Mit ‘Essen’ getaggte Beiträge

 

 

Liebster-Award

Vielen lieben Dank an Petra und ihren Reiseblog für die Nominierung mit dem Liebsten Blog Award und die freundlichen Worten, die sie für meinen Blog gefunden hat. Auch wenn ich ungern an „Schneeball Award Veranstaltungen“ teilnehme, reizt mich die Beantwortung von Petras „Reisefragen“ sehr. Da ich jedoch auch aus eigener Erfahrung weiß, dass viele Blogger  Awards nicht mögen, werde ich diesen Award nicht weitergeben und niemanden nominieren. Ich hoffe, dass ist ok für Dich Petra?

Hier die Antworten auf die 11 von Petra gestellten Fragen:
(1) Wie sieht dein perfekter Tag aus? Ein Morgenlauf mit Hund darf am Morgen genauso wenig wie die Tasse Kaffee fehlen. Tagsüber liebe ich auch auf Reisen Abwechslung. Eine spannende Mischung zwischen Kultur, Bewegung und Natur ist dabei mein persönliches Highlight.
(2) Was darf auf keiner Reise fehlen? Wenn es nicht gerade in ferne Kontinente geht: mein Hund. Ansonsten die Kamera.

(3) Welches Reiseziel möchtest du auf jeden Fall einmal erreichen? Ich würde unheimlich gerne eine Reitsafari in Tansania oder Südafrika machen. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob meine „Reitkünste“ dafür ausreichen. Und auch Australien würde mich sehr reizen. Im Herbst freue ich mich jedoch erst einmal auf Kolumbien.

(4) Wo bist du lieber: am Strand oder ab in die Berge? Am liebsten habe ich einen Mix wie auf Teneriffa. Der Strand vor der Haustür und das Teno Gebirge im Rücken :-).
(5) Was reizt dich mehr – die urige Altstadt mit Museum und Kirche oder die unberührte Natur? Beides zu seiner Zeit.

(6) Welches Reiseerlebnis wirst du niemals vergessen?

Im negativen Sinn: In Tel Aviv wurde ich vor dem Rückflug von den Sicherheitsbeamten festgehalten und einem mehr als zweistündigem Verhör unterzogen. Grund war, dass ich mit Rucksack durch das Land gereist bin und auch palästinensische Familien besucht hatte. In dem Moment hatte ich richtig Angst, nicht in den Flieger oder überhaupt nicht zurück nach Deutschland zu kommen. In letzter Minute ließ man mich gehen und begleitete mich in das Flugzeug.

Im positiven Sinn: Die Freundlichkeit der asiatischen Mönche beim Besuch ihrer Klöster.

(7) Was war dein (Haupt)Motiv einen Blog zu erstellen? Reine Lust am Ausprobieren :-).

(8) Was möchtest du im Leben noch erreichen? Die Frage ist nicht so einfach, da sich Lebensziele und Wünsche im Laufe des Lebens sehr stark ändern können. Im Moment wünsche ich mir, dass ich noch sehr viele Menschen bei ihrer Arbeitssuche, einer Neuorientierung oder anderen beruflichen Fragen im Rahmen von  JobcoachingBonn unterstützen und helfen kann.
(9) Welche Rolle spielt Musik in deinem Leben/Alltag? Ich habe bereits als Kind Klavier spielen gelernt. Seitdem begleitet mich Musik auf „fast“ allen Wegen.

(10) Was magst du überhaupt nicht? Arroganz, Überheblichkeit und Besserwisserei

(11) Was hat dir wo auf Reisen besonders gut geschmeckt? Ich bevorzuge es, örtlich zu essen. Alles das, was es in dem Ort oder dem jeweiligen Land gibt, probiere ich gerne aus und habe das noch nie bereut. Mir schmecken die unterschiedlichsten Lebensmittel am „Herstellungsort“ der Nahrung immer gut. In Dänemark schmecken mir Poelser und in München Weißwürste und ein Obatzter . Wenn ich in Asien bin, liebe ich das asiatische Essen und benötige weder Brot noch Käse. In Spanien bevorzuge ich Tappas und Meeresfrüchte aller Art. Und in Deutschland freue ich mich immer auf ein gutes Vollkornbrot mit Käse.

 

Da mir Petras Fragen so gut gefallen haben, würde ich mich freuen, wenn irgendjemand von Euch das Stöckchen aufgreifen mag und die Fragen mit einem Blog beantworten würde.

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Lasko denkt

Lasko denkt und bleibt auf dem Teppich

 Gestern: Der Sommer verfliegt und ich döse auf meinem Teppich und schaue zu. Manchmal denke ich, dass ich einen fliegenden Teppich bräuchte. Dann könnte ich vielleicht mit der verfliegenden  Zeit mithalten. Doch will ich das wirklich? Ich werde nämlich ganz langsam ein wenig älter und gelassener. Und wie sich das für einen „alten Herren“ gehört,  nehme ich die Dinge ganz allmählich  auch ein wenig ruhiger und gelassener. Nur wenn es um das Fressen oder um  „Raus gehen“ geht. Da gibt es noch immer für mich kein Halten mehr. Impulskontrolle? Null! Da ist die Grenze meiner Gelassenheit erreicht. Aber Hund kann ja nicht nur gelassen sein, oder?

