Archiv für die Kategorie ‘Tiere’

Und wie ist Euer Tipp?

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Donnerstag und den Fans ein spannendes Spiel.

Advertisements

 

IMG_1858

Als Fußballfan kann ich mich zwar wirklich nicht bezeichnen. Doch ich gebe zu, dass die EM 2016 auch an mir nicht ganz sang- und klanglos vorbei gegangen ist. Freude hatte ich besonders an dem für mich als Laien überraschenden guten Spiel der Isländer. Schade, dass sie nach der Niederlage am letzten Sonntag nach Hause auf ihre Insel fahren mussten. Verloren und irgendwie doch als Sieger.

IMG_1878

Schön, dass sie einige Ponys dagelassen haben :-).

 

 

Isländer

Isländer

Ausritt auf einem Isländerpony

Ausritt auf einem Isländerpony

Isländer

Isländer

Ich wünsche Euch allen eine schönen Wochenmitte.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

IMG_1501

Frohe Pfingsttage

 

Imkerin

Imkerin

Runde um Ließem

Rundwanderung um Ließem

Pfingstochse? :-)

Pfingstochse? 🙂

IMG_1503

 

Junge Kälber

Junge Kälber

IMG_1500

 

 

IMG_1501

IMG_1502

 

 

 

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Weg und Wolken

Weg und Wolken

Grüße aus dem Schwarzwald
Grüne Wiese - gelbe Blumen

Grüne Wiese – gelbe Blumen

IMG_1474

Freiburg_27

Weinreben und Pusteblumen

Weinreben und Pusteblumen

Weinreben und Pusteblumen

Weinreben und Pusteblumen

Wegweiser

Wegweiser

Alter Grenzstein

Alter Grenzstein

Storch auf der abgemähten Wiese

Storch auf der abgemähten Wiese

Storch

Storch

Blühende Wiese

Blühende Wiese

Freiburg_10

Wacholderblüte

Flieder 🙂

Gasthaus Zur Sonne

Gasthaus Zur Sonne

Foto: Till We. - Lasko blickt über den gedeckten Tisch

Foto: Till We. – Lasko blickt über den gedeckten Tisch

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Delfine

Veröffentlicht: 1. Mai 2016 in Leonies Leben 2016, LeoniesLeben, Spanisches Leben, Tiere
Schlagwörter:, ,

IMG_1372

IMG_1374
Eine kleine Erinnerung an Teneriffa. Mein letzter Tag im vergangenen Winter auf Teneriffa. Wir waren mit dem Boot auf dem Atlantik unterwegs und hatten das große Glück, sehr viele Delfine zu sehen. Mir schien als sprangen sie an diesem Tag besonders hoch aus dem Meer hinaus. Ich freue mich auf ein Wiedersehen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Frohe Ostern

Veröffentlicht: 27. März 2016 in Foto und Geschichten, Leonies Leben 2016, Tiere
Schlagwörter:, , ,

P1810204

Ich wünsche allen Lesern entspannte und friedliche Tage

Wohlfühlen im kühlen Nass

Wohlfühlen auch mit grauer Schnauze

Lasko wird heute acht Menschenjahre alt. Die Hundejahre können wir schon gar nicht mehr zählen. Fast 60 müssten es sein. Da streiten die Gelehrten. Egal. Ich bin glücklich für jede Stunde und jedes Menschen- und Hundejahr, das Lasko und ich zusammen verbracht haben. Ohne meinen vierbeinigen Begleiter wäre mein Leben wahrscheinlich nur halb so spannend verlaufen und mit Sicherheit auch nur halb so schön gewesen.  Dafür heute großen Dank an meine liebe Fellschnauze. Und zum Geburtstag gibt es für den großartigen Vierbeiner einen dicken Knochen und für alle Anderen zur Erinnerung  einige Lasko Bilder:

Lasko - 3 W - 15

So fing alles an. Eine Handvoll Lasko. Leider habe ich aus dieser Zeit kein wirklich scharfes Bild. So unscharf wie die alten Bilder – so unscharf werden langsam auch die alten Erinnerungen. Doch an den kleinen Lasko und seine ersten Wochen bei uns im Haus in Bonn erinnere ich mich noch genau. So liebte Lasko es, sein Geschäft nicht draußen, sondern drinnen auf den Fliesen und dem Wollteppich zu verrichten. Er verstand nicht, warum ich das gar nicht zufrieden stellend fand und nachts mit ihm stundenlang draußen um unser Haus herum irrte. Wenn ich dann müde gegen 2.30 Uhr das Warten auf sein Geschäft aufgab und mit ihm ins Haus ging, pullerte er seelenruhig in den Flur. Sein Hundeblick entschädigte mich für die Müdigkeit.

