Mit ‘Erinnerung’ getaggte Beiträge

Lasko denkt - Strand, Meer und Berge - wir kommen wieder

Lasko denkt – Strand, Meer und Berge – wir kommen wieder

Gestern – Leonie hat sich von allen (wie Sie sagte) lieben Menschen auf der Insel verabschiedet. Ich habe mich von allen lieben Menschen und von allen Hunden verabschiedet. Ich unterscheide nicht nach lieb oder nicht lieb, ich habe einen deftigen Gruß für alle vierbeinigen Inselbewohner an der Wandzeitung hinterlassen.Leonie fällt es schwer ihre Insel zu verlassen. Ich bin da leidenschaftsloser. Solange ich in Bonn Futter, Auslauf und meinen Schönheitsschlaf bekomme, kann ich auch in Bonn leben. Mit Regen und Nässe habe ich auch kein Problem – obwohl ich mich mittlerweile auch recht gut an die Sonne gewöhnt habe. Leonie wird der Wetterwechsel da etwas schwerer Fallen. Sie ist halt nicht so flexibel wie ich 🙂

Heute – zum Abschied noch einmal ein paar Teneriffa Fotos:

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Morgen – wir werden fliegen – über die Insel – über den Teide – über das Meer.  Wir werden Teneriffa für einige Zeit adios sagen. Was wird uns zu Hause erwarten? Neue Abenteuer?

In finde noch keine Worte und wärme mich mit warmen Gedanken.

Augenblickliche Begegnung

Du hast mich berührt durch Deine Anwesenheit
Du hast meine Seele gestreift
und ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert.

Du hast mein Leben für einen Augenblick mit Licht erfüllt
für einen kurzen Moment mein Leben angehalten
Du hast meine Träume fliegen
und mich die Zeit vergessen lassen.

Viel zu schnell warst Du fort
noch ehe ich Dich kennen lernen konnte.
Zurück bleibt die schwindende Erinnerung an leuchtende Augen
und einen viel zu kurzen wunderschönen Moment.

Du hast mich berührt und ein Stück von mir mitgenommen.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag.

Heute entführe ich Euch von Teneriffa in das „nahe“ gelegene Afrika und hinterlasse hier einen Text, den ich nach meinem Urlaub 2008 in Kenia geschrieben habe. Da mein Mann im Moment zu Besuch ist, sind wir sehr viel unterwegs und ich bin nur ganz selten im Internet. Hinzu kommt noch, dass bei mir im Hause das WLAN zusammengebrochen ist, da die zuständige Dame in den Weihnachtsurlaub gefahren ist. Es gibt keine Vertretung (!) und so müssen alle Leute im Haus warten bis der Urlaub der Dame beendet ist. Solange hangele ich mich von Cafe zu Cafe und hoffe auf Netzwerke. Aus diesem Grunde können meine Besuche bei Euch im Moment nur kurz ausfallen, aber irgendwann wird die Dame, die allein die Macht hat, das WLAN wieder einzuschalten, wohl zurück sein :-). Dann bin ich hoffentlich wieder richtig bei Euch.

Die Flusspferde wälzten sich gerade eines nach dem anderen den schlammigen Abhang zum Fluss hinunter, in dem sie den ganzen Tag über dösend und mit ihren kleinen Ohren wackelnd zubringen würden. Die Nacht hatten sie grasend auf der Anhöhe über dem ruhig dahin fließenden Fluss verbracht, während der Mond die weite Grasfläche beschienen hatte. Nun verblasste der Mond langsam und am Horizont zogen die ersten dunkelroten Streifen, die den nahenden Sonnenaufgang ankündigten, herauf. In wenigen Stunden würde die Sonne wieder sengend über dem Land stehen.

Wir machten uns mit leichtem Gepäck, das Wasservorräte und die Kameraausrüstung enthielt, auf, um mit einem Guide, einem Fahrer und vier weiteren Gästen der Lodge in einem Jeep Richtung Berge zu fahren. Zunächst führte uns die schnelle Fahrt noch bei Dunkelheit durch die weite Ebene der Massai Mara in Kenia. Dieser große Nationalpark, der unter Schutz steht, wird wegen des großen Tierbestandes von vielen Touristen jährlich besucht. Große Landflächen gehören den verschiedenen Stämmen der Massai, auf die man in den weiten Flächen überall mit ihren Herden trifft. Bereits von weitem sind sie wegen ihrer leuchtend roten Überwürfe zu erkennen. Sie leben hier in Dörfern, die mit Holz und Zweigen zum Schutz vor wilden Tieren umgeben sind.