Diesen Sommer war ich in Bonn, Freiburg, München und Dänemark. Überall neue und andere Gerüche. Und selbst wenn ich die Orte langsam alle kenne, immer wieder alles neu und aufregend. In München und Dänemark war so schönes Wetter, dass ich im See und im Fjord baden konnte. In Bonn kam das Wasser in diesem Sommer eher von oben. Da wurde ich jeden Morgen bereits bei unserem Morgenlauf nass und Leonie fluchte vor sich hin, da ich nicht nur nass, sondern auch richtig schön voll Schlamm war.

Einmal hat mich Leonie für eine Weile in Dänemark allein gelassen. Da dachte ich schon, dass es nun wieder so geht, wie im letzten Jahr. Leonie schaut sich die Welt an und ich muss mich mit dänischen Poelsern begnügen. Nee, das war ein Scherz. Dänische Poelser schmecken gar nicht so übel. Und Leonie fuhr auch nicht nach Vietnam, sondern nur nach Bremen. Nach wenigen Tagen war sie wieder da und zeigte mir Bilder von den Bremer Stadtmusikanten. Ein tolles Märchen. Das würde mir auch gefallen, laut zu bellen, Räuber zu verjagen und ein Haus zu besetzen. Na ja, was nicht ist, kann ja noch werden.

Und gestern ist Leonie tatsächlich in die Luft gegangen. Sie regt sich ja ab und zu ein wenig auf. Zugegebenermaßen kann das auch schon mal über mich sein. Zum Beispiel als ich in München an der Isar einem Mann sein Grillfleisch vom Grill weggeschnappt habe. Ehrlich gesagt, schämt Leonie sich dafür mehr als ich. Doch vergessen wir die dunkle Vergangenheit.

Gestern waren wir in Dierdorf auf einem Flughafenfest. Ich fand das Fest nicht besonders witzig. Es war dort nur und überall laut.  Hoch über uns dröhnten Flugzeuge. Motorsegler, Oldtimer und ganz viele laute kleine und große Modellflugzeuge. Was ist daran bitte Fest? Erst dachte ich, dass ich den kleinen Modellflugzeugen hinterher laufen könnte. Die sehen nicht so stabil aus. Ich stellte mir vor, wenn ich die schnappen würde. Ein Biss….und Ruhe ist. War nicht. Leonie nahm mich an die Leine als wir uns den Modellen näherten. Hatte ich doch gerade so schön auf der Wiese gespielt und Mäusegänge ausgegraben. „Spielverderberin!“ Doch es kam noch schlimmer. Leonie wollte unbedingt mitfliegen. Eine Stunde lang verschwand sie vor meinen Augen im Himmel. Zum Glück erwischte sie nicht so ein Flugzeug, dass – wie die Kunstflieger – einen Looping drehte. Mir wurde ganz schlecht. Da konnte ich nicht mehr hinsehen. Ihr könnt Euch ja die Diashow am Ende ansehen. Ich brauche das wirklich nicht. Viel Lärm um nichts.

Doch ganz zum Schluss wurde es doch noch ein richtiges Fest. Während Leonie und ihre Freunde am Tisch saßen und eine Bratwurst verspeisten, konnte ich unter dem Tisch abräumen. Da lagen Wurstreste, Pommes und dank meiner guten Nase fand ich sogar ein dickbelegtes Brötchen. So war ich am Ende doch noch ein wenig mit dem Krach in der Luft  versöhnt. Und noch eine neue Erkenntnis hat mir der Tag gebracht. Ich weiß, dass ich ganz bestimmt  keinen fliegenden Teppich brauche.

 

Modell mit Modellfliegern

Die Modellfliegern passen gut auf ihre Flieger  auf – schade.

Fl awa

Abflug für Leonie

in luftiger Höhe

Looping ohne uns

Heute: Heute waren wir auf einem Flohmarkt. Zum Glück gab es neben alten Sachen auch noch genügend neues Essen. Ich hatte schon Angst, dass die vielen Speisereste, die ich überall unter den Ständen entdeckte, auch antik waren. Waren sie dann aber zu meiner Beruhigung nicht. Leonie schaute sich alte Spiegel an. Und wir spiegelten uns ein wenig. Ich schaute in die Spiegel um vielleicht noch weitere Speisereste sozusagen im Rückspiegel zu entdecken. Doch dann sah ich tatsächlich einen Labrador im Spiegel. Der Bursche sah fast so gut wie ich aus. Die Betonung liegt auf fast.

..noch ein Spiegel

ein Spiegel ohne Lasko

Lasko im Spiegel

ein Labrador im Spiegel

Leonie  fotografierte nur auf dem Flohmarkt und kaufte nichts. „Die Wohnung ist voll genug“, meinte sie. Schade, so einen antiken Knochen hätte ich schon ganz gerne mitgenommen. Nur zum Anschauen versteht sich.