Lasko 4 Monate alt

Lasko 4 Monate alt

Lasko mit 11 Monaten

Lasko 3 Monate alt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Irgendwann hatte Lasko begriffen, dass das Geschäft draußen zu verrichten ist. Er scharrt seitdem bei jedem noch so kleinsten Pullerstrahl und knurrt dabei wie ein Wolf. Einmalig?  Lasko war dem Welpenalter entwachsen. Ich zählte nun  nicht mehr seine Lebenstage und Lebenswochen, sondern bereits die Monate. Lasko machte die ersten längeren Spaziergänge mit mir und gemeinsam lernten wir mehr und mehr von der Bonner Umgebung  kennen. Tägliche Ausflüge bei Wind und Wetter in die Wälder und auf den Kreuzberg um Lengsdorf gehörten zu unserem Pflichtprogramm. Ich kannte alle Hunde im Umkreis von 10 Kilometer beim Namen und lernte auch mehr und mehr Hundebesitzer kennen. Die Namen konnte ich mir merkwürdigerweise schwerer merken :-)- Im Haus erprobte Lasko seine kleinen Zähne an Möbeln, Büchern und Schuhen. Auch ein Handy und das hintere Bein des Klavierhockers gehörten zu dem Kolateralschaden, den er im ersten Jahr in seiner Beißfreude anrichtete. Doch ein Blick in seinen treuen Hundeaugen und ich verzieh ihm alles.Ein Handy kann ersetzt werden. Ein Lasko nicht.

Lasko hinter der Tür

Junghund Lasko – Blick durch die Scheibe

Lasko im Herbstlaub

Lasko im Herbstlaub

Lasko auf der Wiese

Lasko auf der Wiese

 

 

 

 

Lasko ein Jahr alt

Lasko ein Jahr alt

Schnell verging das erste Jahr und Lasko wuchs zu einem feinen Junghund heran. Aus dem Welpenspiel wurde Junghunde Training.  Hundetrainer und Hundeschule wechselten. Lasko blieb unverbesserlich. Das  brachte neue Erkenntnisse in mein Leben, machte Freude und kostete mich doch auch so einige Nerven. Hat das Training etwas genützt? Mhmmm.. vielleicht mir? Lasko ist bis heute ziemlich „Training resistent“ geblieben. Er ist nicht dumm und lernt das, was er lernen möchte. Als Balljunkie lernte er zum Beispiel sehr schnell Bälle zu apportieren.  Doch heraus gibt er sie bis heute nur, wenn er das möchte. Ja, ich weiß. Es ist nicht der Hund. Es ist das Herrchen. Also ich. Vielleicht wollte ich ja einen eigenköpfigen Labrador ?

Neben den vielen kleinen Kämpfen im Training hatten wir zusammen auch viel Spaß. Und die Hundetrainerin hat mir hoffentlicht nach acht Jahren auch verziehen, oder Doro ? Lasko interessierte sich (Ausnahme bleiben bis heute Bälle und fremdes Hundespielzeug) ab dem zweiten Lebensjahr weniger für Gegenstände und Handys. Dafür war allerdings kein Futter mehr vor ihm sicher. Zwischen mein und dein kann er bis heute nicht unterscheiden. Ein Labrador frisst, was ihm vor die Schnauze kommt. Und wenn es zufällig auf dem Tisch des Hauses liegt, auch recht. Bereits in der Gebrauchsanleitung für Lasko stand: Ein Labrador ist eine Fressmaschine. Das konnte ich sehr schnell bestätigen. Lasko machte weder vor Schokoladenhasen noch vor fremden Grillfleisch halt. Ich weiß, alles eine Frage der Erziehung.

Lasko Wachhund

Lasko Wachhund ?

