Mit ‘feiern’ getaggte Beiträge

LKarneval_44Die Uhr tickt in Spanien irgendwie anders. Nicht nur, dass wir hier auf den kanarischen Inseln eine Zeitstunde „hinterher“ sind. Nein, auch Karneval wird irgendwie nicht zu den Zeiten gefeiert, die ich der „Narr“ so aus Deutschland gewöhnt ist. Auf Teneriffa und den Nachbarinseln sucht sich jedes Städtchen eine Woche im Februar oder März heraus. Und dann ist dort per Festlegung Karneval. Aber richtig.

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In dieser Woche strömen in dem „Karnevalsort“ Einheimische und Touristen gleichermaßen zusammen. Auch kommen viele der auf der Insel ansässigen Karnevalsvereine zu Besuch. Und es wird gefeiert. An einem Tag ist Kindertag, an einem anderen Frauen- oder Männertag. Ein Grund zum Feiern ist immer da. Und es geht bunt, laut, lustig und natürlich auch feucht zu.

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So war in Los Gigantes „per Dekret“ in der letzten Woche Karneval. Und natürlich ging es auch hier an diesen fünf Tagen bunt und laut rund um die Uhr zu. Bei sonnigen Wetter und heißen Rhytmen wurde bis spät in die Nacht – nein bis zum frühen Morgen – gefeiert. Ausnahmezustand für alle. Keine Schule, keine Arbeit und auch die Bank am Ort hatte extrem verkürzte Öffnungszeiten.  Genau gekommen war die Bank so gut wie gar nicht geöffnet. Dafür waren die Bars und Restaurants geschmückt und machten 24 Stunden am Tag gute Umsätze. Denn sie sind an diesen Tagen der Treffpunkt für alle, die Karneval feiern und durch den Ort ziehen. An Schlaf ist an den Karnevalstagen auch für karnevalsmüde Einwohner nicht zu denken. Die laute Musik, die fünf Tage über den Ort schallt, ist einfach zu mitreißend. Wen hält es da schon im Bett? Und wer doch einmal eine kurze Siesta brauchte, der verzog sich am Mittag in den Schatten an ein lauschiges Plätzchen am Strand.

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Ein Karnevalshöhepunkt dann am Sonntag – der große Umzug.

Umzug

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Doch auch am Montag wird noch einmal groß gefeiert. Der Tod der Sardine. Eine große Sardine aus Pappe, kunstvoll zurecht gemacht, wird durch den Ort getragen. Bis spät in die Tag wird um die Sardine herum getanzt. Dann wird sie verbrannt. Symbolisch gehen damit der Karneval und die ausgelassene Lebensweise in Rauch auf. Ein Riesenfeuerwerk beendet das Spektakel. Und dann kehrt in den Ort für ein Jahr wieder Ruhe ein.

die Sardine

die Sardine

Jedenfalls in diesen Ort. Gut für Karnevalsfreunde. Der nächste Ort wartet bereits auf sie –  denn Karneval ist irgendwo auf Teneriffa jedes Wochenende.

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Ich wünsche allen Lesern ein wunderschönes langes sonniges Pfingstwochenende.

Wer wird in diesem Jahr Pfingstochse?

Ihr werdet es kaum glauben, aber während Ihr Euch auf Pfingsten freut, freut sich Aalborg auf Karneval. Tatsächlich findet hier traditionell in jedem Jahr am letzten Maiwochenende der größte Karneval Nordeuropas statt. Warum im Mai? Bislang habe ich auf diese Frage nur die Antwort erhalten, dass es hier im Winter zu kalt zum Karneval feiern sei. Andere Länder andere Sitten. So werde ich die nächsten Tage mit meiner lädierten Hand mich in den Aalborger Karnevalstrubel stürzen. Sollte es mir mit der rechten Hand gelingen, werde ich Euch demnächst hoffentlich Pfingstfotos von den hiesigen Narren präsentieren können.

Liebe Grüße (auch an alle Pfingstochsen) Leonie

Im Rheinland wird heute Karneval und Rosenmontag gefeiert und hier im Blog gibt es die Alternative oder die Ergänzung (je nach Feierwütigkeit). Ideenparty für NixZen, der gerne mit Freundin und Kindern nach London reisen will, aber zurzeit noch Probleme mit dem Geld und den Terminen hat. Das soll sich heute ändern. Eure Hilfe ist gefragt!!!!!!!

Jetzt ist NixZen mit seinem Wunsch an der Reihe (O-Ton):

Wunsch

„Ich würde gerne mit meiner Tochter und einer Freundin mit Tochter nach London.

Hindernis

„Problem Geld und Termin. Wir haben da 4 Personen mit verschiedenen Terminschienen und 2 Personen die Geld verdienen, eine davon hat aber sehr wenig“.

Auf meine Nachfrage:

“ Benötigt werden ca.300 Euro für 3-4 Tage“.