Der Sommer ist vorbei und nicht nur in der Werbung heißt es „Hallo Herbst“.

Hallo Herbst

Hallo Herbst

Morgen: Hallo Herbst – habt Ihr es auf dem Plakat gelesen? Doch nicht für mich. Ich fliege in einer Woche in die Sonne. Nicht auf dem fliegenden Teppich. Auch nicht in so einem kleinen Krachdingsda. Nee, nee…ganz zivil in meiner Transportbox, erste Klasse Frachtraum. So erzähle ich das jedenfalls meinen Hundekumpels in Bonn. Das es da unten im Frachtraum nur eine Klasse gibt, verrate ich wirklich nur Euch.

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Lasko denkt - in der Höhe oder nur ein Nickerchen?

Lasko denkt  in der Höhe oder doch nur ein Nickerchen?

Gestern: Wir hatten über Weihnachten viel Besuch und Leonie kam nicht zum Schreiben. Das war gut für mich. Denn so waren wir mit Familie und Freunden viel unterwegs. Wir sind gewandert, spazieren und schwimmen gegangen und waren bei Freunden und Nachbarn zu Besuch. Und es gab Unmengen von Essen.  Leonie nennt es zumindest Unmengen. Sie fotografierte ein dickes Steinmännchen und meinte, dass auch das Weihnachten zu viel gegessen habe. Für mich gibt es keine Unmengen von Essen. Ich bin ein Labrador und ich habe immer Hunger. Leonie kochte zu Hause für uns und Besuch bzw. sie versuchte mit unserer immer noch reduzierten Energiemenge zu kochen. Ab und zu gelang es. Dann mussten alle anderen elektrischen Geräte abgestellt werden. Kein Fernsehen, kein warmes Wasser und der Kühlschrank auf niedrigste Stufe.  Für Zweibeiner eine Einschränkung – mir egal. Wenn ab und zu trotz dieser Energiesparmaßnahmen nichts mehr mit dem Strom voran ging, sind wir Essen gegangen. Aber auch das war nicht so einfach, da hier auf der Insel zurzeit sehr viele Urlauber und Touristen sind. Und anscheinend möchten alle gerne essen gehen. Doch mit ein wenig Suchen und Glück fanden wir letztlich immer noch einen Platz. Ich lag ruhig unter dem Tisch und wartete geduldig auf die Knochen oder sonstigen Essensreste, die mir von allen Tischen zugedacht wurden. Hundeweihnacht wie ich es mag :-).

Steinmännchen

Steinmännchen – Weihnachten zu viel gegessen?

besser etwas Grünfutter?

besser etwas Grünfutter?

auf hohen Gipfeln

oder viel Bewegung – Lasko auf hohen Gipfeln

Und auch keiner unserer Freunde hat mich zu Weihnachten vergessen. Von überall her erhielt ich Lammknochen und Fleischreste. Es waren so viele Knochen, die Leonie für mich entgegennahm, dass Leonie einen ganzen Stapel Knochen und Fleisch eingefroren hat. „Dann hast Du länger etwas davon“, meinte Leonie. Tatsächlich weiß sie doch genau, dass ich immer noch nicht allein die Tür zum Kühlschrank öffnen kann. „Länger etwas davon haben“, ist für mich kein akzeptables Maß. Doch was soll ich machen? Ich versuche mich ganz lieb zu benehmen, dass ich abends etwas von meinen geschenkten Knochen zu sehen und zu schmecken bekomme. Aber ich bin am Üben – vielleicht schaffe ich es doch noch in 2014 und öffne Leonies Kühlschrank. Das ist jedenfalls neben dem „lieb benehmen“ mein Plan B.

Heute: Nachdem wir über Weihnachten so viel gegessen haben, hängen wir heute alle ein wenig müde in der Ecke herum. Da fällt mir das Denken schwer und ich mache lieber ein Nickerchen. Das habe ich übrigens gestern auch gemacht, als wir auf dem Guerguessteig gewandert sind. Die Sonne schien und wir gingen hoch und höher hinauf. Als die Zweibeiner in der Höhe ihr Picknick machten, bekam ich etwas Thunfisch ab. Danach wollte ich nur noch im Schatten liegen. Wenn Ihr genau hinschaut, seht ihr im Hintergrund den Teide. Auf der Bergspitze liegt immer noch ein wenig Schnee. Doch auf dem Guerguessteig war leider kein Schnee. Leonie schaut Schnee lieber von der Ferne an. Doch ich tobe gerne mitten durch den Schnee. Vielleicht bleiben wir ja im nächsten Jahr mal in Deutschland und fahren ein wenig Schlitten. Doch dazu muss ich Leonie erst einmal überreden. Sie liebt die Sonne und die Sonnenuntergänge auf „ihrer“ Insel.

