Mit ‘Baustelle’ getaggte Beiträge

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Am letzten Tag des Monats möchte Frau Tonari Rost sehen. Heute kann ich mit einem rostigen abgestürzten Baufahrzeug, rostigen Trägern und Stangen, die ich auf verschiedenen Baustellen auf Teneriffa gefunden habe, meinen „Rostbeitrag“ leisten.

Rostfahrzeug

Rostfahrzeug

Rostiger Träger

Rostiger Träger

Rostige Türangel

Rostige Türangel

Rostige Stange

Rostige Stange

Rostige Stange

Rostige Stange

Rostiger Träger auf einer Baustelle

Rostiger Träger auf einer Baustelle

Rostiger Träger auf einer Baustelle

Rostiger Träger auf einer Baustelle

Rostiger Träger auf einer Baustelle

Rostiger Träger auf einer Baustelle

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Lasko denkt - Bad oder Pinkelbaum?

Lasko denkt – Bad oder Pinkelbaum?

Gestern: Es sind Wochen vergangen und ich konnte nicht denken, nicht schreiben, nicht bloggen, nicht wandern, nicht….Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Stattdessen saßen wir zu Hause und schauten zu, wie Arbeiter mit einem ohrenbetäubenden Lärm Fliesen aus den Böden unserer Wohnung stemmten und mit großen Presslufthammern Löcher in die Wände bohrten. In den ersten zwei Wochen dachte ich noch, der Umbau der Wohnung bringe etwas Abwechslung in unser Leben. Und wer weiß? Vielleicht waren die netten Bauarbeiter dabei, einen großen Teich mitten in unserer Wohnung anzulegen. Auch schnupperte ich abends ganz ausgiebig in den großen Löchern. Ich dachte, dass ich möglicherweise auf alte Knochen in den Wänden stoßen würde. Aber nichts davon passierte.

Der Lärm ging weiter. Ab und zu hörte er stundenweise auf. Dann ging es weiter. Warum machen Zweibeiner so etwas? Viel Lärm um Nichts. Ich verstehe das nicht. Wir Hunde hören Lärm noch deutlicher und lauter als Ihr Menschen. Für uns ist Baulärm überhaupt nichts. Die Nachbarn von Leonie schienen auch nicht sehr glücklich mit dem Lärm zu sein. Und Leonie selber? Sie schien von Tag zu Tag verzweifelter zu werden. Insbesondere der Oberbauarbeiter Oswaldo schien ihr mit seinen Bauaktionen überhaupt nicht zu gefallen. Das habe ich nicht verstanden, denn gerade Oswaldo brachte doch ein wenig Spaß in die trockene Bauangelegenheit.

Sehr schnell hatte er herausgefunden, wo bei uns die Hauptwasserleitung entlang läuft. Und ohne lange zu zögern hatte er sie zersägt, als wenn er meinen Wunsch von einem Hundepool in der Wohnung geahnt hätte. Und stellt Euch vor. Danach musste er immer weiter in den Boden des Bades graben. Und plötzlich konnten wir durch ein 1×1 Meter großes Loch in die Wohnung unter uns schauen. Wie praktisch. So konnten wir direkt mit unserer Nachbarin kommunizieren und brauchten nicht um das ganze Haus herum zu laufen, wenn wir mit ihr sprechen wollten. Ich verstehe wirklich nicht, dass Leonie dieses praktische Hör- und Sehloch überhaupt nicht gefiel. Nun gut, der ganze Dreck und das Wasser, das nicht nur unser Bad verschmutzte, machten ihr viel Arbeit. Aber da sie Oswaldo nun einmal zu Bauspielen eingeladen hatte, hätte sie sich ja denken können, dass da täglich neuer Dreck entstehen würde. Sauber machen hat weder bei einem Lasko noch bei einem Oswaldo in der Wohnung Sinn – absolut verschwendete Zeit.

Als das Loch nach einigen Tagen wieder geschlossen war, war ich fast ein wenig traurig, denn es schien, dass Oswaldo nun über den Gips tatsächlich Fliesen legen wollte. Und ich hätte doch noch so gerne mit ihm ein wenig weiter in der Wohnung herum gegraben. Vielleicht hätten wir auch ein paar alte Lammknochen eingipsen können. Doch Oswaldo schien diesen Wunsch zu ahnen. Er ließ sich viel Zeit. Wahrscheinlich war es gar nicht so einfach für ihn, neue Spiele auszudenken. Doch das sah Leonie nicht. Leonie wurde täglich verzweifelter. Und ich wurde immer gespannter, was für ein Spiel Oswaldo als nächstes mit uns spielen würde. Zunächst fing er ganz harmlos an und verlegte einfach die Fliesen. Doch er verlegte die falschen Fliesen. Auf dem Boden lagen die Wandfliesen. Witzig konnte Oswaldo also auch sein. Vielleicht wollte er auch nur die Spannung des Spiels ein wenig erhöhen. Das Bad erinnerte in der Zeit ein wenig an ein halb aufdecketes Memory Spiel. Leonie schien Oswaldos Spiele überhaupt nicht zu verstehen. Mir gefielen die Spiele, aber nicht der Lärm, der ständig beim erneuten Herausstemmen der Fliesen entstand.