Lasko verspielt im Schnee

Lasko im Schnee beim Ballspiel

Junghund Lasko

Junghund Lasko

 

Lasko mit Kater Luc

Lasko mit Kater Luc

Lasko wuchs mit Kater Luc auf, den er bis heute freiwillig als einziges Katzentier in seinem Leben akzeptiert hat. Andere Katzen schlägt er lieber in die Flucht. Oder sie geben ihm eins auf die Nase. Ein Wachhund wurde Lasko nie so wirklich. Aber er lernte bereits im ersten Lebensjahr Türklinken zu öffnen und eigenständige Ausflüge und Unternehmungen zu planen. So durfte ich ihn denn nach seinen Ausflügen aus der örtlichen Tierarztpraxis oder auch aus dem Tierheim abholen, in das ihn die Polizei oder die Feuerwehr verfrachtet hatten. Weitere monetäre Kolateralschäden, denn auch so ein kleiner Feuerwehreinsatz ist nicht gerade billig. Die Türklinken wurden durch Türknäufe ersetzt. Doch alle Türklinken der Welt kann ich gar nicht austauschen. So öffnet Lasko heute noch gerne die Tür für alle Besucher  auf Teneriffa. Also, wenn jemand einmal vorbei kommen mag, nur klingeln….Zur Perfektion hat Lasko diese Fähigkeit im achten Lebensjahr ausgebaut. Er ist ja lernfähig. Nun kann er nach langem Training jede Küchenschublade und sogar die Kühlschranktür öffnen.  Gnädigerweise belässt er es beim Öffnen. Wahrscheinlich schmeckt ihm die kühle Kost nicht.

 

Lasko denkt in Bonn und findet keinen Schlaf

Lasko ist ein Outdoorhund

 

Lasko an Bord

Lasko an Bord

Adressen müssen ausgetauscht werden, damit die Kumpels auch wissen, wer da war

Lasko schreibt und ist recht kommunikativ

JULI - Lasko ist es in Freiburg zu heiß und er genießt das freie Kinderbett

Lasko – kein Bett ist vor ihm sicher

In den nächsten Jahren wurde Lasko vom Rheinländer zum Reisehund. Er bereiste Frankreich, Italien, die Schweiz und Dänemark und jede einzelne kanarische Insel. Er reiste mit mir quer durch die Republik von Hamburg nach München und von Köln nach Chemnitz. Lasko lebt im Winter als Outdoorhund auf Teneriffa und begleitet mich auf langen ausgedehnten Wanderungen. Er wandert über die Höhen von Teneriffa und schwimmt im Atlantik. Im Sommer  hat er auch keine Probleme damit, von Zeit zu Zeit in Dänemark als Schiffshund zu leben.  Er hat mit mir zusammen für den Blog gedacht (Lasko denkt) und sogar ein eigenes Buch verfasst. Und wenn er nicht gerade schreibt hinterlässt er überall auf der Welt gerne Nachrichten für seine Hundefreunde. Und am Ende von langen anstrengenden Reisetagen sucht er gerne eigene und fremde Betten auf.

Lasko - Übungen

Lasko  macht manchmal sogar freiwillig Übungen – hier für ein Fotoshooting

schnüffeln

Lasko – überall und immer auf der Suche nach Futter

Laskos Lieblingsbeschäftigungen sind bis heute: fressen, fressen, wandern, schlafen, fressen, fressen, schwimmen, schlafen und dann wieder von vorn. Zwischendurch ein wenig schnüffeln, markieren, um dann wieder zu fressen, fressen und  schlafen…

Lasko ein Wolf ?

Lasko ein Wolf ?

Lasko ein Wassertier

Lasko ein Wassertier

Lasko mit "Dosenöffner"

Lasko mit seinem persönlichen „Dosenöffner“

Happy Birthday Lasko

 

Lasko und seine Kumpel

Lasko und seine Kumpel

 

Lasko jagt Möwen

Lasko jagt Möwen

Lasko träumt und genießt

Lasko träumt und genießt

 

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

 

 

 

 

In engen Serpentinen schlängelt sich heute eine immer noch nicht allzu breite Asphaltstraße von Santiago del Teide zum bekannten Gebirgsort Masca hinunter. Der kleine Ort Masca ist Ausgangspunkt für die beliebteste Schluchtwanderung auf Teneriffa. Täglich werden große Wandergruppen aus aller Herren Länder am Morgen mit kleinen und großen Bussen nach Masca gefahren. Von dort steigen sie einzeln oder auch in Gruppen über kleine Felsenpfade 600 Höhenmeter hinab zum Mascastrand. Wer mehr über die faszinierende Wanderung wissen möchte, kann hier nachlesen.
6554828139_9a52ff1270_o

