Mit ‘Begegnung’ getaggte Beiträge

In finde noch keine Worte und wärme mich mit warmen Gedanken.

Augenblickliche Begegnung

Du hast mich berührt durch Deine Anwesenheit
Du hast meine Seele gestreift
und ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert.

Du hast mein Leben für einen Augenblick mit Licht erfüllt
für einen kurzen Moment mein Leben angehalten
Du hast meine Träume fliegen
und mich die Zeit vergessen lassen.

Viel zu schnell warst Du fort
noch ehe ich Dich kennen lernen konnte.
Zurück bleibt die schwindende Erinnerung an leuchtende Augen
und einen viel zu kurzen wunderschönen Moment.

Du hast mich berührt und ein Stück von mir mitgenommen.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag.

Angst in der Dunkelheit

Veröffentlicht: 24. September 2011 in Hund, Leonies Leben 2011, Sport
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Nun ist es wieder soweit. Die dunkle Jahreszeit hat für mich begonnen. Ab und zu trete ich jetzt bei meinen frühen Läufen mit dem Hund bereits bei  Dunkelheit aus dem Haus und komme mir vor, als wenn ich in der finsteren kalten Nacht stehe. Das matte Licht der Straßenlaternen und ab und zu das Scheinwerferlicht eines vorbei fahrenden Autos geben mir ein bisschen Sicht auf den recht dunklen Fußweg, den ich in aller Frühe mit meinem Hund entlang trabe.

Nach einiger Zeit biege ich rechts in einen Feldweg ein und es wird richtig dunkel. Im Winter erleuchtet hier ab und zu der Schnee den frühen Morgen. Aber so weit ist es ja zum Glück noch nicht. Auch der Mond hat sich in diesen Tagen hinter die Wolken verzogen, so dass ich auf meine kleine Stablampe, die ich immer bei solchen Läufen mit mir führe, angewiesen bin. Ich leuchte den Weg so gut es geht vor mir aus, um nicht über Stöcke zu stolpern oder in Sandkuhlen, die reichlich auf dem Weg vorhanden sind, hinein zu treten. Die Natur  läßt sich um diese Zeit noch nicht so wirklich genießen, da alles in der Dunkelheit versinkt. Zum Glück kenne ich die Gegend sehr gut und bin bislang noch nicht auf große Irrwege geraten.

Als ich mit meinen Läufen in der Dunkelheit vor drei Jahren anfing, hatte ich erst ziemlich Angst. Ich weiß nicht genau wovor, denn rational war diese Angst mit nichts zu begründen. Wer sollte schon um 6 Uhr morgens in der Einsamkeit bei Kälte und Dunkelheit hinter einem Busch sitzen und auf mich lauern? Nur als Mensch, der lange Zeiten seines Lebens in der Stadt verbracht hat, fiel es mir zunächst sehr schwer, mich auf die Dunkelheit und das nicht alles sehen und unter Kontrolle haben zu können, einzulassen. Jetzt habe ich mich an die Dunkelheit gewöhnt und mein Hund an meiner Seite ist für mich eine wichtige psychische Unterstützung (falls doch der große Unbekannte aus dem Hintergrund angreifen sollte :-)). Ob mein Hund mich im Ernstfall (welcher Ernstfall?) tatsächlich beschützen würde, vermag ich nicht wirklich zu sagen. Vielleicht freut er sich über einen Fremden, der auf uns zu stürzen würde, und würde es als tolles neues Spiel ansehen. Allerdings haben Hunde auch einen sehr guten Instinkt und ich vermute, dass er Gefahr wittern würde. Das sage ich mir jedenfalls immer, wenn mich auf den schmalen dunklen Waldwegen doch einmal ein etwas mulmiges Gefühl überkommt.

