Archiv für die Kategorie ‘Sport’

 

Blick vom Gipfel des Teneguía

Blick vom Gipfel des Teneguía

Puerto Naos

Puerto Naos

La Palma war die einzige der kanarischen Inseln, die ich bislang noch nicht persönlich kannte. Daher war ich sehr gespannt auf die kleine Insel, die sich auch die Isla Bonita nennt. Ist La Palma wirklich so schön, wie der Name verspricht? Ich war neugierig und in freudiger Vorerwartung auf das Eiland.

Wanderer in den Lavafeldern

Wanderer in den Lavafeldern

Doch bevor ich auf die Insel reisen konnte, galt es erst einmal wieder mit der spanischen Bürokratie zu kämpfen. Die Fährlinie Armas hat ihre Fährverbindungen nach La Palma  zurzeit vollkommen eingestellt. Und auch die Linie Fred Olsen bietet nicht die wirklich guten Abfahrtzeiten. Es geht spät abends von Teneriffa aus los, so dass der Besucher mitten in der Nacht auf der fremden Insel ankommt. Und zurück geht es bereits morgens um 5 Uhr. Nicht sehr reizvoll. Doch zum  Glück gibt es den Sonntag. An diesem Tag legt die Fähre um 11 Uhr in Teneriffa ab und startet auf dem Rückweg um 13.00 Uhr in La Palma. Schnell war mein Starttag klar und ich kaufte ein Ticket im Internet. Doch wie bereits erwartet , ließ sich das Ticket auch dieses Mal wieder  nicht ausdrucken. Das kannte ich bereits von den Reisen nach La Gomera und El Hierro. So blieb nichts anderes übrig, als mich eine Stunde vor der Abfahrt mit all den anderen Reisenden doch noch einmal am Ticketschalter in einer langen Schlange anzustellen. Obwohl ich einen Berg voller Papiere dabei hatte, wurde dieses Mal  ausnahmsweise weder der Pass noch eine andere Legitimation verlangt. Alles umsonst mitgenommen :-).

Barranco bei Tazarcorte

Barranco bei Tazarcorte

Auf der Fähre dann die nächste Enttäuschung. 98% aller Parkplätze für die Fahrzeuge befinden sich im großen Schiffsrumpf im Schatten. 2% in der Sonne. Und trotz intensiver Bitte bekam ich einen Sonnenplatz, so dass Lasko nicht im Wagen bleiben konnte. Da Hunde in den Räumen auf der Fähre verboten sind, musste er solange in einen Gitterkäfig. Das setzte dem ansonsten so hartgesottenen Lasko ziemlich zu. Er zitterte und hatte wohl Angst, dass ich ihn dort unten im Schiffsbauch im dunklen Käfig zurück lassen würde. Ich konnte ihm leider nicht helfen und nur seine Decke und Wasser da lassen. Dann musste ich in den Passagierraum. Wie froh war Lasko, als er nach der Überfahrt endlich wieder auf seinen Stammplatz hinten in den Wagen springen durfte.

Roque de Muchachos - Tajinasten

Roque de Muchachos – Tajinasten

Kein guter Start. Doch der Aufenthalt auf der Insel war dafür umso schöner. Wir wohnten in einem einfachen Zimmer in Puerto Naos an der Westküste mit Blick auf Meer und Berge. Am ersten Tag unternahmen wir gleich zusammen mit einer anderen Frau, die im gleichen Haus wohnte, eine große Rundwanderung um die Südspitze der Insel. Es ging von dem Ort Los Canarios auf ca. 650 Höhenmetern herunter an die Inselküste nach Fara de Fuencaliente und auf einem Rundkurs wieder zurück. Auf diesem Weg konnten wir  die ersten großen Vulkane der Insel (San Antonio und den Teneguía) anschauen und besteigen. Der Teneguía ist erst 1972 durch einen Vulkanausbruch entstanden. Hier bewegt sich der Besucher der Insel tatsächlich auf heißem Boden. Auch lernte ich gleich am ersten Tag dort oben auf den Bergen den orkanartigen Wind kennen, der häufig so stark bläst, dass Wanderer wirklich bei jedem Schritt enorme Vorsicht walten lassen müssen. In Faro bestaunten wir neben dem Leuchtturm die großen Salinenfelder.

Salinenfelder in Faro

Salinenfelder in Faro

Faro de Fuencaliente

Faro de Fuencaliente

Herz am Wegesrand

Herz am Wegesrand

Weg nach Fuencaliente

Weg nach Fuencaliente

Kraterwand

Kraterwand

Gipfel des Vulkan Teneguía

Gipfel des Vulkan Teneguía

Vulkan San Antonio

Vulkan San Antonio

Am zweiten Tag nahmen wir uns den Norden der Insel vor. La Palma ist voller Berge und Vulkane. So ist eine Fahrt auf der kleinen Insel mit den relativ kurzn Streckenabschnitten dennoch häufig eine lange und anstrengende Kurvenfahrerei. Wir schauten uns die Nordküste mit den kleinen Orten Punta Gorda und El Castillo an. Aus Zeitmangel fuhren wir auf den höchsten Berg der Insel, den Roque de Los Muchachos (2460m) hoch. Viel lieber wäre ich natürlich hoch  gewandert. Doch bei den langen Anfahrtwegen ist eine so lange Wanderung am selben Tag kaum machbar. So unternahmen wir auf dem Grat, von dem aus die bekannten Observatorien zu sehen sind,  nur eine kleine Gipfelwanderung. Von dort oben boten sich wundervolle Ausblicke auf die Berge, die Küsten, auf Teneriffa und die Caldera. Wie ich später erfuhr, dürfen Hunde im Nationalpark ohnehin nicht mitgeführt werden. Hunde sind zumindest auf La Palma im Nationalparkgebiet grundsätzlich verboten. Wie schade. So fielen viele interessante Touren, über die ich im Vorfeld gelesen hatte, von vornherein für uns aus. Dennoch reichten die Zeit und die verbleibenden Strecken, um einen Überblick über die Insel zu erlangen.

