Mit ‘Abschied’ getaggte Beiträge

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IMG_0930 IMG_0901…….Abschied fällt mir immer schwer. Doch wer weiß, vielleicht wartet in Bonn der Frühling auf mich? 🙂

Wo immer Ihr seid – ich wünsche Euch einen wunderschönen Tag.

 

 

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Lasko denkt - Abschied

Lasko denkt – Abschied

Gestern: Ab und zu heißt es Abschied nehmen im Leben. Das habe ich ja im letzten Jahr am eigenen Leib erfahren, als Leonie mich einfach allein in Dänemark zurück ließ, um nach Vietnam zu fahren. „Ich mag Abschiede überhaupt nicht“, sagt Leonie. Und das kann ich verstehen. Ich mag auch keine Abschiede. Ich glaube dieser Abschied hat uns Beiden gereicht. Ich hoffe sehr, dass sich Leonie  nicht so schnell wieder von mir verabschieden wird. „Nee, nee Lasko. Ohne Dich bin ich doch nur ein halber Mensch“, meint sie und krault mich hinter meinen Ohren. Was für eine Vorstellung – Leonie als halber Mensch! Zum Glück bin ich ohne Leonie kein halber Hund.

Wenn wir uns auch nicht verabschieden müssen. Wir verabschieden uns im Moment häufig von Freunden, die uns besuchen, kommen und gehen. Leonie sagt, dass sie den Weg zum Flughafen nun schon mit verbundenen Augen finden kann. Doch das möchte ich lieber nicht. Nach unserem gemeinsamen Flug mit dem Wagen in die Brombeeren bin ich doch – zumindest was  das „Auto fahren“ angeht -, ein wenig vorsichtig geworden. Dennoch  freuen wir uns, wenn liebe Freunde oder gar Familienmitglieder kommen. Und wir sind unheimlich traurig, wenn sie dann wieder wegfahren.

Abschiede gehören im Leben wohl dazu. Auch wenn wir sie nicht unbedingt schön finden. Abschiede von lieben Menschen. Abschiede von lieben Tieren. Abschiede von ganzen Lebensabschnitten und Abschiede von Orten. Nicht zu vergessen Abschiede von vergrabenen Knochen :-). „Doch das Gute an der Sache mit dem Abschied ist“, sagt Leonie, „dass zumeist  mit jedem Abschied auch etwas Neues beginnt. In jedem Abschied wohnt zugleich ein neuer Anfang“. Mhmm, darüber muss ich erst einmal nachdenken. Wenn ein Freund die Insel verlässt, dann sind meine Streicheleinheiten und Rinderohren erst einmal in weite Ferne verflogen. „Stimmt, aber wenn ein Besuch geht, ist Platz für einen neuen Besuch da. Und vielleicht hat auch der ein Rinderohr im Gepäck?“ antwortet Leonie. Sie hat wohl recht, aber ich liebe mit meiner großen Hundeseele wohl mehr das Beständige. Das Ungewisse ist mir ab und zu ein wenig fremd. Vielleicht habe ich auch Angst, dass es im Ungewissen keine Knochen gibt. Ich brauche nicht immer wieder Abwechslung und neue Kicks. Mir reicht es, wenn mein Rudel um mich ist und ich genügend zu fressen habe. Das ist wohl nicht zu viel verlangt. Wir Hunde sind da halt ein wenig anders als ihr Menschen.

Abschied hat die Bloggergemeinde vor einer Woche auch von einer Bloggerin genommen, die recht jung an einer Krankheit  gestorben ist. Wir kannten sie nicht persönlich, aber Leonie hat ihren Blog gelesen und sich über die schönen Fotos gefreut. Und die Bloggerin hat oft bei mir und Leonie kommentiert. Als Leonie  erfuhr, dass die Bloggerin nun für immer gegangen ist, hat sie geweint. Ich kann ja als Hund nicht weinen, aber ich kann traurig sein. Und das war ich wirklich.

Ich war auch traurig als Leonie einen Tag im Bett lag und ziemlich krank war. Ich wollte nicht fressen und nicht raus aus dem Haus. Und das heißt schon für so einen harten Burschen, wie ich einer bin, ziemlich viel. Ich habe Leonie bewacht. Aber zum Glück wohnte bei Leonie nach dem Abschied von der Krankheit wirklich ein neuer Anfang inne. Als sie nach 26 Stunden wieder das Bett verlassen konnte, war sie noch ein bisschen schwach, aber dann konnte sie wieder mit mir spazieren gehen. Abschied von der Krankheit. Willkommen neue Energie. Manche Abschiede können also auch  gut sein.

