Archiv für die Kategorie ‘Spanisches Leben’

Delfine

Veröffentlicht: 1. Mai 2016 in Leonies Leben 2016, LeoniesLeben, Spanisches Leben, Tiere
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Eine kleine Erinnerung an Teneriffa. Mein letzter Tag im vergangenen Winter auf Teneriffa. Wir waren mit dem Boot auf dem Atlantik unterwegs und hatten das große Glück, sehr viele Delfine zu sehen. Mir schien als sprangen sie an diesem Tag besonders hoch aus dem Meer hinaus. Ich freue mich auf ein Wiedersehen.

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Baumloch

Baumloch

Ostersonntag war ich mit Lasko auf einer langen Wanderung von Los Gigantes über Santiago del Teide und die Tenohöhen. Das Wetter spielte sehr gut mit. Morgens schattig kühl und dann Sonnenschein und blauer Himmel. Besonders schön fand ich den Baum mit dem Loch zum Durchsehen. Ob das meinen Blick schärft oder einen besseren Durchblick verschafft? Am Wegesrand lag auch ein verlassener Dreschplatz, der sich wunderbar für eine Picknickpause eignet. Dann ging es aus der Höhe wieder zurück zum Atlantik durch die bekannte Schlucht von Masca. Alle Wanderwege waren am Ostersonntag einsam und ich begegnete kaum Menschen. Doch das änderte sich schlagartig in Masca. Im Ort, in der Schlucht und am Mascastrand tummelten sich Spanier und Touristen gleichermaßen. An den Engpässen in der Schlucht kam es regelrecht zu „Verkehrstaus“. Als ich am Strand ankam, nahm ich ein Boot nach Los Gigantes. Das Boot fuhr an einer Jacht vorbei. Sehr groß und auffällig. So eine große Jacht habe ich selber noch nie gesehen. Sah nach royal und/oder prominent aus. Ich machte ein Foto und forschte nach.  Herr Alexander Machkevitch war mit seinem „kleinen Boot“ Lady Lara zu Besuch in Los Gigantes. Bei mir war er allerdings nicht:-).

Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche mit guten Gedanken, angenehmen Gefühlen und interessanten Erlebnissen.

 

Veilchen

Veilchen

Barranco Masca

Barranco Masca an einer ruhigen Stelle

Masca Strand

Masca Strand

Alexander Machkevitch mit seinem kleinen Boot Lady Lara zu Besuch in Los Gigantes

Alexander Machkevitch mit seinem „kleinen Boot“ Lady Lara zu Besuch in Los Gigantes

 

Masca

Mascastraße und Palmenhain

Cruz de Hilda

Cruz de Hilda – Mirador mit Blick auf Masca und die umliegenden Berg

Blick auf Carizal

Blick auf die Nordküste – Buenavista

Degollada mit kleinem und großem Gala

Degollada mit kleinem und großem Gala

Degollada

Degollada – Ausblick auf den Teide und die Masca Region

Blühende Wiese und Ruinen

Blühende Wiese und Ruinen

Cumbre Bolico - Dreschplatz

Cumbre Bolico – alter Dreschplatz

Lasko beim Wandern

Lasko beim Wandern

Barranco Santiago del Teide

Barranco Santiago

 

 

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Heute habe ich einige Bilder von einem Küstenspaziergang nach Alcala mitgebracht.  In Spanien gibt es diesen Feiertag nicht. Die heilige Osterwoche (Semana Santa) beginnt am Sonntag vor Ostern und endet am Ostersonntag. So dürfen wir hier heute wieder fleißig arbeiten :-). Euch wünsche ich einen wunderschönen Ostermontag.

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Teide mit Schneeresten

Teide mit Schneeresten

Zu Wanderungen hoch oben im Teide Nationalpark muss ich mich zunächst immer überwinden. Das liegt zum einen vielleicht an der etwas längeren Anfahrt. Aber auch die Luft ist dort oben (ca. 1.800 bis 2.400 Höhenmeter) bereits ein wenig „dünner“, so dass das Wandern ein einfach schwerer fällt. Und wenn es kühl und windig ist, kann es um den Teide herum auch recht ungemütlich werden. Doch gestern hatten wir mit unserem Vorhaben, den Sombrero de Chasna und den Calderarand zu besteigen, großes Glück. Zwar zogen über Vilaflor vom Süden zunächst viele Wolken hoch, die uns teilweise ganz gut einhüllten. Doch oben auf dem Sombrero de Chasna und auf dem Calderarand strahlte die Sonne. Der Teide lag mit seinen verbliebenen Schneeresten majestätisch vor uns.