Tajinaste

Tajinaste

Roque de Los Muchachos - Mirador

Roque de Los Muchachos – Mirador

Lasko beim Wandern

Lasko beim Wandern

Wind und Wolken auf der Cumbre

Wind und Wolken auf der Cumbre

Drachenbaum

Drachenbaum

Am dritten Tag brachte ich meine Bekannte zum Flughafen, da sie nach Teneriffa zurückfliegen wollte. Einmal auf der Ostseite der Insel, schaute ich mir die wunderschöne kleine Hauptstadt Santa Cruz de La Palma an. Besonders beeindruckend fand ich die vielen hübschen Häuser mit den alten und zumeist gut restaurierten Holzbalkonen. Auch eine Kunstausstellung konnte ich  am Wegesrand mitnehmen. Ein „Nachbau“ der Santa Maria ziert einen schattigen Platz und in den Markthallen gibt es ein großes Sortiment an einheimischen Produkten zu kaufen.

Blühende Balkone

Blühende Balkone

traditionelle Balkonhäuser in Santa Cruz de La Palma

traditionelle Balkonhäuser in Santa Cruz de La Palma

Nachbau der Santa Maria

Nachbau der Santa Maria

Lasko schläft - bewacht von einem Löwen

Lasko schläft – bewacht von einem Löwen

Markthalle in Santa cruz de La Palma

Markthalle in Santa cruz de La Palma

Auf dem Rückweg ging es wieder über die Berge und durch einen langen Tunnel durch die Cumbre. Zurück in dem großen Kessel, der Caldera Taburiente, hielt ich am großen Besucherzentrum im Nationalpark. Dort gibt es neben einem hübsch angelegten botanischen Garten sehr viele interessante Informationen über die Insel und die Vulkantätigkeit auf La Palma. Zum Abschluss des Tages machte ich noch einen kleinen Abstecher auf die Cumbrezita, von wo aus ich einen fantastischen Ausblick über die gesamte Caldera und die Höhenzüge hatte. Schön auch die Wolken, die über die Hänge vom Osten der Insel in die Caldera hinein schwebten.

LLa Palma - Nationalpark_1

Besucherzentrum Nationalpark

Besucherzentrum Nationalpark

Ginster

Ginster

Am vierten Tag wanderte ich von der Höhe in El Pilar aus auf der sogenannten Ruta de Los Volcanes. Immer auf dem Kamm, der Cumbre der Insel, ging es in ständigen auf und ab von Norden nach Süden. Da ich Lasko dabei hatte, war ich nicht so allein. Der Wind war heftig. Doch die Aussicht von dort oben über die vielen Vulkankrater einmalig.

Wind und Wolken auf der Cumbre

Wind und Wolken auf der Cumbre

Ruta de Los Volcanes

Ruta de Los Volcanes

Vulkankrater

Vulkankrater

Wanderweg um die Vulkane

Wanderweg um die Vulkane

Blick auf Teneriffa

Blick auf Teneriffa

Am fünften Tag machte ich eine kleine Rundwanderung um den Küstenort Tazarcorte. Es ging bei glühender Hitze steil an den Felsen der Küste hinauf bis zum Mirador de Time. Danach ging es nur noch ein wenig bergan, um dann auf einem Rundweg, der quer durch die Steilhänge führte, wieder nach Tazarcorte abzusteigen. Es blieb Zeit, um den kleinen Gebirgsort El Paso und den großen belebten Ort Los Llanos anzuschauen.

Mirador El Time

Mirador El Time

Schiff an Land - Tazarcorte

Schiff an Land – Tazarcorte

Wasserkanal

Wasserkanal

Blick auf Tazarkorte von der Steilküste

Blick auf Tazarkorte von der Steilküste

Ultra Marathon Transvulcania 2014

Ultra Marathon Transvulcania 2014

Tazarkorte - Strand

Tazarkorte – Strand

Am sechsten Tag wollte ich eigentlich noch das letzte Stück der Ruta de Los Volcanes wandern. Doch der Wind auf der Höhe war so heftig, dass ich mich nach einiger Zeit entschloss, zurück zu gehen und lieber noch einen Ausflug rund um den Inselsüden in den Osten der Insel zu machen. Dieser Teil wird auch der Garten La Palmas genannt, da es dort in allen Farben blüht und wächst. Den kleinen Abstecher auf die anderen Inselseite habe ich nicht bereut. Am letzten Tag noch einmal wunderschöne Natureindrücke.

Ausklingen konnte der Tag an einem Hundestrand im Westen der Insel, den ich durch Zufall auf dem Rückweg fand. Ich sah zwei spanische Frauen mit ihren Hunden an einen Strand gehen. Neugierig fragte ich, ob es  erlaubt sei, Hunde am Strand mitzunehmen. Beide erklärten mir, dass das am Ende des Strandabschnitts so üblich sei. Da gab es natürlich auch für Lasko und mich kein Halten mehr. Lasko tobte mit den anderen Hunden im Wasser herum. Und ich nahm mit den beiden Spanierinnen ein Bad im Atlantik.