Diese Vermutung hat sich durch ein Ereignis, das mir im letzten Winter passiert ist, ein wenig bestärkt. Als ich eines Tages mit dem Hund durch einen dunklen und mit hohen Büschen bepflanzten Feldweg lief,  fing mein Hund plötzlich an zu bellen und zu knurren und zerrte an der Leine. Er stürzte auf einen Busch zu und ich vermutete bereits große Gefahr dahinter. Tatsächlich raschelte etwas im Gebüsch und als ich fast den Busch erreichte, schrie dahinter eine fremdländisch klingende sehr verängstigte Frauenstimmen: „Bitte nichts tun – muss nur Pipi“. Seltsam, dass morgens eine Frau einsam auf dem Feld in einem Gebüsch saß und ihr Geschäft verrichtete. Ich lief weiter und dachte darüber nach, was wohl der Grund dieser Frau war. Es gibt so viele Varianten und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Allerdings hatte mir der Vorfall auch gezeigt, dass der Hund die fremde Frau bemerkt und angeschlagen hatte. Er klang nicht gerade freundlich und ich bilde mir seitdem ein, dass er mich in brenzligen Situationen beschützen würde.

Wenn ich in der Mitte meiner Laufstrecke auf der Höhe entlang laufe, habe ich bei klarem Wetter einen tollen Blick in das Rheintal. Zwar ist es um mich herum noch dunkel, aber in der Senke liegt die Stadt mit ihren vielen Lichtern. Wie aneinander gereihte Perlen ziehen sich die Autolichter auf den Hauptein- und ausfahrtstraßen dahin. Bevor ich wieder den letzten Berg hinunter laufe, kann ich zumeist Köln mit seinen vielen Lichtern und dem erleuchteten Himmel über der großen Stadt bewundern. Im Osten wird es manchmal bereits hell und ich fange an zu spurten. Dabei freue ich mich – wie immer morgens – , auf eine warme Dusche und einen dampfenden Pott voll Kaffee.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und einen guten Start in denselben.

Vor einigen Tagen ging ich mit meinem Hund im Wald spazieren. In der Nähe ist ein Altenheim und ich begegne auf meinen Spaziergängen häufig alten Menschen, die dort wohnen. Oft sind sie in Begleitung und manchmal schieben sie auch einen Rollator über den holprigen Waldboden. Als ich nun vor einigen Tagen wieder in dieser Gegend mit meinem Hund spazieren ging, sprach mich ein älterer Herr auf meinen Hund an. Er erzählte, dass er da drüben im Altenheim wohne, dass er früher auch einen Hund gehabt habe und dass er meinen Labrador sehr schön fände. Ich verlangsamte meinen Schritt und ging ein wenig neben ihm her, denn ich merkte, dass er jemanden für eine Unterhaltung suchte und gerne eine paar Worte plaudern wollte. Wir redeten über seinen Hund, der nun schon lange tot war und er bedauerte keine Tiere im Altenheim halten zu können.

Auf einmal sah er mich mit leuchtenden Augen an und sagte: „Am letzten Sonntag. Da war alles anders. Da hatte ich tierischen Besuch. Soll ich Ihnen das mal erzählen, was da bei uns los war“? Ich nickte und der alte Herr begann zu erzählen:

„Als ich am letzten Sonntag morgen meinen Rollladen hoch zog sah ich mich doch tatsächlich von Angesicht zu Angesicht einer Hirschkuh gegenüber. Zunächst dachte ich, dass ich bei der samstäglichen Seniorenfeier ein wenig zu tief ins Glas geschaut hätte. Dennoch – da stand tatsächlich eine Hirschkuh vor meinem Fenster und glotzte mich mit großen dunklen Kulleraugen an. Ich wich zunächst rückwärts vom Fenster zurück und zwickte mich in die Wange. Die Hirschkuh blieb regungslos und starrte mich weiter an.“

Er erzählte mir weiter, dass er die Augen geschlossen habe, leise bis zehn gezählt habe und ganz fest an eine Kräuterlikörwerbung mit einem Hirsch gedacht habe.  Er habe ganz vorsichtig die Augen geöffnet und da die Hirschkuh glücklicherweise nicht zu sprechen angefangen habe, sei er zum Fenster gegangen und habe hinaus geschaut. Zu seiner Verwunderung hätte doch fast ein ganzes Rudel von Rehen und Hirschen den Vorgarten des Altenheimes bevölkert. Die Tiere hatten anscheinend die am Boden liegenden verfaulten Äpfel genossen und schienen nun keine Lust zu verspüren, diesen gastlichen Ort zu verlassen und in die heimischen Wälder zurück zu kehren.