Weihnachten - Sonnenuntergang

Weihnachten – Sonnenuntergang

Morgen: Morgen fährt Leonie mit ihrem Besuch in den Siam Park. „Ein asiatischer Park auf Teneriffa – was soll das denn?“ fragte Leonie, als ihr junger Besuch nach diesem Vergnügen verlangte. Leonie schaute im Internet und schüttelte den Kopf. Leonie braucht anscheinden keine Vergnügungsparks um Spass zu haben. Unser jugendlicher Besuch sieht das anders. Und auch ich würde gerne dorthin fahren. Dort soll es lange Wasserrutschen und unheimlich viele verschiedene Wasserbecken geben. Das wäre meine  Hundewasserwelt. Doch manchmal ist das Hundeleben ungerecht. Leonie liest mir vor: „Hunde  verboten“. „Hund, dabei hätte ich dort bestimmt viel Spass gehabt“. Nun muss ich morgen allein zu Hause bleiben und darf am nassen Vergnügen nicht teilnehmen. Und Leonie, die viel lieber zu Hause geblieben wäre, als in einen Vergnügungspark zu gehen, wird „zwangsbespasst“ (wie sie es nennt). Da bin ich mal gespannt, was sie zu erzählen hat, wenn sie morgen zurückkommt. Ich werde jedenfalls in der Zwischenzeit kräftig am Kühlschrankprojekt üben, denn die Lammknochen sind wirklich zu und zu lecker.

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Sanddünen

Sanddünen

In Mui Ne mit seinen vielen Gästehäusern und Restaurants scheinen sehr viele Individualreisende zu wohnen. Einige zieht es hier wegen dem guten Wind und den Kitesurfmöglichkeiten her, andere kommen um die roten und gelben Sanddünen zu bestaunen. Doch da der Tourist sich hier – abgesehen von großen Hotels – weitgehend nur auf vietnamesisch verständigen kann, was den meisten Vietnamreisenden doch recht schwer fällt, gibt es manchmal bereits am frühen Morgen kleine Mißverständnisse. Ich wollte mich bei den freundlichen Guesthouseinhabern nur erkundigen, ob sie auch ein Frühstück anbieten würde. Das schien laut ihrem Gebahren auf meine in Englisch und Zeichensprache vorgetragene Frage, nicht der Fall zu sein. Kurz nachdem ich wieder im Zimmer war, klopfte es an der Tür und eine Tochter des Hauses brachte uns eine dampfende Nudelsuppe mit Meeresfrüchten. Das vietnamesische Essen ist zu allen Tageszeiten gleich. Ein Frühstück, wie wir es in Europa kennen, ist den Vietnamesen fremd. So hatte mich unsere Wirtin also doch verstanden. Ob wir allerdings morgens um 7 Uhr bereits Lust auf Nudelsuppe verspürten, stand auf einem anderen Blatt. Doch da uns die gesamte Familie, die versammelt vor dem Haus beim Nudelsuppen Essen zusammen saß, beobachtete, schaufelten wir die Suppe freundlich lächelnd herunter. Meine Gedanken entfernten sich von der Nudelsuppe, die durchaus genießbar war. Doch was hätte ich nicht für einen guten Instant Kaffee gegeben. Doch der muss noch ein wenig in Europa auf mich warten.

Nudelsuppe mit Meeresfrüchten

Nudelsuppe mit Meeresfrüchten

Landschaft um Mui Ne

Landschaft um Mui Ne

Dann ging es zum Höhepunkt einer Mui Ne Reise. Die großen roten und weißen Wanderdünen standen auf dem Programm. Wieso rot und gelb habe ich nicht herausbekommen. Ich konnte nur südlich von Mui Ne eine eher rötliche Farbe am Strand ausmachen. Dort grasten merkwürdigerweise auch recht viele Kühe. Die restlichen Dünen schimmerten sowohl im Morgen als auch im Abendlicht golden und gelb. Mein Reiseführer hatte bereits vor recht aufdringlichen Kindern an den Dünen gewarnt, die einem Plastikuntersätze verkaufen möchten, mit denen die Touristen die Dünen herunterrutschen sollen. Als wir mit dem Scooter in die Nähe der Dünen kam, stürmten tatsächlich von allen Seiten Erwachsene und Kinder auf uns zu und hätten uns fast vom Roller gerissen. Hier scheint ein großer Konkurrenzkampf um die Touristen zu herrschen. Eine große Gruppe koreanischer Touristen ließ sich auf den Deal ein und wurde zum Sanddünen schlittern die Berge hinaufgeführt. Uns ließ man nach eingien entschiedenen „nein“ in Ruhe. Dass das Schlittervergnügen vielleicht sogar Spaß macht ist eine Sache. Die andere Seite ist, dass ich Kinderarbeit in keiner Weise Vorschub leisten möchte. Und diese Kinder sitzen hier tatsächlich nur den ganzen Tag und verkaufen ihre „Schlittertouren“.