La Bombilla - Leuchtturm

La Bombilla – Leuchtturm

Schwamm

Schwamm

Lasko am Strand

Lasko am Strand

Badefreude am Hundestrand

Badefreude am Hundestrand

Am gleichen Tag fand auf La Palma der Ultra Marathon, die  Transvulcania statt. Dabei laufen die Sportler über 83 Kilometer und 4000 Höhenmeter quer über die Insel. Bei dieser Hitze eine enorme Leistung. Klar, dass die Transvulkania auf der Insel überall das große Tagesgespräch war. Viele Sportler waren von weither angereist. Als ich am Sonntag auf der Fähre zurück fuhr, hatte Lasko seinen Schattenplatz im Wagen. Beruhigt konnte ich mich an Deck aufhalten. Dort reisten mit mir zusammen viele Sportler, die an der Transvulcania teilgenommen hatten heim. Stolz trugen sie ihre Finishershirts und die Medaillen um den Hals. Nur bewegen mochten sie sich an diesem Tag anscheinend nicht mehr so recht. Einige humpelten. Ich glaube, 83 Kilometer – das ist dann doch zu viel für Lasko und Frauchen.

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Nachdem ich beim ersten Mal als ich einen Termin für einen Ausritt in den Wäldern unterhalb des Teide ausgemacht hatte, vom Regengott regelrecht verwöhnt worden war, konnte der zweiter Ausritt zum Glück für alle Beteiligten in der Sonne stattfinden.

Da machten sogar die Vorbereitungen, wie das Putzen und Aufzäumen der Pferde gleich vielmehr Freude.

Dann ging es endlich los. Mit Pferden und einer Meute Hunde zogen wir vom Hof.  Meinen Hund nahm ich zunächst noch an einer langen Lederleine rechts an das Pferd, damit er mir beim Durchritt durch das Dorf nicht abhanden kommen sollte. Er hatte sich bereits sehr schnell an die Pferde gewöhnt und ging sogar recht gut bei Fuss beziehungsweise bei Pferd.

Ab und zu zog er allerdings leicht nach vorne und kam bedenklich nah an das vorangehende Pferd. So bekam er dann auf einmal eine Ladung „Auswurf“ von oben ab. So frisch hatte er noch nie einen Pferdeknödel vor das Maul bekommen. Weitere Ausführungen erspare ich dem Leser an dieser Stelle. Pferdeknödel sollen allerdings für Hunde nicht unbedingt schädlich sein.

Nachdem wir lange bergauf geritten waren und an einigen Stellen sogar abgestiegen waren, um den Pferden den Aufstieg bei der Hitze ein wenig zu erleichtern, gab es eine Rast auf einer wunderschönen Bergwiese.

Die Pferde bekamen frisches Gras. Die Hunde Wasser und auch die Menschen hatten sich ein kleines Picknick mitgebracht und nach dem langen Ritt wohl auch verdient.

Auf der Wiese gab es neben Gras und Blumen auch Oregano und Pilze. Von dem Oregano machte ich mir einige Zweige ab und kann damit nun zu Hause gut meine Essen bereichern.


Max trug mich an jenem Tag brav bergauf und bergab.

Unser Ausflug endete in einer kleinen Bar, vor der die Pferde und Hunde warteten, während die Menschen sich an einem schönen Milchkaffee erfreuten.

Als wir wieder zurück auf die Finca kamen, war meine „Rückseite“ ein wenig spürbar, aber Hund und Frauchen waren glücklich und zufrieden mit der Welt.

Ich wünsche allen Lesern einen wunderschönen Tag.

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Um dem ganzen Regen hier im Norden der Insel auch einmal etwas Gutes abzugewinnen, fange ich heute mit einem Regenbogenbild an. Ich war nicht begeistert, als ich an einem Tag, an dem es eigentlich aufklaren sollte, die dunklen schweren Wolken über den Atlantik heran nahen sah. Doch dann sah ich nach meinem Morgenspaziergang mit dem Hund von meinem Balkon diesen riesigen wunderschönen Regenbogen. Er spannte sich quer über den ganzen Ort. Schade, dass ich nicht so gut fotografieren kann, um ihn in der ganzen Pracht festzuhalten. Denn in echt sah er noch viel viel schöner und farbiger aus.

Selbst Hund richtete sich am Balkon auf, um zu sehen was es dort eigentlich zu sehen gab. Ihn interessiert allerdings der Regenbogen weniger, dafür die Nachbarhunde umso mehr. Da gutes Wetter für diesen Tag angesagt war, hatte ich einen Reitausflug in den Wäldern unterhalb des Teide eingeplant. Ich wollte mich nicht vom Wetter davon abhalten lassen und fuhr mit dicken Stiefeln und Regenjacke hoch in die Berge. Langsam gewöhne ich mich sogar an die steilen Straßen. Sie kommen mir jeden Tag normaler vor und ich sehe den Tag schon kommen, an dem ich es langweilig finden werde, wenn es nicht mindestens 87 Grad hinauf oder hinunter geht :-).