den Sombrero de Chasna im Visier

den Sombrero de Chasna im Visier

Wandern durch Kiefernwälder

Wandern durch Kiefernwälder

Blauer Himmel, Sonnenschein, Felsen und grüne Kiefern

Blauer Himmel, Sonnenschein, Felsen und grüne Kiefern

Lasko am Calderarand

Lasko am Calderarand

Panorama Teide

Panorama Teide

Wandern durch Wolken

Wandern durch Wolken

Teide

Teide

Teide

Teide

Teide

Teide

Guajara

Guajara

Guajara und Calderarand

Guajara und Calderarand

Panorama Caldera

Panorama Caldera

Gipfel Sombrero de Chasna

Gipfel Sombrero de Chasna

Ich wünsche Euch allen Frohe Ostertage.

 

 

Teide Panorama

Teide Panorama

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In engen Serpentinen schlängelt sich heute eine immer noch nicht allzu breite Asphaltstraße von Santiago del Teide zum bekannten Gebirgsort Masca hinunter. Der kleine Ort Masca ist Ausgangspunkt für die beliebteste Schluchtwanderung auf Teneriffa. Täglich werden große Wandergruppen aus aller Herren Länder am Morgen mit kleinen und großen Bussen nach Masca gefahren. Von dort steigen sie einzeln oder auch in Gruppen über kleine Felsenpfade 600 Höhenmeter hinab zum Mascastrand. Wer mehr über die faszinierende Wanderung wissen möchte, kann hier nachlesen.
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Doch bevor die Straße nach Masca in den 70ger Jahren gebaut wurde, gab es nur eine Piste dorthin. Wie ich jetzt erfahren habe, war es tatsächlich möglich, mit Eseln von Santiago del Teide nach Masca zu reiten. Ein Texaner hatte sich in den 60ger Jahren in Santiago del Teide niedergelassen und dort eine Eselfarm aufgebaut. Von dort bot er zusammen mit seiner Frau Ausritte für Touristen rund um den Vulkan Chinyero und nach Masca an. Was ist Euch lieber? Auto oder Esel? Leider habe ich heute nicht mehr die Wahl. Denn was ich wählen würde ist doch klar :-).

mit dem Ese nach Masca

mit dem Ese nach Masca

Vielen Dank an Anne aus Puerto de Santiago, die mir dieses Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

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Schwarzweiß – Bunt
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Barranco Santiago

Barranco Santiago

Eine immer wieder aufregende und spannende Wandertour geht unmittelbar vor meiner Haustür los. Ausgangspunkt ist der Küstenort Los Gigantes. Von dort geht es auf dem alten Königsweg (Camino Real) immer bergaufwärts Richtung Tamaimo. Dieser erste Teil der Wanderung auf dem mit alten Feldsteinen bepflasterten Weg ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Er führt durch Bananen- und Obstplantagen an einem Wasserdepot entlang. Danach geht es auf schmalen Wegen immer an der Westseite des Barrancos Santiago bergauf. Dabei bieten sich immer wieder schöne Ausblicke hinauf zu den Orten Ort Tamaimo und El  Modello sowie die umliegenden Berge.  Mit den steigenden Höhenmetern wird der Blick zurück auf die Küste immer besser.

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...aus dem Tunnel heraus :-)

…aus dem Tunnel heraus 🙂

Das Abenteuer beginnt dann auf ca. 400 Höhenmetern. Denn dort geht es durch einen sogenannten Galeriatunnel ca. 1.300 Meter durch den Berg hindurch. Dieser und viele ähnliche Tunnel wurden auf Teneriffa einst in die Berge geschlagen, um Wasser zu gewinnen. Wer mehr darüber wissen möchte, kann in diesem Artikel über die Wassergewinnung auf Teneriffa bei Noticias 7 weitere Informationen finden. Auf alten Gleisen und mit eingezogenen Köpfen verläuft die Wanderung quer unter dem Berg, dem Guama, hindurch. Und auf der anderen Seite des Tunnels erwartet uns der Barranco Seco. Hierher verirren sich nicht so vielen Menschen. Einsamkeit und tolle Ausblicke auf den Risco Blanco,  die umliegenden Felsen und hinunter zur Küste sowie auf  die Nachbarinsel La Gomera runden das Erlebnis ab. Auf dem Barrancogrund treffen wir auf Wasserkanäle und verfallene Ruinenhäuser, die aus der Zeit des Galeriebaus stammen. Im Barrancobett gibt es fast immer ein wenig Wasser und für Lasko in der alten Lore, die mittlerweile tief im Sandbett eingefahren ist, ein ideales Ruhebett.IMG_0914

