Mit ‘Diät’ getaggte Beiträge

Am Wochenende habe ich meine freie Zeit genutzt und war viel unterwegs, um die letzten Sonnentage auf langen Spaziergängen zu genießen. Ganz langsam setzt die Herbstlaubfärbung ein und mir graut ein wenig vor den dunkler werdenden Tagen und der kommenden Kälte. Am Sonntag nehme ich mir immer ein wenig Zeit, um über die kommende Woche und die anstehenden Dinge nachzudenken. Dabei kommen zumeist viele gute Vorsätze heraus, die ich mich bemühe oder zumindest bemühen möchte, umzusetzen.

Meine heutigen Sonntagsvorsätze:

1. Jeden Tag ein wenig Spanisch lernen. Das fällt mir zurzeit ziemlich schwer, da ich seit der letzten Woche keinen Spanischlehrer mehr habe. Ich arbeite mich nun allein durch mein dickes Spanischbuch und verschiedene Internetkurse. Von der BBC habe ich einen sehr unterhaltsamen interaktiven Sprachkurs (mi vida loca) gefunden, der allerdings für absolute Anfänger ist und den ich bereits durchgearbeitet habe. Vielleicht hat ja noch jemand einen Tip für mich, wie und wo ich weiter Spanisch lernen kann.

2. Die Diät für meinen Hund noch konsequenter umsetzen, denn obwohl ich nun bereits seit einer Woche sehr genau auf die Futtermenge achte und auch mit ihm sehr viel laufe, ist noch kein Erfolg zu sehen. Die Hundetrainerin hat mich nochmals ermahnt, doch bitte wegen der Knochen (nicht der Futterknochen, sondern der Hundeknochen) auf strenge Umsetzung der Diät zu achten. Ich arbeite daran, habe jedoch ehrlich gesagt  bereits selber Mühe, endlich einmal zwei bis drei Kilo abzunehmen, wie ich mir das für dieses Jahr vorgenommen habe. Neuer Vorsatz: Hund und ich nehmen beide ab. Ob ihn das tröstet?. Mich jedenfalls nicht.

3. Die Zeit finden, einige Seiten an meinem geplanten und bereits angefangenem Buch zu schreiben. Freue mich sehr, endlich angefangen zu haben und im Moment sprudeln die Ideen beim Laufen. Ich hoffe sehr, dass das noch ein wenig anhält.

4. Endlich einmal Fenster putzen, denn langsam habe ich den Durchblick verloren :-).

5. Weiter daran arbeiten, dass mein Hund bei Hundebegegnungen an der Leine, nicht immer den wilden Max raushängen läßt.

6. Den Leuten, die immer unseren Kater durch Futter weglocken und über Nacht bei sich im Haus lassen, endlich einmal meine Meinung sagen. Mittlerweile habe ich heraus gefunden, dass unser Kater in einer Nachbarstraße von Leuten gefüttert und damit auch angelockt wird. Nun erklärt sich auch, wieso er über längere Zeiträume verschwunden war, worüber ich hier viel geschrieben habe.

7. Ansonsten lieb und brav mit Freude meine Arbeit verrichten, Geduld und Gelassenheit mit meinen drei Männern walten lassen und vor allen Dingen, jede Minute genießen.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und eine gute Woche.

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lohnt es sich aufzustehen?

Nun habe ich es amtlich. Natürlich habe ich es in meinem tiefsten Inneren längst bemerkt, dass mein lieber kleiner Labrador in den letzten Wochen ein wenig zugelegt hat. Doch so richtig wollte ich es nicht wahrhaben. Wenn er mich mit seinen treuen Augen ansieht, kann ich einfach nicht widerstehen. Er kann mit seinem Hundeblick so schauen, als ob er sagen will: „Gib mir doch bitte bitte etwas zu essen. Ich bin ja sooooo hungrig. Ich habe so lange nichts bekommen. Also bitte rück endlich das Futter raus -oder willst Du mich vielleicht verhungern sehen? „

Ich werde schwach. Und nicht nur ich allein. Jeder aus der Familie rückt seine letzte Brotkruste, ein Stück Wurst oder das restliche Käsebrot heraus. Und so kam es, dass unser Hund trotz der vielen Bewegung, die er durch das morgendliche Joggen und die langen Spaziergänge hat, nach und nach zulegte. Er ist nicht wirklich dick, aber zeigt bereits recht gute Umhüllungen um die Stellen, an denen sonst die Rippen zu sehen waren. Labradorhunde sind prädestiniert, um ein wenig in die Breite zu gehen.