Als ich auf dem Hof der Finca ankam, lag der Teide im Nebel der Wolken verborgen und auch der Atlantik war nicht mehr zu sehen. Nur überall graue Regenwolken. Da es jedoch immer noch 17 Grad hatte und zunächst nur nieselte, beschlossen wir den Ausritt zu machen und die Hunde mit zu nehmen. Am letzten Sonntag hatte ich bereits Gelegenheit gehabt, mich auf dem kleinen Reitplatz der Finca mit den Pferden und dem Western Reitstil vertraut zu machen. Ich durfte mir Max satteln. In den großen Satteltaschen war viel Platz. Ich nahm mir jedoch nur ein bisschen Wasser und meine Regenjacke mit.

Hund musste sich erst an die anderen Hunde und die großen Hunde, die sie Pferde nennen, gewöhnen. Erst wollte er immer mit auf den großen Hund. Als er dann aber verstanden hatte, dass das nicht ging, genoss er seine Freiheit am Boden und lief drei Stunden frei neben mir durch den Wald. Schnell hatte er auch verstanden, dass er beim Galopp besser ein bisschen Abstand von den Hufen der großen Hunde halten musste.

Außerdem hatte er einen neuen Freund. Genau so ein „junger“ Rüpelhund, mit dem er zusammen neben den Pferden im Wald rumtollte. Ein Sprachproblem hatten die beiden nicht.

Und auch die anderen beiden Hofhunde liefen im Rudel mit. Meine Kamera hatte ich bei dem Ausflug selber nicht dabei, da ich mir nicht so sicher war, ob der Kamera so ein wilder Galopp wirklich gut tut.

Der Ausritt war trotz Nieselregen wunderschön. Auch wenn es an Fernsicht fehlte, sah ich viel von der schönen Landschaft mit den dichten Kiefernwäldern. Doch dann fing es irgendwann so stark an zu regnen, dass ich bis auf die Haut durchnässte. So durchnässt und mit Schlamm bespritzt kam ich glücklich und zufrieden vom Berg. Hatte ich Euch irgendwann einmal erzählt, dass ich in die Sonne fahre?

Ich wünsche Euch einen guten Tag und bei Bedarf einen guten Regenschutz.

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Gestern Morgen bekam ich einen großen Schreck. Ich machte meine Runde durch die Blogs und las meinen Blognamen bei Kreatives aus der Suppenküche . Nicht dass mich der Name erschreckt hat (das wäre ja auch noch schöner), sondern ich las dort, dass die Suppenküche mir einen Award verliehen hat. Ich freue mich, fühle mich geehrt und bin doch auch ein wenig hilflos, denn nun bin ich wohl am Zug. Zunächst jedoch ein dickes Dankeschön für diesen Award an die Suppenküche.

Wer diesen Award ursprünglich ins Leben gerufen hat, weiß ich genauso wenig wie meine edle Verleiherin.  Sie sagt, dass böse Zungen behaupten, es handle sich dabei um ein Schneeballsystem. Da es hier auf Teneriffa nur ab und zu oben auf dem Teide Schnee gibt, hoffe ich dies nicht. Ich  freue mich einfach über den „Award“  und teile ihn im nächsten Schritt – wie es die Spielregeln vorsehen – mit anderen Blogs.

Wie ich erfahren habe, gehört es zu den Spielregeln, sieben Dinge über mich zu erzählen, die Ihr noch nicht wisst. Das ist schwer, denn ich habe hier im Blog bereits sehr viel verraten :-).

1. Ich bin so oft in meinem Leben umgezogen, dass ich es fast gar nicht mehr zählen kann. Leider noch nie in ein warmes Land.

2. Vor vielen Jahren habe ich bei einem sehr netten Lehrer in Rostock Tai Chi gelernt. Eine Stunde meines Tages gehört daher auch heute noch dem Tai Chi.

3. Tiere finde ich faszinierend. Mein Lieblingstier ist der Löwe.

4. Ich liebe die Wärme, die Sonne und warme Länder und laufe erst bei 30 Grad richtig auf Betriebstemperatur :-).

5. Ich esse gerne Meeresfrüchte. Und wenn es etwas zu feiern gibt, trinke ich gerne ein Glas Sekt.

6. Ich wäre gerne Vegetarierin, esse aber ab und zu auch (leider) sehr gerne Fleisch (bevorzugt ein leckeres Rindersteak) :-).

7.  Ich habe nie richtig reiten gelernt, reite aber für mein Leben gerne und wünsche mir eines Tages an einer Reitsafari in Afrika teilnehmen zu können.

Wer den Versatile Blogger Award erhält, soll ihn an 15 andere Blogs weitergeben, was ich hiermit gerne tue:

1. http://elfediva.wordpress.com/

2. http://paradalis.wordpress.com/

3. http://emily221.wordpress.com/

4. http://huppisfdh.wordpress.com/

5. http://baumdaemon.wordpress.com/

6. http://xcharix.wordpress.com/

7. http://kwheft.wordpress.com/

8. http://deremil.wordpress.com/

9. http://nixzen.wordpress.com/

10. http://lasssieallereden.wordpress.com/

11. http://fudelchen.wordpress.com/

12. http://zweitesselbst.wordpress.com/

13. http://vallartina.wordpress.com/

14. http://annalenaslesestuebchen.wordpress.com/

15. http://wellnesspur.wordpress.com/

Als nächstes sollen die ausgewählten Blogs informiert werden, dass sie den Award erhalten haben. Ich weiß leider noch nicht, wie das genau geht, werde mich jedoch bemühen.

