt und einige Fahranfänger scheinen hier ihre ersten Übungsstunden zu absolvieren. 

Weiter nördlich erheben sich hohe weißen Sanddünen, auf denen ein Leuchtturm selbstverständlich nicht fehlen darf.

Kleine Berge im sonst recht flachen Land.

Aalborg

alte Fachwerkhäuser neben Backsteinbauten

auch in Aalborg schlägt den Glücklichen ab und zu die Stunde 🙂

Eisbrecher Elbjoern im Stadthafen – zum Glück gibt es im Mai keine Eisschollen. Elbjoern ist zudem außer Dienst gestellt und wird nun als Restaurantschiff genutzt.

Hundi hat sich zwischenzeitlich mit seinem neuen Job als Schiffshund gut arrangiert.

Auch an Land gibt es ab und zu ein ausgemusterten Anker.

An den Ufern ist Limfjordes findet man neben vielen Neubauten, große Spiel- und Sportplätze, weite öffentliche Grünflächen, kleine Kunstwerke und insgesamt sehr viel Raum zum Leben am Wasser.

die „unterbrochene“ Eisenbahnbrücke

bunte Kunst vor den neu entstandenen Bauten am Ufer des Limfjordes

ab und zu findet sich ein Jumbo im Stadthafen ein

Stege, Heringsangler und Ausflugsboote

Osten

Richtung Osten ist der letzte Hafen im Limfjord Hals. Kurz danach endet der Limfjord und geht in das Kategat über. Hals ist eine beschauliche Stadt mit einem wunderhübschen Altstadtkern.

Im Osten sind die Strände nicht ganz so breit wie im Westen, wirken duch den weißen Sand und die leichten Böschungen am Rand nicht weniger idyllisch.

Im weiten Uferreet gibt es für einen kleinen Labrador genügend Schlamm. Mit vier schwarzen Beinen wirkte Hundi fast wie ein kleiner Mutant (Labrador schwarz weiß). Besonders lecker sah der Kofferraum nach seinem Heimtransport aus.

Als Mensch, der schwarze Beine meiden möchte, sollte man vielleicht besser diesen Steg benutzen.

Mit meinen kleinen Impressionen aus Nordjüttland verabschiede ich mich für heute und wünsche Euch allen ein schönes Wochenende.

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Wenn die Sonne in Aalborg untergeht, geht der Trubel am Kai an den wärmer werdenden Sommertagen erst richtig los. Restaurants, Bar und Restaurantschiffe laden mit langen Speisekarten zum Verweilen ein.

Auch die Prinses Juliana liegt fest vertäut im Stadthafen und wartet auf Besucher.

Die Eisenbahnbrücke wurde vor einigen Wochen von einem Schiff gerammt und ist vorrübergehend (vielleicht ein halbes Jahr) außer Betrieb.

Ein Brückenelement wurde vor einer Woche von einem Großen Schwimmkran entfernt und nun ist der Schiffsverkehr Limfjord Richtung Westen wieder möglich. Bahnreisende werden mit Schienenersatzverkehr in den Norden gebracht, wo sie ihre Reise fortsetzen können.

„Blaue Welt am Abend“  am Stadthafen in Aalborg

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Zum Frühjahr wird das gesamte Boot neu gestrichen. Außen, innen – frische Farbe überall.

Doch wenn man nicht auf den Bordhund aufpasst, gibt es auf den braunen Planken schnell lustige weiße Tapsenmuster.

Ist das Kunst?

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Ich gehe gerne schwimmen. Ab und zu liebe ich es insbesondere in ein Bad mit einer Sauna zu gehen und tüchtig zu schwitzen. Zumeist im Winter habe ich an verschiedenen Orten viele unterschiedliche Saunen ausprobiert. Angefangen hat meine „Liebe“ für das Saunieren in der Jugend, als meine Freundinnen und ich Gelegenheit hatten, die Sauna der Eltern einer Freundin zu benutzen. Das war eine recht kleine Privatsauna, in der man einfach nur saunierte und sich danach kühl abduschte. Alles recht einfach – doch ausreichend um das Saunieren kennen und lieben zu lernen. Später lernte ich dann regelrechte Wellnessoasen kennen, in denen neben verschiedenen Dampfbädern, römischen und griechischen Saunen zumeist auch Bio-, Farb- oder mit Musik beschallte Saunen zu finden waren. Gerne probierte ich die Therme am Bodensee, die einen Sprung ins kühle Nass des Bodensees erlaubte, genauso aus, wie die vielen neuen Bäder die nach der Wende in Mecklenburg- Vorpommern entstanden. Ich war bis vor einem Monat tatsächlich der Meinung, dass mich im Saunabereich nicht mehr sehr viel überraschen kann.