Doch bevor die Straße nach Masca in den 70ger Jahren gebaut wurde, gab es nur eine Piste dorthin. Wie ich jetzt erfahren habe, war es tatsächlich möglich, mit Eseln von Santiago del Teide nach Masca zu reiten. Ein Texaner hatte sich in den 60ger Jahren in Santiago del Teide niedergelassen und dort eine Eselfarm aufgebaut. Von dort bot er zusammen mit seiner Frau Ausritte für Touristen rund um den Vulkan Chinyero und nach Masca an. Was ist Euch lieber? Auto oder Esel? Leider habe ich heute nicht mehr die Wahl. Denn was ich wählen würde ist doch klar :-).

mit dem Ese nach Masca

mit dem Ese nach Masca

Vielen Dank an Anne aus Puerto de Santiago, die mir dieses Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Lagarto2

Aber nicht alle Eidechsen auf Teneriffa sind verrostet. Es gibt auch noch einige wenige (?) Exemplare, die noch (?) keinen Rost angesetzt haben.

Casa_10 Casa_12 Casa_9 Casa_6 Casa_7 Casa_8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dann gibt es noch die allerschönsten – die lebendigen Eidechsen. Und die setzen garantiert keinen Rost an.

Eidechse

Eidechse

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Calima über Teneriffa

Calima über Teneriffa

Open End Hiking hört sich irgendwie merkwürdig an. Doch am Samstag, den 3. Oktober, der hier auf Teneriffa  kein Feiertag war, hatte ich ein spezielles Wandererlebnis. Open End Hiking oder zielloses Wandern? Wandern ohne Ziel? Der Weg ist das Ziel? Oder auch: Calima, Berge, Schluchten und eine Bootsfahrt

Auf der Insel herrscht seit einigen Tagen Calima. Calima ist eine Wetterlage mit trockenem Ostwind. Der warme Sandwind kommt aus der Sahara in Afrika. Er sieht wie trockener Nebel aus und trägt feinen Sandstaub mit sich. Da der Calima bis zu einer Höhe von 500 Metern über dem Land liegt, ist die Sicht auf die Berge und das Meer zumeist getrübt. Das Atmen fällt schwer. Es ist heiß und auf der Zunge macht sich ständig – insbesondere bei Bewegung im Freien – ein sandiges Gefühl breit. Calima-Einbrüche gibt es auf Teneriffa und den anderen kanarischen Inseln im Sommer und im Winter, wobei sie im Sommer im Allgemeinen sehr heiß ausfallen. Und so sehen wir seit einigen Tagen kaum die Sonne, haben aber trotzdem um die 30 Grad.

Und genau wegen dem Calima wollte ich gestern der Küstenregion und der Hitze entkommen. Sehr früh am Morgen machte ich mich noch bei Dunkelheit mit Lasko zu einer Bergwanderung auf den Weg. Morgens in den frühen Stunden um 5 bis 7 Uhr weht ab und zu ein leichter Wind und die Temperaturen sind noch erträglich. Da die Wege, die von Los Gigantes aus in das Gebirge führen, nicht beleuchtet sind, musste ich bereits kurz hinter dem Ort die Taschenlampe benutzen. Ohne Licht ist die Gefahr über Steine und Geröll zu fallen, das überall auf dem Weg liegt, recht groß. Ich hatte kein festes Ziel. Ich wollte nur aus der Küstenregion „entfliehen“ und dorthin gehen, wohin es Temperatur mäßig ein wenig angenehmer sein würde. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung, wohin mich diese Wanderschaft führen würde. Vielleicht ist das auch gut so, denn ansonsten wäre ich vielleicht gar nicht dazu aufgebrochen.

bergauf im Morgengrauen

bergauf im Morgengrauen

Der Gebirgsort Tamaimo liegt zwischen 400-600 Höhenmetern mitten im Barranco Santiago. Auf der halben Strecke dorthin wurde es langsam Tag und der Nachthimmel verwandelte sich von schwarz über dunkelblau nach hellgrau. Sehr schön, den neuen Tag auf Wanderschaft begrüßen zu können. Ich sah entfernt vor mir oben am Berg die Lichter von Tamaimo, die allerdings ausgingen als Lasko und ich uns dem Ort näherten. Es war noch früh am Tag. Durch den Calima neblig und bewölkt, so dass die Sonne nicht zu heiß auf uns herunter schien. Ich wanderte im Barranco Santiago entlang an Tamaimo vorbei und hielt mich immer weiter bergaufwärts. Der Anstieg zu dem kleinen Ort El Molledo wurde im letzten Stück richtig steil. Fast senkrecht ging es auf kleinen Serpentinen in die Höhe. Doch ich hatte ein neues Ziel vor meinen Augen. Ich schwitzte und Lasko hechelte. Von El Molledo bis zu dem Ort Santiago del Teide ist es nicht mehr weit. So beschloss ich in den Bezirksort, der bereits 1000 Höhenmeter hoch liegt, zu wandern. In Santiago del Teide angekommen, wanderte ich mit Lasko die Hauptstraße entlang und überlegte, was ich nun machen sollte. Die Uhr am Kirchturm zeigte erst 10 Uhr morgens. Zu früh, um einfach den gleichen Weg zurückzugehen, befand ich. Einfach zu früh, um nicht noch irgendwohin weiter zu wandern.