Ich hoffe, dass ich mit diesem „Unsinn“ keinen von Euch verärgert habe. Nehmt es als Anerkennung und Spass. Wenn Ihr an dem „Award“ keine Freude habt, vergesst das Ganze.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag.

 

 

 

Angst in der Dunkelheit

Veröffentlicht: 24. September 2011 in Hund, Leonies Leben 2011, Sport
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Nun ist es wieder soweit. Die dunkle Jahreszeit hat für mich begonnen. Ab und zu trete ich jetzt bei meinen frühen Läufen mit dem Hund bereits bei  Dunkelheit aus dem Haus und komme mir vor, als wenn ich in der finsteren kalten Nacht stehe. Das matte Licht der Straßenlaternen und ab und zu das Scheinwerferlicht eines vorbei fahrenden Autos geben mir ein bisschen Sicht auf den recht dunklen Fußweg, den ich in aller Frühe mit meinem Hund entlang trabe.

Nach einiger Zeit biege ich rechts in einen Feldweg ein und es wird richtig dunkel. Im Winter erleuchtet hier ab und zu der Schnee den frühen Morgen. Aber so weit ist es ja zum Glück noch nicht. Auch der Mond hat sich in diesen Tagen hinter die Wolken verzogen, so dass ich auf meine kleine Stablampe, die ich immer bei solchen Läufen mit mir führe, angewiesen bin. Ich leuchte den Weg so gut es geht vor mir aus, um nicht über Stöcke zu stolpern oder in Sandkuhlen, die reichlich auf dem Weg vorhanden sind, hinein zu treten. Die Natur  läßt sich um diese Zeit noch nicht so wirklich genießen, da alles in der Dunkelheit versinkt. Zum Glück kenne ich die Gegend sehr gut und bin bislang noch nicht auf große Irrwege geraten.

Als ich mit meinen Läufen in der Dunkelheit vor drei Jahren anfing, hatte ich erst ziemlich Angst. Ich weiß nicht genau wovor, denn rational war diese Angst mit nichts zu begründen. Wer sollte schon um 6 Uhr morgens in der Einsamkeit bei Kälte und Dunkelheit hinter einem Busch sitzen und auf mich lauern? Nur als Mensch, der lange Zeiten seines Lebens in der Stadt verbracht hat, fiel es mir zunächst sehr schwer, mich auf die Dunkelheit und das nicht alles sehen und unter Kontrolle haben zu können, einzulassen. Jetzt habe ich mich an die Dunkelheit gewöhnt und mein Hund an meiner Seite ist für mich eine wichtige psychische Unterstützung (falls doch der große Unbekannte aus dem Hintergrund angreifen sollte :-)). Ob mein Hund mich im Ernstfall (welcher Ernstfall?) tatsächlich beschützen würde, vermag ich nicht wirklich zu sagen. Vielleicht freut er sich über einen Fremden, der auf uns zu stürzen würde, und würde es als tolles neues Spiel ansehen. Allerdings haben Hunde auch einen sehr guten Instinkt und ich vermute, dass er Gefahr wittern würde. Das sage ich mir jedenfalls immer, wenn mich auf den schmalen dunklen Waldwegen doch einmal ein etwas mulmiges Gefühl überkommt.

Diese Vermutung hat sich durch ein Ereignis, das mir im letzten Winter passiert ist, ein wenig bestärkt. Als ich eines Tages mit dem Hund durch einen dunklen und mit hohen Büschen bepflanzten Feldweg lief,  fing mein Hund plötzlich an zu bellen und zu knurren und zerrte an der Leine. Er stürzte auf einen Busch zu und ich vermutete bereits große Gefahr dahinter. Tatsächlich raschelte etwas im Gebüsch und als ich fast den Busch erreichte, schrie dahinter eine fremdländisch klingende sehr verängstigte Frauenstimmen: „Bitte nichts tun – muss nur Pipi“. Seltsam, dass morgens eine Frau einsam auf dem Feld in einem Gebüsch saß und ihr Geschäft verrichtete. Ich lief weiter und dachte darüber nach, was wohl der Grund dieser Frau war. Es gibt so viele Varianten und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Allerdings hatte mir der Vorfall auch gezeigt, dass der Hund die fremde Frau bemerkt und angeschlagen hatte. Er klang nicht gerade freundlich und ich bilde mir seitdem ein, dass er mich in brenzligen Situationen beschützen würde.

Wenn ich in der Mitte meiner Laufstrecke auf der Höhe entlang laufe, habe ich bei klarem Wetter einen tollen Blick in das Rheintal. Zwar ist es um mich herum noch dunkel, aber in der Senke liegt die Stadt mit ihren vielen Lichtern. Wie aneinander gereihte Perlen ziehen sich die Autolichter auf den Hauptein- und ausfahrtstraßen dahin. Bevor ich wieder den letzten Berg hinunter laufe, kann ich zumeist Köln mit seinen vielen Lichtern und dem erleuchteten Himmel über der großen Stadt bewundern. Im Osten wird es manchmal bereits hell und ich fange an zu spurten. Dabei freue ich mich – wie immer morgens – , auf eine warme Dusche und einen dampfenden Pott voll Kaffee.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und einen guten Start in denselben.

Heute Morgen war es noch richtig kühl und dunkel als ich vor die Tür trat. Selbst mein Labrador blinzelte müde und schien sich auch nicht sicher zu sein, ob er bei dieser frühen Stunde bereits Lust auf laufen hatte. Doch wir legten los und die frische Luft und die Bewegung machten uns beide schnell frisch und wach.