Offiziell bekommt der Hund eine genau festgelegte Futtermenge, aber tatsächlich läuft es, wie beim Menschen auch. Die Zwischendurchsnacks zeichnen sich auf seinen Rippen ab. Als neulich eine Freundin zu mir sagte, dass der Hund ein wenig zu dick sei, winkte ich noch entrüstet ab. Doch als sich vermehrt die Stimmen häuften, mußte ich mich zwangsläufig nach und nach überzeugen lassen. Am Samstag sagte mir dann die Hundetrainerin (richtig, dass war die Dame, die mir geraten hatte, ständig und bei jeder Gelegenheit den Hund mit Leckerlis abzulenken), dass der Hund eindeutig zwei bis drei Kilo zu viel auf den Rippen habe. Es gehe ja auch nicht um das Aussehen, sondern um die Knochen. Das hielt sie jedoch nicht davon ab, ihn in der restlichen Stunde weiter mit Leckerlis zu füttern. Als ich sie auf diesen vermeintlichen Widerspruch ansprach, meinte sie, dass ich die hier verfütterten Leckerlis eben von seiner Fressration abziehen müsse.

Ja, nun ist es offiziell und ich muß mir etwas einfallen lassen.

Erste Maßnahme: Es gibt t a t s ä c h l i c h nur noch die abgewogene Essensration und keinerlei Leckerlis mehr.

Zweite Maßnahme: Alle Familienmitglieder unterliegen einem engmaschigen Controlling in Bezug auf die ihnen zur Verfügung stehenden Essensgüter, so dass keine Zwischensnacks an das arme ausgemergelte Tier verteilt werden können.Zuwiderhandlungen werden mit Essensentzug bestraft.

Dritte Maßnahme: Die Mülleimer werden abgeschlossen und der Geschirrspüler Hunde sicher ausgestaltet, damit der Hund nicht die Essensreste vom Geschirr lecken kann.

Vierte Maßnahme: Es werden keinerlei Leckerlis mehr als Erziehungsmaßnahme eingesetzt. Belohnung gibt es allein in Form von Tennisbällen, mit denen der Hund spielen darf. Diese Maßnahme macht sich allerdings insbesondere morgens im Straßenverkehr ein wenig nachteilig bemerkbar.

Fünfte Maßnahme: Ich überlege  die Hundegruppe zu wechseln – vielleicht gibt es ja eine Hundeschule die kleine Fressmaschinen wie den Labradorhund auch mit anderen Erziehungsmethoden beikommen kann.

Sechste Maßnahme: Ich laufe den ganzen Tag in der Wohnung mit einer schwarzen Brille und Ohrenstöpseln herum, damit ich die bittenden Augen und das klägliche Jaulen eines halb verhungerten Hundes nicht mit anhören muß.

Die Knochen des Hundes schonen oder lieber Knochen für den Hund kaufen? Das ist die alles entscheidende Frage, die momentan meinen häuslichen Alltag bestimmt. Werden wir diese Diät durchhalten? Ich werde berichten.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und grüße durch die schwarze Sonnenbrille :-).

Gestern wollte ich endlich einmal wieder etwas für meine Gesundheit tun und mich dabei vor allen Dingen gesund ernähren. Ich hatte in einer Zeitschrift bei unserem Zahnarzt gelesen, dass man doch einfach zur Entschlackung ab und zu einen sogenannten Obsttag einlegen könne. Ob ich das ab und zu kann, wußte ich nicht und hegte da auch – mich gut kennend – gewisse Zweifel. Dennoch wollte ich es wenigstens einmal einen Tag lang ausprobieren. Denn im letzten Jahr habe ich nach und nach ein bisschen zugelegt. Ich weiß, dass sich solche langjährig aufgebauten Sünden nicht an einem Tag beheben lassen, aber so ein Obsttag wäre doch zumindest mal ein guter Anfang.

