Mit ‘Feiertag’ getaggte Beiträge

Auch wenn der 6. Januar nun bereits vergangen ist, möchte ich hier kurz etwas über meine persönlichen Eindrücke zum Tag der Heiligen Drei Könige in Spanien schreiben. Hintergrund ist, dass ich ein wenig von dem hohen Feiertag überrascht wurde und mich hier auf Teneriffa doch sehr über die umfangreichen Festivitäten anlässlich dieses Tages gewundert habe.
Bereits am Abend vor dem 6. Januar sah ich im Fernsehen, dass auf dem spanischen Festland wohl zum Tag der Heiligen Drei Könige riesige Umzüge stattfinden würden. Die gezeigten Großveranstaltungen stellten den Kölner Karneval bei weiten in den Schatten und sahen in meinen Augen fast wie Karneval in Rio aus. Auch wurde von vielen Geschenken für die Kinder berichtet. Das „Weihnachten“ mit Geschenken findet hier in Spanien also am 6. Januar für die Kinder statt. Die Geschenke wurden den Kindern im Fernsehbericht von den Heiligen Drei Königen ausgehändigt.

Auch wenn mein Spanisch immer noch sehr holprig ist, habe ich gut verstanden, dass der 6. Januar anscheinend hier in Spanien ein ganz wichtiger und besonderer Feiertag ist. Es sieht so aus, als wenn für deutsche Verhältnisse Weihnachten, Ostern, Heilige Drei Könige und Karneval auf einmal stattfinden.

In den Berichten erfuhr ich auch, dass die Nacht vom 5. auf den 6. Januar sehr wichtig ist. Auf den Bildern sah man in Madrid und Barcelona tausende von Menschen, die auf den Straßen unterwegs waren und sich irgendwo im Gewühl auf Plätzen oder Straßen langsam vorwärts schoben. Traditionell gehen die Spanier in dieser Nacht aus, erledigen Einkäufe und treffen sich mit Freunden, um in den Straßencafés zu essen und zu trinken, erfuhr ich weiter. Ich frage mich, ob tatsächlich erst in der letzten Nacht die Geschenke für die Kinder gekauft werden oder was wird sonst eingekauft? Gebannt schaute ich auf die Bilder mit den vollen Straßen. Überall spielten Musikgruppen. Es wurde getanzt, gefeiert und gesungen. Und anscheinend gab es auch ganz besonderes traditionelles Essen oder eine spezielle Art von Kuchen.
Dann machte ich den Fernseher aus und bemerkte, dass der Straßenlärm, den ich noch soeben im Fernseher vermutete, weiter ging. Tatsächlich war auch hier in Puerto Santiago auf Teneriffa diese Nacht etwas besonderes. Die Leute flanierten in den Gassen, saßen in den Restaurants und Gaststätten, schmissen mit Konfetti um sich und starteten ab und zu ein Feuerwerk. Diese Nacht wurde ich immer wieder wach, da mein Hund wegen der Feuerwerkraketen ab und zu bellend am Fenster statt. Und am 7. Januar waren hier dann ungewöhnlicher Weise die Gehwege mit „Silvesterschmuck“ übersäht. Der wurde dann aber innerhalb von wenigen Stunden beseitigt. Dennoch war es gestern überall ruhig. Die Geschäfte hatten und viele Restaurants hatten geschlossen. Das Servicepersonal hatte frei und daher gab es auch nur eingeschränktes Internet.

Andere Länder, andere Sitten – was hätten wohl die Drei Heiligen Könige, sofern es diese denn tatsächlich gegeben haben mag, zu so einem Treiben gesagt?
Ich wünsche Euch allen einen abwechslungsreichen und schönen Tag.

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Wirklicher Segen liegt in deinen eigenen Handlungen.

