Mit ‘Bank’ getaggte Beiträge

Phu Quoc - Strand im Norden

Phu Quoc – Strand im Norden

 

 

Unsere letzte Scootertour auf Phu Quoc und auch in Vietnam führte uns in den Nordwesten der Insel. Dorthin soll es laut Karte eine Straße geben, die in der Hauptstadt Duong Dong beginnen soll. Nachdem wir eine Stunde in der Stadt herum gekreuzt waren und nach vielen Hinweisen in viele verschiedene Richtungen gefahren waren, gelang es uns endlich die Straße zu finden. Kein Wunder, dass es so lange dauerte, denn die Straße beginnt nicht in der Hauptstadt, sondern einige Kilometer nördlich. Mitten auf dem Feld ist der Straßenanfang und bis dahin muss man sich erst einmal über Feldwege und quer durch den Wald durchschlagen.

Phu Quoc - mit Scooter unterwegs

Phu Quoc – mit Scooter unterwegs

 

Doch als wir die Straße erreicht hatten, stellten wir fest, dass sie weitaus besser war, als die rote Schlammpiste, die auf der Ostseite der Insel entlang führt. Eine ganze Weile fuhren wir auf einer normalen geteerten Straße. Dann ging die Straße in eine Piste über, die aber einigermaßen befahrbar war. Zwischendurch trafen wir immer wieder auf Baukolonnen, die neue Straßenabschnitte bauten. In einigen Jahren wird die Insel wohl rundum mit einem guten Straßennetz versorgt sein. Als wir das Städtchen Ganh Dau im Norden erreichten, staunten wir nicht schlecht.

Phu Quoc - Blick auf Kambodia

Phu Quoc – Blick auf Kambodia

 

Vor uns breiteten sich Traumstrände aus. Weißer Sand, Fischerboote und Palmen. Nun weiß ich auch, dass man hier individuelle Schnorcheltouren buchen kann. Wer also auf die Insel kommt, muss nicht unbedingt im Süden das Standardprogramm buchen. Gegen ein geringes Entgelt kann man hier im Norden in einer wirklich traumhaften Gegend individuell schnorcheln gehen. Der Ort Ganh Dau ist lebhaft und voller kleiner Gassen, in denen Waren angeboten werden. Die Häuser liegen unmittelbar am Meer. Mit dem Scooter fahren wir durch die 1 Meter breiten Gassen vorbei an Fleischständen, auf denen Fleisch, Fisch und Innereien in allen Größen angeboten werden.

Phu Quoc - Traumstrand im Norden

Phu Quoc – Traumstrand im Norden

Auf Touristen ist man in Ganh Dau (noch) nicht eingestellt. Es gibt keine Restaurants oder Coca Cola. Überhaupt trafen wir den ganzen Tag über nur ca. vier andere Touristen auf dem Scooter, die sich – wie wir – hierher „verirrt“ hatten. Diese Gegend ist tatsächlich noch ein unberührter Geheimtipp.

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Von der Nordküste der Insel ist auch Kambodia nicht weit entfernt. Fast zum Anfassen nah, liegt es vor der Küste von Phu Quoc. Die Weiterfahrt zu dem Dorf Rach Vem gestaltete sich mitten durch den Dschungel doch ein wenig schwer und holprig. Einige Male verloren wir den Pfad – doch wir erreichten Rach Vem. Bei Rach Vem soll es einen schönen Strand geben. Wir haben jedoch nur das große Dorf, deren Bewohner vom Fischfang zu leben scheinen, gesehen. Auch hier wird man kaum jemanden finden, der Englisch spricht. Doch die Menschen hier im Norden sind freundlich und herzlich. Immer wieder winken uns Leute und insbesondere Kinder zu. „Hello, hello“. Dann lachen sie und freuen sich anscheinend, dass wir winkend mit „hello, hello“ antworten.

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Dann ging es den langen anstrengenden Weg zurück an die äußerste Nordwestspitze der Insel, zum Cape Ganh Dau. Dort genossen wir die wunderschöne Aussicht auf Meer, Strand und Natur. Danach fuhren wir auf einer roten Piste langsam wieder zurück in den Süden. Die Piste verlief unmittelbar neben der Küste. Wunderschöne einsame Strände reihten sich einer an den anderen. Ab und zu kamen wir durch kleine Orte, in denen Fischer lebten.