Lasko in einer alten Lore

Lasko in einer alten Lore

alte Gemäuer im Barranco Seco

alte Gemäuer im Barranco Seco

 

Im Barranco Seco besteht die Möglichkeit auf schmalen Pfaden bis hinunter an den Strand zu laufen. Auch über diese Wanderung habe ich bereits bei Noticias 7 geschrieben. Dabei handelt es sich um eine sehr lange anstrengende Wanderung. Und wer lieber langsam wieder zurück nach Los Gigantes möchte, der wählt einen anderen Tunnel, der in Höhe von 275 Metern zu finden ist. Auch dieser ist ca. 1 Kilometer lang. Eine Taschenlampe und ein Kopflicht ist also unbedingt von Nöten. Dieser zweite Tunnel ist nicht so unheimlich wie der erste Tunnel, da der Wanderer von Anfang an ein kleines Licht am Ende des Tunnels sieht. Dieser Tunnel verläuft dementsprechend gerade und der Weg führt immer entlang an einer offenen Wasserleitung. Am Ausgang des Tunnels bietet sich dann ein unbeschreiblich schönes Bild. Hoch über Los Gigantes und mitten in den hohen Klippen, den Acantilados eröffnen sich unbeschreiblich schöne Ausblicke auf den Atlantik und die Felsenwand der Los Giganten.

Ausblick auf den Hafen von Los Gigantes

Ausblick auf den Hafen von Los Gigantes

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Mitten durch die Steilwand geht es  immer eng am Abgrund entlang zurück nach Los Gigantes. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind für diese Wanderung ein unbedingtes Muß. Doch wer sich traut, wird durch fantastische Ausblicke aus der Höhe entschädigt. Die genaue Tourenbeschreibung ist hier zu finden.
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Bis zum nächsten Mal und habt eine schöne Woche.
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Teide im Schnee

Teide im Schnee

Gestern kamen wir auf unserer Rundwanderung von Los Llanos zum Vulkan Chinyero dem schneebedeckten Teide ein Stückchen näher. Auch wenn ein großer Teil des Schnees, der in den letzten Wochen gefallen ist, bereits weggeschmolzen ist, ist immer noch genug Schnee auf den Gipfeln des alten und des neuen Teide. Daher muss ich im Moment von Teidegipfelwanderungen leider Abstand nehmen.

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In der südwestlichen Region von Teneriffa zogen gestern  bei ca. 1.000 Höhenmetern eine Menge dunkler Wolken über die Berge. Dort fühlte es sich bei Wandern dementsprechend kühl, grau und nass an. Doch danach in der Höhe über 1.200 Höhenmeter erwartete uns Sonnenschein und ein nahezu wolkenfreier Himmel. So konnten wir unseren ca. 10 Kilometer langen Rundweg durch Kiefernwälder, vorbei an kargen Vulkanen mit wunderschönen Ausblicken auf den Teide genießen.

 

 

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Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

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Karneval Los Gigantes 2016

Schönheit – Karneval Los Gigantes 2016

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In diesem Jahr fand der hiesige Karneval in Los Gigantes mit 14 Tagen Verspätung statt, da es am ursprünglich vorgesehenen Termin  auf Teneriffa an vielen Orten stark regnete und heftig stürmte. Kurzerhand wurden in mehreren Städten die geplanten Karneval Veranstaltungen abgesagt und um zwei Wochen verschoben. Gute Entscheidung. Denn nun war das Karnevalswochenende  von Anfang bis Ende sonnig. Blauer Himmel und Sonnenschein lockten nicht nur die Einheimischen auf die Straße, sondern ließen viele Gäste anreisen. Vier Tage lang Karneval. Zu südamerikanischen  Rhythmen wurde auf der Plaza bis spät in die Nacht bzw. bis zum nächsten Morgen gefeiert und getanzt.