Kinder mit Plastikuntersetzen

Kinder mit Plastikuntersetzen

Gruppe von Kindern wartet auf Touristen

Gruppe von Kindern wartet auf Touristen

Verkäuferin

Verkäuferin

Sanddünen

Sanddünen

Sanddünen

Sanddünen

Mich begeisterten die wunderschönen gelb, rot und goldenen Farbtöne der beeindruckendn Sanddünen. Schade, dass ich die Dünen nicht so gut im Bild festhalten konnte, wie sie tatsächlich aussahen. Von den Gipfeln der Dünen bietet sich zudem noch ein wunderschöner Ausblick auf die Küste mit den vielen Fischerbooten vor Mui Ne.

Kühe am Strand

Kühe am Strand

Danach fuhren wir weiter die Küste Richtung Norden hoch und passierten viele wunderschöne Sandstrände. Leider sind einige von ihnen bei näherem Hinsehen doch recht verschmutzt. Mit dem Umweltschutz und einer ordentlicher Abfallentsorgung wird es hier noch nicht so genau genommen. Anders an den Touristenstränden. Dort räumen große Kolonnen von Reinigungskräften den gesamten Tag über auf. Wir spazierten an einem Strand entlang und schauten uns das vietnamesische Strandleben an. Die vielen Sonnenschirme am Strand, die aus der Ferne wie entspannte Strandleben aussahen, täuschten. Die meisten Leute hier am Strand arbeiteten. Fischer zogen Fische und Muscheln aus dem Wasser.   Frauen transportierten diesen in großen Körben, die sie mit einer Stange trugen, zu anderen Frauen, die unter den Sonnenschirmen saßen und den Fisch und die Meeresfrüchte zubereiteten und verkauften.

Lastenträgerin

Lastenträgerin

Fischverkäuferin

Fischverkäuferin

Strandleben

Strandleben

Strandleben

Strandleben

Gruppenfoto am Strand

Gruppenfoto am Strand

Strandleben

Strandleben

Zwischen all der Betriebsamkeit waren einige vietnamesische und koreanische Touristen, die auch ein wenig badeten oder sich in Gruppenfotos ablichteten. Die meisten vietnamesischen Frauen tragen auch hier am Strand lange Hemden, lange Hosen, einen großen Hut, Häufig auch Handschuhe und einen Mundschutz. Ab und zu sieht man auch Socken, die über die Flip Flops gezogen werden. Weiß ist schick und keine Vietnamesin möchte zu viel Sonne auf ihre Haut bekommen. Mundschutz ist hier insbesondere bei Frauen sehr stark verbreitet. Er soll gegen Sonne, aber auch gegen Infektionen und dreckige Luft schützen.

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Im Guesthaus erwartet uns der Hofhund, der hier wirklich bei seiner Familie ein gutes Leben führt. Er bekomt gutes Futter und wird auch nicht gegessen werden. Auf meine diesbezügliche Nachfrage meinte der benachbarte Hotelbesitzer, der ein wenig Englisch spricht, dass die Leute im Süden von Vietnam keine Hunde essen würden. Das würden nur die Leute im Norden und die Russen machen. Russen würden auch die einzigen Touristen sein, die  Schlange, Kröte oder sogar Katze ordern würden. Ob das stimmt? Ich kann nur mutmaßen.

Euch wünsche ich allen ein schönes langes Herbstwochenende.

Zurück in Bonn bleiben mir noch genau 13 Tage. Dann geht es los nach Vietnam. Ich freue mich schon sehr auf diese Reise, die ich mir schon Jahre gewünscht habe Nun ist es bald soweit und ich bin wahnsinnig aufgeregt. Das Visa ist bereits im Reisepass. Es ist ein multiples Visa. So kann ich von Vietnam nach Laos und Kambodscha ausreisen und wieder in das Land zurück einreisen. Die notwenigen Impfungen habe ich auch hinter mir. Nun fehlt nur noch die Reiselektüre und der werde ich mich in den nächsten 12 Tagen verstärkt zu wenden.

Vietnam - Reiseführer - Stefan Loose

Vietnam – Reiseführer – Stefan Loose

Ich habe in einige Reiseführer über Vietnam geschaut. Doch das orange Buch von Stefan Loose gefiel mir bislang am besten. Dort habe ich viele Karten, Routenbeschreibungen und auch interessante Tipps entdeckt. Ob das Buch den Praxistest bestehen wird, wird sich zeigen. Jedenfalls habe ich mir nach dem Buch eine Basisroute zusammen gebaut. Die Reise geht im Norden in Hanoi los Wenn möglich,  werde ich im Norden ein Trecking im chinesischen Grenzgebiet bei Sapa machen und die  Halong Bucht besuchen. Dann soll es an der Küste von Ort zu Ort Richtung Süden gehen. Von Saigon aus würde ich gerne Kambodscha und Anchor Wat besuchen. Mal sehen, ob das klappen wird.