Fischerboot

Fischerboot

 

Wir fuhren durch Gebiete, in denen über hunderte von Metern an der Straße entlang Fisch getrocknet wird. Auf Phu Quoc wird anscheinend rund um die Uhr gefischt. Mit großen Booten, mit „Badewannen“, mit Netzen und auf jede andere erdenkliche Art. Bei diesen Massen an Fischerbooten drängt sich die Frage auf, wie lange das noch gut geht. Ist das Meer nicht irgendwann auch hier leer gefischt?

 

Im einsamen Norden gibt es an der Straße dann doch tatsächlich vier Restaurants, die wunderschön gelegen sind. Das Essen wird direkt am Strand serviert. Ein Bad im warmen Meer, Wasser und Fisch. Hier könnte ich es länger aushalten.

Doch es geht weiter Richtung Inselhauptstadt.

 

Ich sehe wieder Plakate, die die Zukunft der Insel in leuchtenden Farben anpreisen. Die Realität an der Straße, in der die Menschen noch in Wellblechhütten wohnen, sieht anders aus. Was passiert mit den Menschen, wenn an dieser Stelle tatsächlich die hochfliegenden Hotelpläne verwirklicht werden?

Schöne Zukunft ?

Schöne Zukunft ?

Plakatwände

Plakatwände

 

Um noch ein wenig Geld zu tauschen gehe ich in eine Bank. Auch beim Geld tauschen ist Vietnam – wie in so vielen Dingen – für mich widersprüchlich und nicht vorhersehbar. In einigen Banken werden die Euronoten genommen und umgetauscht und das war es. In anderen Banken werden sorgfältig Daten aus Reisepass notiert und Formulare ausgefüllt. Hier in Duong Dong ist alles sehr genau geregelt. Vor der Bank warten vier Sicherheitskräfte auf die Kundschaft. Einer geleitet mich die Treppe hoch und in die Tür hinein. Drinnen sind weitere vier Sicherheitskräfte. Einer von ihnen führt mich zu einem Stuhl, auf dem ich warten soll. Per Lautsprecher werden Nummern und Namen aufgerufen. Da ich das nicht verstehe, werde ich von dem Sicherheitsmann nach 5 Minuten zu einem Schalter gebracht, an dem ich mein Anliegen äußern kann. Dann gebe ich noch meinen Namen an und darf mich wieder setzen.

 

Ich schaue mich um. In der Mitte der Bank ist ein großer Altar mit einem Buddha. Darüber leuchten und glitzern hunderte von bunten Glühbirnen. Die Anzeigetafel mit den Kursen in roten Ziffern wirkt dagegen sehr dezent.

 

Da in Phu Quoc dreimal in der Woche den ganzen Tag über auf der ganzen Insel der Strom abgeschaltet wird, wird die Beleuchtung der Bank mit einem Notstrom Aggregat betrieben. Das verlassen plötzlich wohl die Kräfte. Die Stimme aus dem Lautsprecher verstummt, der Buddha hört auf zu leuchten und die Kurse sind nicht mehr erkennbar. Eine angenehme Ruhe macht sich breit. Doch nun wird die Arbeit in der Bank eingestellt. Nach einer halben Stunde nimmt das Notstrom Aggregat seine Arbeit wieder auf und Buddha kann wieder leuchten. Ich bin beruhigt. Ich werde zu einem anderen Schalter geführt, an dem ich mein Geld tauschen kann. Alles bestens – das Abendessen am Strand ist gesichert.

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Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – im Moment machen wir alles zum letzten Mal. Ich hoffe, dass wir das alles nicht wirklich zum letzten Mal machen. „Aber zumindest, so schnell nicht wieder“, sagt Leonie. Wir gingen daher gestern zum letzten Mal wandern – natürlich auf unserem Lieblingsweg. Wir gingen zum letzten Mal einkaufen – natürlich in unserem Lieblingsgeschäft. Vielleicht gehen wir auch noch mal essen – natürlich bei unserem Lieblingsspanier. Wir schwimmen noch einmal morgens zusammen im Naturpool – natürlich und mit Fell. Wir besuchen noch einmal die Nachbarn und trinken zusammen ein Glas Wein – natürlich darf es für mich auch ein Knochen sein. Wir rennen noch einmal die Promenade entlang – natürlich nicht ohne ein Seufzen von Leonie Richtung mehr. Wir essen noch einmal Lammkoteletts – natürlich Leonie das Fleisch und ich die Knochen. Wir……so viele letzte Male.