Heute: Heute habe ich mir vorgenommen, mich von vielen schlechten Angewohnheiten zu verabschieden. Ich werde nicht mehr so an der Leine ziehen, wenn ich am Horizont eine Katze sehe. Ich werde Leonie nicht mehr erschrecken und nicht mehr mit meinen 30 Kilogramm auf ihren Bauch springen, während sie  schläft. Ich glaube das reicht. Meine Bemühungen die Kühlschranktür zu öffnen, schreiten voran. Das ist keine schlechte Angewohnheit. Das ist eine neue Lernerfahrung.

Morgen: Wir werden zum Flughafen fahren und eine liebe Freundin wegbringen. Aber wer weiß, vielleicht steht ja auf der anderen Seite des Flughafens bereits wieder jemand, der uns auf unserer Insel ein wenig Gesellschaft leisten mag. Und gaaanz vielleicht hat die oder der sogar ein neues Rinderohr im Gepäck.

Lasko denkt zusammen mit Kater

Lasko denkt zusammen mit Kater

Gestern – wir sind nun seit fast einer Woche wieder in Bonn. Das Wetter hier wird täglich besser. Jedenfalls für Leonie, die die Sonne liebt. Ich bin da nicht so wählerisch und platsche auch gerne durch Pfützen. Während Leonie in dieser Woche eine Menge Termine und Verabredungen hatte, habe ich ausgiebig unseren alten Garten (wieder) erkundet.

Gut ist, dass Hunde keine Termine und Verabredungen haben. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, um wie viel freier das Leben ohne feste Termine, Pläne und Ziele ist. Abgesehen davon, dass ich die Termine gar nicht technisch verwalten könnte, da ich nur in der Hundezeitschrift schreiben kann, hätte ich auch keine Freude von einem festen Termin zum nächsten zu hetzen. Und da ich ohne Termine und Zeitpläne wunderbar leben kann, erschnüffelte ich stundenlang unseren alten großen Garten.

Ich fand es herrlich dort über den Rasen und um das Haus herum zu laufen und alle die neuen und die alte Gerüche durch die Nase zu ziehen. Dass ich am Himbeerstrauch einen dicken Strahl abließ, gefiel Leonie gar nicht. Mensch Lasko, die wollen wir doch noch essen“, rief sie ein wenig ärgerlich. Ich bin kein „Mensch und auch kein „Mensch Lasko“, sondern ein Labrador. Das sollte Leonie eigentlich langsam wissen. Und soweit ich das ausprobieren konnte, will ich gar keine Himbeeren essen. Und Kater übrigens auch nicht.

Leonie geht sinnierend durch den Garten. „Es ist alles ziemlich verwildert und bräuchte bestimmt 20 Stunden Intensivpflege“, murmelt sie. Leonie, auch diese Ansicht teile ich nicht. Ich liebe den verwilderten Garten mit den vielen geheimnisvollen Ecken und den Büschen, unter denen Kater und ich verstecken spielen können. „Bald wird hier jemand Anderes wohnen“, sagt Leonie. Höre ich da ein wenig Wehmut in der Stimme? Ja, tatsächlich Leonie hängt in Gedanken ab und zu in der Vergangenheit und denkt an schöne und vielleicht auch manchmal weniger schöne Stunden, die sie hier erlebt hat. Nun ist dieser Abschnitt vorbei und sie muss  loslassen. Das Leben geht weiter. Menschen und Dinge verändern sich. Tiere auch? Darüber sollte ich mal gesondert nachdenken.

Auch ich nehme Veränderungen wahr. Ich nehme sie vielleicht sogar schärfer und genauer wahr, als Ihr Menschen das tut. Doch ich bewerte sie anders. Ich grübele nicht über die Vergangenheit und ich verfange mich nicht in der Zukunft. Ich genieße einfach nur gerade den Garten. Welcher Hund hier in einem Jahr schnüffeln wird, darüber mache ich mir wirklich keine Gedanken.