Wie er später erfahren habe, seien die Tiere durch die Aufnahme des fauligen Obstes alkoholisiert gewesen. Während einige Tiere anscheinend noch nicht genug in den Apfel gebissen hatten, hätte sogar ein großes Tier den Rollator seines Nachbarn quer über die Wiese geschoben. Erst die eintreffende Polizei und die Stadtförster hätten die Tiere wieder dazu bewegen können, in den Wald zurück zu kehren.

Ich staunte, was so alles im Altenheim los sein konnte. Der alte Herr meinte, dass ihm das gefallen hätte. Seinetwegen hätten die Tiere ruhig da bleiben können. „Da war doch endlich mal richtig was los bei uns „, meinte er noch bevor sich unsere Wege trennten.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und nur „liebe“ und keine angetrunkenen Tiere.


Verwirrende Beziehungen

Veröffentlicht: 1. September 2011 in Leonies Leben 2011
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Neulich rief mich mein alter Freund Werner an, den ich bereits aus der Schule kenne. Ich freute mich von ihm zu hören. Unsere Wege kreuzten sich nach der Schule immer wieder, da wir zeitweise in derselben Stadt studierten und in einer anderen Stadt gemeinsam unseren Referendardienst antraten. Später trennten sich durch das Berufsleben unsere Wege. Einige Male im Jahr telefonieren wir jedoch und ab und zu bekommen wir es sogar hin, uns zu treffen. Neben Familie, Freunden und unseren Berufsleben, war immer wieder Thema, dass Werner seit Jahren ohne Freundin und Beziehung ist und sehr gerne seine große Liebe finden möchte. Ab und zu berichtete er mir von neuen kurzen Beziehungen, die aber allesamt nicht lange hielten. Da er wirklich ein lieber und netter Kerl ist, wünschte ich ihm immer sehr, dass er endlich seine Traumfrau finden möge.

Das letzte Mal nun als er anrief, wirkte er gelöst, freudig und konnte es anscheinend gar nicht abwarten, mir zu erzählten, dass er nun endlich seine Freundin gefunden habe. Er berichtete von seiner sehr schönen Beziehung, von Gemeinsamkeiten und ich merkte, dass es ihn voll erwischt hatte. Dieses Mal klang alles ganz anders als sonst. Er beschrieb mir eine Frau, die als Rechtsanwältin in Berlin arbeitet und die er nun schon viele Jahre gekannt, aber aus den Augen verloren hätte. Nun habe er sie, da er in Potsdam wohne, beruflich im Gericht wieder getroffen und es habe gefunkt. Ich freute mich sehr für ihn und gratulierte und fragte, wann ich denn mal seine neue Freundin zu Gesicht bekäme. Er sagte, dass ich ihn unbedingt einmal besuchen solle und er sie mir vorstellen würde.

Noch am selben Tag erhielt ich einen Anruf von einer Freundin, mit der ich zusammen studiert habe und die dann nach Berlin gegangen ist. Ute rief mich an und wollte mir unbedingt etwas ganz Neues und Wichtiges erzählen. Ute arbeitet seit vielen Jahren als Rechtsanwältin und lebt nach ihrer Scheidung seit vielen Jahren in Berlin allein. Sie berichtete mir, dass sie nun endlich einen Mann getroffen habe, der zur ihr passe und schwärmte mir von ihrer Beziehung vor.

An dieser Stelle halte ich mit weiteren Beschreibungen ihrer Schwärmereien inne. Der Leser mag es sich bereits denken und bei mir fiel auch langsam der Groschen. Ich fragte nach Aussehen und Namen und dann war klar, dass Ute mit Werner und Werner mit Ute zusammen war. Was für Zufälle es manchmal doch auf der Welt gibt! Ich freue mich für die Beiden und bin auf unser nächstes Treffen sehr gespannt :-).

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und nette Begegnungen.