Servicepoint Bank

Servicepoint Bank

Heute– wir haben hoffentlich zum letzten Mal die kundenfreundliche S-Bank besucht, die stets zu Diensten des Kunden da sein will (verspricht zumindest die Werbung). Die Realität sah auch heute leider wieder anders aus. Es gibt in der Filiale einen Direktor, einen zweiten Direktor und einen Sachbearbeiter, der hinter dem Schalter steht. Im Allgemeinen und auch im Besonderen scheint nur der Letztere zu arbeiten. Auch, wenn sich lange Schlangen vor seinem Schalter bilden, schauen die beiden Herren Direktoren mit verschränkten Armen ihm gerne  bei der Arbeit zu.

Heute hatte der zweite Direktor leider (für uns) Ferien. Der Sachbearbeiter arbeitete die vielfältigen Anliegen der Menschen, die in einer langen Schlange vor ihm standen, ab. Als Leonie und ich endlich zu ihm vorgedrungen waren, erklärte er uns, dass für unser Anliegen der Direktor zuständig sei. „Vielleicht könnte Ihnen auch der zweite Direktor helfen, aber der hat leider Urlaub“, informierte er Leonie. „Gut“ meinte Leonie. „Kann ich  zu ihm reingehen?“ Sie wollte sich gerade in Richtung des kleinen Zimmers bewegen, das der Herr Direktor sein eigen nennt. Doch der Sachbearbeiter erklärte, dass sie warten müsse, da der Herr Direktor gerade außer Haus sei.

Leonie nahm auf einem Stuhl vor dem Zimmer Platz und ich legte mich auf den Boden. Es vergingen viele Minuten und ich erhielt viele Streicheleinheiten von vorbei kommenden Bankkunden. Nach sage und schreiben 95 Minuten erschien der Herr Direktor verschwitzt mit seinem Tennisschläger in der Tür. Er kam gerade vom Tennis spielen und hatte sich dabei wohl ein bisschen verausgabt, so dass er sich verständlicherweise nicht sofort in den Dienst des Kunden stellen konnte. Er wischte sich den Schweiß von der Stirn, lief in sein Zimmer, schmiss sich in seinen Sessel und begann seine SMS zu checken.

Eine Stunde später hatte er sich ein wenig erholt und winkte uns zu sich in sein Zimmer. Nun half er Leonie, die gerne ihre Bankkarte internetfähig gemacht haben wollte. Da er selber immer noch zu erschöpft war, durfte Leonie auf seinem Stuhl Platz nehmen und sich die Karte selber an seinem PC einrichten, während er weiter sein Handy bearbeitete. „Andere Länder, andere Sitten“, sagte Leonie leise zu mir. Aber nach 2 und einer halben Stunden spazierten wir mit einer internetfähigen Bankkarte aus der servicefreundlichen  Bank hinaus. Solche Erlebnisse können dann wirklich ruhig das letzte Mal gewesen sein.

Morgen – Es gibt wahrscheinlich noch ein paar weitere letzte Male.

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – Als Hund habe ich ja ohnehin nicht so viel mit der Technik am Fell. Aber gestern hat mich die Technik wirklich genervt. Und zwar hat sie mich genervt, weil Leonie genervt war. Und wenn Leonie genervt ist, dann ist sie nicht gut auszuhalten, vergisst mich zu streicheln, sitzt stöhnend am Computer und denkt viel zu spät daran, mit mir rauszugehen. Was war passiert?

Leonie hat in ihrem Handy eine spanische Simkarte. Die hatte sie von Zeit zu Zeit in einem kleinen Laden aufladen lassen. Als sie gestern morgen zu dem Laden kam, existierte der nicht mehr. Mit einigem Fragen in der Nachbarschaft erfuhr sie nach einer halben Stunde, dass nun ein anderer Laden am anderen Ende der Stadt für die Aufladung der Karten zuständig sei. Sie lief dort hin, um zu erfahren, dass für ihre Karte ein ganz anderer Laden in der Nähe des ersten Ladens zuständig sei. Also lief sie wieder zurück. In dem dritten Laden erklärte ihr der freundliche Herr, dass die Karte verfallen würde, wenn sie die nicht innerhalb von drei Monaten wieder aufladen würde. Da Leonie aber länger in Deutschland bleiben will, verwies der Herr sie auf den Internetweg. „Alle Lauferei umsonst“, grummelte Leonie. Immerhin waren erst zwei Stunden verstrichen und sie wusste wie es gehen sollte. Aber es kam noch besser.