Heute – wir liefen unsere alte Laufstrecke ab und stellten fest, dass sich auch in Bonn ständig etwas verändert. An einer Stelle ist die Straße neu repariert worden. An einer anderen Stelle sehen wir ein neues junges Pferd auf der Weide. Die Welt, die Umgebung ist im stetigen Wandel. An der Ecke oben in Ippendorf ist ein altes Haus abgerissen worden und dort wird jetzt mit einem großen Schild inseriert: „Zeitgemäßes Wohnen für allerhöchste Ansprüche“.

Zeitgemäß: Was versteht der Verkäufer wohl unter zeitgemäß? Was ist überhaupt zeitgemäß? Kann der Verkäufer die fließende Zeit einfangen?

allerhöchste Ansprüche: Wie hoch kann ein Anspruch sein und wo ist das Ende? Sicher ist nur, dass dort allerhöchste Preise verlangt werden.

Morgen – es soll warm und wärmer werden und Leonie will schwimmen gehen. Ich werde mich mit Kater in den Schatten unter die großen Büsche zurückziehen. Und Euch wünsche ich einen wunderschönen sonnigen Sonntag.

Lasko denkt - Überblick behalten

Lasko denkt – Überblick behalten

Gestern – Abschied nehmen fällt schwer. Jedenfalls ging es Leonie gestern so. Sie schaute sich alle Dinge in der Wohnung und in unserer Umgebung noch einmal sehr genau an. „Damit ich auch nichts vergesse“, erklärte sie mir. „Wau, wuff“, antwortete ich, wohlwissend, dass ich bereits morgen die Worte und die Umgebung vergessen haben werde. Aber ich vergesse nichts wirklich.

Ich werde nur woanders sein und dort im hier und jetzt leben. Ich muss mich nicht, wie Ihr Zweibeiner das so häufig macht, mit vergangenen belastenen Ereignissen beschäftigen oder Dingen aus der Vergangenheit nachgrübeln. Dafür ist mein Hundeleben einfach zu kurz. Ich genieße jede Minute in vollen Zügen. Und das kann ich Euch auch nur raten. Die Vergangenheit ist vorbei. Ihr könnt daraus lernen. Aber leben müsst ihr jetzt und in der Zukunft.

Ja, vielleicht denkt ihr, Hund hat gut reden. Ihr habt ja nicht wie ich, die eingebaute Vergessfunktion. Doch denkt mal über meine Worte nach. Und so vergesslich bin ich gar nicht. Ich blende die Sachen nur vorübergehend aus. Wenn ich dann an einen Ort zurückkomme, weiß ich alles sofort wieder. Ich erkenne jede Ecke, meine alten Kumpels und die Zweibeiner. Daher werde ich auch Teneriffa wieder erkennen, wenn wir wiederkommen. „Und wir kommen ganz bestimmt wieder“, sagt jedenfalls Leonie. Und die sollte es wissen.

Flughafen Hangelar 004                                          Ist das unser Flieger?

Heute – wir fliegen und Leonie hat beschlossen, dass ich mit dem Abflug auch eine kleine Denkpause einlegen soll. Sie sagt, dass sie in Deutschland so viel zu tun hat, dass sie eine Zeit lang nicht zum Bloggen und Blog lesen kommen wird. Schade. Aber eine Denkpause hat ja auch noch keinem Hund geschadet.

Ich denke natürlich trotzdem weiter und werde meine Gedanken alle Leonie mitteilen, damit sie die aufschreiben und eines Tages hier auch wieder an Euch weiterleiten kann. Also nicht böse sein – wir legen eine kleine Blogpause ein, kommen aber ganz bestimmt wieder.

Ganz vielen lieben Dank an alle treuen und sporadischen Leser und Besucher des Blogs. Natürlich auch vielen  Dank an alle Vierbeiner, die uns besucht haben. Habt alle weiterhin eine schöne Zeit und geniesst den Sommer und das Leben.