Vietnam - Kultur Schock - Monika Heyder

Vietnam – Kultur Schock – Monika Heyder

Kulturschock. Ein wunderschönes Geburtstagsgeschenk meiner Freundin. Darin habe ich in der letzten Woche schon sehr viel herum geschmöckert. Das Buch beschäftigt sich, wie der Namen bereits sagt, mit der für mich noch recht fremden Kultur Vietnams. Interessant, spannend geschrieben und macht mich wirklich neugierig. Werde ich zum Beispiel mit der Eßkultur klar kommen? Reis, Früchte, Meeresfrüchte – alles genau mein Ding. Aber Affe, Kröte, Schlange oder etwa gar Hund? Besser nicht.

In einigen Wochen weiß ich mehr und werde bestimmt berichten.

Lasko allein in Dänemark

Lasko allein in Dänemark

Gestern – die letzten Tage im August sind hier in Dänemark recht warm. „So kennen wir das ja  gar nicht oder nur aus der Sauna“, witzelt Leonie. Und so kam es in der letzten Woche tatsächlich ab und zu vor, dass ich nicht allein im Limfjord baden musste. Auch Leonie konnte ihre Füße in die (für sie) recht kalte Nordsee stecken und im warmen Limfjord schwimmen gehen. Ich liebe schwimmen. Und Leonie schwimmt auch gerne. Manchmal schwimmt sie anscheinend auch ein wenig in ihrem Leben. Ich kann mir darunter zwar nichts vorstellen, aber Leonie sagt: „Hilfe, auf dem Gebiet habe ich keine Ahnung. Da schwimme ich“. Das kann mir natürlich nicht passieren. Ich habe schließlich auf meinen Hundegebieten überall Ahnung und bin ein gestandener Hund.

Wenn das Wasser warm genug ist, schwimmt Leonie nicht nur im Leben, sondern auch gerne im Nass. Und besonders gut finden wir es zusammen schwimmen zu gehen. Erinnert Ihr Euch noch an die Fotos aus München? Ich und Leonie bei Hitze im kühlen Nass. So lieben wir das.

bei der Hitze bleiben wir im Wasser

Schwimmen aus Leidenschaft 🙂

Heute – Doch nun weiß ich, dass Leonie mich in ein paar Tagen tatsächlich verlassen will. Stellt Euch vor, sie will nach Vietnam reisen. „Und nach Vietnam Lasko, da kann ich Dich nicht mitnehmen“. Warum eigentlich nicht? Ich würde mit Leonie überall hin gehen. Das habe ich ihr doch schon oft gesagt. „Nee Lasko, abgesehen von den ganzen Zollformalitäten, die Jahre dauern würden. In Vietnam gelten Hunde als Delikatesse. Und gelbe Hunde gelten als besondere Delikatesse. Das will ich auf keinen Fall riskieren“. Was für ein Land, in dem Hunde gegessen werden. Und da will Leonie Urlaub machen. Ich versteh das nicht. Was soll das denn? Ich fahr ja auch nicht in ein Land, in dem Menschen gefressen werden. Gibt es so etwas eigentlich auf der Welt?

Doch Leonie hat sich schon vor Jahren in den Kopf gesetzt, einmal in ihrem Leben nach Vietnam und nach Kambodscha zu fahren und dort zum Beispiel die großen Tempel von Anchor Wat anzusehen. Und wenn Leonie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, dann kann auch ein Lasko Labrador sie nicht davon abbringen. Das könnt Ihr mir glauben.

Zu meiner Beruhigung hat Leonie jedoch dafür gesorgt, dass ich in dieser Zeit hier gut in Dänemark untergebracht bin. Ich kann bei meinem großen Freund Shinouk bleiben und mit ihm zusammen weiter Bootsdienst machen. Doch ich merke, dass auch Leonie der bevorstehende Abschied von mir, ziemlich nahe geht. Wir waren schließlich seit Jahren immer zusammen und haben so viel gemeinsam erlebt. Nun müssen wir wohl eine Zeit lang  etwas Getrenntes erleben. Aber was ist schon Zeit? Ich habe Euch ja schon des Öfteren erzählt, dass Zeit für mich etwas anders verläuft, als für Euch. Und wenn Leonie weg ist, dann ist sie weg. Ich werde sicher häufig nach ihr Ausschau halten. Aber wenn sie weg ist, ist sie weg. Und wenn wir uns dann wiedersehen, wird die Freude groß sein. Und wenn für Euch Menschen 6 oder 8 oder 10 Wochen vergangen sein werden, werde ich mich genauso freuen, als wenn Leonie gerade  fünf Minuten weg war. Und so ist der Abschied wahrscheinlich für Leonie, die viel besser die lange Zeit spüren kann, weitaus schlimmer als für mich.

Morgen – wir werden die vorerst letzten Tage hier gemeinsam genießen und dann wird Leonie am Sonntag nach Bonn zurückfahren und ich bleibe hier. Ich höre nun auch erst einmal auf zu bloggen. Das muss Leonie die nächsten Wochen allein machen. Und ich werde vielleicht Ihren Blog, in dem sie sicher über ihre Vietnamreise berichten wird, mit Interesse in Dänemark lesen.