Zu Hause konnte sie sich nicht auf der Homepage des Telefonunternehmens einloggen. Kein Passwort? Bitte neu anmelden. Neuanmeldung. Geben sie das Passwort ein. Kein Passwort? Fordern sie das Passwort an. Kein Passwort? „SCHEI…“, brüllte Leonie. „Das dreht sich im Kreis“. Nach einer Stunde Warten in  der Hotline, die sie mit dem Restguthaben auf dem Handy anrief, hatte sie endlich das Passwort und konnte sich einloggen. „Gleich, gleich…. hab´ichs“, freute sie sich. Doch sie brauchte eine Kreditkarte, um die Aufladung zu bezahlen. Sie gab eine spanische Kartennummer an, um kurz darauf festzustellen, dass diese Karte nicht für Internetkäufe freigeschaltet war. Leonie versuchte die Karte auf der Webseite der spanischen Bank freizuschalten. Leider vergeblich. Sie probierte und probierte. Das Ergebnis war, dass diese Bankkarte nun ganz gesperrt ist.

Leonie hat auch noch eine deutsche Kreditkarte. „Es klappt, es klappt“, versessen starrte sie auf den Bildschirm, nachdem sie es mit der deutschen Karte probiert hatte. Ich konnte schon gar nicht mehr hinsehen. Die Karte war für Internetbanking freigeschaltet. Sicherheitsabfrage: „Wie ist ihr Kosename?“ „Mein Kosename, was soll das denn“, stöhnte Leonie. Sie probierte einige Kosenamen aus. Ja, die liebe Leonie wird wohl langsam ein wenig vergesslich. Sie konnte sich weder daran erinnern, einen Kosenamen gehabt, noch einen solchen je der Bank verraten zu haben. Im Ergebnis einiger Fehlversuche war schließlich auch diese Karte nicht mehr für Internetkäufe tauglich.

Leonie war verzweifelt und wollte mit dem Handy die Kartenhotline der Bank anrufen. „SCH…“,  brüllte sie schon wieder. Das Handy war ja nicht mehr aufgeladen. Sie suchte die Internetverbindung der Bank und bekam schließlich noch einen weiteren halben Stunde Kontakt mit der Kartenhotline, indem sie eine alte deutsche Karte ins Handy einlegte. Eine freundliche Dame half ihr in der nächsten Stunde die Kreditkarte für Internetkäufe neu einzurichten.  „Geschafft“, rief Leonie erleichtert aus. „Gut, was wollte ich noch mit der Karte? Ach ja richtig, das Telefon aufladen“. Mit neuem Mut ging es wieder auf die Seite der  Telefongesellschaft und dieses Mal klappte es. 10 € wurden auf dem Handyaccount gut geschrieben.

Leonie sprang auf und ich sprang gleich vor Schreck mit auf. „Lasko, ich kann den Bildschirm nicht mehr sehen. Lass uns bloß raus gehen“, rief mir eine endlich wieder besser gelaunte Leonie zu. Wau – das höre ich gern.

Heute – Leonie hat alle Kartennummern, Telefonnummern und PIN, TAN und was ihr sonst noch so einfiel sorgfältig aufgeschrieben. Hoffentlich hat sie auch die Sicherheitsfragen dieses Mal notiert. Kosename? Was für eine Sicherheitsabfrage. Wer kann sich schon alle Kosenamen merken? Die sollten lieben nach dem Kosenamen für ihr absolutes Lieblingshaustier fragen. Aber auch das wahrscheinlich noch zu viele Möglichkeiten. Besser und einfacher wäre doch die Abfrage. Wie heißt Ihr über alles geliebter vierbeiniger Begleiter? Was frisst Ihr Hund am Liebsten? Wie viele Beine hat Ihr Hund? Mir fiel da noch mehr ein. Ich glaube, ich wäre ein guter IT Sicherheitsberater. Wenn ich nicht so gerne den ganzen Tag dösen und fressen würde, sollte ich den Beruf wechseln :-).

Morgen – Leonie muss zur Bank und die spanische Kreditkarte wieder in Ordnung bringen lassen. Werde mal fragen, ob ich dort im nächsten Jahr einen Ferienjob bekommen kann.