Morgen – ich werde Leonie überreden, bald wiederzukommen 🙂

Lasko denkt - Strand, Meer und Berge - wir kommen wieder

Lasko denkt – Strand, Meer und Berge – wir kommen wieder

Gestern – Leonie hat sich von allen (wie Sie sagte) lieben Menschen auf der Insel verabschiedet. Ich habe mich von allen lieben Menschen und von allen Hunden verabschiedet. Ich unterscheide nicht nach lieb oder nicht lieb, ich habe einen deftigen Gruß für alle vierbeinigen Inselbewohner an der Wandzeitung hinterlassen.Leonie fällt es schwer ihre Insel zu verlassen. Ich bin da leidenschaftsloser. Solange ich in Bonn Futter, Auslauf und meinen Schönheitsschlaf bekomme, kann ich auch in Bonn leben. Mit Regen und Nässe habe ich auch kein Problem – obwohl ich mich mittlerweile auch recht gut an die Sonne gewöhnt habe. Leonie wird der Wetterwechsel da etwas schwerer Fallen. Sie ist halt nicht so flexibel wie ich 🙂

Heute – zum Abschied noch einmal ein paar Teneriffa Fotos:

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Morgen – wir werden fliegen – über die Insel – über den Teide – über das Meer.  Wir werden Teneriffa für einige Zeit adios sagen. Was wird uns zu Hause erwarten? Neue Abenteuer?

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – ich hatte einen Tag voller Misserfolge.

Mir gelang es nicht den Mülleimer zu leeren. Leonie war schneller und hatte die Speisereste bereits in die große Mülltonne nach draußen gebracht.

Mir gelang es nicht, Nachbars Katze zu jagen. Leonie zog mich am Halsband zurück und die Katze sprang auf die Mauer und grinste mich mitleidig an.

Mir gelang es nicht, den neuen Kühlschrank oder die neue Haustür zu öffnen. Leonie hat die Haustür verriegelt und an dem Kühlschrank ist so ein Hebel, mit dem ich einfach nichts anfangen kann.

Da Hund ja bekanntlich schlecht drauf kommt, wenn er nur Miss- oder auch Misterfolge zu vermelden hat, muss ich jetzt ganz arg überlegen, was gestern gut lief.

Ich hatte einen tollen Morgenlauf mit Leonie am Meer entlang. Ich habe zwei meiner besten Kumpels getroffen und mit denen ein paar Runden fangen gespielt. Ich hatte gestern leckere Sachen zu essen und eine schöne Autofahrt. Ich hatte einen langen Nachmittagssparziergang. Ich habe abends einen Kotelettknochen von unserem Besuch zum Abschied erhalten. Ich durfte sogar bei unserem Besuch oben auf dem Sofa schlafen. Und ich hatte meine rote Kuscheldecke ganz für mich allein.

Wau – es wirkt. Sagte ich anfangs, dass ich einen Tag voller Misserfolge hatte. Falsch – gestern war hier für mich auf Teneriffa ein super Hundeerfolgstag :-).

Heute – nachdem wir unseren Besuch mitten in der Nacht zum Flugzeug gebracht hatten, war mir ein bisschen jammerig zu Mute. Ich mag einfach nicht, wenn uns immer alle Leute wieder verlassen. Ich habe gerne ein großes Rudel um mich. Um uns ein wenig von dem Abschiedsschmerz abzulenken, fuhren Leonie und ich zu einem Malseminar. Ich durfte zwar nicht mitmalen, aber dafür habe ich im Atelier in einer Ecke gelegen, alles genau beobachtet und nur ab und zu ein wenig geschnarcht :-)-

Morgen – wir werden unsere neuen gemalten Bilder an die Wand hängen und danach wandern gehen. Juchhuu…

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Das letzte Mal wache ich bei offenen Fenstern und Türen auf und höre in der Ferne das Meer rauschen,

das letzte Mal laufe ich meine Morgenrunde und gehe mit Hundi an den Strand zum Schwimmen,

das letzte Mal kaufe ich frisches Weißbrot und Tomaten bei dem kleinen Händler am Hafen,

das letzte Mal steige ich die 300 Stufen in die Altstadt hinauf und besuche den Spanischkurs,

das letzte Mal gehe ich in die kleine dunkle Bar in der Altstadt und trinke einen Cafe con Leche,

das letzte Mal schaue ich über die Felsen Richtung Los Gigantes,

das letzte Mal sehe ich die Sonne auf dem Meer neben La Gomera untergehen.

Es wird dunkel und nach einer langen dunklen sternenklaren Nacht beginnt ein neuer Morgen. Und ich hoffe, dass dem letzten Mal noch viele weitere letzte Male folgen werden.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag.

Ich packe meinen Koffer

und nehme mit

viele wunderschöne Erinnerungen und Eindrücke in meinem Kopf

den Klang der spanischen Sprache im Ohr

den Geruch der Blüten

das Gefühl eines warmen Windhauches auf meiner Haut

den Geruch des Meeres

und eine Riesenpackung Sonne.