Karneval Los Gigantes 2016

Tanzgruppe – Karneval Los Gigantes 2016

Karneval Los Gigantes 2016

Festwagen – Karneval Los Gigantes 2016

 

 

 

 

 

 

 

Der  traditionellen Karnevalsumzug am Sonntag fiel in diesem Jahr ein wenig kleiner aus. Doch die Stimmung der Teilnehmer war großartig und die Straße wurde kurzerhand zum Tanzsaal. Ende des Karnevals ist traditionell der Montagabend  um 12.00 Uhr. Dann wird die Sardine beerdigt –  El Entierro de la Sardina. In einem Trauerzug begleitet von schwarz gekleideten Menschen wird die Sardine unter Trommelwirbeln und Trauermarschmusik durch den Ort getragen, um danach in einem großen Abschlussakt bei einem Feuerwerk verbrannt zu werden.

Karneval Los Gigantes 2016

Geschmückt – Karneval Los Gigantes 2016

Karneval Los Gigantes 2016

Golden Girls – Karneval Los Gigantes 2016

 

 

 

 

 

 

 

Da ich in den letzten Jahren mehrmal Fotos von dem bunten Karneval gezeigt habe, habe ich heute zur Abwechslung zwei kleine Filme vom Karnevalsumzug und von dem Beerdigungszug (leider ein wenig zu dunkel) mitgebracht.

 

 

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Geisterstadt - Puerto de Santiago

Geisterstadt – Puerto de Santiago

Vor über zwei Jahren habe ich den unten stehenden Artikel für das Internetportal Noticias7 geschrieben. So wirklich hat sich seitdem an der Immobiliensituation auf Teneriffa nicht geändert. Der verwaiste Kran dreht sich  jedenfalls weiterhin im Wind über der „Geisterstadt“ in Puerto de Santiago.

 

Immobilien – hoher Leerstand auf den Kanaren
Auch die neueste Meldung, die uns in den letzten Wochen über die Nachrichtenticker erreichte, dass es auf den kanarischen Inseln über 140.000 leere Häuser gäbe, konnte nicht mehr wirklich schocken. Denn jeder, der sich auf den sonnigen Inseln in den letzten Jahren mit offenen Augen umsieht, stößt dort nach sehr kurzer Zeit auf leerstehende Immobilien. Überall in den Orten und auch auf den Landstraßen fallen die vielen Schilder in den Fenstern oder vor den Häusern auf. „SE VENDE“ (zum Verkauf) ist auf den Schildern zu lesen. Wohnungen oder ganze Häuser stehen allerorten zum Verkauf. Wer eine neue Wohnung oder ein Haus kaufen möchte, hat zurzeit die freie Auswahl.

Ab und zu sind es nicht nur Einzelobjekte, sondern ganze Viertel und Siedlungen, die so gut wie oder aber auch tatsächlich vollkommen leer stehen. Wie Geisterstädte muten diese halb fertigen Siedlungen an. Die Straßen sind erschlossen. Dennoch parkt kein Auto auf den vorbereiteten Parkplätzen. Kein Mensch ist auf der Straße oder auf den Balkonen der kleinen weißen Bungalowhäuser, auf denen die neuen Balkongitter in der Sonne glitzern, zu sehen. Keine Menschen, dafür häufig inmitten dieser Siedlungen anzutreffen: zurück gelassene Baumaterialien oder gar Baumaschinen. So dreht sich zum Beispiel im nördlichen Wohngebiet über Puerto de Santiago auf Teneriffa der große langsam vor sich hin rostende Kran ganz leicht im Wind über der ausgestorbenen Siedlung. An solchen Stellen ist die Krise nicht zu übersehen. Die Insolvenz hat zugeschlagen. Arbeitsstellen auf dem Bau gibt es hier schon lange nicht mehr.