Ab und zu sahen wir ein Zebra oder einen Schakal aus dem Kegel des Scheinwerferlichtes in die Dunkelheit flüchten. Langsam verwandelte sich das Schwarz der Nacht in graue Farbe. Die Morgenröte am Horizont leuchtete nun in breiten roten und orangen Farben. Die Fahrbahn verengte sich und wir fuhren einen schmalen Pfad bergauf. Mit dem einsetzenden Tageslicht sahen wir, dass der Pfad immer schmaler und holpriger wurde. Selbst der Geländewagen hatte mit der Steigung zu kämpfen. Plötzlich verjüngte sich der Fahrweg und wir fuhren wieder gerade aus, auf einem mir unendlich weit erscheinendem Plateau. Hinter uns erleuchtete die aufgegangene Sonne nun die ganze Ebene. Wir sahen weit unter uns eine kleine Herde von Giraffen aus einem Gebiet, das mit Gebüsch bewachsen war, herauskommen. „Die haben dort die Nacht verbracht und suchen nun in der Morgensonne eine Wasserstelle auf“, erklärte uns unser Guide.

Der Fahrer fuhr schneller und lenkte den Wagen Richtung Plateaukante. Dort forderte uns der Guide auf, aus dem Fahrzeug auszusteigen. Wir wanderten noch ungefähr 500 Meter durch unübersichtliches Felsengelände. Dann standen wir fast unmittelbar vor der Abbruchkante des Plateaus. Für uns völlig unerwartet, eröffnete sich ein unbeschreiblicher Anblick. „Das ist die Migration“, sagte unser Guide. „Die Tiere ziehen von Kenia nach Tansania, wo sie um diese Jahreszeit neue Weidegründe aufsuchen“. Weit unter uns in der Ebene sahen wir tausende von Zebras, Antilopen und anderen Herdentieren in riesigen Verbänden vorbeiziehen. Wir hörten das laute Stampfen ihrer Hufe, das bis uns auf die Berge herauf drang. Die Tierherden reichten bis zum Horizont, wo sie sich vor unseren Augen in  Staubwolken auflösten. Diesen schönen Anblick am Morgen habe ich nie vergessen.

Ich wünsche allen Lesern einen wunderschönen Tag.

Vor ein paar Tagen abends beim Spanier: Seit langer Zeit hatten mein Mann und ich es endlich einmal wieder geschafft, gemeinsam zu unserem Lieblingsspanier essen zu gehen. Leckere Tapas und Vino de la Casa. Wir schwelgten im kulinarischem Genuss und unterhielten uns auf einmal über unsere Jugendzeit. Mein Mann erzählte, dass er ungefähr im Jahr 1980 mit seiner damaligen Freundin einen Film gesehen hätte, der ihn damals sehr beeindruckt hätte. „Wie hieß der Film noch gleich“, grübelte er. Dann fiel es ihm ein: „Kleine Fluchten“, sagte er. Ich konnte es in dem Moment nicht fassen. Auch ich hatte den Film 1979 mit meinem damaligen Freund gesehen und er hatte mich auf eine bestimmte Art berührt. Nun hatten wir doch tatsächlich 30 Jahre später wieder eine kleine Gemeinsamkeit gefunden. Nichts Großes, aber häufig sind es die kleinen Dingen, die zusammen binden. Uns in diesem Fall „Die kleinen Fluchten“.

Das Merkwürdige war, dass wir uns beide nur an den Titel und daran, dass uns der Film gefallen hatte, erinnern konnten. Keiner von uns wusste irgendetwas über den Inhalt. Grübeln und nachdenken. Plötzlich erinnerte ich mich, dass eine Mobylette Mofa eine Rolle spielte. So eine fuhr ich nämlich seinerzeit selber. Da es heute Wikipedia und YouTube gibt, konnten wir unsere Erinnerungslücke am nächsten Morgen schließen.