„Lasko, magst Du auch mit mir Skypen?“ fragt Leonie. Das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich kann nicht dauernd auf einen Bildschirm starren, der nicht wie Leonie aussieht, nicht nach ihr schmeckt oder riecht. Doch eines weiß ich sicher, ich freu mich heute schon auf den Tag, an dem wir wieder zusammen sein werden.

Ich habe hier im Blog  in der letzten Zeit bereits darüber erzählt, dass mein Mann und ich und mittlerweile wieder Hund und ich allein, äußerst gerne ab und zu zum Spanier hier bei mir um die Ecke gehen. Das kleine Restaurant in Puerto Santiago heißt San Francisco. Wieso ein Restaurant auf Teneriffa San Francisco heißt, weiß ich nicht. Allerdings gibt es ja in Berlin oder Bremen auch genügend Restaurants, die Kreta oder Rhodos heißen.


Jeden Abend stehen so etwas wie Animateure oder „Einlader“ vor den Türen der Restaurants. Sie haben wohl die Aufgabe, möglichst viele von den  wenigen Touristen gerade in  ihr Restaurant „zu verladen“. Am Anfang traute sich an mich mit dem Hund niemand heran. Sie wollten anscheinend auf unsere Euros verzichten. Mittlerweile kennen und lieben den Hund „Straßensteher“ in der Straße. Und Hund liebt alle, die nach Kellner oder Gastwirt aussehen. Denn mit diesen netten Menschen verbindet er riesengroße Knochen.

Leider hatte ich nie den Fotoapparat dabei, als der Chef persönlich kam und ganz Lammbeine, halbe Enten oder am Weihnachten die Reste des Chateaubriand vorbei brachte. Vielleicht reiche ich bei Gelegenheit ein Bild nach. Hier kann ich Euch heute nur mein Essen mit kanarischen Kartoffeln und Mojosauce zeigen.

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich jemals ohne Mojosauce ausgekommen bin. Die esse ich nun auch zu Hause bei jeder Gelegenheit und Ungelegenheit. Es gibt sie in unzähligen Variationen. Am liebsten mag ich die besonders scharfe rote Sauce.

Während der Chef persönlich zum Eintreten animiert, wartet Hund geduldig unter dem Tisch auf die Raubtierfütterung.

Er plaziert sich so geschickt an der Tür, dass die meisten Eintretenden nicht umhin können, ihm ein paar Streicheleinheiten zu geben. Zum Glück versteht er zwischenzeitlich perfekt Englisch und Spanisch, was er von seinem Frauchen nur bedingt behaupten kann.

Lauschig wird es, wenn die Lichter draußen angehen und die Palme vor der Tür beleuchten, ein leichter Wind vom Atlantik weht und der Chef zum Abschluss noch süße Likörflaschen auf den Tisch stellt. Wo sind die guten Vorsätze zur gesunden Ernährung im Jahr 2012 geblieben? Hund hat so etwas vorsorglich gar nicht gefasst.

Es wird Zeit ins Bett zu gehen. Ich wünsche Euch eine gute Nacht und einen wunderschönen Tag.

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Gestern wollte ich endlich einmal wieder etwas für meine Gesundheit tun und mich dabei vor allen Dingen gesund ernähren. Ich hatte in einer Zeitschrift bei unserem Zahnarzt gelesen, dass man doch einfach zur Entschlackung ab und zu einen sogenannten Obsttag einlegen könne. Ob ich das ab und zu kann, wußte ich nicht und hegte da auch – mich gut kennend – gewisse Zweifel. Dennoch wollte ich es wenigstens einmal einen Tag lang ausprobieren. Denn im letzten Jahr habe ich nach und nach ein bisschen zugelegt. Ich weiß, dass sich solche langjährig aufgebauten Sünden nicht an einem Tag beheben lassen, aber so ein Obsttag wäre doch zumindest mal ein guter Anfang.

Gleich morgens zerlegte ich die zu diesem Zweck gekaufte Ananas kunstgerecht – wie ich es in Thailand gesehen hatte – in viele kleine Einzelstücke. Danach gab es zum Frühstück Ananasstücke und ich fand es wunderbar. Ich erinnerte mich  daran, dass unser Frühstück in Indonesien und Thailand früher häufig nur aus Obststücken bestanden hatte. So hatte ich zunächst auch kein Problem. Morgens habe ich ohnehin nicht wirklich Hunger, so dass ich auch hätte gar nichts essen können. So war die Ananas gerade zu vorzüglich erfrischend und bot mir einen guten Start in den Tag.

Problematischer wurde die Angelegenheit zur Mittagszeit, als ich wirklich Hunger bekam. Mein erster richtiger Hunger kommt meistens so gegen 12.30 Uhr und dann stelle ich mir im Allgemeinen schon etwas „Richtiges“ zum essen vor. Gestern dachte ich an die Ananas, die noch auf mich wartete. Muß es denn wirklich schon wieder Ananas sein? Lustlos kaute ich an den Ananasstücken, die mir noch am Morgen so gut geschmeckt hatten. Dabei stellte ich mir vor meinem bildlichen Auge Lasagne, ein Hähnchen oder zumindest leckere Pellkartoffeln vor. Einmal damit begonnen liefen in meinem Kopf zahlreiche Lebensmittelfilme ab, die einfach Appetit auf mehr machten.