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – unser Besuch ist tatsächlich gekommen und wir haben Wasser in der Wohnung und eine neue Wohnung in Aussicht. Das waren viele Gründe zu feiern. Oh, ich habe eine laaange anstrengende Nacht hinter mir. Restaurant, Lifemusik und soooo viele Leute, die mich streicheln wollten. Man, war das alles aufregend und es fielen tatsächlich ein paar große Knochen für mich ab.

Heute – heute morgen waren wir auf der Bank. Leonie musste Dinge für die neue Wohnung regeln. Wir standen eine halbe Stunde in einer langen Reihe. In der Filiale der  Knochenbank gibt es einen Direktor, einen zweiten Direktor und einen Menschen, der arbeiten muss. Da hier heute Karneval ist, hat der Mensch, der immer arbeiten muss, frei. So musste heute der zweite Direktor die Kunden persönlich betreuen. Betreuen ist vielleicht nicht das richtige Wort. Er zog eine böse Miene und stand wie ein richtiger Wolfsrudelführer hinter dem Bankschalter. Es war ihm anzusehen, dass es ihm gefiel, dass die Kunden in einer langen Reihe auf ihn warten mussten.

Plötzlich kam der Direktor aus seinem Raum und schritt in den Kassenraum an den zweiten Arbeitsplatz. Wir – und alle Kunden mit uns – schöpften Hoffnung, dass es nun vielleicht ein wenig schneller auf der Bank voran ginge, wenn der Direktor mitarbeiten würde. Weit, weit gefehlt…. Der Direktor stand mit verschränkten Armen im Kassenraum und betrachtete den zweiten Direktor bei der Arbeit. Ab und zu wechselte er ein paar Worten mit  ihm, bevor er sich gähnend wieder in seinen Arbeitsraum verzog. Leonie stöhnte und ich musste noch eine ganze Weile warten, ehe ich wieder heraus an die Luft konnte. „Das ist wirklich kein Service“, sagte Leonie zu mir. Vielleicht hängt ja  auch die ganze Krise mit diesem merkwürdigen Service zusammen. Aber ich bin ja zum Glück nur ein Hund und muss das nicht wirklich wissen.

Morgen – morgen werden wir mit unserem Besuch etwas Schönes unternehmen, aber das verrate ich noch nicht.

Nachdem ich nun einige Male über den vielen Regen hier im Norden von Teneriffa geschrieben habe, muss ich doch einfach auch einmal die andere Seite, die Sonnenseite von Teneriffa zeigen. Da ich nicht so auf überfüllte Touristenstrände stehe, habe ich einen kleinen Ort im Südwesten von Teneriffa ausgesucht. Playa San Juan ist für meine Begriffe ein kleiner Ort, der sehr hübsch angelegt ist, und der bis heute von dem ganz großen Massentourismus verschont geblieben ist.

Auch am Sonntag sind die Besucherzahlen am schwarzen Sandstrand übersichtlich.

Alles ist sehr hübsch und neu angelegt. Es gibt überall viele Papierkörbe (sogar mit Mülltrennung), Holzwege über den Strand, Palmen am Strand und eine breite von bunten blühenden Büschen gesäumte Strandpromenade, an der viele Cafes und Restaurants zum Einkehren einladen.

Da in Spanien Hunde so gut wie nirgendwo an die angelegten Strände dürfen, habe ich mit meinem Wasser freudigen Labbi häufig ein Problem. Nicht so in Playa San Juan. An den angelegten Strand schließt sich unmittelbar ein wilder Strand an, an dem in den Felsen Nacktbader auf ihre Kosten kommen oder auch Hunde frei laufen können. Leider geht es sich auf den großen Steinen nicht gerade sehr komfortabel.

Der angelegte Palmenstrand ist mit sehr bequemen Liegen (sehen jedenfalls so aus) ausgestattet. Ich als Hundebesitzerin habe leider auf Probe liegen verzichten müssen.

Auch einige Radfahrer hatten den Strand anscheinend als Tagesziel ausgewählt.

Hier trifft man am Wochenende auch viele Spanier, die in Playa San Juan am Strand sitzen, in großen Familien Grillfeste am Strand feiern und spielen.

Diese Bank lädt doch einfach zum Verweilen ein – das habe ich dann auch gemacht. Mit Blick auf den Atlantik habe ich mir ein großes Eis schmecken gelassen.

Während im Süden Strandwetter ist, stehen am Horizont bereits die dunklen Regenwolken vor dem Teide.

Ein letzter Blick zurück und dann ging es für mich wieder durch den Regen hoch in den Norden.

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