Doch dann ergab es sich, dass mein Leben mich nach Dänemark verschlug. Da es auf einem Schiff – jedenfalls auf dem Schiff auf dem ich zurzeit lebe – nur sehr eingeschränkte Waschmöglichkeiten gibt, ist ein täglicher Gang in ein dänisches Bad fast unumgänglich. Und seit ich dänische Bäder aufsuche, weiß ich, dass auch dort der Grundsatz „andere Länder andere Sitten“ gilt.

Positiv ist zu vermerken, dass die Preisgestaltung im sonst nicht gerade günstigen Dänemark sehr moderat ist. Es gibt Mehrfachkarten, bei denen ein Badbesuch inklusive Saunabesuch für einige Euronen zu haben ist. Preislich habe ich in Deutschland ähnliche günstige Eintrittspreise für solche Lokalitäten noch nicht gesehen. Die nächste Überraschung wartet auf den Besucher im Umkleidebereich, der anders als in vielen deutschen Bädern streng nach Weiblein und Männlein getrennt ist. Die Ausstattung der weiblichen Umkleidebereiche, denn nur für diese kann ich sprechen, lässt allerdings nichts zu wünschen übrig. Es gibt für Mütter mit Kleinkindern viele Extras, wie zum Beispiel Wickelauflagen, Babybadewannen und extra Mütter-Kindbereiche. Auch für alle anderen Besucher wird einiges an Extras in den weiträumigen Ankleidebereichen geboten.

Zu meinem großen Erstaunen wird tatsächlich kontrolliert, ob sich tatsächlich auch wirklich jeder Badegast vor dem Betreten des Bades duscht. Es wird tatsächlich nachgeschaut, ob auch die Haare vor dem Baden gewaschen worden sind. Eine solche Kontrolle ist sicherlich aus hygienischen Gründen sinnvoll und nicht ohne Hintergrund. Für mich jedoch reichlich ungewohnt, da ich eine „Waschkontrolle“ in dieser Form einfach nicht gewöhnt bin.

Im Bad selber findet man Becken und Saunen, wie man sie auch aus anderen Bädern kennt. Doch wie ich sehr schnell feststellte, gibt es keine Nacktbadebereiche. Die Dänen gehen tatsächlich mit Badesachen nicht nur in die Becken, sondern auch in die Sauna. Dafür geht es aber häufig ohne Handtuch in die Sauna. Das war für mich dann doch am Anfang mehr als gewöhnungsbedürftig, da so ein nasser Badeanzug für zumindest nach meinem Gefühl in der Sauna ganz schön lästig ist.

Die Zeit scheint in Dänemark für einen Saunagang keine Rolle zu spielen. Ich beobachtete tatsächlich Menschen die durchgehend einige Stunden dort verbrachten. Saunagüsse werden häufig gleich zu Beginn des Betretens der Sauna zubereitet. Zu diesem Zweck wird mit einem nassen Handtuch sehr intensiv durch die Gegend gewedelt, so dass den Saunierenden das Wasser nur so in das Gesicht spritzt. „Ganz schön Wikinger mäßig“, dachte ich bei mir. Zwischenzeitlich weiche ich dem Wasserschwall einfach aus. Badelatschen oder Saunamäntel scheinen in Dänemark nicht üblich zu sein. „Dafür ist es in Dänemark wahrscheinlich als Ausgleich üblich, die nassen Badesachen in der Sauna anzuziehen“, denke ich bei mir, während der nasse Badeanzug kribbelnd auf meiner Haut scheuert.

Zu guter Letzt suchte ich nach dem Schwitzen vergeblich nach Ruhebereichen. Anscheinend brauchen Dänen zwischen den Saunagängen keine Ruhe. „Wirklich Wikinger mäßig“, dachte ich bei mir, als ich die Saunierenden, die gerade einen fast 30 minütigen Aufguss genossen hatten, aus der Sauna heraus und unmittelbar danach in das Dampfbad hineinströmen sah.