Nach einigen hundert Metern bog ich in den Feldweg ein und war froh, von dem einsetzenden Berufsverkehr an der Straße weg zu kommen. Die Brombeerhecken sind nun leer und laden mich nicht mehr zum Verweilen ein. Der kleine Vorfrühstückssnack fällt bis auf weiteres weg. Weiter ging es durch die Pferdewiesen. Einige Pferde lagen noch am Boden und schliefen. „Eigentlich keine schlechte Idee“, schien mein Labrador zu denken. Ein Mann versorgte andere Pferde im Offenstall mit Heu. Dann kam die erste Hundebegegnung. Ein kurzer Stop, ein kurzer Wortwechsel und Hundeschnuppern.

Nach dieser Begegnung lief ich weiter und an einem Haus vorbei, von dem aus uns immer ein anderer Hund anbellt. Er klingt jedoch eher wie jaulen. Am letzten Samstag war er über den Zaun gesprungen und hatte uns zunächst angebellt bzw. in den höchsten Tönen gejault. Dann war er auf meinen Labrador los gegangen. Indem ich mein Fahrrad hochgerissen hatte und es zwischen die Hunde setzte (eher fast schmiss), hatte ich sie getrennt. Allerdings hat mein Labrador ein paar ordentliche Bisswunden davon getragen, die ich zu Hause mit Wundspray und antibiotischen Puder versorgt hatte. Bei diesem Haus nun kniff mein Hund den Schwanz ein und wollte möglichst schnell vorbei. Verständlich –  und ich legte einen ordentlichen Laufschritt zu.

Dann ging es eine kleine Strecke durch den Wald. Hier war es noch recht dunkel und ein Käuzchen schrie. Zu sehen war es nicht. Als ich aus dem Wald heraus kam war der Himmel in rosa und hellblauer Farbe getunkt. Ein richtig kitschiger Sonnenaufgang, den ich voller staunen eine kurze Weile bewunderte. Vor mir sah ich einen Kastanienbaum und steckte meine drei obligatorischen Kastanien in die Tasche. Langsam füllt sich meine Dekoschale zu Hause! Weiter ging der Lauf am Supermarkt vorbei, der wie jeden Morgen, gerade mit frischen Blumen von Flower Power beliefert wurde. An der Bushaltestelle standen viele Schüler, die auf den Schulbus warteten und durch die ich mir einen kleinen Weg hindurch bahnen mußte. Der Berufs- und Lieferverkehr nahm zu und ich begegnete immer mehr Menschen, die in alle Richtungen eilten. Die Rolläden an den Häusern wurden hoch gezogen und an der Apotheke zeigte das Thermometer 14 Grad an. An dieser Stelle kontrolliere ich immer, ob mein Kälte- und Wärmegefühl wohl mit der Realität übereinstimmt.

Dann kommt das Haus unseres „Lieblingsfeindes“ und mein Hund geht bereits in Stellung. Ich ziehe die Leckerlis. Und da Lieblingsfeind Nummer 1 heute anscheinend nicht zu Hause war, laufen wir brav vorbei und gönnen uns ein Leckerchen. Dann laufe ich wieder weg von der Straße und habe von einem Höhenweg einen wunderbaren Blick auf den Rhein und das Siebengebirge. Davor liegt in blauem Morgendunst gehüllt die Stadt Bonn im Tal.

Nun begegnete ich noch mehreren Hundebesitzern und anderen Joggern. Einige kannte ich von meinen morgendlichen Läufen und ich wechselte ein paar Worte, während mein Hund am Rand des Weges die Hundezeitung las.

Zum Schluß ging es einen lang gezogenen Berg hinunter, den ich in großen Schritten nahm. Mein Hund wurde auch immer schneller, da er wahrscheinlich bereits sein Morgenfutter bildlich vor Augen hatte. Ich freute mich auf eine Dusche und einen leckeren Morgenkaffee. Der Tag konnte beginnen.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag.

Nun bin ich wieder zurück aus dem einwöchigem Urlaub in den Alpen und muß mich langsam aber sicher an den Alltag gewöhnen. Für mich waren die Alpen ein Erstversuch und wir hatten zusammen mit unseren Freunden, die bereits des öfteren in den Alpen waren, eine sehr schöne Zeit. Das Wetter spielte bestens mit und wir konnten jeden Tag wandern gehen. Zum Glück habe ich durch mein tägliches Joggen mit dem Hund eine recht gute Kondition. Diese war bei unseren sechs bis achtstündigen Touren, in den wir bis 1000 Höhenmeter hoch und runter überwanden, schon gefragt. Dennoch kam ich häufig auf den steilen Wegen bergauf ganz gut ins Schwitzen. Auf dem Gipfel angekommen, entschädigte der Ausblick dann jedoch für alle Strapazen.