Die neue Zahl des Immobilien Leerstandes basiert auf einer Zählung aus dem Jahr 2011. Es gibt nach diesen neuesten Daten basierend auf der Jahreszählung 2011, die vom Nationalen Institut für Statistik (INE) veröffentlicht wurden, fast 140.000 Wohnungen ohne Bewohner. Genauer gesagt, waren von den insgesamt 1,04 Millionen kanarischen Immobilien im Zählungsjahr 138.262 leer. Eine seit dem Jahr 2011 steigende Tendenz wird weiterhin vermutet, denn immer mehr Spanier haben ihre Arbeit verloren. Viele von ihnen verlassen die Inseln, um sich in anderen europäischen Ländern Arbeit zu suchen. Oder sie gehen, wie zum Beispiel nach Südamerika, zurück in ihre Heimatländer.

Bevölkerung der kanarischen Inseln wächst bis 2019 auf 2,5 Millionen Menschen an
Unabhängig von dieser Entwicklung, ist die Bevölkerung der kanarischen Inseln im Wachstum begriffen. Nach den veröffentlichten Erhebungen des Kanarischen Instituts für Statistik Istac (Instituto Canario de Estadística) soll bis zum Jahr 2019 die Einwohnerzahl auf den Kanaren um 500.000 Einwohner ansteigen, so dass die Bevölkerung dann 2,5 Millionen Menschen betragen wird. Laut Statistik sind die kanarischen Inseln auch die spanische Region mit dem zweithöchsten Bevölkerungswachstum im letzten Jahrzehnt. Die Bevölkerung erreichte nach der Statistik des Nationalen Institutes für Statistik (INE) auf den kanarischen Inseln im Jahr 2011 die Anzahl von 2.082.655 Menschen. Davon waren 13,3 Prozent Ausländer. Die Gesamtbevölkerung der Inseln stellt im Bevölkerungswachstum im letzten Jahrzehnt den zweitgrößten spanischen Bezirk hinter den Balearen da. Die Bevölkerung wuchs um 22,9 Prozent, während die Bevölkerung der Balearen um 30,8 Prozent anwuchs. Infolge der erhöhten Bevölkerung sind die Kanaren und die Balearen auch die am schnellsten wachsenden Gebiete

Leerstand und wachsende Bevölkerung ein Widerspruch?
Die Bevölkerung auf den kanarischen Inseln nimmt ohne Zweifel zu. Und dennoch stehen die Immobilien leer. Das lässt allein den Schluss zu, dass der zu erwerbende Wohnraum für die meisten Insulaner entweder nicht mehr finanzierbar ist und sie ihn verlassen müssen. Oder auch für viele Inseleinwohner ein Erwerb einer Immobilie finanziell nicht möglich ist. So bleibt nur die Hoffnung der Immobilienhändler auf ausländische Investoren, die nach wie vor gerne eine Ferienimmobilie auf den sonnigen Inseln erwerben möchten.

Doch im Moment gibt es auf dem Immobilienmarkt so viele Häuser und Wohnungen, für die ein potentieller Käufer dringend gesucht wird, dass es nicht genügend Kaufwillige gibt. Infolgedessen werden die Kaufinteressenten von den Verkäufern mit immer größeren Versprechungen und kostenlosen Zusatzleistungen umworben. Manch kleiner Immobilienhändler musste seine Tätigkeit auch bereits einstellen. So erzählte mir vor einiger Zeit ein Immobilienhändler aus Adeje, dass er nun selber sein Haus und sein Geschäft zum Verkauf anbieten müsse. Seine Familie und er würden für drei Jahre nach Zentralafrika gehen, wo er eine Stelle angeboten bekommen habe. Er kann nun dort in seinem alten Beruf als Ingenieur arbeiten. Dieser Mann ist ganz bestimmt nicht der einzige aus seiner Zunft, der sein Geschäft aufgeben muss. Viele Immobilienbüros, die sich nicht verkleinern oder ganz aufgeben, stellen ihr Konzept um. Es gilt sich mental und sprachlich auf die große neue Kundschaft aus den östlicheren Ländern Europas einzustellen. Kyrillische Schriftzeichen für die überwiegend russische Kundschaft scheinen in den meisten Immobiliengeschäften mittlerweile zum Standard zu gehören.