Mein Labbi schaute mich dabei – wie immer – hungrig an. In diesem Moment konnte ich ihn wirklich gut verstehen. Welche Qualen mußte dieses arme Tier täglich durchleiden, wenn es immer und ständig hungrig war und gar nichts zu fressen bekam. Nicht einmal Ananas stand für ihn auf dem Speiseplan. Ja, ich war hungrig. Am liebsten hätte ich eine Pizza in den Ofen geschoben. Stattdessen ging ich tapfer in den Garten und naschte von den Himbeeren und kaute freudlos auf einem sauren, dafür auch noch unreifen Apfel herum. So hatte ich zumindest etwas im Magen und lenkte meine Gedanken wieder auf andere Dinge.

Und dann kam der Abend. Am Abend habe ich immer den größten Hunger. Ich weiß, dass das nicht gut sein soll und dass man am Abend nicht so viel essen soll und und und. Ich habe dennoch Hunger. Und gestern hatte ich nicht nur Hunger, sondern ich hatte Labbi Hunger (höchste für mich vorstellbare Stufe). Ich lutschte an den Resten meiner Ananas und fragte mich, wie ich die Zeit bis zum schlafen gehen wohl überbrücken könnte. Was denken die sich eigentlich in den Zeitschriften, wenn sie dazu raten, ab und zu einen Obsttag einzulegen. Langsam packte mich die Wut. Schluchz und außerdem tat ich mir langsam selber leid. Die Verzweiflung nahm überhand.

Nur mein Labbi schien mich zu verstehen, wobei er nicht verstand, warum ich nicht einfach zum Kühlschrank ging und mir etwas heraus nahm. Er hätte das ohne Frage getan. Warum nur sind Menschen so furchtbar kompliziert? (schien er zu denken) Und ich dachte das auch oder dachte nur ich das?

Als ich bereits fast auf den Weg zum Kühlschrank war, ging die Haustür auf und mein Mann wunderte sich, wieso ich noch nicht fertig sei. Fertig wofür? Ach ja, wir waren ja bei unseren Nachbarn zum Grillen eingeladen. Das hatte ich ganz vergessen. Aber wenn man eingeladen ist, dann muß man natürlich gehen. In mir jubilierte es: Rettung naht. Nach dem ganzen Obst wird mir sicher eine kleine Grillwurst sehr gut munden.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und einen guten Appetit.

Letzte Woche bekam ich mit einer Mail von wordpress den Vorschlag über das ungesündesteste Essen, was ich je gegessen habe, zu schreiben. Describe the unhealthiest meal you’ve ever eaten. How did you feel afterwards?

Dazu fällt mir folgenden alte Geschichte ein, die ich auch schon an anderer Stelle ähnlich aufgeschrieben habe:

Mit mehreren Schulfreunden fuhren wir in den Sommerferien irgendwann in den 70ger Jahren zum zelten nach Norwegen. Gekrönt wurde der Aufenthalt, indem wir in der letzten Woche vom Zelt in eine alte Hütte ohne Wasser und Strom umstiegen – aber immerhin ein eigenes altes Ferienhaus auf einer kleinen Insel mitten in der Wildnis. Das Häuschen, in dem wir mehr oder minder hausten konnte nur mit einem alten Kahn erreicht werden, den wir stolz über den See steuerten. Für die Beleuchtung gab es Petroleumlampen und einen Kamin. Wasser musste mit einer Pumpe, die vor der Tür stand, von dem tiefer gelegenen See hoch gepumpt werden. Es gab Angelzeug und Netze und wir haben uns auf diese Weise auch ein paar spärliche Mahlzeiten geangelt. Ansonsten mussten wir mit dem Kahn übersetzen und mit dem Auto einige Kilometer in das nächste Dorf fahren, in dem wir einkaufen konnten. Auf der Insel gab es einige Katzen, für die der Vermieter uns Milch hinterlassen hatte, die wir den Katzen hinstellen sollten.

Als er uns einige Tage nach unserer Ankunft einmal besuchte, um nach dem „Rechten“ zu sehen, sah er unseren Müll, in dem sich auch mehrere Dosen befanden, die wir gekauft. Den Inhalt hatten wir warm gemacht und gegessen. Er   meinte, dass es nicht nötig sei, dass wir die Katzen extra mit Katzenfutter aus der Dose versorgen würden, da die Katzen Mäuse fangen sollten. Wie sich damit herausstellte, hatten wir der norwegischen Sprache nicht mächtig, die Fiskeböller aus der Dose nicht als Katzenfutter identifiziert. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass sie sogar geschmeckt haben und weiß seitdem, dass auch Katzenfutter essbar ist. Dennoch schauten wir ab sofort beim Einkauf ein klein wenig genauer hin.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und guten Appetit.