Wasser für Lasko

Wasser für Lasko

So machten Lasko und ich eine kleine Pause auf einem angelegten Picknickplatz in Santiago del Teide. Wir aßen Frühstück und tranken vor allen Dingen literweise Wasser. Für Lasko konnte ich hier sogar neues Wasser aus einem Wasserhahn zapfen. Frisch gestärkt, beschloss ich noch ein wenig höher ins Gebirge zu gehen. Von Santiago del Teide lassen sich die höchsten Berge des Tenogebirges, der Kleine und der Große Gala (ca. 1400 Höhenmeter) erreichen. Da es im Tenogebirge nicht höher hinaufgeht, machte ich mich Richtung der „Galaberge“ auf den Weg. Mir war bislang kein einziger Mensch auf der gesamten Wanderstrecke begegnet. Ich fragte mich, woran es wohl lag, dass ich heute anscheinend fast allein unterwegs war. Zu heiß? Nebensaison? Zufall? Gedanken kamen und gingen, während ich auf dem steilen Anstieg zum Galasattel mich Meter für Meter höher schraubte. Kein Mensch vor, hinter, über oder neben mir – Menschenleere und gute Gelegenheit zum Nachdenken. Wirklich kein Mensch schien  unterwegs zu sein. Über mir hörte ich Vögel und rechts und links vom Weg huschten Eidechsen davon. So kämpfte ich mich mit meinen Gedanken und Lasko allein weiter hoch.

Oben in einer Höhe von ca. 1300 Metern angekommen, war ich in Schweiß aufgelöst. Auch Lasko war fertig. Er kroch unter einen Busch und hechelte dort weiter. Ich flösste ihm viel Wasser ein. Schließlich hatte ich ja 5 Liter mit mir den Berg hochgeschleppt. Das merkte ich nun auch in den Schultern. Mit schwarzem Staub und Dreck auf der Zunge hechelte Lasko weiter vor sich hin, während ich mich ein wenig umschaute.

Lasko schwitzt

Lasko schwitzt

Leider gab es dort oben am Samstag nicht einmal eine schöne Sicht. Normalerweise sind von dieser Stelle der Teide und alle vor ihm liegenden Berge zu sehen. Zur anderen Seite eröffnet sich ohne Calima ein gewaltiger Blick auf den von diesem Standpunkt unten liegenden kleinen Ort Masca und einen großen Teil des Tenogebirges. Doch ich sah nur Dunst, Nebel und einige schwache Umrisse der Berge. Nun hatte ich fast 12 Kilometer und 1300 Höhenmeter bewältigt. Es war gegen 11 Uhr und ich hatte immer noch keine Lust den ganzen Weg zurückzugehen. Also konnte ich nur weiter gehen. Doch „weiter“ konnte jetzt nur bergab bedeuten.