Bergpanorama

Am ersten Tag ging es gleich von unserem Quartier immer bergauf auf einem kleinen steinigen Pfad. Die Luft kam mir sehr dünn vor und ich versuchte langsam, aber beständig mich weiter in die Höhe zu kämpfen. Auf einem Bergsattel machten wir Rast, bevor es auf einem Höhenweg weiterging. Die nächsten Stunden ging es beständig weiter durch Geröllhalden bergauf und ich spürte langsam, aber immer sicherer meine Füße. Dennoch wollte ich unbedingt mit, als es auf den ersten Gipfel ging. Wir mußten ein wenig klettern, d. h ich als unerfahrene „Bergbesteigerin“ mußte ein wenig klettern und ab und zu auch mal alle Viere benutzen. Unser alpin erfahrener Freund sprang hingegen – aus meiner Sicht – wie eine Bergziege von Stein zu Stein. Nur ich folgte noch, da ich auch unbedingt mit ihm auf den Gipfel wollte. Irgendwie hatten wir uns drei Meter von dem angegebenen Kletterpfad entfernt und standen auf einmal zwei Steinböcken gegenüber. Das war ein wunderschönes und überraschendes Erlebnis. Gerne hätte ich diese schönen Tiere fotografiert, aber ich hatte alle Händen voll damit zu tun, mich ordentlich fest zu halten.

Wöster  Gipfel

Wir schafften diesen und in der Woche auch noch drei weitere Gipfel und ich genoss die schönsten Panoramablicke über die Alpen. Schwerer stellte sich für mich das bergab Wandern da, da die anderen und ich auf dem Geröll leicht ins rutschen kamen. Zusätzlich zog mich mein Hund, den ich wegen der Murmeltiere teilweise angeleint hatte. Hundi genoss die Woche ohnehin, denn häufig durfte er frei laufen und sprang die Berge hoch und runter und legte dabei bestimmt die 10 fache Strecke, wie wir sie gingen, zurück. Als Labbi mit Neigung zum Wasser, zog es ihn bei jeder Gelegenheit  zu einem erfrischenden Bad in den Alpenseen. Notfalls  sprang er auch in eine am Wegesrand stehende Kuhtränke, um zu trinken und sich ein wenig abzukühlen.

Spullersee

Zürser See

im Schilf

Da mir kein Foto von den Steinböcken möglich war, möchte ich hier wenigstens ein (wenn auch unscharfes) Murmeltier zeigen. Die Murmeltiere begleiteten uns während der gesamten Wanderungen und stießen schrille Pfiffe aus, wenn wir uns näherten, um dann schnell in einem Erdloch zu verschwinden. Ab und zu blieben sie auch aufrecht stehen, um uns aus sicherem Abstand mit den Köpfen zu verfolgen. Alle Murmeltiere schienen bereits gut gerundet vorbereitet auf den bevorstehenden Winter zu sein.

Murmel

Murmeltier

Eine Wanderung führte uns auf die Göppinger Hütte, wo wir im Sonnenschein nach erfolgtem Aufstieg eine Apfelsaftschorle genießen konnte. Wer danach noch Lust hatte, konnte auf die Hochlichtspitze. Der Weg hinauf ist für geübte Alpinisten sicher keine Schwierigkeit. Für mich war es ein kleines Abenteuer, das ich mehr auf allen Vieren und meinem Hintern – jedoch erfolgreich- absolviert. Dennoch war ich froh, als ich vom Gipfel auch wieder herunter „geklettert“ war und wieder in den Zweibeinstand übergehen konnte.

Göppinger Hütte

Hochlichtspitze

Nun sitze ich in Bonn und denke mit Wehmut an die Hochlichtspitze und würde dort gerne noch einmal hinauf. Wer weiß – vielleicht ergibt es ja mal eine Möglichkeit?!

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und soll auch alle ganz pfiffig von dem Murmeltier grüßen :-).

In die Luft gehen

Veröffentlicht: 7. Juli 2011 in Leonies Leben 2011, Sport
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Am letzten Sonntag war ich bei Sankt Augustin auf dem kleinen Flughafen in Hangelar. Dort wurde ein kleines Fest gefeiert, denn es gibt dort die Bundeswehr-Sportflieger-Gemeinschaft-Hangelar 33 Jahre. Aus diesem Anlass waren auf dem Platz neben dem normalen Flugbetrieb auch einige alte Flugzeuge zu sehen, die ich mir mit Interesse angeschaut habe. Vor Jahren hatte ich einmal Gelegenheit mit so einer kleinen Maschine mit zu fliegen und habe dadurch das Rheintal von oben bestaunt. Die Welt aus der Luft sieht einfach fantastisch aus und ich würde mich sehr freuen, wenn ich irgendwann einmal wieder in die Luft gehen könnte.

      

Gestern war schönstes Wetter und der Tag des Sponsorenlaufes an der Schule meiner Söhne. Ich hatte bereits geschrieben, dass ich mich freiwillig als Streckenposten für diesen Lauf, mit dem Gelder für die abgebrannte Schulaula gesammelt werden sollten, gemeldet hatte. Also schwang ich mich vormittags auf mein Fahrrad und radelte über die Felder einige Kilometer bis ich in einem Nachbarort an dem vereinbarten Platz stand. Hier sollte ich nun zwei Stunden stehen und in erster Linie aufpassen, dass niemand über die vorhandene Abkürzungsmöglichkeit die Runde verkürzte. Ich hatte zunächst gedacht, dass Streckenposten eher zum motivieren oder Richtung zeigen da sind. Gestern wurden wir jedoch von den zuständigen Lehrern so aufgeteilt, dass möglichst den Jugendlichen Abkürzungen verbaut wurden. So stand ich dann vor einem Altkleidercontainer und betrachtete die Graffiti und staunte, wer so alles in den zwei Stunden vorbei kam und Flaschen in den gleichfalls vorhandenen Altglascontainern entsorgte.