Natürlich kommen auch Hundi und meine Wäsche wieder mit :-).

Und während ich ansonsten überall auf der Welt gerne irgendetwas zurückgelassen habe, bleibt hier auf Teneriffa weder ein Schuh noch ein anderer Gegenstand von mir zurück. Nichts. Wirklich nichts. Doch – ein Stück von mir bleibt hier.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag.

Schrecklicher Morgen –  kurzweiliger Nachmittag –  versöhnlicher Abend

So könnte man meinen gestrigen Tag kurz und knapp zusammenfassen.
Vom 31.12. 2011 zum 1.1.2012 hatten mein Mann und ich die wunderschöne laue Silvesternacht noch gemeinsam genossen. Doch ohne jeden Aufschub kam der Morgen und mein Mann flog zurück nach  Deutschland. Plötzlich war ich wieder fast (Hund blieb zum Glück) allein  auf meiner Insel.
Wir hatten ein wunderbares Silvester verlebt. Am Nachmittag skypten wir sehr lange mit unseren Kindern und gönnten uns ein ausgiebiges virtuelles Silvester Familien Beisammensein. Gegen Abend zog es die Kinder dann doch zu ihren Freunden, mit denen sie  Feiern planten.

Mein Mann und ich machten mit dem Hund bei Sonnenuntergang einen schönen Abendspaziergang. Danach gingen wir in ein Restaurant in der Nähe meiner Wohnung. In den zwei Wochen, in denen mein Mann da war, war dieses kleine spanische Restaurant so etwas wie unser Lieblingsspanier geworden. Obwohl in Spanien eigentlich keine Hunde mit in die Restaurants  dürfen, ließ dort der Chef uns immer mit Hund am äußeren Tisch nahe der Tür sitzen. So waren wir drinnen, Hund störte niemanden und konnte unter dem Tisch liegend die Straße im Blick behalten.
Hund kassierte nicht nur von den herein strömenden Gästen, sondern auch von den Kellnern und dem Chef persönlich viele Streicheleinheiten.

Aber auch für die hungrige Seite im Labrador ist bei unserem Spanier gesorgt. Bei jedem unserer Aufenthalte erhielt der Hund von Gästen zurück gegebene Fleischreste von bester Art und Güte. Vor dem nach Hause gehen, gab es für uns Likör und für den Hund eine Tüte mit Hundeknochen. Diese Gaststätte namens San Francisco mit ihrem etwas lauten und sehr unterhaltsamen Wirt, kann ich jedem hungrig vorbei kommenden Labrador nur wärmstens empfehlen.
So hatten wir auch in der Silvesternacht alle drei gutes Essen, Trinken und allerbeste Unterhaltung. Leider hatte ich entgegen Vallartinas Rat weder rote noch gelbe Unterwäsche an. Ich habe keine dabei und habe es mir verkniffen zu diesem Zweck eine spanische Flagge zu stehlen. Erschwerend hinzu kommt, dass ich leider nicht wie Quilt Traum nähen kann. Als es in Deutschland 00.00 Uhr war, telefonierten wir mit den Kindern. Die Weintrauben hatten wir bereits vorher zu Hause genascht, so dass es wohl auch mit der Erfüllung der 12 Wünsche nichts werden wird.

Eine Stunde später – als es auch bei uns 0.00 Uhr war – genossen wir ein wunderschönes Feuerwerk am Strand. Auch auf Gomera war in der Ferne Feuerwerk erkennbar. Das war ein wunderbarer Ausklang unserer  gemeinsamen Tage und des Jahres 2011.  Wir hatten in dieser Nacht noch viele Gespräche am Meer und mehr. Es hätte noch viel  mehr Meer sein können.


Durch die wunderschönen gemeinsamen Tage fiel der Abschied am nächsten Morgen schwer. Ich lief einige Stunden ziemlich planlos durch die Gegend. Da ich nichts Richtiges machen konnte, setzte ich mich an den nahen Pool und schaute mir zur Abwechslung englische Badesitten an. Im Liegen besetzen stehen die Engländer den Deutschen anscheinend um nichts mehr nach. Mit Wanderstiefeln am Pool zu sitzen, fand  ich hingegen ein bisschen gewöhnungsbedürftig. An meinem kurzweiligen Poolnachmittag  gab es für mich so einige ungewohnte Dinge  zu sehen. So verging  jedoch der Nachmittag recht schnell und ich war ein bisschen von meiner Traurigkeit abgelenkt.
Als ich danach in die leere Wohnung kam,  war ich  dennoch immer noch traurig und auch Hundi ließ den Schwanz hängen. Er schnüffelte überall in der Wohnung, ob nicht doch sein Herrchen wieder auftauchen würde. Hund ist zwar in erster Linie mein Hund. Er liebt es aber sehr, wenn das Rudel zusammen ist und war daher gestern den ganzen Tag  vollkommen  durch den Wind.