Calima "vernebelt" die Sicht von der Degollada

Calima „vernebelt“ die Sicht von der Degollada

In die nordwestliche Richtung zeigte ein Schild zum Cumbre Bolíco. So ging ich denn auf der anderen Bergseite weiter. Es war nicht mehr ganz so anstrengend, da es immer leicht bergab ging. Ich persönlich gehe allerdings fast lieber bergauf. Da bergab für mich auf die Dauer auch auf „die Knie geht“ und zudem sehr viel Konzentration erfordert, um nicht ins Rutschen kommen. In einer warmen Nebelwelt stapften Lasko und ich durch Hänge voller Nebelwälder. Kilometer um Kilometer ging es über Berggrate und dann wieder durch Wälder bergab. Zwischendurch hatte ich durch die Wolkenlöcher eine fantastische Aussicht auf die Nordküste um Los Silos und Buenavista del Norte. Mir wurde klar, dass ich in diese Richtung nach Masca herunter wandern musste. Doch der Weg dorthin führt erst einmal kilometerweit fast parallel zur Nordküste bis zum Cumbre del Carrizal auf 920 Höhenmetern. Dort geht es in alle Richtungen steil hinunter. Zur einen Seite Richtung Norden und zur anderen Seite Richtung Masca. Ich folgte dem Weg nach Masca, der mich in weiten Serpentinen zunächst Richtung Cruz de Hilda und dann in den Ort Masca (600 Höhenmeter) hinunterführte. Auf diesem Streckenabschnitt begegnete mir ein britisches Ehepaar, die ersten Wanderer, denen ich an diesem Tag begegnete. Merkwürdig wie sehr ich mich über diese menschliche Begegnung in der Einsamkeit freute. Ich hatte mir so allein in der Höhe bereits ausgemalt, was wohl passieren würde, wenn ich einen Fehltritt hätte und mit gebrochenem Fuss da oben in den Nebelwäldern liegen würde. Zum Glück nur ein schwarzer Gedanke.

Und dann kamen Lasko und ich in Masca an. In dem kleinen Ort Masca war wie immer touristischer Hochbetrieb. Überall parkten Autos am Straßenrand und viele Leute schlenderten durch den Ort, um zumindest aus der Höhe einen Blick in den berühmten Barranco von Masca zu werfen. Lasko und ich benötigten dringend eine Rast. Ich ließ mich im Schatten eines großen Baumes auf einer kühlen Mauer nieder und Lasko streckte sich quer auf dem Kirchplatz aus. Ich gab Lasko meine mitgebrachten Thunfischkonserven, auf die ich gar nicht richtig Hunger hatte. Lasko schon. Doch Beide tranken wir Wasser und noch mehr Wasser. Auf dem Kirchplatz konnte ich auch von einem Imbissstand neues Wasser kaufen. Damit ausgerüstet ging es auf den letzten Wanderabschnitt. Die bekannte Mascaschlucht hinunter. Häufig ist allein dieser ca. 4 Kilometer lange Weg, der 600 Höhenmeter an den Strand von Masca hinunterführt, für viele Wanderer ein Tagesausflug. Für mich war es nun nur noch nach zurückgelegten 19 Kilometern der letzte Streckenabschnitt. Doch da Hunde auf Teneriffa nicht in Bussen mitfahren dürfen und auch von Taxifahrern nicht gerne und nur in Ausnahmefällen mitgenommen werden, hatte ich gar keine andere Wahl.

Barranco von Masca

Barranco von Masca

So ging ich die Mascaschlucht hinunter. Im Moment ist viel weniger Wasser als üblich im Barrancobett. Daher ließ sich die Schlucht an einigen Stellen, an denen es häufig wegen dem Wasser mit der Überquerung der Felsen ein wenig schwer wird, sehr gut durchwandern. Und an einigen Stellen reichte es sogar noch für ein kleines Laskobad. Die großen Wandergruppen waren wohl schon durch die Schlucht. So begegnete ich nur einzelnen Paaren und einigen spanischen Familien. Den Strand erreichte ich nach 2 Stunden und 15 Minuten um 15.15 Uhr. Das war früher als vermutet. Und ich hatte auch noch Glück mit der Bootsverbindung. Das nächste Boot nach Los Gigantes fuhr 15 Minuten später. Lasko und ich schmissen uns regelrecht auf die Liegefläche des Bootes. Und ich hatte das Gefühl, dass ich nie wieder dort aufstehen wollte. Ich war geschafft. Doch viel zu schnell war der Hafen von Los Gigantes erreicht und wir mussten noch einmal hoch und 50 Höhenmeter zur Wohnung bewältigen. Diese letzten 50 Höhenmeter waren wahrscheinlich die Schwersten der ganzen Wanderung. Um 16.30 Uhr ging für mich meine bislang größte Wander Rundtour auf Teneriffa zu Ende. Die Tour werde ich bestimmt so schnell nicht vergessen. Und ich bin mir auch nicht so sicher, ob ich genau diese Tour noch einmal wiederholen werde. Dann lieber noch einmal: Open End Hiking 🙂

PS: Wegen Calima heute auch nur wenige und leider auch keine besonders guten Bilder. Genießt den Sonntagabend!

Diese Diashow benötigt JavaScript.