Gute zwei Monate sind vergangen seit ich mich hier verabschiedet habe. Ich halte die weitere „Blog Abstinenz“ einfach nicht mehr aus. Es gibt zwar auch ein Leben ohne Blog. Doch immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich meinen Blog öffne und fast sehnsuchtsvoll auf die alten Einträge schaue. Auch Eure Beiträge habe ich teilweise sehr intensiv und mit großem Interesse weiter verfolgt.

Die Zeit schreitet voran und auch mein Leben ist nicht stehen geblieben. Mein Leben hat mich sehr schnell wieder von Bonn fortgeführt. Ich machte eine kleine Exkursion rund um Gran Canaria, wo ich ohne Netz und Technik vierzehn Tage in einem kleinen abgeschiedenen Fischerhäuschen am Meer lebte. Jeden Tag unternahm ich eine Wanderung in die wunderschöne Bergwelt dieser Insel. Ich denke, dass ich mit Hund zusammen ca. 300 Kilometer in den zwei Wochen zurückgelegt habe. Gerne werde ich demnächst hier ein wenig von den einzelnen Strecken und Wegen berichten.

Zurzeit sitze ich jedoch an einer ganz anderen Stelle der Welt. Für mich ein wenig untypisch. Das Leben hat mich hierher verschlagen. Ich lebe recht einfach im dunklen Bauch eines Schiffes und spüre mit jedem Wellenschlag ein sanftes Schwanken unter mir. Schwankende Planken sind mein vorübergehendes neues zu Hause. Könnt Ihr erraten wo ich bin? Ich werde gerne mehr berichten, wenn die Zeit und die Schwankungen im Bauch des Schiffes es zulassen werden.

Ich grüße Euch aus…

Noch sind die Bäume kahl. Das Grün fehlt. Der blaue Himmel und warme Sonne vermitteln das Gefühl von nahendem Frühling.

… auch das muss sein.

Der Wein ist bereits ausgeschnitten.

Ich liege mit dem Rücken auf der Bank, sehe in den blauen Himmel und denke an Dich.

Euch allen wünsche ich einen schönen Tag.

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Nein keine Angst, heute mache ich keinen Abflug, sondern setze mich mit Hund nur in den Wagen und fahre nach Freiburg. Dabei hoffe ich auf staufreie Autobahnen und vielleicht ein wenig Sonne im Süden der Republik.

Wer Lust auf ein bisschen mehr Leonie hat, kann bei Medienkanzler ein Interview mit mir lesen. Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Donnerstag und melde mich wieder aus Freiburg.

Zum Abschluss meines Teneriffaaufenthaltes habe ich geschrieben, was ich alles an Erinnerungen mitnehme. Tatsächlich sind die schönen Erinnerungen auch das Allerbeste, das ich mitgebracht habe. Sie werden durch die Fotos und meine eigenen Blogeinträge nach ein wenig unterstützt und vielleicht so für mich ein wenig länger am Leben gehalten.

Da ich mit 20 Kilogramm Gepäck und Hund gekommen war, konnte ich ohnehin nicht viel an materiellen Dingen dazu laden. Geschenke für die Familie hatte ich bereits meinem Mann mitgegeben und so ging ich von der Insel wie ich gekommen war. Nur vier Dinge waren neu in meinem Koffer.

Ich habe ein Buch von Paulo Coelho (Como el río que fluye) geschenkt bekommen, in dem ich versuche auf spanisch kleine Geschichten zu lesen.

Und dann habe ich noch von spanischen und englischen Freunden zum Abschied eine Anstecknadel des Club Deportivo Tenerife S.A.D. erhalten. Auch wenn ich kein Fußballfan bin, sind an diesen kleinen Anstecker viele Erinnerungen geknüpft.

Dann hat sich noch eine kleine Muschel in mein Gepäck geschlichen. Vielleicht erinnert Ihr Euch. Ich hatte darüber berichtet, wie ich bei meiner ersten Wanderung durch die Mascaschlucht unten auf einer kleinen Insel lange auf das Schiff warten musste. Ein junges spanisches Paar, das auch auf der Insel war, sprang ins Wasser und mein Hund folgte. Der Mann brachte mir meinen Hund zurück und die Frau reichte mir diese kleine von ihr gefundene Muschel. So erinnert mich die Muschel an den Atlantik und die Mascaschlucht.