Doch Oswaldo liebte Legespiele. Oder übte er nur? Vielleicht hätte er lieber zunächst einmal trocken zu Hause mit einem Puzzle üben sollen. Er flieste falsch und zwar überall, wo er es versuchte. Vielleicht hatte er die Hoffnung, dass er die Fliesen noch einmal herausreißen dürfte und dann noch ein wenig länger mit uns spielen könnte. Doch zum Schluss, als es keinen Grund mehr zu geben schien, die Fliesen noch einmal herauszuklopfen, da richtete er einfach wieder einen Wasserschaden an. Wenn es dabei nicht so laut zugegangen wäre, ein richtiger Hundebadespaß. Wie hat neulich jemand von Euch kommentiert? Oswaldo ist ein Held.

Heute: Wir haben ein neues Bad. Es fehlen noch einige Kleinteile und es fehlt auch noch ein Flurfenster. Doch was sind solche Kleinigkeiten? Oswaldo hätten solche kleinen Dinge überhaupt nicht gestört. „Wozu eine Tür im Bad?“ hatte er begeistert ausgerufen, um Leonie davon zu überzeugen, dass sie nicht extra in den Norden fahren müsse, um die gekaufte Tür abzuholen. Wie praktisch der Mann!
Doch nun kann Leonie wieder duschen. Das hebt ihre Laune erheblich. Und das kann ich verstehen, denn auch ich freue mich als Labbi über jedes Wasserloch. Oswaldo kommt allerdings nicht mehr zum Spielen. Leonie hatte andere Männer gebeten, die Badarbeiten zu beenden. Schade, dass Oswaldo nun keine Wasserspiele mehr in der Wohnung veranstaltet.

Wenn ich richtig darüber nachdenke, hätten wir den kleinen Badraum lieber als Speisekammer umbauen sollen. Denn was soll Hund mit einem Bad? Baden kann ich in Pfützen und Pullern an Bäumen. Wofür braucht Ihr Zweibeiner eine Toilette? Die kostet viel Geld, verbraucht Wasser und Raum. Habt Ihr schon mal über einen Pinkelbaum nachgedacht?
Morgen: Ich hoffe ganz arg, dass Leonie mit dem neuen Bad und der Küche zufrieden ist und der Baulärm ein Ende hat. Ich hoffe, dass Oswaldo eines Tages für seine Hunde in seiner Wohnung ein Schwimmbecken bauen wird. Und ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass Ihr Zweibeiner eines Tages meiner genialen Idee mit einem Pinkelbaum näher treten werdet.

Ich hatte Euch ja bereits von den ziemlich steilen Straßen hier in Icod im Norden von Teneriffa berichtet. An die „Abschussrampen“ und die vielen Serpentinen und Kurven habe ich mich mittlerweile bereits gewöhnt.

Dennoch gibt es immer wieder Dinge im spanischen Straßenverkehr, die ich hier erst nach und nach lernen musste, da ich sie so noch nicht kannte.

Links wird hier häufig abgebogen, indem man zunächst rechts heraus fährt und dann die Straße kreuzt. Das hatte ich als erstes recht schnell begriffen. Auch die vielen Kreisverkehre tragen zum flüssigen Verkehrsablauf bei.

Obwohl überall ziemlich niedrige Höchstgeschwindigkeiten angesetzt sind, habe ich das Gefühl, dass sich von den spanischen Autofahrern relativ wenige daran auch nur im Ansatz orientieren. Schnelles sportliches Fahren scheint hier bei vielen Spaniern ein absolutes Muss zu sein. Selbst wenn ich meine, dass ich nun schon 20 km/h über dem Limit fahre, gibt es immer einen, der auch noch in einer unübersichtlichen Kurven an mir vorbeirast.