                                         

Ich hatte die Kamera dabei, kann aber keine Bilder vom Lauf zeigen, da ich hier ansonsten wahrscheinlich mit Persönlichkeitsrechten in Konflikt käme. So beschränkte ich mich darauf den Container, die Graffiti und einen Sportschuh zu fotografieren. Als mehrere der Jungen aus der Mittelstufe dann doch hinter dem Container in die Abkürzung abbiegen wollten, drohte ich mit Foto. Bei einigen Jungen half es und sie bogen brav wieder auf die Straße ab. Drei jedoch ließen sich nicht von mir beeindrucken und liefen schnurstracks durch die Abkürzung. Wie ich später erfuhr, passierte das an mehreren Stellen. Schummeln scheint also immer noch sehr beliebt unter den Jugendlichen zu sein. Ich gebe ja zu, dass ich auch nicht immer so gerne gelaufen habe, wie ich das heute tue. Zu meiner Schulzeit mussten wir Mädchen immer 3 Kilometer und die Jungen 5 Kilometer laufen. Heute für mich ein Klacks. Damals hatten wir alle keine Lust dazu und ich weiß, dass es immer einige gab, die damals bereits versuchten, die Runden auf die eine oder andere Art abzukürzen.

Was ich gestern dann aber an Leistung von der Oberstufe sah, hat mich dann doch eher an einen Seniorenwandertag erinnert. Es gab vielleicht 10 bis 15 Schüler, die sich redlich bemühten einige Runden zu laufen und richtig gut dabei waren. Die meisten anderen hatten es zumeist nicht einmal für nötig befunden Sportzeug anzuziehen, sondern schlichen ganz gechillt in Grüppchen im Kreis herum, wobei Musik natürlich nicht fehlen durfte. Viele waren gar nicht angetreten. Ich war doch ein wenig verwundert. Anscheinend rissen die Unter- und die Mittelstufe es hier raus. Ich dachte darüber nach, ob ich für solch ein Verhalten Verständnis aufbringen sollte, musste, durfte. Vielleicht können auch viele der jungen Leute sich heute gar nicht mehr wirklich gut bewegen. Doch was werden die, denen drei Kilometer spazieren gehen heute bereits zu viel sind, erst mit 50 machen? Schlägt die Natur so zurück? Viele Fragen – wenig Antworten.

Nachdem das letzte Wandergrüppchen an mir vorbei geschlendert war, schwang ich mich nach zwei Stunden Strecken stehen auf mein Rad  und fuhr nachdenklich nach Hause.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag mit viel Licht und ausreichend Schatten.

Das heutige Bild hat zwar noch nichts mit einem Sponsorenlauf zu tun, aber der hat ja auch noch nicht statt gefunden. Gestern war ein ganz normaler Tag, von dem es wirklich nicht viel zu berichten gibt. Das Wetter war kühl, aber der erhoffte Regen für die Natur und die Landwirtschaft blieb zumindest in unserer Region in großen Teilen aus. So war bereits die Mail, die ich gegen Abend erhielt und die mich über den Sponsorenlauf an der Schule meiner Kinder nächste Woche informierte, eine willkommene Abwechslung.

Dort wurde am 24. Mai 2010 die große Aula der Schule, in der alle gemeinschaftlichen Veranstaltungen stattfinden, von unbekannten Brandstiftern angesteckt und niedergebrannt http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1273839804219.shtml. (Kann mir eigentlich jemand sagen, wie ich diese langen Links kürzer benennen kann und Sie dennoch erhalten bleiben? Habe schon so einiges ausprobiert, bin da aber bislang in dieser Sache noch nicht schlau geworden).

Da auch Bonn hoch verschuldet ist und kein Geld für den Wiederaufbau der Aula da ist, hat es während des letzten Jahres bereits viele Sammlungen und Spendenaktionen an der Schule gegeben. Nun hat sich der ehemalige Konrektor der Schule zum Jahrestag des Brandes etwas neues einfallen lassen. Um weiteres Geld für den Wiederaufbau zusammen zu bekommen, soll am Jahrestag des Brandes ein Sponsorenlauf stattfinden. Sponsoren sind die Eltern, die für jede Runde, die ihre Kinder laufen, einen Betrag x, den sie selber festlegen können, spenden. Alle Kinder werden mitlaufen und auf diese Art wird wieder etwas Geld zusammen kommen. Schon schade, dass eine Stadt wie Bonn so pleite ist, aber man hat sich hier an dem geplanten Weltkonferenzcenter (WCC) ordentlich verhoben. Das WCC ist eine ganz lange Geschichte, über die es allein Seiten zu füllen gäbe. Sehr viel und sehr gut hat über diesen Finanzskandal der General Anzeiger Bonn berichtet.

Wie dem auch sei, nun müssen es die Eltern wieder selber mit richten und aus diesem Grunde werden alle Schüler nächsten Dienstag geordnet nach Jahrgangsstufen ihre Runden drehen. Dafür wurden noch freiwillige Streckenposten gesucht und ich habe mich gemeldet. So werde ich dann sozusagen nächsten Dienstag drei Stunden als lebender Wegweiser auf dem Acker stehen und den laufenden Schülern zusehen. Ich werde den Fotoapparat mitnehmen und vielleicht auch ein Buch, um mir die Zeit ein wenig mit lesen zu vertreiben. Bin gespannt auf die drei Stunden und werde sicher darüber berichten.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag, einen Wohnort ohne Finanzskandale (gibt es den?) und eine gute Solidargemeinschaft, die im Notfall die Kohlen aus dem Feuer holt.