Dalai Lama

Hier in Spanien gibt es keinen zweiten Weihnachtstag, so dass heute eigentlich ein ganz normaler Arbeitstag wäre. Dennoch sind die meisten Geschäfte heute geschlossen und keiner geht arbeiten. Verwundert fragte ich deshalb letzte Woche die Einheimischen, wieso denn die Geschäfte geschlossen seien, wenn doch gar kein Feiertag sei und warum keiner arbeiten müsse. Da erfuhr ich, dass es in Spanien ein Gesetz gäbe, dass festlegen würde, dass wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fallen würde, sei der nächste Tag ein zusätzlicher Feiertag. Ich habe das nicht überprüft, aber es scheint tatsächlich zu stimmen. Was für ein Gesetz – was haltet Ihr davon? Die Arbeitnehmer freuen sich hier sicherlich.

Mein Buch ist im Wesentlichen fertig. 160 Seiten reichen für das von mir vorgesehene Thema. Nun geht es an den Feinschliff und die Überarbeitung. Ich habe die feste Absicht, dass das Buch im Entwurf vollständig fertig gestellt ist, wenn ich Anfang Februar nach Deutschland  zurückkehre. Mal sehen, ob es mir dann tatsächlich noch gelingt, einen Verlag zu finden.

In meinem Kopf sind durch meinen Aufenthalt hier, bereits sehr viele neue Ideen. Ich habe das Gefühl, dass ich auch nach diesem Buch (egal ob ich es verlegen kann oder nicht) noch nicht mit dem Schreiben aufhören kann. Unter anderem habe ich auch eine nette Idee für ein Kinderbuch. Dafür suche ich jedoch noch einen Kooperationspartner, der die Illustrationen dazu macht.

Euch wünsche ich allen einen wunderschönen ruhigen zweiten Weihnachtstag.

Letzte Woche war hier in Spanien zweimal Feiertag. Mitten in der Woche war sowohl der 6. Dezember und kurz darauf der 8. Dezember Feiertag. Die meisten Geschäfte hatten geschlossen. Es war wenig Verkehr und die Leute strömten in die Restaurants. Schon bei meinem morgendlichen Jogginglauf hatte ich so ein Gefühl, als wenn Sonntag wäre. Also beschloss ich, mich wie an einem Sonntag zu verhalten und etwas Nettes zu unternehmen. Das Wetter hatte milde 20 Grad, war jedoch bewölkt. Nachdem ich den Morgen am Schreibtisch verbracht hatte, nahm ich den freudig springenden Hund an die Leine und ging raus.

Wir wanderten zusammen immer an der Küste entlang. Es ging von Puerto Santiago bis nach Los Gigantes. Eigentlich keine große Wanderung, aber da ich  mir jeden Strauch und jede Meeresbucht sehr genau ansah, zog sich unser Spaziergang doch ein wenig in die Länge. Es war milde und nicht heiß und damit wunderbar zum spazieren gehen. Das dachten anscheinend auch viele andere Menschen. Hier in Puerto Santiago scheinen überwiegend Engländer oder Leute aus Großbritannien zu wohnen, denn ich höre neben Spanisch fast nur Englisch um mich herum.

Hier einige Bilder von meinem Spaziergang:

blühende Hecke


Naturschwimmbecken – Diese wunderschöne Schwimmanlage liegt zwischen Puerto Santiago und Los Gigantes. Dort möchte ich irgendwann gerne mal hinein springen. Leider darf der Hund da nicht mit hinein, so dass ich mir wahrscheinlich doch wieder eine andere Hunde gerechte Schwimmstelle aussuchen werde.

Angler auf der Mole

einsame Bucht – die könnte etwas für Hund und mich sein

Hund schaut auf den Hafen von Los Gigantes wenn ich nicht aufgepasst hätte, wäre er in das Hafenbecken augetaucht

Von hier aus gibt es Rundfahrten, auf denen man angeblich Wale und Delphine beobachten kann. Das hört sich doch interessant an. Da sogar Hunde mit auf das Boot dürfen, werde ich solch eine Tour demnächst gerne ausprobieren. Wenn mir ein Wal begegnen sollte, werde ich Euch bestimmt davon erzählen.
Zunächst musste sich Hund jedoch mit den kleinen Fischen im Hafenbecken begnügen.