Heute bin ich sehr gespannt auf Eure Rosenmontagsideen und hoffe auf zahlreiche Beteiligung. Überwindet Euch. Irgendetwas fällt zu diesem schönen Montagswunsch doch sicher jedem ein.

Einen wunderschönen Montag an alle Feiernden und Nichtfeiernden Leser.

Und hier ist bereits der erste Kommentar für NixZen, den Mandy bereits gestern eingestellt hat:

Liebe Leonie,
leider geht es heute vielen Menschen so, dass sie sich selbst scheinbar kleine Wünsche nicht erfüllen können.
Nun ist es so, dass ich über NixZen so gar nichts weiß. Ist er jünger oder doch schon älter? Kernig gesund oder doch eher nicht so?
Wenn ich er wäre, würde ich mir für die Wunscherfüllung einen Minijob suchen und das Geld dafür dann aber wirklich gleich beiseite für die Reise legen.. Ich meine, dass man da ruck zuck die 300 Euro zusammenbekommt. Regalauffüller oder zweitweise Aushilfen im Supermarkt werden doch immer gesucht. Einen Minijob kann man locker noch neben einem hauptberuflichen Job machen, zumindest für eine kurze Zeit und nur als Überbrückung.
Ich wünsche ihm, dass er es schafft, seinen Wunsch wahr werden zu lassen.

An all deine Leser und auch natürlich für dich herzliche Grüße.

Auch wenn der 6. Januar nun bereits vergangen ist, möchte ich hier kurz etwas über meine persönlichen Eindrücke zum Tag der Heiligen Drei Könige in Spanien schreiben. Hintergrund ist, dass ich ein wenig von dem hohen Feiertag überrascht wurde und mich hier auf Teneriffa doch sehr über die umfangreichen Festivitäten anlässlich dieses Tages gewundert habe.
Bereits am Abend vor dem 6. Januar sah ich im Fernsehen, dass auf dem spanischen Festland wohl zum Tag der Heiligen Drei Könige riesige Umzüge stattfinden würden. Die gezeigten Großveranstaltungen stellten den Kölner Karneval bei weiten in den Schatten und sahen in meinen Augen fast wie Karneval in Rio aus. Auch wurde von vielen Geschenken für die Kinder berichtet. Das „Weihnachten“ mit Geschenken findet hier in Spanien also am 6. Januar für die Kinder statt. Die Geschenke wurden den Kindern im Fernsehbericht von den Heiligen Drei Königen ausgehändigt.

Auch wenn mein Spanisch immer noch sehr holprig ist, habe ich gut verstanden, dass der 6. Januar anscheinend hier in Spanien ein ganz wichtiger und besonderer Feiertag ist. Es sieht so aus, als wenn für deutsche Verhältnisse Weihnachten, Ostern, Heilige Drei Könige und Karneval auf einmal stattfinden.

In den Berichten erfuhr ich auch, dass die Nacht vom 5. auf den 6. Januar sehr wichtig ist. Auf den Bildern sah man in Madrid und Barcelona tausende von Menschen, die auf den Straßen unterwegs waren und sich irgendwo im Gewühl auf Plätzen oder Straßen langsam vorwärts schoben. Traditionell gehen die Spanier in dieser Nacht aus, erledigen Einkäufe und treffen sich mit Freunden, um in den Straßencafés zu essen und zu trinken, erfuhr ich weiter. Ich frage mich, ob tatsächlich erst in der letzten Nacht die Geschenke für die Kinder gekauft werden oder was wird sonst eingekauft? Gebannt schaute ich auf die Bilder mit den vollen Straßen. Überall spielten Musikgruppen. Es wurde getanzt, gefeiert und gesungen. Und anscheinend gab es auch ganz besonderes traditionelles Essen oder eine spezielle Art von Kuchen.
Dann machte ich den Fernseher aus und bemerkte, dass der Straßenlärm, den ich noch soeben im Fernseher vermutete, weiter ging. Tatsächlich war auch hier in Puerto Santiago auf Teneriffa diese Nacht etwas besonderes. Die Leute flanierten in den Gassen, saßen in den Restaurants und Gaststätten, schmissen mit Konfetti um sich und starteten ab und zu ein Feuerwerk. Diese Nacht wurde ich immer wieder wach, da mein Hund wegen der Feuerwerkraketen ab und zu bellend am Fenster statt. Und am 7. Januar waren hier dann ungewöhnlicher Weise die Gehwege mit „Silvesterschmuck“ übersäht. Der wurde dann aber innerhalb von wenigen Stunden beseitigt. Dennoch war es gestern überall ruhig. Die Geschäfte hatten und viele Restaurants hatten geschlossen. Das Servicepersonal hatte frei und daher gab es auch nur eingeschränktes Internet.

Andere Länder, andere Sitten – was hätten wohl die Drei Heiligen Könige, sofern es diese denn tatsächlich gegeben haben mag, zu so einem Treiben gesagt?
Ich wünsche Euch allen einen abwechslungsreichen und schönen Tag.