Gleich morgens zerlegte ich die zu diesem Zweck gekaufte Ananas kunstgerecht – wie ich es in Thailand gesehen hatte – in viele kleine Einzelstücke. Danach gab es zum Frühstück Ananasstücke und ich fand es wunderbar. Ich erinnerte mich  daran, dass unser Frühstück in Indonesien und Thailand früher häufig nur aus Obststücken bestanden hatte. So hatte ich zunächst auch kein Problem. Morgens habe ich ohnehin nicht wirklich Hunger, so dass ich auch hätte gar nichts essen können. So war die Ananas gerade zu vorzüglich erfrischend und bot mir einen guten Start in den Tag.

Problematischer wurde die Angelegenheit zur Mittagszeit, als ich wirklich Hunger bekam. Mein erster richtiger Hunger kommt meistens so gegen 12.30 Uhr und dann stelle ich mir im Allgemeinen schon etwas „Richtiges“ zum essen vor. Gestern dachte ich an die Ananas, die noch auf mich wartete. Muß es denn wirklich schon wieder Ananas sein? Lustlos kaute ich an den Ananasstücken, die mir noch am Morgen so gut geschmeckt hatten. Dabei stellte ich mir vor meinem bildlichen Auge Lasagne, ein Hähnchen oder zumindest leckere Pellkartoffeln vor. Einmal damit begonnen liefen in meinem Kopf zahlreiche Lebensmittelfilme ab, die einfach Appetit auf mehr machten.

Mein Labbi schaute mich dabei – wie immer – hungrig an. In diesem Moment konnte ich ihn wirklich gut verstehen. Welche Qualen mußte dieses arme Tier täglich durchleiden, wenn es immer und ständig hungrig war und gar nichts zu fressen bekam. Nicht einmal Ananas stand für ihn auf dem Speiseplan. Ja, ich war hungrig. Am liebsten hätte ich eine Pizza in den Ofen geschoben. Stattdessen ging ich tapfer in den Garten und naschte von den Himbeeren und kaute freudlos auf einem sauren, dafür auch noch unreifen Apfel herum. So hatte ich zumindest etwas im Magen und lenkte meine Gedanken wieder auf andere Dinge.

Und dann kam der Abend. Am Abend habe ich immer den größten Hunger. Ich weiß, dass das nicht gut sein soll und dass man am Abend nicht so viel essen soll und und und. Ich habe dennoch Hunger. Und gestern hatte ich nicht nur Hunger, sondern ich hatte Labbi Hunger (höchste für mich vorstellbare Stufe). Ich lutschte an den Resten meiner Ananas und fragte mich, wie ich die Zeit bis zum schlafen gehen wohl überbrücken könnte. Was denken die sich eigentlich in den Zeitschriften, wenn sie dazu raten, ab und zu einen Obsttag einzulegen. Langsam packte mich die Wut. Schluchz und außerdem tat ich mir langsam selber leid. Die Verzweiflung nahm überhand.

Nur mein Labbi schien mich zu verstehen, wobei er nicht verstand, warum ich nicht einfach zum Kühlschrank ging und mir etwas heraus nahm. Er hätte das ohne Frage getan. Warum nur sind Menschen so furchtbar kompliziert? (schien er zu denken) Und ich dachte das auch oder dachte nur ich das?

Als ich bereits fast auf den Weg zum Kühlschrank war, ging die Haustür auf und mein Mann wunderte sich, wieso ich noch nicht fertig sei. Fertig wofür? Ach ja, wir waren ja bei unseren Nachbarn zum Grillen eingeladen. Das hatte ich ganz vergessen. Aber wenn man eingeladen ist, dann muß man natürlich gehen. In mir jubilierte es: Rettung naht. Nach dem ganzen Obst wird mir sicher eine kleine Grillwurst sehr gut munden.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und einen guten Appetit.