Kleine Fluchten

Danach kamen die  „Ach ja“ und „Aha“ Erlebnisse und nach und nach fiel mir auch noch wieder einiges von der Handlung des Filmes ein. Was so alles auf unseren Festplatten gespeichert ist :-). Vielleicht hat mich auch damals nur der Titel so beeindruckt. Kleine Fluchten – brauchen wir die nicht ab und zu alle? Ich habe später in meinem Leben nicht nur kleine Fluchten, sondern ab und zu auch große Fluchten praktiziert. Heute fliehe ich nicht mehr. Wovor auch? Oder fliehe ich ab und zu ohne es zu wissen? Flieht Ihr manchmal und wenn ja wovor? (ich hoffe nicht vor meinem Blog)

Euch allen einen guten Tag und bitte nicht weglaufen :-). Von Teneriffa werde ich berichten, sobald ich mich ein wenig gesammelt habe. Ich bin gut angekommen. Hund auch. Allerdings waren auf meinem Weg hierher auch ein paar Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Davon berichte ich in den nächsten Tagen.

Heute beginnt für mich das Wochenende und ich komme nach sehr langer Zeit wieder einmal nach München. Das ist für mich auch „meine alte Heimat“ Gebiet. Ich war seit Jahren nicht mehr dort, obwohl ich in den 80ger Jahren vier Jahre lang Mitten in der Stadt gelebt habe. Damals kam ich beruflich und zunächst eher unfreiwillig in die „Bayernmetropole“.

Ich war von der Zentrale in Bonn eingestellt worden und man fragte mich bereits im Bewerbungsgespräch, in welcher Außenstelle ich denn nun gerne zunächst arbeiten würde. Ich sagte, dass ich aus dem Norden komme und mir vorstellen könne, dort auch wieder hin zu gehen. Ich habe lange in Hessen gelebt, da ich dort studiert habe, so dass ich auch die Gegend in guter Erinnerung habe und mir vorstellen könne, dort zu arbeiten. Das gleiche gelte für Oldenburg im hohen Norden, wo ich mein Referendariat gemacht habe und an das ich mich noch heute gerne erinnere. Mitte der 80ger Jahre wohnte ich in Heidelberg und war dort als Rechtsanwältin tätig und hatte meinen Freund dort. Also auch ein Verbleib in Heidelberg wäre mir sehr lieb gewesen, was ich auch zum Ausdruck brachte. Da ich wußte, dass es auch eine Nebenstelle in Freiburg gab, das ich gut von vielen Besuchen kannte, erklärte ich während des Gespräches, dass ich mir auch diese wunderschöne südlich gelegene Stadt als potentiellen Wohnort vorstellen könne. Der mich einstellende „Personalmensch“ meinte damals: „Dann kennen Sie ja schon fast alle Bundesländer, aber Bayern fehlt anscheinend noch auf Ihrer Liste. Dort haben wir gerade großen Bedarf. Ich denke, wir schicken Sie nach Bayern“. Ich dachte bei mir, dass das vielleicht gar keine so gute Idee sei, denn was sollte ich als Nordlicht in Bayern? Da ich damals aber dringend eine Stelle benötigte, willigte ich ein und ließ mich auf München ein.

Und ich hatte mich mit meiner ersten vorschnellen Beurteilung getäuscht. Meine Münchener Jahre waren sehr spannend und ich möchte sie um nichts missen. Es gab zwar sehr viel Arbeit, aber da ich damals noch keine Familie hatte, hatte ich sehr viel Zeit mir abends und an den Wochenenden München anzusehen. Ich schaute mir die Stadt, die vielen alten Gebäude, die großen Museen, Parks und die Schlösser in München und später in ganz Bayern an. Rad fahren im Englischen Garten, in den riesigen Biergärten sitzen oder an der Isar zu liegen, wurden liebe Freizeitbeschäftigungen. In den Ferien war es ein leichtes mit dem Auto über die Alpen nach Italien zu fahren. Kultur, Musik, Kneipen, Leute und tausend interessante Sachen gab es in ausreichenden Maßen. Und wenn  mir die Stadt zu viel wurde, ging es in die wunderschöne Natur rings herum. Die bayerischen Seen und die Alpen boten Ausflugsmöglichkeiten ohne Ende. Wenn ich mich an die Zeit zurück erinnere, war ich eigentlich kaum in meiner kleinen Wohnung (außer wenn Besuch da war und der kam allerdings gerne und häufig), sondern immer nur unterwegs und ich habe bestimmt in den vier Jahren noch längst nicht alles gesehen.