Gegen Abend machte ich mit Hund einen langen Spaziergang im milden Abendwind am Meer entlang. Das Rauschen der Wellen wirkte irgendwie beruhigend. Ein wunderschöner Sonnenuntergang über Gomera und eine Stimmung am Meer wie aus dem Bilderbuch. Auf dem Rückweg kam ich an einem Hotel vorbei, vor dem gerade viele Leute dick angezogen in den Bus stiegen. Ganz kurz flammte in mir die Idee auf, dass ich auf diese Art auch in wenigen Stunden bei meiner Familie sein könnte.  Noch einmal überkam mich das Heimweh. Da erfasste mich ein milder Hauch von dem Abendwind und ich schaute auf die Sandalen an meinen Füßen und roch die blühenden Sträucher am Wegesrand und da wusste ich: Ich bleibe noch ein paar Wochen.

Ich wünsche allen Lesern einen guten Start ins Jahr 2012.

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Gestern morgen hatte ich zum Abschluss des Ostseeurlaubes noch ein sehr schönes Erlebnis. Eigentlich war es kein Erlebnis, sondern einfach ein sehr schöner Augenblick.

Für mich ist es ohnehin immer spannend, wenn ich meine morgendliche Laufrunde mit Hund nicht zu Hause, sondern in einer anderen Gegend drehe. Es  gibt immer etwas neues zu sehen und für den Hund neue Gerüche und andere „Hundezeitungen“. So haben wir denn im Urlaub oder bei einem Aufenthalt außerhalb beide eine interessante Abwechslung zu der gut bekannten Bonner Morgenrunde.

Gestern wollte ich kurz bevor es wieder auf die Autobahn Richtung Süden ging noch einen allerletzten Blick auf die Ostsee werfen. Ich stand um 5.30 Uhr auf und joggte mit dem Hund die 1 bis 2 Kilometer zum Hundestrand. Bereits hinter dem Deich fiel mir auf, dass es sehr nebelig war. Über dem Conventersee stand Nebel, aber auch auf der Straße. Ich konnte nicht sehr weit sehen und als ich dann über den schmalen Pfad auf den Strand trat, konnte ich gerade bis zur Wasserkante sehen. Küstennebel? Frühmorgendlicher Nebel? Jedenfalls konnte ich in keine Richtung weit sehen.

Umso spannender waren die Geräusche, die ich hörte. Ich hörte in der Ferne ein oder mehrere Schiffe auf der Ostsee dahin ziehen. Dann war da Vogelgezwitscher, Möwenschreie, aber auch noch etwas wie ein plätschern, das sich nach Anglern anhörte. Ich setzte mich ganz ruhig an den Strand und lauschte. Kalt war es nicht. Der Hund zog ein paar ruhige Schwimmrunden durch die Ostsee.

Und dann merkte ich plötzlich, wie sich der Nebel ganz langsam verzog. Erst konnte ich ein wenig auf die Ostsee schauen und erkannte einen Angler im Boot,  ruhig sitzend und keine 20 Meter von mir entfernt. Der Schleier hob sich nun sehr schnell und immer weiter. Im Osten tauchten die Konturen des alten Wachturmes auf und im Westen die weiße Stadt am Meer Heiligendamm. Der Blick auf die weite Ostsee war frei und ich sah die Frachter am Horizont dahin ziehen. Die Sonne kam durch und ich wünschte, dass dieser Moment ewig andauern würde. Verweile doch du bist so schön.

Doch warum sollte es so sein? Auch dieser schöne Augenblick ging vorbei und es hieß für mich Abschied nehmen. Einen letzten Blick zurück auf die Ostsee und dann nach vorne in meine Zukunft, in der ich hoffentlich noch ein wenig leben werde.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Sonntag und Momente, die zum Festhalten schön sind.