Nicht geschenkt erhalten habe ich dieses Armband. Das ist das einzige Stück, das ich neben Lebensmitteln, Eintritten und Benzin in den drei Monaten käuflich erworben habe. Mein eigenes Teneriffa Geschenk.

Hund hat sich nichts außer ganz viel feinen schwarzen Staubsand mitgenommen, der ihm Tage nach der Reise immer noch aus dem Fell fiel und bei uns auf den Fliesen landete.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag.

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Heute drehe ich die Zeit noch einmal zwei Wochen zurück und berichte von einer kleinen Ausfahrt auf See vor Teneriffa mit dem Boot „Flipper Uno“. An meinem letzten Samstag auf Teneriffa ging ich mittags mit Hund im Hafen von Los Gigantes spazieren. Als ich gerade dabei war dieses schöne Verkehrsschild abzulichten, lief das Delfin- und Walbeobachtungsschiff Flipper Uno, das ein wenig wie ein Piratenschiff aussieht, in den Hafen ein.

Im letzten Dezember hatte ich bereits von meiner Walbeobachtungstour vor der Mascabucht berichtet. Ich hatte seinerzeit viele Pilotwale, jedoch leider keine Delfine zu Gesicht bekommen. Als ich den von Bord gehenden Touristen und den danach neu an Bord gehenden Gästen zuschaute, meinte ich auf einmal ein Winken von einem der „Piraten“ zu sehen. Ich ging näher an das Schiff heran und erkannte einen mir mittlerweile gut bekannten Herren in Piratenkleidung wieder. Der lud mich ein, mit auf See zu kommen. Da auch Hund willkommen war, kam ich gerne dieser Einladung nach.

Zu den Klängen von Piratenmusik ging es auf das Meer hinaus. Die Sonne schien und die großen Felsen von Los Gigantes schimmerten bläulich. Das Meer war bewegt und wir schaukelten auf den großen Wellen dahin. Vom Meer aus erkannte ich in der Ferne den Teide und sämtliche Küstenorte von Los Gigantes bis Playa San Juan. Es gab etwas zu trinken und eine große Portion Paella. Was wollte ich mehr? Es war einfach großartig so auf dem Meer dahin zu schaukeln und den Augenblick zu genießen. Am liebsten hätte ich gerufen „verweile doch – du bist so schön“. Es fehlte einfach nichts und ich war glücklich.

Das Glück wurde noch größer als wir auf einmal rechts und links des Bootes Delfine sahen. Delfine, die neben uns schwammen und sprangen. Einfach wunderschön. Sie waren allerdings so schnell, dass ich sie fast gar nicht mit der Kamera erwischen konnte. So kann ich Euch hier nur Delfinteile

und einen sehr entfernten und heran gezoomten Delfin zeigen.

Später wurden von einem Piraten noch die Möwen gefüttert, während die menschlichen Fahrgäste sich an Rotwein labten. Auch ging ein Pirat durch die Reihen und spritzte allen, die es wollten, eine kanarische „Likörspezialität“ in den Mund.

Möwenfütterung

unter der Piratenflagge

unter den Giganten

Nach zwei Stunden Fahrt wurden die Segel wieder eingeholt und es ging zurück in den Hafen von Los Gigantes.

Euch allen wünsche ich einen schönen Tag.

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Hier noch die allerletzten Fotos, die ich auf Teneriffa fotografiert haben. Bei Interesse findet Ihr weitere Fotos in meinem FlickR Fotostream.

Die Häuser in der Stadt von Puerto de Santiago sind alle recht bunt angestrichen. Ich persönlich liebe diese bunten Straßenbilder. Das Haus auf dem Bild wurde  geschossweise in orangen Farbtönen gestrichen. Zu dem dunkelblauen Himmel ein guter Kontrast.

Schattenspiel  – Leonie mit Hund beim Fotografieren. Habt Ihr mich erkannt :-)?

Lustig finde ich auch die kleinen öffentlichen Wege, die zwischen den Häusern zur Altstadt hinaufführen. Ein richtiges Treppengewirr.

Ich wünsche Euch einen guten Wochenendausklang.