Dieses Wochenende nun werde ich zwei Tage auf der Straße verbringen, denn München und Bonn ist schon eine kleine Ecke voneinander entfernt. Dazwischen werde ich jedoch liebe alte Freunde und München wiedersehen und freue mich einfach riesig. Nach meiner Rückkehr werde ich berichten, ob München immer noch leuchtet:-).

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und ein gutes Wochenende.

Gestern kam ich an einer Art kleine Grünfläche mit Kinderspielplatz vorbei. Dabei fiel mir dieses Schild ins Auge. Irgendwie kam mir das bekannt vor. Ich musste einen Augenblick in meiner Erinnerung suchen, aber dann kam ich drauf. Genau dieses Schild hatte vor sage und schreibe 45 Jahren zu meiner Kindheit bereits in dem Stadtpark des kleinen Ortes in Norddeutschland, in dem ich  aufgewachsen bin, gestanden. Ich musste noch einmal hinzu schauen. Tatsächlich wirklich das gleiche Schild.

Sofort kamen in mir Fragen auf. Steht das Schild hier in Bonn auch schon so lange? Steht das Schild in Norddeutschland überhaupt noch? Werden solche Schilder überhaupt einmal erneuert und gibt es dabei zeitgemäßes Design?

Versunken in diese Gedanken  betrachtete ich das Schild und sah mir vielleicht zum ersten Mal im Leben die dargestellen „Verbotsdinge“ genauer an. Was für ein großer Unsinn! „Schone unsere Anlagen.“ Welche Anlagen denn bitte? Sind damit die nicht gepflegten und mit Unkraut überzogenen Flächen, die sich zwischen Straße und Kindergarten befinden, gemeint?

Nicht erlaubt ist: Kleine Mädchen dürfen nicht Blumen pflücken. Abgesehen davon, dass in diesem „Park“ nur Unkraut und Hundeblumen wachsen, drängt sich die Frage auf, ob große Mädchen oder Jungen Blumen pflücken dürfen. Wenn es denn solche Blumen gäbe.

Jungen dürfen hier nicht Rad fahren. Warum nicht? Es gibt breite Wege und keinen Grund nicht mit dem Rad dadurch zu fahren. Abgesehen davon, verlaufen ringsherum Radwege und Straßen, so dass es eigentlich auch keinen Grund gibt, hier mit dem Rad durch zu fahren. Aber warum muss man das verbieten? Gut, dass ich weiblich bin, könnte ja mal sein, dass ich hier mit dem Rad lang muss :-).

Gut, dass auch nicht Fussball gespielt werden darf. Wenn das Verbot nur das Fussball spielen meinen würde, nicht schlimm, denn auf dem Gelände ist ein eingezäunter Fussball und Basketballplatz. Wer also sollte unmittelbar daneben auf dem Unkraut spielen wollen? Auch hier ist es der Fantasie des Betrachters überlassen, für welche Verbote der Junge mit dem Ball noch steht.

Hunde dürfen hier auch nicht frei laufen – verstehe ich jedenfalls. Das dürfen sie aber per Gesetz ohnehin nur auf den zugelassenen Freilaufflächen. Also ist auch dieser bildliche Hinweis überflüssig.

Ich komme zu dem Ergebnis, dass das Schild hier vollkommen sinnlos und überflüssig ist. Möchte mir gar nicht vorstellen, wie viele überflüssige und sinnlose Schilder noch in unserer Republik existieren. Wahrscheinlich hat man dieses Schild 1960 angebracht und es dann einfach nur vergessen. Betrachten wir es als Museumsausstellungsstück. Dann ist es witzig.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag ohne viele Verbotsschilder.