Ein ganz klarer Käufermarkt, der weiterhin willigen Immobilienkäufern zurzeit immer noch so manches Schnäppchen ermöglicht. Verkauft wird von den immer noch in großer Anzahl auf den Inseln ansässigen Immobilienmaklern, von privaten Eigentümern und letztlich auch von den Banken selber, die die Wohnungen von zahlungsunfähigen Kreditnehmern zurück erhalten haben. Doch die persönliche kleine Finca in einer guten Lage zu einem guten Preis ist eine Sache. Aber was soll mit den Immobilien werden, die täglich weiter verwahrlosen und für die es auch in einem Jahr mit Sicherheit keinen Käufer geben wird, da sie in weniger attraktiven Lagen anzutreffen und bereits jetzt offensichtlich dem Verfall preisgegeben sind?

Geisterstädte und Ruinen
Ein weiteres Problem sind die Häuser oder besser gesagt, ganze Gebiete, die ausgestorben sind. Dort stehen auch keine „Se vende“ Schilder mehr. Manchmal verwahrlosen auf diese Art hunderte von Häusern am Stück. Der nagende Zahn der Zeit ist unübersehbar. Dort wartet niemand mehr auf einen Käufer. Es könnte an diesen Orten möglicherweise nur noch ein finanziell gut ausgestatteter Großinvestor helfen, der die eingeschlafenen Projekte zu neuem Leben erwecken müsste. Doch woher soll der kommen und wer will ihn finden? Aber selbst, wenn es ihn gäbe, würde das kaum das Blatt zum Guten wenden können. Wahrscheinlich werden diese Gebiete mit der Zeit verfallen müssen, denn wenn der Immobilienleerstand bereits in den Städten und Dörfern nicht mehr zu übersehen ist, ist mit Sicherheit nicht die Zeit, um in weiteren Gebieten neuen zusätzlichen Wohnraum zu errichten.
Baugerippe – keine schöne Aussicht
Eine weitere Vorstufe von dem Leerstand sind die häufig äußerst unansehnlichen Baugerippe, die an vielen Stellen auf den Inseln zu finden sind. Hier handelt es sich nicht nur um an sich fertige, aber zurzeit nicht verkäufliche Immobilien, sondern um Bauten, die vor Jahren und teilweise auch Jahrzehnten begonnen worden sind. Später nachdem das Betongerippe stand, wurde der Bau aus den unterschiedlichsten Gründen abgebrochen und nicht mehr fertig gestellt.

So ist zum Beispiel in der oberen Reihe von Los Gigantes seit Jahren ein großer freier Bauplatz am Berg vorbereitet, um dort im damaligen Bauboom neue Terrassenhäuser zu errichten. Der nun seit Jahren leerstehende Platz fällt jedoch nicht so unansehnlich ins Auge, wie die gleich daneben stehenden nun seit über 30 Jahren in den Himmel ragenden betonierten Baugerippe. Angefangen, nicht fertiggestellt und verlassen. Keiner kümmert sich um den Bau. Weder Weiterbau noch Abriss stehen auf dem Programm. „Wann wird alles zusammenfallen“, fragen sich nicht nur die Einwohner von Los Gigantes. Ähnliche Gerippe trifft der Inselreisende überall und wundert sich, dass die Verschandelung der Umgebung, die von diesen Gebäuden unzweifelhaft ausgeht, anscheinend niemanden zu stören scheint.
Immobilienleerstand und Bevölkerungswachstum – Chance oder Risiko?
Das Gute an der Immobiliensituation auf den kanarischen Inseln ist, dass grundsätzlich genügend Wohnraum für die wachsende Bevölkerung da ist. Wie so oft im Leben – im Moment scheitert der Einklang am nicht vorhandenen Geld. Die Menschen, die für sich und ihre Familien Wohnraum auf den kanarischen Inseln benötigen, können sich die Immobilien immer weniger leisten. Und für viele Immobilien, Projekte und Investitionen fehlt zudem das Geld vom Staat oder auch von spanischen oder ausländischen Investoren.

So bleibt für die Zukunft nur zu hoffen, dass die Politik schnell und effektiv Lösungen finden wird, um die wirtschaftliche Lage auf den kanarischen Inseln zu verbessern. Denn wirtschaftlicher Aufschwung allein ist die Voraussetzung für Arbeit, Geld und damit auch bezahlbarem Wohnraum. Sollte dieser ausbleiben, werden Investitionen weiter ausbleiben, wird sich der Leerstand bei den Immobilien weiter erhöhen und auch der Erwerb von Wohnraum für einen großen Teil der kanarischen Bevölkerung weiterhin nicht bezahlbar sein.