Auch die Hupe kommt gerne und bei jeder Gelegenheit zum Einsatz. Bei unübersichtlichen Bergstraßen, in denen die Hupe zur Warnung eingesetzt wird, kann ich das noch am ehesten verstehen. In der Stadt, wenn ein Wagen etwas langsam fährt und auf einmal alle Wagen  hinter ihm anfangen zu hupen, finde ich das sehr gewöhnungsbedürftig. Auf der anderen Seite habe ich jedoch auch festgestellt, dass häufig mit netten Handbewegungen Vorfahrt eingeräumt wird. Also doch nicht immer Schnelligkeit um jeden Preis?

An Baustellen wird häufig auf Ampeln verzichtet und dafür auf menschliche Arbeitskraft zurück gegriffen. Mehrmals habe ich es jetzt erlebt, dass auf Kreuzungen, an Baustellen oder Gefahrenstellen ein Mensch mit einer Kelle steht, der den Verkehr entweder stoppt oder vorbei gewinkt. Auch war ich überrascht, dass hier überall an den Straßen gelb angezogene Personen im Einsatz sind, die die Straßenränder von Müll befreien. Wenn die Straßen ohnehin bereits schmal und kurvenreich sind, gilt es auf diese gelben Kolonnen gut aufzupassen.

Auch laufen hier sehr viele Hunde frei herum. Einige scheinen ohne Herrchen zu sein. Die Jäger sollen hier ihr Jagdhunde, wenn sie sie nicht mehr gebrauchen können, entweder töten oder einfach davon jagen. Ab und zu findet sich jemand, der diese herum streunenden Hunde in die Tierheime bringt, was diese leider auch nicht auf Dauer rettet. Mir ist es in den wenigen Wochen hier nun bestimmt fünf Mal passiert, dass mitten auf dem freien Feld oder auf Gebirgsstraßen auf einmal Hunde auf die Fahrbahn sprangen oder diese kreuzten. Nicht nur, dass ich mich erschreckte und schnell ausweichen musste. Mir tun diese Hunde auch so leid, dass ich sie am liebsten alle einsammeln würde.

Dann gibt es noch die Polizei. Ich merke, dass die Polizei hier überall präsent ist. Es wird häufig kontrolliert und anscheinend auch gleich vor Ort abkassiert. Bis jetzt habe ich Glück gehabt und hatte noch keine nähere Begegnung mit der Staatsmacht. Ich habe jedoch von vielen Leuten gehört, dass sie wegen geringer Geschwindigkeitsüberschreitung von zum Beispiel 10 km/h gleich 300 € zahlen sollten. Ohne Sicherheitsgurt fahren kostet anscheinend nach Lust und Laune der Beamten  mindestens 400 €. Widersetzt sich jemand, wird angeblich sofort die doppelte Summe gefordert. Wird sofort bezahlt, gibt es ab und zu Rabatt. Das Bußgeldsystem muss einem Touristen daher zwangsläufig spanisch vorkommen. Einmal hätten hier auf der Insel Polizisten einen zahlungsunwilligen Touristen einfach in eine Schlucht geschmissen. Nach all diesen Geschichten versuche ich mich so gut wie möglich an die Verkehrsregeln zu halten. Hoffen wir mal, dass ich keine Bekanntschaft mit der Polizei machen muss. Und in einer Schlucht möchte ich weder mit dem Wagen landen noch von der Polizei hinab geworfen werden.

Auch das Tanken läuft etwas anders ab als zu Hause. Hier steht ein Tankwart an den Zapfsäulen und tankt den Kunden die Wagen voll. Interessant fand ich, dass an den großen Tankstellen ein Mann zugleich acht Zapfsäulen versorgt und ständig hin und her springt. Letzte Woche ist es mir passiert, dass ich dem Mann den Schlüssel reichte, er den Tank aufschloss und den Zapfhahn in das Tankloch tat. Dann sprang er zu anderen Wagen. Ich saß im Wagen und wartete. Irgendwann kam mir es so vor, dass nun sehr viel Zeit vergangen sein musste und der Tank doch längst voll sein müsse. Ich schaute auf die Zapfsäule. Der Zähler lief noch und zeigte bereits 60 Liter an. „Das kann nicht sein“, dachte ich mir, denn so leer war der Tank nicht. Ich stieg aus und stand mit beiden Füssen mitten in Benzin. Der ganze Wagen stand in Benzin. Ich rief den Tankwart herbei. Der stapfte durch das Benzin und winkte lachend ab. Er holte eine Gießkanne und goss mit dem Wasser den Wagen ein wenig ab. Dann verlangte er einen Betrag, den er sich wohl irgendwie ausgedacht hatte. So spannend kann tanken sein.

Ich wünschen Euch allen einen schönen Tag.