Zum Schluss meines Spazierganges kehrte ich in eine kleine Bar ein. Hundi ruhte auf den kalten Fliesen aus und ich genoss meinen Cafe Leche.

Die Barbesitzer schmückten gerade die Theke weihnachtlich. Einige Engländer saßen an einem Tisch und stimmten ein englisches Weihnachtslied an. Auf dem großen Fernseher an der Wand lief vom Winde verweht in Spanisch. Ich wusste gar nicht, wohin ich zuerst hören und schauen sollte. Schnell warf ich noch einen Blick ins IPad, das mir sagen sollte, was es hier in der Nähe noch alles zu sehen gab. Dann machte ich es aus, genoss meinen Kaffee und die englischen Weihnachtslieder, die sich mit den spanischen Schreien von Scarlett O´Hara vermischten.

Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Tag.

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Das Orotava Tal liegt südlich von Puerto de la Cruz im Norden von Teneriffa. Ich bin häufiger auf den Weg in den Teide Nationalpark durch den hübschen und sauber angelegten Ort Orotava und das sich anschließende Tal gefahren. Nun wollten meine Freundin und ich, bevor sie wieder nach Deutschland zurückfliegen musste, eine letzte gemeinsame kleine Wanderung unternehmen. Aus einem Wanderführer hatten wir eine Route ausgewählt, die oberhalb von Orotava bei einer Forellenzucht begann. Es ging zunächst stetig bergauf und außer sehr viel schönen Kiefernwald mit dicken alten Bäumen war nichts zu sehen.

Dann kamen wir an eine Stelle von der sehr viele Wanderwege abgingen. Dort war auch ein Restaurant und anscheinend ein öffentlicher Grill und Picknickplatz. Hatte ich uns noch vor Minuten allein im Wald gewähnt, sah ich nun, das gerade zu Menschenmassen unterwegs waren. An dieser Stelle, die wohl auch mit dem Wagen zu erreichen war,  sprangen sehr viele Menschen herum. Es waren verkleidete Nikoläuse zu sehen, viele kleine spielende Kinder und Reiter, die ihre Pferde an der Mauer vor dem Restaurant parkten.

endlich wussten wir wieder wo wir waren 🙂

geparkter Schimmel

Nikolausgrillfest

Blick auf den Teide vom Orotavatal

Usnea Flechten, die wie Lametta aussehen und überall an den Bäumen zu finden sind

Felsen: die Orgelpfeiffen

herbstlicher Laubwald

Unsere Wanderung führte uns bergauf und bergab durch die unterschiedlichsten Landschaften und war wirklich sehr abwechslungsreich. Wir sahen Kiefernwälder im klaren grün. Überall hingen Usnea Flechten an den Bäumen und wirkten wie Lametta fast weihnachtlich. Wir sahen die Felsen, die wie Orgelpfeifen aussehen und wohl auch danach benannt sind. Dann ging es durch leuchtende  Laubwälder, die eher den Eindruck eines deutschen Herbstwaldes vermittelten. Als wir aus dem Laubwald heraus kamen, ging es durch terrassierte Felder, die von Palmenbäumen umgeben waren. Dann kamen einige Höfe, ein kleines Dorf und schließlich ein frischer grüner Rasen. Zum Schluss ging es noch an einem Wasserlauf an steilen Felsen wieder den Berg hinauf. Als wir dann auch noch den Teide im Sonnenlicht liegen sahen, konnte meine Freundin zu recht sagen, dass sie an ihrem letzten Tag in diesem Urlaub auf der Insel noch einmal die volle Vielfalt, die Teneriffa zu bieten hat, genießen konnte. Um den Tag abzurunden, fuhren wir noch an den Atlantik, wo wir in einem kleinen Fischrestaurant ein Abschiedsessen veranstalteten. Dass es für mich Meeresfrüchte gab, kann sich der Leser vielleicht denken :-).

Ich wünsche allen Lesern einen wunderschönen Tag.

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